Adventskalender, 12. Türchen
Dec. 12th, 2015 02:54 pmFandom: Tumbling
Challenges: #1 Alles was leuchtet, #3 „Was ich mir wünsche, krieg ich sowieso nicht...“
Charaktere: Wataru, Ryôsuke
Genre: h/c, Fluff
Wörter: ~1300
Der Fuß scharrte über die dünne Schneedecke. Es fühlte sich an, als wäre er vollkommen losgelöst von ihm. Ein eigenständiges Ding, das einfach tat, was es wollte.
Es hatte nichts mit ihm zu tun.
Das hatte es nie.
Und es war total bescheuert, sich darüber den Kopf zu zerbrechen. Er wusste das. Er hätte einfach etwas sagen müssen. Aber er hatte mit seinem Handy in der Hand danebengesessen und so getan, als würde er irgendwelchen angeblichen Freundinnen Nachrichten schreiben. So getan, als wäre ihm das vollkommen egal, während die anderen fröhlich Weihnachten verplant hatten.
Klar. Es sollte eigentlich keine große Sache sein. Das war es aber.
Für ihn.
Er hasste den Winter. Den Winter, und alles was damit zusammenhing. Die Kälte, die in seine Knochen kroch manchmal so gerade eben nicht ausreichte, um den Regen zu Schnee werden zu lassen. Oder halt doch. Also hatte er entweder eiskalte Flocken, die auf seiner Kleidung, seiner Haut und in seinen Haaren schmolzen oder eiskalten Regen, der alles direkt durchweichte. Heute war so ein Mittelding. Es wurde immer dunkler. Die Tage waren zu kurz und die Nächte zu lang. Und plötzlich fingen alle an, rumzukuscheln. Man hockte irgendwo drinnen zusammen, man nicht mehr draußen abhängen konnte.
Die Zeit, in der er sich immer eher zurückgehalten hatte. Es machte keinen Spaß, unter die Nase gerieben zu bekommen, dass andere Familien hatten, mit denen sie zumindest klarkamen und die nicht so taten, als wäre man reine Platzverschwendung. Meistens hatten sie sich in den letzten Jahren dann bei Wataru getroffen. Er war gerne dort, aber mit der Gang... da war es immer irgendwie falsch gewesen.
Ryôsuke beobachtete, wie die Schneeflocken auf den inzwischen freigescharrten Asphalt fielen und langsam schmolzen. Sie wurden dicker. Bestimmt sollte ihm kalt sein. Seine Jacke war zwar okay, aber auch nicht dafür gemacht, lange draußen herumzusitzen. Vermutlich mussten solche Klamotten auch erstmal erfunden werden.
Kalte Tropfen landeten in seinem Gesicht. Na also. Der Schnee schmolz in seinen Haaren.
Viel zu spät zog er sich die Kapuze über den Kopf und stand auf. Er konnte nicht ewig hier rumsitzen. Ob es überhaupt jemand merken würde, wenn er hier einfach erfror?
Aber bei seinem Glück wurde er einfach nur krank, was das letzte war, was er jetzt brauchen konnte. Außerdem wollte er nicht zu spät kommen.
Als er die Straße entlang ging, schien alles zu leuchten.
Das war nicht schwer, es war inzwischen ganz dunkel und natürlich hatten die Geschäfte eine wahre Festtagsbeleuchtung rausgeholt. Der Kitsch von Weihnachten war allgegenwärtig, es war übelkeitserregend. Pärchen klebten zusammen und waren noch anstrengender als sonst (nur der Valentinstag war schlimmer) und im Fernsehen zeigten sie dumme amerikanische Weihnachtsfilme mit heilen Familien und Glück für jedermann. Zum Kotzen.
Wataru mochte solche Filme dummerweise. Was er den meisten gegenüber bis an sein Lebensende leugnen würde. Und warum auch immer: Ryôsuke musste dabei sein.
Und das seit sie sich kennengelernt hatten. Damals war er noch misstrauischer gewesen. Hatte eigentlich jeden Tag erwartet, auf die Schnauze zu fliegen. Einfach fallen gelassen zu werden. Wataru hatte das nicht getan. Natürlich nicht.
