[identity profile] akira-san13.livejournal.com posting in [community profile] 120_minuten
Fandom: Game of Thrones AU
Pairing: Jaime x Brienne angedeutet
Challenge: alle drei:
1. "Socken sind kein Weihnachtsgeschenk. Socken sind eine Kriegserklärung."
2. Weihnachtsstern
3. (zu viel) Glühwein
Inhalt: Rote Socken bedeuten Krieg!
Anmerkung: Es ist seltsam, aba... TADAAAA! Happy 7. Türchen! ^^


„Dieser... - DIESER ARSCH!-“ Der Ausbruch kam so überraschend, dass ihr fast das Telefon aus der Hand fiel.
„Sansa!“ Um so erschrockener rutschte ihr selbst das Wort aus dem Mund.
Doch Sansa ließ sich nicht davon beirre n: „Dieses Arschloch! Wie kann er nur! - Nach all dem, was du für ihn getan hast – ICH GLAUB ES NICHT! - Was glaubt der eigentlich wer er ist!?“
„Ähm - Sansa?“ Der ohnmächtige Versuch sie zu unterbrechen kam nicht mal ansatzweise an.
„So ein Lackaffe! - Glaubt wohl, nur weil er jetzt dein befehlshabender Offizier ist, kann er sich alles erlauben, oder was!? - UND DU LÄSST IHM DAS AUCH NOCH DURCHGEHEN!?“
„Aber Sansa....“ Sie hätte sich gern gegen das Gezeter durchgesetzt, doch gegenr eine aufgebrachte Sansa Stark hatte sie noch nie eine Chance gehabt. Schon gar nicht wenn – plötzlich raschelte es am anderen Ende, starkes Rauschen folgte und Sansa Stimme wurde drastisch leiser, wenn sie auch nicht komplett verschwand. Dafür klang plötzlich Margery unvermittelt durch die Hörmuschel: „Bri, bist du in Ordnung – geht es dir gut?“ - während Sansa immer noch dumpf im Hintergrund meckerte.
Resigniert rollte sie nur noch mit den Augen: „Hi Marge. Ja alles in Ordnung. Jaime hat nur-“ „Was hat er gemacht!? Hat er dir was getan?“
Für den Bruchteil einer Sekunde war sie so geschockt, dass ihr die Worte wegblieben.
„Brienne, brauchst du Hilfe?“ Erst als Margery nochmal eindringlicher nachfragte und dabei fast klang, als wenn sie gleich durchs Telefon gekrabbeln würde, fand sie Ihre Stimme wieder: „Was...? - Nein! Wie kommt ihr denn darauf? Was ist denn los mit euch!?“ Im Hintergrund wurde Sansas Zetern wieder lauter, wenngleich sie inzwischen eher danach klang, als wenn sie über den ganzen Platz grölen würde – wo auch immer das gerade war.
Doch Margery schien ebenso verwirrt, zumindest klang sie so, als sie nachfragte: „Mit uns ist alles in Ordnung! Aber Sansa sagte-“ „VERBRECHER! ALLE MÄNNER sind VERBRECHER!“
Erschrocken riss sie das Telefon vom Ohr weg – Sansa hatte so laut reingebrüllt, dass ihr selbst auf die Entfernung hin das Ohr klingelte. Völlig irritiert starrte sie auf das Gerät in ihrer Hand als Margerys Stimme wieder durch den Lautsprecher tönte, diesmal wieder in normaler Lautstärke: „Bri? Bist du noch da?“
Sie überging das einfach und fragte selbst stattdessen argwönisch: „Was genau ist bei euch los?“ Sie verspürte ganz plötzlich eigentlich gar keinen Drang mehr, irgendwem irgendwas erzählen zu wollen.
„Nichts! Wir sind Glühweintrinken, aber Sansa sagte...“ „Glühwein!?“ Nun war sie es, die nicht an sich halten konnte. „Wieviele habt ihr denn schon intus?“
Margery schien das nicht weiter zu verwundern. „Ach so sieben oder acht. - Aber Sansa sagte -“ „Sieben oder acht!? Ist Sansa etwa betrunken?“
Langsam wurde es lächerlich, wie sie sich gegenseitig unterbrachen. Trotzdem konnte sie gerade nicht anders reagieren angesichts der Situation.
Margery offenbar schon: „Brienne! Schluss jetzt! Was ist los? Sansa macht hier einen Aufstand, als wenn der Idiot dir sonst was angetan hätte!“
Das überrumpelte sie allerdings schon. „Was? Wieso? Nichts! - Nein!-“ Oh, wie sie es hasste, wenn sie vor Aufregung anfing zu stottern! „Ich wollte doch nur erzählen... - Vorhin.... Er hat mir ein Geschenk auf den Schreibtisch gestellt... Das ist alles!“ Sie wusste selbst ohne Spiegel, dass sie knallrot angelaufen war.
Margery musste es sich auch denken können, denn auf der anderen Seit war es plötzlich still.
„Ein Geschenk?“ Nun war ihr Argwohn so deutlich, dass sie ihn fast greifen konnte.
Sie nickte in den Hörer.
„Und was ist es?“ Erst da fiel ihr auf, dass Marge das nicht sehen konnte.
Natürlich wirkte sie so auf die andere Telefonseite nicht sehr beschwichtigend.
„Nichts großen, nur ein Scherzgeschenk. Es sind Socken, weil...“
„SOCKEN!?“ --- Nicht sie auch noch.
Sie war fast geneigt das Telefon neben sich zu legen und die Tirade ungehört über sich ergehen zu lassen, doch das würde Margery ihr ewig vorhalten.
„Er hat dir allen ernstes SOCKEN geschenkt!?“
