Barbie und Ken
Sep. 30th, 2007 04:50 pmFandom: Original Papierflugzeuge
Hauptpersonen: Schimmel, Connie
Challenge: #1 Hetero^^
Kommentar: Ich hab kein Problem mit hetero. XD
Was ich nur beim Schreiben gemerkt habe, war, dass plötzlich der Dampf weg war und irgendetwas dabei rauskam. Naja.
Samuel hatte sich nie wirklich erklären können, wie Schimmel Connie hatte heiraten können. Vielleicht mochte das an seinen Prioritäten liegen. Samuel verabscheute Rosa, und Schimmels halbes Haus war mit dieser Unfarbe getüncht.
Connie liebte rosa Plüschpantoffelchen mit Absätzen, die ihn an Peggy Bundy erinnerten und die ein unangenehmes Klackern selbst auf dem Perserteppich hinterließen. Sie blondierte ihre Haare fast mit derselben Akribik wie Ariane, ließ sich Puppenlöckchen drehen und benutzte pinkfarbenen Lippenstift, der stets an Schimmels Nase haftenblieb, wenn sie ihn zum Abschied dorthin küsste.
Vielleicht mochte Samuel sie auch einfach nicht, weil sie an Rufus herumschäkerte wo es nur ging.
„Möchtest du noch Kekse haben?“, fragte sie auf dem Weg zur Küche und lächelte den Jungen an, als wäre er ihr ältester Sohn.
„Ich hab noch ganz viele!“
Samuel und Schimmel bemerkten kaum, dass sie gleichzeitig unterschwellig zu knurren begannen.
„Das ist Barbie!“, hatte Samuel einmal zu seinem besten Freund gesagt, als sie sich vor Jahren so zugesoffen hatten, dass die Lichter ausgegangen waren. Sie hatten versucht, Billiard zu spielen, das wusste Samuel noch, und hatten nur unnötig an den Kugeln vorbeigestoßen.
„Warum willst du Barbie heiraten? Du siehst doch auch nicht aus wie Ken!“
Connie stakste in die Küche zurück und einen Augenblick lang war die Luft im Wohnzimmer so dick, dass man sie schneiden konnte.
Rufus bemerkte scheinbar nichts davon- Samuel beneidete ihn manchmal für die etwas stumpfen Sensoren- er knabberte einen Keks und lächelte in die Runde.
Für ihn schienen Besuche bei den Schimmels immer sehr angenehm zu verlaufen, denn er mochte Rosa und er wurde von Connie so umschwärmt, dass sie ihn wahrscheinlich sogar auf die Toilette begleiten würde wenn sie könnte.
Und da lag das Problem.
„Schimmel!“, zischte Samuel gegen die Wand aus Luft an.
„Nun los!“
Er bekam ein Knurren zurück, das unwillige Knurren eines Ehemannes, der ohnehin selten reden wollte.
Schimmel wusste aber, dass sein bester Freund Reden genauso hasste und sich deswegen schon lange kein Mädchen mehr angelacht hatte.
Vielleicht gab es mit Connie nicht viel zu reden?
Widerwillig erhob er sich und stapfte in die Küche, vielleicht gerade rechtzeitig, weil Connie in diesem Moment auf ihren Plüschstilettos zu wanken begann.
Samuel konnte das aus den Augenwinkeln heraus erkennen. Sie war über den Herd gebeugt, balancierte auf den Schuhen, die Topflappen verrutschten ihr und der große schwarze Bräter, in dem das Hähnchen in der Soße schwamm, drohte ihr aus den Händen zu gleiten.
Vielleicht war das ein gekonnter Zufall.
Auf diese Weise brauchte Schimmel nicht zu reden; er sprang hinzu- er hatte schon immer gute Reflexe gehabt- packte mit beiden Händen zu. Der Bräter rummste auf dem Gitter, dann ein verhaltenes Knurren weil Schimmel sich die Finger verbrannt hatte. Rufus zuckte erschocken auf.
„Mann, wat machst du denn hier nur?!“, zeterte es in der Küche.
Samuel wagte kaum, sich auf der Couch vorzubeugen und durch die Küchentür zu schielen. Er war schon immer sehr neugierig gewesen.
Er konnte nur sehen, wie Connie gar nicht auf den Vorwurf ihres Mannes reagierte. Sie hatte erschrocken auf seine Finger gestarrt, die Topflappen zur Seite geworfen und zog ihn an den Händen zum Wasserhahn.
„Du kannst doch nicht einfach da anfassen!“, rief sie über das Rauschen des Wassers hinweg.
„Du verbrühst dir doch die Finger bis auf´s Fleisch runter!“
Jetzt wirkte sie gar nicht mehr wie ein dummes Blondchen.
Im Gegenteil, ihre Augen waren zornig aufgerissen, die geschwungenen Augenbrauen hoben und wölbten sich, die Locken zitterten vor Aufregung.
Ihre gesamte Gestalt hatte sich gespannt und gehoben.
