[identity profile] gobbolina.livejournal.com posting in [community profile] 120_minuten
Fandom: Original
Wörter: 2461
Challenges: Glätte/Blitzeis, "Ich hasse Weihnachten."
Inhalt: Der Dezember aus der Sicht einer verzweifelten Hausfrau
Warnungen: Kein beta.


Ich liebe Weihnachten. Wirklich. Schon im Juli packt es mich immer. Wenn es draußen so heiß ist, dass mir der Schweiß in Strömen den Rücken hinunter läuft und die gesamte Familie stinkt, als hätten sie sich tote Iltisse unter die Achseln geklemmt, bekomme ich richtig Lust auf Besinnlichkeit, leckere Kekse und vor allem auf Weihnachtsdeko. Was gibt es denn Schöneres als sich das perfekte Weihnachtsfest im Kreise seiner Liebsten vorzustellen und bereits zu planen, was für Kekse man dieses Jahr backen wird, welches Weihnachtsgericht auf den Tisch kommen soll und wie sich die Kinder und der Göttergatte über ihre perfekt ausgewählten Geschenke freuen?
Ich fange an Ideen zu sammeln und nehme mir fest vor rechtzeitig mit allem anzufangen.

1. Dezember
Endlich ist der letzte Monat des Jahres angebrochen. Die Geschäfte in der Stadt haben sich bereits vor gefühlten vier Monaten ins Zeug gelegt und ihre Kunden in Christbaumkugeln, Rentieren und Flitter erstickt. Ich stelle mich auf die Waage und stelle fest, dass ich schon wieder drei Kilo zugelegt habe. Was kann ich denn dafür, dass es schon so früh Lebkuchen, Dominosteine und Zimtsterne zu kaufen gibt? Ich kann da einfach nicht widerstehen, und da ist es auch egal, ob es draußen noch so warm ist, dass man problemlos im T-Shirt herumlaufen kann.
Ich zwicke mir in den Bauchspeck und beschließe etwas kürzer zu treten was die Süßigkeiten angeht. Keine halbe Stunde später beuge ich mich über meine Packung Dominosteine und zische „Mein Schatzzzzzzz“, als eines meiner Kinder versucht mir mit klebrigen Fingern mein Essen abzuluchsen. Es hat keinen Sinn die Dinger irgendwo zu verstecken, die Gören finden sie ja doch. Also stopfe ich mir die ganze Packung in den Mund und versuche das Plärren meines Kindes zu ignorieren. „Schau mal im Kühlschrank, da ist noch Papis Schokolade.“ Soll mein Mann sich doch mit seinem Kind um seine Schoki prügeln. Ich teile mein Essen nicht!
Als besagter Mann abends von der Arbeit nach Hause kommt und sich entnervt in seinen Sessel fallen lässt, wage ich es anzumerken, dass der erste Dezember angebrochen ist, und er mir doch bitte langsam die Lichterketten aus dem Keller holen und an die Fenster hängen soll. Ich ernte einen bösen Blick. Nun, wenn er denn nicht will… „Übrigens, ich glaube eines der Kinder hat deinen Schokoladenvorrat geplündert.“