Ob er aber sein Misstrauen bemerkt hatte oder aus anderen Gründen, die immer noch nicht in Ryôsukes Kopf wollten, er hatte ihn vor zwei Jahren, Anfang Dezember, eingeladen bei ihm zu übernachten. Und Filme zu schauen. Es war... nett gewesen. Mehr als das sogar. Die Filme waren furchtbar dumm gewesen, aber Wataru schien sich gar nicht daran zu stören, dass es schlichtweg nicht zum Image eines Bandenbosses passte, Kram wie Santa Clause oder Der Polarexpress zu schauen und es sogar noch toll zu finden.Und irgendwie... ganz so schlimm fand Ryôsuke es dann wieder auch nicht. Dass das allein an Wataru lag, stand für ihn außer Frage.
Wataru hielt an der Tradition, dass sie irgendwann im Dezember einen Filmabend machten, auch diesmal fest. Dabei hatte er inzwischen doch bestimmt dankbarere Abnehmer für komische Filme. Das Team hatte sich glitzernde Sternchen auf die Trikots genäht, verdammt nochmal! Sie waren...
Ryôsuke wich zwei mit Tüten beladenen Frauen aus.
Es musste Watarus Helfersyndrom sein, dass er sich immer noch mit ihm abgab. Verlorene Schäfchen waren doch total sein Ding. Und Ryôsuke fühlte sich die meiste Zeit ziemlich verloren.
Vor allem im Winter. Wenns es draußen so kalt war und alle sich in die leuchtenden, warmen Inseln verkrochen, die die Familie war. Ihm überdeutlich zeigend, dass seine Insel jemand war, der keinen nachvollziehbaren Grund hatte, ihn zu mögen.
Das Kamome war wie immer. Warm und einladend. Wenn man von draußen kam, erstmal zu warm. Ryôsuke wusste, dass das schnell wieder verfliegen würde. Die Kälte in seinen Gliedern wich nicht so bereitwillig. Das tat sie nie.
Gedämpfte Unterhaltungen, dazwischen Natsuko, die ein paar Gäste verabschiedete. Wataru war nicht zu sehen. Dafür fiel Ryôsukes Blick aber auf einen schrecklichen, dicken Weihnachtsmann, der ganz ans Ende des Tresens verbannt worden war. Die letzten Jahre war das Ding ganz bestimmt noch nicht dagewesen. So viel Hässlichkeit hätte er sich gemerkt. Und vor zwei Tagen hatte er ihn auch noch nicht gesehen.
„Geh besser nicht zu nah ran“, warnte Natsuko ihn, als er sich den Weihnachtsmann näher ansehen wollte. Sie sah von dem Tisch auf, den sie gerade abräumte und lächelte, aber ihre Stimme schaffte es, dass Ryôsuke sofort stehen blieb. Eins war klar: Sie war nicht glücklich über diese Deko. Ein Geschenk?
„Warum? Wo kommt der her?“
„Der fängt an zu singen und glaub mir, das willst du nicht hören.“ Normalerweise bemerkte Ryôsuke Wataru immer, aber diesmal war es ihm vollkommen entgangen, dass er die Treppe nach unten gekommen war. Missbilligend zupfte Wataru an Ryôsukes nassen Haaren. „Du solltest besser auf dich aufpassen.“
Ryôsuke zuckte mit den Schultern. „Ist doch egal.“
„Red nicht so einen Scheiß. Es ist nicht egal.“ Aber Wataru sah nun an Ryôsuke vorbei zu dem Weihnachtsmann. „Shige hat ihn heute angeschleppt. Als Weihnachtsgeschenk.“ Dabei klang er, als hätte er ihm dafür am liebsten Hausverbot erteilt.
Das hätte er sich auch selbst denken können. Ryôsuke kommentierte das ausnahmsweise aber nicht, womit er sich einen skeptischen Blick einhandelte. „Was ist los?“
„Nichts. Ich kann Weihnachten nicht ausstehen.“ Was Wataru eigentlich von selbst hätte merken können. Der legte aber jetzt nur einen Arm um ihn, schob ihn auf die Treppe und hoch.
