Adventskalender, 16. Türchen
Dec. 16th, 2015 12:46 amChallenge: Ein Licht in der Dunkelheit + "Dir ist schon klar, dass das niemals klappen wird, oder?"
Fandom: Harry Potter (irgendwie)
Paring: Charlie Weasley/Oliver Wood
Wörter: 627
Widmung: für
nyx_chan, die mich immer wieder ans Schreiben und den Kuchen im Ofen erinnert hat. ♥
Kommentar: Okay, ich habe die beiden inzwischen völlig vom Canon abgelöst. Aber, hey, vielleicht hat es wenigstens was mit Weihnachten zu tun.
Es hatte irgendwas mit dem beständigen Nieselregen zu tun, vermutete Charlie. Oder mit der Art, wie sich die Weihnachtsbeleuchtung in den Pfützen spiegelte. Damit, dass es einer dieser Abende war, an denen es zu früh dunkel wurde und an denen die Kälte sich langsam, langsam durch Jacke und Pullover bis auf die Knochen vorarbeitete, während die Luft nach Glühwein und Plätzchen roch.
Jemand rempelte ihn an, ein Kerl mit breiten Schultern und einem noch breiteren Grinsen, als er ihm schöne Feiertage wünschte. Für eine Sekunde sah er aus wie er. Abgesehen von den schwarzen Haaren und den Grübchen und den zwanzig Zentimetern Größenunterschied.
Vielleicht war es aber auch bloß Weihnachten.
Letztes Jahr hatte er ihn auch überall gesehen. Und im Jahr davor.
Vor drei Jahren hatten sie an solchen Abenden noch im Regen gestanden und Glühwein getrunken.
Und im Jahr davor hatten sie das Bett nicht verlassen, da war es warm gewesen und der Regen hatte gegen die Fenster getrommelt. Die Weihnachtsbeleuchtung von draußen hatte bunte Muster auf die Decken und Olivers Rücken gemalt.
Normalerweise vermisste Charlie ihn nicht.
Es hatte wahrscheinlich wirklich etwas mit Weihnachten zu tun.
Da vorne stand er schon wieder, breite Schultern hochgezogen, ausholende Gesten, zu lautes Lachen. Sogar die dunkelblaue Mütze kam Charlie bekannt vor. Sein Herz schlug schneller, nur für eine Sekunde, dann war der Moment auch wieder vorbei und der Mann am Glühweinstand drehte sich um.
Das breite Grinsen verschwand augenblicklich.
Charlie bemerkte es kaum, stattdessen sah er, wie sich diese Lippen zu einem schmalen, sanften Lächeln verzogen, spürte wieder, wie sich diese Arme um seine Taille legten, roch frischen Schweiß und das furchtbare Rasierwasser. Eine warme Stimme flüsterte ihm unverständlichen Nonsens ins Ohr.
Er hob die Hand.
Oliver lächelte tatsächlich, als er zurück winkte.
Charlie wusste wirklich nicht, warum er dieses Lächeln sonst nicht vermisste.
„Charles. Lange nicht gesehen.“ Olivers Stimme war noch immer warm, der Akzent noch schwerer als damals. Damals fühlte sich an wie vorgestern. Seine Wangen waren gerötet und sein Atem roch nach Glühwein.
Charlie wollte ihn wirklich, wirklich gerne küssen.
Stattdessen zuckte er mit den Achseln. „Viel zu lange.“
„Allerdings.“
Die bunten Lichter der Weihnachtsmarktstände um sie herum zeichneten bunte Muster auf Olivers Gesicht und seinen schwarzen Mantel. Er war warm und zu laut und er redete schon wieder über Quidditch. Und er küsste Charlie.
Sie waren beim dritten gemeinsamen Glühwein, und Charlie erklärte mit großen Gesten woher er die frische Brandnarbe am Hals hatte, als Oliver die Augen verdrehte.
„Es ist eine Schande, dass du dich lieber grillen lässt, als zu spielen.“
Charlie lachte bloß. Damals war vielleicht doch eine Ewigkeit her.
„Ich glaube... Ich glaube immer noch, dass wir großartig zusammen waren.“
Oliver lachte bloß. Charlie lachte mit.
Natürlich, sie waren ein großartiges Team gewesen. Und wirklich gute Freunde. Und der Sex war ziemlich phantastisch gewesen. Natürlich hatten sie einen Grund gehabt, sich zu trennen. Jedes mal. Aber wahrscheinlich war es kein sonderlich guter Grund gewesen, dachte Charlie als er den Glühwein auf Olivers Lippen schmeckte und spürte, wie sich trainierte Muskeln unter seinen Händen unter viel zu vielen Lagen Stoff bewegten.
Es war viel zu lange her.
Und irgendwie so als wäre es das erste Mal.
Der Stoff von Olivers Mantel war feucht vom Regen und Charlies Zehen wurden kalt in den Drachenlederstiefeln. So wie damals.
„Dir ist schon klar, dass das niemals funktionieren wird?“ Olivers Atem war warm an Charlies Ohr und das gerollte 'r' jagte ihm Schauer über den Rücken. Oliver war warm und laut und ein bisschen betrunken und die bunten Lichterketten spiegelten sich in den Pfützen hinter ihnen.
„Ich glaube“, flüsterte Charlie. „Ich glaube, das ist mir egal.“
Vielleicht hatte es wirklich etwas mit Weihnachten zu tun. Aber auch das war Charlie ziemlich egal, als er Oliver küsste.
Fandom: Harry Potter (irgendwie)
Paring: Charlie Weasley/Oliver Wood
Wörter: 627
Widmung: für
Kommentar: Okay, ich habe die beiden inzwischen völlig vom Canon abgelöst. Aber, hey, vielleicht hat es wenigstens was mit Weihnachten zu tun.