7. Dezember
Es ist langsam an der Zeit sich um die Weihnachtspost zu kümmern. Ich kaufe einen Haufen Weihnachtskarten, mit denen ich meine Lieben in der Ferne bedenken möchte. Ich beschrifte sie alle mit Adressen, und lege sie dann beiseite, wo ich sie vermutlich bis zum nächsten Jahr vergessen werde.
Das Fernsehen ist voll von Werbung für Spielzeug. Langsam habe ich schon einen Tinnitus, denn ca. alle 30 Sekunden kreischt mindestens eines der Kinder, dass es dieses Spielzeug unbedingt um jeden Preis haben müsse, ansonsten habe sein Leben keinen Sinn mehr. Sie wissen es nicht, aber ich habe im Laufe der Jahre die Erfahrung gemacht, dass dieses neue Gesellschaftsspiel mit den gefühlten hunderttausend Kleinteilen bis Neujahr ohnehin nicht mehr vollständig sein wird, dass die neue Galaxy-Meerjungfrauen-Fairytopia-Barbie im Sommer völlig verfilzte Haare und nur noch ein Bein haben wird, und dass meine Hacken es bitter bereuen würden, würde ich eines dieser ferngesteuerten kleinen Autos kaufen. Und am Ende schenkt man seinen Gören doch all dieses Zeug, das sie vielleicht zehn Minuten lang völlig begeistert, aber dann uninteressant wird.
Ich habe derzeit auch ganz andere Sorgen. Ich durchwühle Keksrezepte und sammele im Kopf Ideen für Geschenke für die engste Verwandschaft. Ich nehme mir fest vor gleich morgen mit dem Schal anzufangen, den ich meinem Vater stricken will. Und die Weihnachtsdeko muss auch noch gemacht werden. Die Familie braucht neue Weihnachtsstrümpfe. Das kann man ja alles selber machen, ha! Ich schätze, dass ich mich bis zum Weihnachtsabend in meinem Arbeitszimmer verkriechen werde, nur um dann am Heilig Abend endlich mit meinen Geschenken fertig zu werden und anschließend das Wohnzimmer mit einem Ausdruck auf dem Gesicht zu betreten, als hätte ich jahrelang auf einer einsamen Insel ausharren müssen, wo ich nur mit mir selbst habe sprechen können.

8. Dezember
Mit schokoladenverschmierten Mündern stehen meine Kinder vor mir und verlangen: „Wir brauchen neue Adventskalender!“ „Wieso? Was ist denn mit den alten passiert“, will ich wissen, obwohl ich die Antwort schon weiß. „Aufgegessen!“ „Wir hatten Hunger.“ Seufzend notiere ich den Wunsch meiner Kinder auf meinem Einkaufszettel.

11. Dezember
„Wir sollten wirklich langsam die Lichterketten aufhängen, Schatz. Sonst lohnt es sich doch gar nicht mehr.“
Schwer seufzend, als würde er höchstpersönlich das Kreuz zum Berg Golgatha tragen müssen, setzt sich mein Mann den Helm mit der Grubenlampe auf und verschwindet im Keller. Er markiert seinen Weg mit einem Stück Kreide, damit er sich nicht verlaufen kann. Wochen später kehrt er mit drei Umzugskartons zurück, die so eingestaubt sind, als würden sie schon im Keller stehen, als noch Dinosaurier auf Erden wandelten.
Das jährliche fröhliche Entwirren der Lichterketten beginnt. Ich verteile Tassen mit heißem Kakao an unsere Kinder, die sich dieses Spektakel nicht entgehen lassen wollen und sich rundherum um Papi auf den nackten Boden niederlassen. Mein freundlicher Hinweis, dass sie sich doch wenigstens Kissen nehmen könnten, da sie sonst eine Blasenentzündung bekommen könnten, wird wie immer ignoriert.
Es ist jedes Jahr wieder ein schönes Schauspiel für die Kinder, wenn der Papi, anfangs noch sehr enthusiastisch, beginnt an einem Ende der Lichterkette zu ziehen, und am Ende nur noch mehr Knoten darin hat als vorher. Wild fluchend zerrt er an den Schnüren und die Kinder amüsieren sich köstlich. Bis eines von ihnen auf die Idee kommt, dass es ja helfen könne. Eine Stunde später kann ich nur noch mit einer Zange anrücken, um meine Familie aus dem Würgegriff der Lichterkette zu befreien. Mein Jüngster läuft schon blau an.
„Jedes Jahr der gleiche Mist,“ sagt mein Mann, als er in den Flur stürmt, sich Schuhe und Jacke anzieht und in den Baumarkt verschwindet, um neue Lichterketten zu kaufen.