„Hast du mitbekommen, dass Satoshi vorgeschlagen hat, wir sollen uns alle gegenseitig was schenken?“ Ryôsuke nickte. Hatte er. Und ebenso hatte er mitbekommen, dass die anderen es auf eine Wichtelaktion runtergehandelt hatten, wobei vor allem Nippori ausschlaggebend gewesen war. Auch wenn man nur Kleinigkeiten schenkte, für jeden was zu kaufen ging dann doch ins Geld.
„Wünschst du dir irgendwas?“
Diese Frage kam so unvermutet, dass er gar nicht so schnell einen lockeren Spruch hervorzaubern konnte, bevor er schon sagte: „Was ich mir wünsche, krieg ich sowieso nicht...“ Einen Ort, wo er hingehörte. Endlich dieses Gefühl loszuwerden, unzureichend zu sein. Dafür müsste aber schon ein Wunder passieren.
Wie lange das folgende Schweigen zwischen ihnen anhielt, wusste Ryôsuke nicht. Vermutlich nur ein paar Sekunden, aber für ihn fühlte es sich wie eine Ewigkeit an.
„Du kommst Weihnachten doch hierher, oder? Und Silvester?“
Diese Frage war bisher jedes Jahr gekommen. Beim ersten Mal hatte Ryôsuke sich gefragt, wie Wataru ausgerechnet auf Silvester kam, das auch heute noch bei vielen traditionell ablief. Ryôsuke feierte da schon lange nicht mehr mit seiner Familie. Wataru musste schnell gemerkt haben, wie mies es da stand.
Bisher hatte er sich immer rausgeredet. Er wollte sich nicht reindrängen, nur weil Wataru etwas zu viel Mitleid mit einem verlorenen Schäfchen hatte. „Ich hab...“ schon was vor, wollte er sagen, aber so weit kam er gar nicht. „Hast du nicht.“ Eine simple Feststellung. Aber allein, dass Wataru es merkte. Es wusste, sollte sich doch anders anfühlen. Nicht so warm.
„Okay.“ Vielleicht erfüllte sich sein Wunsch ja doch.
Challenges: #1 Alles was leuchtet, #3 „Was ich mir wünsche, krieg ich sowieso nicht...“
Charaktere: Wataru, Ryôsuke
Genre: h/c, Fluff
Wörter: ~1300
Der Fuß scharrte über die dünne Schneedecke. Es fühlte sich an, als wäre er vollkommen losgelöst von ihm. Ein eigenständiges Ding, das einfach tat, was es wollte.
Es hatte nichts mit ihm zu tun.
Das hatte es nie.
Und es war total bescheuert, sich darüber den Kopf zu zerbrechen. Er wusste das. Er hätte einfach etwas sagen müssen. Aber er hatte mit seinem Handy in der Hand danebengesessen und so getan, als würde er irgendwelchen angeblichen Freundinnen Nachrichten schreiben. So getan, als wäre ihm das vollkommen egal, während die anderen fröhlich Weihnachten verplant hatten.
Klar. Es sollte eigentlich keine große Sache sein. Das war es aber.
Für ihn.
Er hasste den Winter. Den Winter, und alles was damit zusammenhing. Die Kälte, die in seine Knochen kroch manchmal so gerade eben nicht ausreichte, um den Regen zu Schnee werden zu lassen. Oder halt doch. Also hatte er entweder eiskalte Flocken, die auf seiner Kleidung, seiner Haut und in seinen Haaren schmolzen oder eiskalten Regen, der alles direkt durchweichte. Heute war so ein Mittelding. Es wurde immer dunkler. Die Tage waren zu kurz und die Nächte zu lang. Und plötzlich fingen alle an, rumzukuscheln. Man hockte irgendwo drinnen zusammen, man nicht mehr draußen abhängen konnte.
Die Zeit, in der er sich immer eher zurückgehalten hatte. Es machte keinen Spaß, unter die Nase gerieben zu bekommen, dass andere Familien hatten, mit denen sie zumindest klarkamen und die nicht so taten, als wäre man reine Platzverschwendung. Meistens hatten sie sich in den letzten Jahren dann bei Wataru getroffen. Er war gerne dort, aber mit der Gang... da war es immer irgendwie falsch gewesen.
