Challenge: Flirten (aus der Romantik/Intimität Tabelle der Sommerchallenge 2015)
Fandom: Tumbling
Charaktere: Ryôsuke, Wataru
Anmerkungen: Nein ich habe wieder mal absolut keine Entschuldigung herfür. *g*
Es musste schon etwas heißen, wenn es jemandem so mies ging, dass er sich nicht einmal mehr groß Sorgen machen konnte. Ryôsuke verschlief die meiste Zeit und bekam nur am Rande mit, dass zwischendurch Shizuka auftauchte. Sie hatte ihm irgendetwas erzählt, aber hinterher konnte er sich beim besten Willen nicht mehr erinnern, was es gewesen war. Sie war stocksauer gewesen, so viel wusste er noch. Vielleicht auf ihre Eltern. Vielleicht auf ihn.
Am wichtigsten war aber sowieso, dass Wataru da war. Nicht die ganze Zeit, immerhin hatte er ja auch Uni, aber wenn er daheim war, war er immer bei ihm. Auch wenn er bestimmt besseres zu tun hatte.
Und er war auch da, als Ryôsuke zum ersten Mal seit einer gefühlten Ewigkeit mit einem klaren Kopf aufwachte. Wobei er auch feststellte, dass eben dieser Kopf auf Watarus Schoß lag. War er so anhänglich gewesen?
Wataru schien sich daran aber nicht zu stören, abwesend strich er durch Ryôsukes Haare und hielt in der anderen Hand ein Buch. „Jetzt sag nicht, du lernst?“, fragte Ryôsuke halb amüsiert, halb neugierig.
Zu seinem großen Bedauern zog Wataru die Hand, mit der er ihn gestreichelt hatte, sofort zurück, sah ihn aber immerhin an. Es war ein langer, besorgter Blick, dann grinste er aber. Eher ein pro forma-Grinsen als ein echtes, aber Ryôsuke ließ es gelten.
„Das war Kaa-chans Bedingung. Wenn ich schlechte Noten bekomme, zahlt sie die Uni nicht mehr.“
„Hatte vermutlich keinen Bock darauf, dass du so faul bist wie in der Schule.“
„Ich war nicht faul!“ Die Empörung war deutlich zu hören. „Hatte nur... anderes zu tun.“
„Ja, klar.“ Mit jedem Wort fühlte Ryôsuke sich etwas besser. Vielleicht hatte er ja doch nicht alles zwischen ihnen kaputtgemacht. Wataru schnaubte jetzt nur und legte das Buch zur Seite. „Wie geht’s dir?“
„Nicht mehr so beschissen, dass ich nur noch sterben will.“ Diese Worte verfehlten ihre Wirkung deutlich, denn Watarus Gesicht wurde ernst. „Darüber macht man keine Witze. Ich habe mir wirklich Sorgen um dich gemacht.“
„Sorry...“
Wataru legte eine Hand auf Ryôsukes Stirn, eine halb streichelnde, halb prüfende Berührung. „Dein Fieber scheint fast weg zu sein. In ein paar Tagen bist du wieder fit. Also bau keinen Scheiß.“
„Zum Beispiel?“
Ein Schulterzucken war die Antwort. „Wieder abhauen zum Beispiel.“ Dabei sah Wataru ihn nicht mehr an, sondern zu irgendeinem Punkt an der gegenüberliegenden Wand. Von der Ryôsuke wusste, dass sie vollkommen uninteressant war.
„Und wenn ichs täte?“ Wo die Frage herkam, darüber wollte Ryôsuke lieber nicht nachdenken, aber dass er besser die Klappe gehalten hätte, das machte der ernste Blick, mit dem Wataru ihn dann bedachte, überdeutlich. So hart, wie er es selten erlebt hatte. Jedenfalls ihm selbst gegenüber.