13. Dezember
Noch herrscht herrliche Ruhe, während ich mir in der Küche die Hände wund knete, um den Lebkuchenteig geschmeidig zu bekommen und beobachte, wie mein Angetrauter sich für den Kampf rüstet.
Mit Leiter, Werkzeugkasten, Tonnen von Klebeband und den noch verpackten neuen Lichterketten rückt er den Fenstern zuleibe. „Pass auf, dass du dir nichts tust“, flöte ich ihm noch zu und ernte dafür nur ein gebrummeltes „Ja, ja“.
Nachdem die erste Fuhre Lebkuchen im Ofen ist gehe ich nachsehen, wie mein Mann sich so schlägt. Mit dem Geschick einer betrunkenen Schildkröte seilt er sich von der Decke ab und klebt die Lichterketten mit so viel Klebeband an die Fenster, dass ich mir kaum vorstellen kann den Rest des Monats noch einmal in der Wohnung Tageslicht erblicken zu können.
„Schön machst du das“, versuche ich ihn trotzdem zu ermutigen, doch er kann mich schon gar nicht mehr hören, so tief ist er in seine Arbeit vertieft. Vermutlich werde ich morgen, wenn er auf der Arbeit ist, alles noch einmal abnehmen und neu befestigen, damit es auch nach etwas aussieht.

18. Dezember
Das Haus erstrahlt in festlichem Glanze. Ich kann zufrieden sein. Die Keksdosen füllen sich langsam mit köstlich duftendem Gebäck. Damit bis Heilig Abend auch noch etwas davon übrig ist verstecke ich sie dort, wo sie niemand finden wird: hinter den Körben mit der Dreckwäsche.
Ich muss noch ein paar Einkäufe erledigen, allerdings komme ich nicht weit. Zu spät bemerke ich, dass die Kinder sich dazu entschlossen haben vor unserer Haustür eine Eisbahn zu errichten, indem sie mit dem Gartenschlauch den Weg zu unserer Haustür wässern und es gefrieren lassen. Den Rest des Tages verbringe ich auf einem Schwimmring sitzend.

20. Dezember
Ich bekomme Panik. Weihnachten steht vor der Tür und ich habe noch kein einziges Geschenk besorgt. In den Kaufhäusern prügele ich mich mit anderen Kunden, die ebenso wie ich der Meinung gewesen sind, dass noch genug Zeit wäre alles zu besorgen, und nun in Torschlusspanik zu grunzenden Wilden mutiert sind. Nur unter höchster Lebensgefahr klammere ich mich an alles, was ich in die Finger bekommen kann und verteidige es mit vollem Körpereinsatz. Zeit zu gucken, was ich mir da überhaupt greife, bleibt mir nicht. Meine Ausbeute: ausgeleierte Wollsocken, ein billiger Stoffhund, drei zerknitterte Herrenhemden, ein einzelner Handschuh, ein Buch mit dem Titel „So bauen Sie ein Gartenhaus“, drei Apfelsinen und ein Puzzle mit Pferdemotiv. Ich bin stolz auf meine Errungenschaften!

22. Dezember
Die Schulferien beginnen. Ich schicke ein Stoßgebet zum Himmel. Lieber Gott, bitte mach, dass ich die folgenden Wochen gut überstehe, und dass meine Kinder nicht das Haus abfackeln, Möbel kurz und klein schlagen, mir den Garten verwüsten, sich selbst irgendetwas antun, die Geschenke schon vorzeitig finden, meine Keksvorräte plündern, den Hund mit Baumschmuck behängen, alles ins Chaos stürzen oder das Bad unter Wasser setzen. Ich hoffe auf das Beste.