„Ach hör doch auf zu labern!“, grunzte Schimmel, ließ aber die Finger brav unterm kalten Wasser.
„Mach mir hier keine Vorhaltungen, wenn du sowieso nur Augen für den Dummbatz hast!“
Dummbatz war die offizielle Umschreibung für Rufus, die Samuel durchgehen ließ ohne mit Kinnhaken zu drohen. Sie gefiel ihm dennoch nicht.
Connie schaute ein wenig ertappt.
„Schatz, mach dir keine Sorgen!“, sagte sie, diesmal leiser.
Rufus hatte nun doch Wind bekommen und rutschte unwohl auf der Couch herum.
Innerlich musste Samuel aufseufzen.
„Er ist ganz niedlich aber...“
Und er hoffte so sehr, dass sie sich nicht verplappern würde.
Connie hatte damals gesehen wie er Rufus den zweiten von drei unbeholfenen Küssen aufgedrückt hatte, hinten am Vorhang neben der Besenkammer. Sie hatte gewusst, dass er nüchtern gewesen war und er hatte sie zum Schweigen verdammt.
Connie und Schimmel standen beide unbeholfen am Waschbecken und schauten auf das Wasser als würde es ihnen helfen.
Für einen Augenblick lang wirkten sie wie zwei Teenager an ihrem ersten Date.
„Schatz, du bist doch der einzig Wahre.“, murmelte sie als sie den Hahn abdrehte und es klang wie aus einem Film.
„Na was denkst du denn?!“, hatte Schimmel damals in der Kneipe gesagt.
„Gerade weil ich nicht Ken bin, bin ich froh, dass diese Wahnsinnsfrau mich haben will.“
Dann hatte er ein Bier hinterhergespült.
Die beiden spielten gerne Barbie und Ken. Oder Rambo und...hatte der jemals eine Frau gehabt?
Mit gemischten Gefühlen bemerkte er, dass Schimmel seine Hände mit den geröteten Fingern um seine Frau legte und sie küsste.
Vielleicht würde sich da noch Ärger anbahnen.
„Alles okay?“, fragte Rufus zaghaft, der nicht im günstigen Winkel zum Zusehen gesessen hatte.
„Alles okay. Hier, nimm noch einen Keks.“, hörte Samuel sich sagen.
Hauptpersonen: Schimmel, Connie
Challenge: #1 Hetero^^
Kommentar: Ich hab kein Problem mit hetero. XD
Was ich nur beim Schreiben gemerkt habe, war, dass plötzlich der Dampf weg war und irgendetwas dabei rauskam. Naja.
Samuel hatte sich nie wirklich erklären können, wie Schimmel Connie hatte heiraten können. Vielleicht mochte das an seinen Prioritäten liegen. Samuel verabscheute Rosa, und Schimmels halbes Haus war mit dieser Unfarbe getüncht.
Connie liebte rosa Plüschpantoffelchen mit Absätzen, die ihn an Peggy Bundy erinnerten und die ein unangenehmes Klackern selbst auf dem Perserteppich hinterließen. Sie blondierte ihre Haare fast mit derselben Akribik wie Ariane, ließ sich Puppenlöckchen drehen und benutzte pinkfarbenen Lippenstift, der stets an Schimmels Nase haftenblieb, wenn sie ihn zum Abschied dorthin küsste.
Vielleicht mochte Samuel sie auch einfach nicht, weil sie an Rufus herumschäkerte wo es nur ging.
„Möchtest du noch Kekse haben?“, fragte sie auf dem Weg zur Küche und lächelte den Jungen an, als wäre er ihr ältester Sohn.
„Ich hab noch ganz viele!“
Samuel und Schimmel bemerkten kaum, dass sie gleichzeitig unterschwellig zu knurren begannen.
„Das ist Barbie!“, hatte Samuel einmal zu seinem besten Freund gesagt, als sie sich vor Jahren so zugesoffen hatten, dass die Lichter ausgegangen waren. Sie hatten versucht, Billiard zu spielen, das wusste Samuel noch, und hatten nur unnötig an den Kugeln vorbeigestoßen.
„Warum willst du Barbie heiraten? Du siehst doch auch nicht aus wie Ken!“
Connie stakste in die Küche zurück und einen Augenblick lang war die Luft im Wohnzimmer so dick, dass man sie schneiden konnte.
Rufus bemerkte scheinbar nichts davon- Samuel beneidete ihn manchmal für die etwas stumpfen Sensoren- er knabberte einen Keks und lächelte in die Runde.
Für ihn schienen Besuche bei den Schimmels immer sehr angenehm zu verlaufen, denn er mochte Rosa und er wurde von Connie so umschwärmt, dass sie ihn wahrscheinlich sogar auf die Toilette begleiten würde wenn sie könnte.
Und da lag das Problem.
„Schimmel!“, zischte Samuel gegen die Wand aus Luft an.