„Ich würde dich suchen.“
„Okay.“ Einen Augenblick schwieg Ryôsuke, fügte dann aber noch hinzu: „Ich haue nicht ab.“
Mit einem hörbaren Aufatmen wich die Anspannung aus Wataru. „Gut.“
Wieder herrschte eine Weile Schweigen zwischen ihnen, dann fragte Wataru: „Meinst du, du kannst aufstehen?“
„Keine Ahnung. Aber wer sagt, dass ich das will?“ Ryôsuke grinste. Gerade war es jedenfalls sehr bequem und wie es aussah, störte Wataru sich auch nicht daran, dass er ihm so auf die Pelle rückte. „Welchen Tag haben wir eigentlich?“ Irgendwie hatte er den Überblick verloren.
„Freitag“, antwortete Wataru bereitwillig. „Und ich hab Hunger.“ Er begann wieder damit, durch Ryôsukes Haare zu streicheln.
„Du hast immer Hunger“, gab Ryôsuke trocken zurück. „Und wenn du so weitermachst, habe ich erst Recht keinen Bock drauf, aufzustehen.“ Das war ihm eher rausgerutscht und er bereute es sofort wieder, als Wataru seine Hand zurückzog. „Hey, ich habe nicht gesagt, dass du aufhören sollst!“
Damit hatte er Wataru eindeutig aus dem Konzept gebracht, der sah ihn an wie das sprichwörtliche Kaninchen eine Schlange. Am liebsten hätte Ryôsuke sich selbst geohrfeigt. Das hatte er ja wieder toll hingekriegt. Beinahe hätte sein Mundwerk sich wieder selbstständig gemacht, aber er presste die Lippen zusammen. Dafür ergriff Wataru das Wort. „Ich dachte... der Kuss... das war...“
„Den hab ich total ernst gemeint.“ Das war nicht ganz das, was er hatte sagen wollen. Verdammt nochmal, er hatte die perfekte Ausrede für den Aussetzer und er hatte nichts besseres zu tun, als mit der Wahrheit rauszuplatzen.
Es dauerte aber offenbar etwas, bis es bei Wataru angekommen war, dann aber wurden seine Augen groß und er öffnete den Mund. Raus kam aber nichts, weshalb er eher an einen Fisch auf dem Trockenen erinnerte.
Etwas zu ruckartig setzte Ryôsuke sich auf und sofort wurde ihm schwarz vor Augen. Beschissene Idee. Richtig beschissene Idee. Aber mit dummen Aktionen war er heute ziemlich gut. Als er aber etwas in sich zusammensank, war sofort Wataru da, um ihn zu stützen. „Vorsichtig...“
„Sonst hast du nichts zu sagen?“ Es war unfair, so die Stacheln auszufahren. Wataru hatte ihm keinen Grund dazu gegeben und halb erwartete Ryôsuke, direkt wieder losgelassen zu werden. Aber Wataru hielt ihn weiter fest, auch als der Schwindel nachließ und Ryôsuke sich alleine aufrecht halten konnte.
„Wie lange schon?“ Watarus Stimme schien von weit herzukommen.
„Keine Ahnung“, antwortete Ryôsuke ehrlich. „Lange.“ Vielleicht von Anfang an, aber das wäre eindeutig zu viel Offenheit. Er konnte Wataru schon jetzt nicht mehr ansehen.
Als der nichts mehr sagte, murmelte Ryôsuke: „Ist ja auch egal. Vergiss es einfach, okay?“ Das war jetzt schon peinlich genug.
„Es ist nicht egal.“ Wataru schob ein paar Finger unter Ryôsukes Kinn und brachte ihn so dazu, ihn wieder anzusehen. „Es wird mir nie egal sein.“
Ein wenig fühlte es sich an, wie es in dummen Kitschromanen beschrieben wurde. Nicht, dass Ryôsuke so etwas las. Aber ihm wurde ganz warm und das nicht auf die fiebrige Art und Weise. Nur ein bisschen vielleicht.