Also versuchte sie erneut einzulenken: „Ja, wie gesagt, nur ein Scherz, weil...“
„Bri, kein Mann hat auch nur ansatzweise das Recht, einer Frau SOCKEN zu Weihnachten zu schenken! -Was denkt der sich eigentlich!?“
Sie hatte nicht wirklich Lust, das ganze nochmal durchzukauen. „Ja aber...“
„Womöglich auch noch welche in diesem scheußlichen Lannisterrot... - Oh Gott, sie sind Lannisterrot, hab ich recht!?“ Es klang, als wenn das die Obszönität per se gewesen wäre...
Und sie verstand kein Wort. „Was ist denn daran so schlimm?“
„SOCKEN! Brienne! Socken sind so schlimm!“ Es raschelte wieder in der Leitung, dann rauschte es – offenbar wurde Margery das Telefon wieder aus der Hand genommen. „Er hat dir allen Ernstes SOCKEN geschenkt!? SOCKEN sind kein Geschenk! Socken sind eine Kriegserklärung! - Besonders rote!“
Jetzt ging das Ganze aber echt zu weit...
Kaum waren die Sätze bei ihr angekommen resignierte sie. Ein impliziertes Augenrollen nicht unterdrücken könnend sprach sie einfach dazwischen: „Hi Loras.“
Der reagierte jedoch gar nicht darauf. „Rote Socken! Was glaubt er wer er ist!? Caligula!?“
Wenn sie Sansa schon irritierend empfunden hatte... War sie jetzt wohl am Gipfel angekommen. Wie aus Eimern hagelte es plötzlich auf sie herein.
Sie hörte schon gar nicht mehr hin. - Könnte allerdings auch daran liegen, dass sie Loras nicht besonders mochte.
Doch auch als sie Margery wieder am Apparat hörte und Sansa weiterhin im Hintergrund lautstark umherkrakelte war für sie das Gespräch irgendwie gelaufen.
Ohne auf das gesagt zu achten verabschiedete sie sich einfach und legte dann auf.
Das wurde ihr echt zu bunt.
...
Was war da gerade passiert?
Reglos starrte sie auf das kleine Geschenkverpackung vor sich – das mit den leuchtend roten Kuschelsocken - und verstand es immer noch nicht.
War das tatsächlich Lannisterrot? Kriegsrot?
Ja, sicher, sie hatten ihre Differenzen im Job – und auch was generelle Ansichten angingen lagen sie selten auf einer Linie – doch das hatten sie doch eigentlich ganz gut überwunden, dachte sie...
Sie waren gut zusammen... Wenn sie sich anfangs auch nicht hatten ausstehen können – also vorrangig sie ihn – und sich deswegen Abende lang bei ihren Freunden darüber ausgeheult hatten – also vorrangig sie bei ihren – hatten sie diese Ungereimtheiten doch inzwischen beiseite gelegt und waren zu einem guten Team zusammengewachsen... Einem sehr guten Team.
Einer Freundschaft.
…Ihrem wichtigsten Vertrauten...
...
Ob er wusste, dass rote Socken offfenbar ein Kriegsbeil waren? Hatte sie ihm irgendwas getan?
Oder wollte er sie wirklich nur ärgern...?
...
Aber er wusste doch als einziger, wie kalt ihr immer auf dem Flugzeugträger wurde... Und wie sehr sie die kratzigen Uniformssocken haste...
Spätestens seit sie in dieser einen Woche allein zu zweit für die Nachtaufklärung eingeteilt gewesen waren und er ihr irgendwann heimlich dieses dämliche Heizkissen in Sternenform mit in den Jet geschmuggelt hatte, hatte sich eigentlich jegliche Formen von Krieg zwischen ihnen aufgelöst.
So dachte sie jedenfalls.
Sie musste fast lachen. Ganz bestimmt sogar nach der Situation, als sie durch überraschenden Feindkontakt so in Turbulenzen geraten waren, dass nicht nur das Sternenkissen Kopf über an der Jetkuppelt geklebt hatte, sondern noch so einige andere Dinge nebst einem großen Teil ihres Equipments mit. Jaime hatte sich damals den Kopf so schlimm angeschlagen, dass sie glaubte, er würde sich jeden Moment ins Cockpit übergeben, weswegen sie ihn fast schon panisch zwang, sich nur auf das Sternenkissen über seinem Kopf zu konzentriere, während sie versuchte, den Jet wieder unter Kontrolle zu kriegen...
Ach pappalapapp, die Anderen hatten doch keine Ahnung.
Das war nur ein dummes Paar Socken! Eine flauschiger als– Moment!
Da blitze etwas das fast unscheinbar am Rand hervorlugte; als wenn es dort versteckt worden wäre. Verwundert schob sie die Fußwärmer beiseite – und stockte. Dort ganz unten, komplett verdeckt von jedem Flausch, lag ein zartes Goldband mit einem winzigen Sternenanhänger, das in der kleinen Schachtel voll roter Wolle fast völlig verloren ging.
Um so deutlicher prangte das Grußkärtchen darunter hervor, das sie selbst ohne die Kette herauszunehmen lesen konnte:

Für die größte Fußfrostbeule der Welt.
Der einzigen Pilotin in der Luft, die Sterne aufhängt, statt sie vom Himmel zu holen.

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