Ryôsuke beobachtete, wie die Schneeflocken auf den inzwischen freigescharrten Asphalt fielen und langsam schmolzen. Sie wurden dicker. Bestimmt sollte ihm kalt sein. Seine Jacke war zwar okay, aber auch nicht dafür gemacht, lange draußen herumzusitzen. Vermutlich mussten solche Klamotten auch erstmal erfunden werden.
Kalte Tropfen landeten in seinem Gesicht. Na also. Der Schnee schmolz in seinen Haaren.
Viel zu spät zog er sich die Kapuze über den Kopf und stand auf. Er konnte nicht ewig hier rumsitzen. Ob es überhaupt jemand merken würde, wenn er hier einfach erfror?
Aber bei seinem Glück wurde er einfach nur krank, was das letzte war, was er jetzt brauchen konnte. Außerdem wollte er nicht zu spät kommen.
Als er die Straße entlang ging, schien alles zu leuchten.
Das war nicht schwer, es war inzwischen ganz dunkel und natürlich hatten die Geschäfte eine wahre Festtagsbeleuchtung rausgeholt. Der Kitsch von Weihnachten war allgegenwärtig, es war übelkeitserregend. Pärchen klebten zusammen und waren noch anstrengender als sonst (nur der Valentinstag war schlimmer) und im Fernsehen zeigten sie dumme amerikanische Weihnachtsfilme mit heilen Familien und Glück für jedermann. Zum Kotzen.
Wataru mochte solche Filme dummerweise. Was er den meisten gegenüber bis an sein Lebensende leugnen würde. Und warum auch immer: Ryôsuke musste dabei sein.
Und das seit sie sich kennengelernt hatten. Damals war er noch misstrauischer gewesen. Hatte eigentlich jeden Tag erwartet, auf die Schnauze zu fliegen. Einfach fallen gelassen zu werden. Wataru hatte das nicht getan. Natürlich nicht.
Ob er aber sein Misstrauen bemerkt hatte oder aus anderen Gründen, die immer noch nicht in Ryôsukes Kopf wollten, er hatte ihn vor zwei Jahren, Anfang Dezember, eingeladen bei ihm zu übernachten. Und Filme zu schauen. Es war... nett gewesen. Mehr als das sogar. Die Filme waren furchtbar dumm gewesen, aber Wataru schien sich gar nicht daran zu stören, dass es schlichtweg nicht zum Image eines Bandenbosses passte, Kram wie Santa Clause oder Der Polarexpress zu schauen und es sogar noch toll zu finden.Und irgendwie... ganz so schlimm fand Ryôsuke es dann wieder auch nicht. Dass das allein an Wataru lag, stand für ihn außer Frage.
Wataru hielt an der Tradition, dass sie irgendwann im Dezember einen Filmabend machten, auch diesmal fest. Dabei hatte er inzwischen doch bestimmt dankbarere Abnehmer für komische Filme. Das Team hatte sich glitzernde Sternchen auf die Trikots genäht, verdammt nochmal! Sie waren...
Ryôsuke wich zwei mit Tüten beladenen Frauen aus.
Es musste Watarus Helfersyndrom sein, dass er sich immer noch mit ihm abgab. Verlorene Schäfchen waren doch total sein Ding. Und Ryôsuke fühlte sich die meiste Zeit ziemlich verloren.
Vor allem im Winter. Wenns es draußen so kalt war und alle sich in die leuchtenden, warmen Inseln verkrochen, die die Familie war. Ihm überdeutlich zeigend, dass seine Insel jemand war, der keinen nachvollziehbaren Grund hatte, ihn zu mögen.
Das Kamome war wie immer. Warm und einladend. Wenn man von draußen kam, erstmal zu warm. Ryôsuke wusste, dass das schnell wieder verfliegen würde. Die Kälte in seinen Gliedern wich nicht so bereitwillig. Das tat sie nie.
Gedämpfte Unterhaltungen, dazwischen Natsuko, die ein paar Gäste verabschiedete. Wataru war nicht zu sehen. Dafür fiel Ryôsukes Blick aber auf einen schrecklichen, dicken Weihnachtsmann, der ganz ans Ende des Tresens verbannt worden war. Die letzten Jahre war das Ding ganz bestimmt noch nicht dagewesen. So viel Hässlichkeit hätte er sich gemerkt. Und vor zwei Tagen hatte er ihn auch noch nicht gesehen.