23. Dezember
„Schatz, du weißt schon, dass du noch einen Baum kaufen musst, oder? Morgen ist Heilig Abend.“
„Was, morgen schon“, entgegnet mein Göttergatte entsetzt, springt auf, scheucht die Kinder und mich in unsere Jacken und Stiefel und hinaus ins Auto.
„Meinst du, wir finden so spät überhaupt noch einen Baum“, wage ich es zaghaft zu fragen, doch mein Mann ist voller Zuversicht.
„Mach dir keine Sorgen, die Stände gibt es doch alle hundert Meter. Irgendwo werden wir da noch einen Baum kriegen.“
Nachdem wir den dritten Stand abgeklappert haben muss ich es mir sehr verkneifen meinem Mann ein „Ich habe es dir doch gesagt“ zuzuzischen. Seine Reaktion wäre wohl nicht sehr positiv ausgefallen.
„Ich weiß gar nicht was du hast, der hier ist doch schön“, intoniert er und läuft im Kreis um ein kleines mickriges Bäumchen.
„Der ist zu klein“, ruft eines der Kinder. Ein anderes stimmt ein: „Außerdem ist er auf der einen Seite schon fast kahl.“
Aber eine bessere Auswahl haben wir nicht, also wird dieser Baum gegen den Willen der Kinder (und auch gegen meinen) gekauft und nach Hause verfrachtet. Mit Feuereifer stürzen sich die Gören auf den Baum, nachdem der Papi ihn mühevoll mitten im Wohnzimmer aufgestellt hat, so dass man sich zwischen ihm und dem Wohnzimmertisch hindurchquetschen will, wenn man sich auf das Sofa setzen möchte.
Nachdem die Kinder mit dem Baum fertig sind, ist er mit sämtlichen Schmuck behangen, den unser Keller hergegeben hat. Strohsterne neben glitzernden Glaskugeln, dazwischen kleine Messingglöckchen und sämtliche Ornamente, welche die Kinder im Laufe ihrer Schul- und Kindergartenzeit mit viel Liebe und Kleber gebastelt und freudestrahlend nach Hause getragen haben. Am Baum hängen Jahre alte Reste von Lametta in drei verschiedenen Farben. Die bunte Lichterkette macht die ganze Sache nicht besser. In diesem Moment wünsche ich mir, dass ich farbenblind wäre.
An diesem Abend richte ich den Baum drei Mal wieder auf, nachdem unsere Katze ihn zu Boden gerissen hat.
Ich hasse Weihnachten.