Es hatte irgendwas mit dem beständigen Nieselregen zu tun, vermutete Charlie. Oder mit der Art, wie sich die Weihnachtsbeleuchtung in den Pfützen spiegelte. Damit, dass es einer dieser Abende war, an denen es zu früh dunkel wurde und an denen die Kälte sich langsam, langsam durch Jacke und Pullover bis auf die Knochen vorarbeitete, während die Luft nach Glühwein und Plätzchen roch.
Jemand rempelte ihn an, ein Kerl mit breiten Schultern und einem noch breiteren Grinsen, als er ihm schöne Feiertage wünschte. Für eine Sekunde sah er aus wie er. Abgesehen von den schwarzen Haaren und den Grübchen und den zwanzig Zentimetern Größenunterschied.
Vielleicht war es aber auch bloß Weihnachten.
Letztes Jahr hatte er ihn auch überall gesehen. Und im Jahr davor.
Vor drei Jahren hatten sie an solchen Abenden noch im Regen gestanden und Glühwein getrunken.
Und im Jahr davor hatten sie das Bett nicht verlassen, da war es warm gewesen und der Regen hatte gegen die Fenster getrommelt. Die Weihnachtsbeleuchtung von draußen hatte bunte Muster auf die Decken und Olivers Rücken gemalt.
Normalerweise vermisste Charlie ihn nicht.
Es hatte wahrscheinlich wirklich etwas mit Weihnachten zu tun.
Da vorne stand er schon wieder, breite Schultern hochgezogen, ausholende Gesten, zu lautes Lachen. Sogar die dunkelblaue Mütze kam Charlie bekannt vor. Sein Herz schlug schneller, nur für eine Sekunde, dann war der Moment auch wieder vorbei und der Mann am Glühweinstand drehte sich um.
Das breite Grinsen verschwand augenblicklich.
Charlie bemerkte es kaum, stattdessen sah er, wie sich diese Lippen zu einem schmalen, sanften Lächeln verzogen, spürte wieder, wie sich diese Arme um seine Taille legten, roch frischen Schweiß und das furchtbare Rasierwasser. Eine warme Stimme flüsterte ihm unverständlichen Nonsens ins Ohr.
Er hob die Hand.
Oliver lächelte tatsächlich, als er zurück winkte.
Charlie wusste wirklich nicht, warum er dieses Lächeln sonst nicht vermisste.
„Charles. Lange nicht gesehen.“ Olivers Stimme war noch immer warm, der Akzent noch schwerer als damals. Damals fühlte sich an wie vorgestern. Seine Wangen waren gerötet und sein Atem roch nach Glühwein.
Charlie wollte ihn wirklich, wirklich gerne küssen.
Stattdessen zuckte er mit den Achseln. „Viel zu lange.“
„Allerdings.“
Die bunten Lichter der Weihnachtsmarktstände um sie herum zeichneten bunte Muster auf Olivers Gesicht und seinen schwarzen Mantel. Er war warm und zu laut und er redete schon wieder über Quidditch. Und er küsste Charlie.
Sie waren beim dritten gemeinsamen Glühwein, und Charlie erklärte mit großen Gesten woher er die frische Brandnarbe am Hals hatte, als Oliver die Augen verdrehte.
„Es ist eine Schande, dass du dich lieber grillen lässt, als zu spielen.“
Charlie lachte bloß. Damals war vielleicht doch eine Ewigkeit her.
„Ich glaube... Ich glaube immer noch, dass wir großartig zusammen waren.“
Oliver lachte bloß. Charlie lachte mit.
Natürlich, sie waren ein großartiges Team gewesen. Und wirklich gute Freunde. Und der Sex war ziemlich phantastisch gewesen. Natürlich hatten sie einen Grund gehabt, sich zu trennen. Jedes mal. Aber wahrscheinlich war es kein sonderlich guter Grund gewesen, dachte Charlie als er den Glühwein auf Olivers Lippen schmeckte und spürte, wie sich trainierte Muskeln unter seinen Händen unter viel zu vielen Lagen Stoff bewegten.
Es war viel zu lange her.
Und irgendwie so als wäre es das erste Mal.
Der Stoff von Olivers Mantel war feucht vom Regen und Charlies Zehen wurden kalt in den Drachenlederstiefeln. So wie damals.
„Dir ist schon klar, dass das niemals funktionieren wird?“ Olivers Atem war warm an Charlies Ohr und das gerollte 'r' jagte ihm Schauer über den Rücken. Oliver war warm und laut und ein bisschen betrunken und die bunten Lichterketten spiegelten sich in den Pfützen hinter ihnen.
„Ich glaube“, flüsterte Charlie. „Ich glaube, das ist mir egal.“
Vielleicht hatte es wirklich etwas mit Weihnachten zu tun. Aber auch das war Charlie ziemlich egal, als er Oliver küsste.
no subject
Date: 2015-12-16 07:43 am (UTC)Ob die zwei jetzt ganz vom Canon gelöst sind, kann ich nicht beurteilen - ich hab' zwar die Bücher einige Male gelesen, aber irgendwie kein so festgefügtes Bild von den beiden. Ist mir aber auch egal, hier gefallen sie mir jedenfalls :)
no subject
Date: 2015-12-16 09:49 am (UTC)Also so extrem vom Canon abgelöst finde ich die beiden gar nicht, aber vielleicht hab ich den Canon auch nicht mehr ganz so im Kopf - sie sind trotzdem ganz toll in deiner Ff und fühlen sich meiner Meinung nach auch immer noch nach Oliver und Charlie an. Ich wünsche mir jetzt nur, dass sie sich mal beide zusammenreißen und es doch zum Funktionieren bringen. *hust*
no subject
Date: 2016-11-17 09:07 pm (UTC)