„Nun los!“
Er bekam ein Knurren zurück, das unwillige Knurren eines Ehemannes, der ohnehin selten reden wollte.
Schimmel wusste aber, dass sein bester Freund Reden genauso hasste und sich deswegen schon lange kein Mädchen mehr angelacht hatte.
Vielleicht gab es mit Connie nicht viel zu reden?
Widerwillig erhob er sich und stapfte in die Küche, vielleicht gerade rechtzeitig, weil Connie in diesem Moment auf ihren Plüschstilettos zu wanken begann.
Samuel konnte das aus den Augenwinkeln heraus erkennen. Sie war über den Herd gebeugt, balancierte auf den Schuhen, die Topflappen verrutschten ihr und der große schwarze Bräter, in dem das Hähnchen in der Soße schwamm, drohte ihr aus den Händen zu gleiten.
Vielleicht war das ein gekonnter Zufall.
Auf diese Weise brauchte Schimmel nicht zu reden; er sprang hinzu- er hatte schon immer gute Reflexe gehabt- packte mit beiden Händen zu. Der Bräter rummste auf dem Gitter, dann ein verhaltenes Knurren weil Schimmel sich die Finger verbrannt hatte. Rufus zuckte erschocken auf.
„Mann, wat machst du denn hier nur?!“, zeterte es in der Küche.
Samuel wagte kaum, sich auf der Couch vorzubeugen und durch die Küchentür zu schielen. Er war schon immer sehr neugierig gewesen.
Er konnte nur sehen, wie Connie gar nicht auf den Vorwurf ihres Mannes reagierte. Sie hatte erschrocken auf seine Finger gestarrt, die Topflappen zur Seite geworfen und zog ihn an den Händen zum Wasserhahn.
„Du kannst doch nicht einfach da anfassen!“, rief sie über das Rauschen des Wassers hinweg.
„Du verbrühst dir doch die Finger bis auf´s Fleisch runter!“
Jetzt wirkte sie gar nicht mehr wie ein dummes Blondchen.
Im Gegenteil, ihre Augen waren zornig aufgerissen, die geschwungenen Augenbrauen hoben und wölbten sich, die Locken zitterten vor Aufregung.
Ihre gesamte Gestalt hatte sich gespannt und gehoben.
„Ach hör doch auf zu labern!“, grunzte Schimmel, ließ aber die Finger brav unterm kalten Wasser.
„Mach mir hier keine Vorhaltungen, wenn du sowieso nur Augen für den Dummbatz hast!“
Dummbatz war die offizielle Umschreibung für Rufus, die Samuel durchgehen ließ ohne mit Kinnhaken zu drohen. Sie gefiel ihm dennoch nicht.
Connie schaute ein wenig ertappt.
„Schatz, mach dir keine Sorgen!“, sagte sie, diesmal leiser.
Rufus hatte nun doch Wind bekommen und rutschte unwohl auf der Couch herum.
Innerlich musste Samuel aufseufzen.
„Er ist ganz niedlich aber...“
Und er hoffte so sehr, dass sie sich nicht verplappern würde.
Connie hatte damals gesehen wie er Rufus den zweiten von drei unbeholfenen Küssen aufgedrückt hatte, hinten am Vorhang neben der Besenkammer. Sie hatte gewusst, dass er nüchtern gewesen war und er hatte sie zum Schweigen verdammt.
Connie und Schimmel standen beide unbeholfen am Waschbecken und schauten auf das Wasser als würde es ihnen helfen.
Für einen Augenblick lang wirkten sie wie zwei Teenager an ihrem ersten Date.
„Schatz, du bist doch der einzig Wahre.“, murmelte sie als sie den Hahn abdrehte und es klang wie aus einem Film.
„Na was denkst du denn?!“, hatte Schimmel damals in der Kneipe gesagt.
„Gerade weil ich nicht Ken bin, bin ich froh, dass diese Wahnsinnsfrau mich haben will.“
Dann hatte er ein Bier hinterhergespült.
Die beiden spielten gerne Barbie und Ken. Oder Rambo und...hatte der jemals eine Frau gehabt?
Mit gemischten Gefühlen bemerkte er, dass Schimmel seine Hände mit den geröteten Fingern um seine Frau legte und sie küsste.
Vielleicht würde sich da noch Ärger anbahnen.
„Alles okay?“, fragte Rufus zaghaft, der nicht im günstigen Winkel zum Zusehen gesessen hatte.
„Alles okay. Hier, nimm noch einen Keks.“, hörte Samuel sich sagen.
no subject
Date: 2007-09-30 03:38 pm (UTC)Ich mag die beiden, sie sind so- süß! *beide flausch*
Danke, dass du für mich die beiden geschrieben hast! Sie sind lovely auf ihre komische Art. *__*
no subject
Date: 2007-10-01 08:54 am (UTC)Ist es verwerflich, wenn ich trotz des gut geschriebenen Heteroparts diesen Satz einfach zum dahinschmelzen finde? ^^