„Geh besser nicht zu nah ran“, warnte Natsuko ihn, als er sich den Weihnachtsmann näher ansehen wollte. Sie sah von dem Tisch auf, den sie gerade abräumte und lächelte, aber ihre Stimme schaffte es, dass Ryôsuke sofort stehen blieb. Eins war klar: Sie war nicht glücklich über diese Deko. Ein Geschenk?
„Warum? Wo kommt der her?“
„Der fängt an zu singen und glaub mir, das willst du nicht hören.“ Normalerweise bemerkte Ryôsuke Wataru immer, aber diesmal war es ihm vollkommen entgangen, dass er die Treppe nach unten gekommen war. Missbilligend zupfte Wataru an Ryôsukes nassen Haaren. „Du solltest besser auf dich aufpassen.“
Ryôsuke zuckte mit den Schultern. „Ist doch egal.“
„Red nicht so einen Scheiß. Es ist nicht egal.“ Aber Wataru sah nun an Ryôsuke vorbei zu dem Weihnachtsmann. „Shige hat ihn heute angeschleppt. Als Weihnachtsgeschenk.“ Dabei klang er, als hätte er ihm dafür am liebsten Hausverbot erteilt.
Das hätte er sich auch selbst denken können. Ryôsuke kommentierte das ausnahmsweise aber nicht, womit er sich einen skeptischen Blick einhandelte. „Was ist los?“
„Nichts. Ich kann Weihnachten nicht ausstehen.“ Was Wataru eigentlich von selbst hätte merken können. Der legte aber jetzt nur einen Arm um ihn, schob ihn auf die Treppe und hoch.
„Hast du mitbekommen, dass Satoshi vorgeschlagen hat, wir sollen uns alle gegenseitig was schenken?“ Ryôsuke nickte. Hatte er. Und ebenso hatte er mitbekommen, dass die anderen es auf eine Wichtelaktion runtergehandelt hatten, wobei vor allem Nippori ausschlaggebend gewesen war. Auch wenn man nur Kleinigkeiten schenkte, für jeden was zu kaufen ging dann doch ins Geld.
„Wünschst du dir irgendwas?“
Diese Frage kam so unvermutet, dass er gar nicht so schnell einen lockeren Spruch hervorzaubern konnte, bevor er schon sagte: „Was ich mir wünsche, krieg ich sowieso nicht...“ Einen Ort, wo er hingehörte. Endlich dieses Gefühl loszuwerden, unzureichend zu sein. Dafür müsste aber schon ein Wunder passieren.
Wie lange das folgende Schweigen zwischen ihnen anhielt, wusste Ryôsuke nicht. Vermutlich nur ein paar Sekunden, aber für ihn fühlte es sich wie eine Ewigkeit an.
„Du kommst Weihnachten doch hierher, oder? Und Silvester?“
Diese Frage war bisher jedes Jahr gekommen. Beim ersten Mal hatte Ryôsuke sich gefragt, wie Wataru ausgerechnet auf Silvester kam, das auch heute noch bei vielen traditionell ablief. Ryôsuke feierte da schon lange nicht mehr mit seiner Familie. Wataru musste schnell gemerkt haben, wie mies es da stand.
Bisher hatte er sich immer rausgeredet. Er wollte sich nicht reindrängen, nur weil Wataru etwas zu viel Mitleid mit einem verlorenen Schäfchen hatte. „Ich hab...“ schon was vor, wollte er sagen, aber so weit kam er gar nicht. „Hast du nicht.“ Eine simple Feststellung. Aber allein, dass Wataru es merkte. Es wusste, sollte sich doch anders anfühlen. Nicht so warm.
„Okay.“ Vielleicht erfüllte sich sein Wunsch ja doch.
no subject
Date: 2015-12-13 12:49 pm (UTC)Ach Ryousuke.... *wein*
Das ist so schön und so traurig und ich bin SO FROH für Wataru und seine gesamte Existenz weil er macht alles gleich 100% besser... ;_;
Lass dich abtrocknen und bepuscheln und liebhaben, Ryousuke. Du bist da immer willkommen... ;_;