Fandom: Tumbling
Charaktere: Ryôsuke, Wataru
Anmerkungen: Nein ich habe wieder mal absolut keine Entschuldigung herfür. *g*
Es musste schon etwas heißen, wenn es jemandem so mies ging, dass er sich nicht einmal mehr groß Sorgen machen konnte. Ryôsuke verschlief die meiste Zeit und bekam nur am Rande mit, dass zwischendurch Shizuka auftauchte. Sie hatte ihm irgendetwas erzählt, aber hinterher konnte er sich beim besten Willen nicht mehr erinnern, was es gewesen war. Sie war stocksauer gewesen, so viel wusste er noch. Vielleicht auf ihre Eltern. Vielleicht auf ihn.
Am wichtigsten war aber sowieso, dass Wataru da war. Nicht die ganze Zeit, immerhin hatte er ja auch Uni, aber wenn er daheim war, war er immer bei ihm. Auch wenn er bestimmt besseres zu tun hatte.
Und er war auch da, als Ryôsuke zum ersten Mal seit einer gefühlten Ewigkeit mit einem klaren Kopf aufwachte. Wobei er auch feststellte, dass eben dieser Kopf auf Watarus Schoß lag. War er so anhänglich gewesen?
Wataru schien sich daran aber nicht zu stören, abwesend strich er durch Ryôsukes Haare und hielt in der anderen Hand ein Buch. „Jetzt sag nicht, du lernst?“, fragte Ryôsuke halb amüsiert, halb neugierig.
Zu seinem großen Bedauern zog Wataru die Hand, mit der er ihn gestreichelt hatte, sofort zurück, sah ihn aber immerhin an. Es war ein langer, besorgter Blick, dann grinste er aber. Eher ein pro forma-Grinsen als ein echtes, aber Ryôsuke ließ es gelten.
„Das war Kaa-chans Bedingung. Wenn ich schlechte Noten bekomme, zahlt sie die Uni nicht mehr.“
„Hatte vermutlich keinen Bock darauf, dass du so faul bist wie in der Schule.“
„Ich war nicht faul!“ Die Empörung war deutlich zu hören. „Hatte nur... anderes zu tun.“
„Ja, klar.“ Mit jedem Wort fühlte Ryôsuke sich etwas besser. Vielleicht hatte er ja doch nicht alles zwischen ihnen kaputtgemacht. Wataru schnaubte jetzt nur und legte das Buch zur Seite. „Wie geht’s dir?“
„Nicht mehr so beschissen, dass ich nur noch sterben will.“ Diese Worte verfehlten ihre Wirkung deutlich, denn Watarus Gesicht wurde ernst. „Darüber macht man keine Witze. Ich habe mir wirklich Sorgen um dich gemacht.“
„Sorry...“
Wataru legte eine Hand auf Ryôsukes Stirn, eine halb streichelnde, halb prüfende Berührung. „Dein Fieber scheint fast weg zu sein. In ein paar Tagen bist du wieder fit. Also bau keinen Scheiß.“
„Zum Beispiel?“
Ein Schulterzucken war die Antwort. „Wieder abhauen zum Beispiel.“ Dabei sah Wataru ihn nicht mehr an, sondern zu irgendeinem Punkt an der gegenüberliegenden Wand. Von der Ryôsuke wusste, dass sie vollkommen uninteressant war.
„Und wenn ichs täte?“ Wo die Frage herkam, darüber wollte Ryôsuke lieber nicht nachdenken, aber dass er besser die Klappe gehalten hätte, das machte der ernste Blick, mit dem Wataru ihn dann bedachte, überdeutlich. So hart, wie er es selten erlebt hatte. Jedenfalls ihm selbst gegenüber.