24. Dezember
Ich erwache vom Gebrüll der Kinder, die sich entschlossen haben in aller Herrgottsfrühe schon aufzuwachen und durch das Haus zu toben. Mich erwartet ein langer Tag, also beschließe ich so zu tun, als würde ich noch schlafen. Ich grabe mich tief in die Kissen und sehne mir Ruhe und Frieden herbei. Was mich stattdessen erwartet ist ein klebriger, feuchter Finger, der mir in mein Ohr gesteckt wird, während gleichzeitig jemand zwischen meinen Zehen herumpult. Da hilft alles nichts, die kleinen Monster lassen mich nicht weiterschlafen. Und so stehe ich auf und mache mich heute auf das Schlimmste gefasst.
„Hör auf Mamis Kleiderschränke nach Geschenken zu durchsuchen! Lass die Kekse in Ruhe! Nein, du schmierst Papi keinen Kleber in die Pantoffeln! Hör auf die Katze in den Baum zu setzen!“ Den ganzen Tag lang.
Während ich das Weihnachtsessen vorbereite, laufen die Kinder Amok. Und was macht mein Mann, der bei unserer Hochzeit gelobt hat mir treu zur Seite zu stehen, in guten wie in schlechten Tagen? Der hat sich in die Garage verdrückt, um an seinem Auto rumzuschrauben. Verräter!
Der Braten brennt an, die Klöße fallen beinahe auseinander und die Sauce ist klumpig. „Ich will das nicht essen“, mault einer meiner Söhne. „Sei ruhig und iss, sonst überlegt es sich der Weihnachtsmann vielleicht noch anders und bringt dir keine Geschenke.“ Ach, es ist herrlich, wenn sie noch klein genug sind dir diese Lüge abzukaufen. Nicht so mein Ältester, bei dem diese Nummer schon lange nicht mehr zieht. Vorbei die Zeiten, in denen ich ihm selbst im Hochsommer mit dem Weihnachtsmann drohen konnte und er sich sofort zusammen riss.
Nach dem Essen bleibt natürlich der ganze Abwasch an mir hängen, da sich meine Lieben in alle Winde zerstreuen. Da hilft es auch nichts ihnen noch hinterher zu rufen, ob nicht wenigstens einer von ihnen Abtrocknen kann.
Nachdem es dunkel ist scheuche ich meine Familie nach draußen. Es ist Zeit das Wohnzimmer herzurichten. Papi schnappt sich seine Kinder und geht mit ihnen Schlitten fahren. Und ich bleibe in einem totenstillen Haus zurück. Danke, Gott, rufe ich kniend, die Hände dankbar zum Himmel erhoben. Ich köpfe die Flasche Eierlikör, die ich für diesen besonderen Anlass aufbewahrt habe. Nachdem ich die halbe Flasche geleert habe mache ich mich an die letzten Weihnachtsvorbereitungen. Ich wickle die Geschenke sorgfältig in schönes Geschenkpapier ein, bereite die Weihnachtsteller mit Süßigkeiten vor, lege Weihnachtsmusik auf, zünde die Kerzen auf dem Tisch an, dimme das Licht, leere den Rest vom Eierlikör und warte darauf, dass Göttergatte und Kinder zurück nach Hause kommen.
Sie lassen mich lange warten, und ich bin sehr dankbar dafür. Aber schließlich höre ich doch den Schlüssel in der Haustür und dann kommt mir ein triefnasser Hund entgegen, gefolgt von lärmenden Kindern, die sich nicht einmal die Mühe machen ihre Jacken und Schuhe ordentlich im Flur zu verstauen. Alles wird dort liegen gelassen, wo es auf dem Weg zum Wohnzimmer ausgezogen wird. Wie die Berserker stürzen sich die Kinder auf die Geschenke.
„Wartet, ich hole noch schnell die Videokamera“, ruft der Papi und ich kann die wilde Meute so gerade eben noch davon abhalten bereits jetzt ein Geschenkpapiermassaker zu veranstalten.
Als mein Mann, stolz mit Kamera bewaffnet, wieder erscheint ist das für die Kinder das Zeichen, sich über ihre Geschenke herzumachen, als gäbe es kein Morgen. Ich bedauere die Zeit, die ich dafür verschwendet habe alles einzupacken und beschließe, im nächsten Jahr einfach alles so, wie es ist, unter den Baum zu stellen.
Kaum eine Minute dauert es, bis auch das letzte Geschenk von seinem Papier befreit ist, und glückliche Augen strahlen in Papis Kamera. Und ich weiß jetzt schon, in einem halben Jahr spielen sie nicht mehr mit den Sachen, die wir ihnen gekauft haben.
Von wegen besinnliche Bescherung. Die Kinder beschäftigen sich mit ihren neuen Sachen, und ich widme mich einem Glas Rotwein. Göttergatte lehnt sich zu mir rüber und meint: „Ist das nicht schön? Ich liebe Weihnachten?“ Er hat gut reden. Er muss nachher ja auch nicht das Chaos beseitigen und morgen die Großverwandtschaft bekochen, die bei uns einfallen wird.
In manchen Momenten hasse ich Weihnachten.

Profile

120_minuten: (Default)
Die Uhr läuft ... jetzt!

Most Popular Tags

January 2026

M T W T F S S
   1 234
567891011
12131415 161718
19202122232425
262728293031 

Style Credit

Powered by Dreamwidth Studios