„Ich würde dich suchen.“
„Okay.“ Einen Augenblick schwieg Ryôsuke, fügte dann aber noch hinzu: „Ich haue nicht ab.“
Mit einem hörbaren Aufatmen wich die Anspannung aus Wataru. „Gut.“
Wieder herrschte eine Weile Schweigen zwischen ihnen, dann fragte Wataru: „Meinst du, du kannst aufstehen?“
„Keine Ahnung. Aber wer sagt, dass ich das will?“ Ryôsuke grinste. Gerade war es jedenfalls sehr bequem und wie es aussah, störte Wataru sich auch nicht daran, dass er ihm so auf die Pelle rückte. „Welchen Tag haben wir eigentlich?“ Irgendwie hatte er den Überblick verloren.
„Freitag“, antwortete Wataru bereitwillig. „Und ich hab Hunger.“ Er begann wieder damit, durch Ryôsukes Haare zu streicheln.
„Du hast immer Hunger“, gab Ryôsuke trocken zurück. „Und wenn du so weitermachst, habe ich erst Recht keinen Bock drauf, aufzustehen.“ Das war ihm eher rausgerutscht und er bereute es sofort wieder, als Wataru seine Hand zurückzog. „Hey, ich habe nicht gesagt, dass du aufhören sollst!“
Damit hatte er Wataru eindeutig aus dem Konzept gebracht, der sah ihn an wie das sprichwörtliche Kaninchen eine Schlange. Am liebsten hätte Ryôsuke sich selbst geohrfeigt. Das hatte er ja wieder toll hingekriegt. Beinahe hätte sein Mundwerk sich wieder selbstständig gemacht, aber er presste die Lippen zusammen. Dafür ergriff Wataru das Wort. „Ich dachte... der Kuss... das war...“
„Den hab ich total ernst gemeint.“ Das war nicht ganz das, was er hatte sagen wollen. Verdammt nochmal, er hatte die perfekte Ausrede für den Aussetzer und er hatte nichts besseres zu tun, als mit der Wahrheit rauszuplatzen.
Es dauerte aber offenbar etwas, bis es bei Wataru angekommen war, dann aber wurden seine Augen groß und er öffnete den Mund. Raus kam aber nichts, weshalb er eher an einen Fisch auf dem Trockenen erinnerte.
Etwas zu ruckartig setzte Ryôsuke sich auf und sofort wurde ihm schwarz vor Augen. Beschissene Idee. Richtig beschissene Idee. Aber mit dummen Aktionen war er heute ziemlich gut. Als er aber etwas in sich zusammensank, war sofort Wataru da, um ihn zu stützen. „Vorsichtig...“
„Sonst hast du nichts zu sagen?“ Es war unfair, so die Stacheln auszufahren. Wataru hatte ihm keinen Grund dazu gegeben und halb erwartete Ryôsuke, direkt wieder losgelassen zu werden. Aber Wataru hielt ihn weiter fest, auch als der Schwindel nachließ und Ryôsuke sich alleine aufrecht halten konnte.
„Wie lange schon?“ Watarus Stimme schien von weit herzukommen.
„Keine Ahnung“, antwortete Ryôsuke ehrlich. „Lange.“ Vielleicht von Anfang an, aber das wäre eindeutig zu viel Offenheit. Er konnte Wataru schon jetzt nicht mehr ansehen.
Als der nichts mehr sagte, murmelte Ryôsuke: „Ist ja auch egal. Vergiss es einfach, okay?“ Das war jetzt schon peinlich genug.
„Es ist nicht egal.“ Wataru schob ein paar Finger unter Ryôsukes Kinn und brachte ihn so dazu, ihn wieder anzusehen. „Es wird mir nie egal sein.“
Ein wenig fühlte es sich an, wie es in dummen Kitschromanen beschrieben wurde. Nicht, dass Ryôsuke so etwas las. Aber ihm wurde ganz warm und das nicht auf die fiebrige Art und Weise. Nur ein bisschen vielleicht.
no subject
Date: 2015-10-10 01:15 pm (UTC)Ich hab' die letzten drei Teile gerade nochmal in einem Rutsch gelesen. h/c und Fluff, was begehrt das Herz mehr :D
no subject
Date: 2015-10-11 11:22 am (UTC)