Humor - Schild - fürs Team
Sep. 29th, 2015 12:24 amTeam: Morpheus
Challenge: Humor – Hast du das Schild nicht gesehen – fürs Team
Fandom: To Be Continued
Titel: Der schöne Tag im Park
Inhalt: Man ist im Freizeitpark und hat Gefühle
Anmerkung: Endkampf! Nur Fluff! Was für ein Krampf!
Der schöne Tag im Park
"Hast du das Schild nicht gesehen?", fragt MJ voller Mitleid, während er ein weiteres Taschentuch im Wasserspender tränkt und es dann Eunwoo an die Stirn drückt.
Es gibt so viele Dinge, die Eunwoo darauf antworten könnte. Zum Beispiel 'Doch klar, aber ich dachte mir, es ist bestimmt lustig, gegen einen Balken zu rennen' oder 'Doch, aber ich kann kein Hangul lesen' und Eunwoo ist sich ziemlich sicher, dass MJ keine vernünftige Antwort haben will, sondern einfach nur quatscht, um ihn nicht auszulachen.
Nicht nochmal, zumindest.
Sie hocken auf einer der Bänke in der Nähe vom Ausgang der "Viper Slash" Achterbahn, die sie gerade gefahren sind. Jinjin ist immer noch ein bisschen grün um die Nase und Bins Haare stehen wild in alle Richtungen ab, weil er ganz vorne saß und jeden Looping mit einem Schrei begrüßt hat. Sanha sitzt neben Eunwoo und streichelt seine Hand und Rocky steht ein bisschen abseits und tippt auf seinem Handy herum.
Eigentlich sollte das die letzte Attraktion werden, die sie vor dem Mittagessen besuchen, doch dann hatte Eunwoo, weil ihm schwindlig war vom diesigen Licht der Dschungeldekorationen, Bekanntschaft mit einem Hartplastikbalken (inklusive aufgemalter Maden) geschlossen und war wie ein eins achtzig großer, peinlicher Vorfall zu Boden gegangen.
Ihm dröhnt der Schädel und das Geschrei von aufgeregten Kindern um sie herum, die sich regelmäßig in großen Pulks aus dem grüngelb gestrichenen Ausgang ergießen, hilft ihm kein bisschen. MJ bemüht sich nach Kräften, ihm den Kopf zu kühlen, weswegen Eunwoo jetzt nasse Ponyfransen in die Stirn hängen und andauernd Wasser in seinen Hemdkragen läuft, doch seine Stirn pocht trotzdem wie ein Presslufthammer sonntagmorgens um halb acht.
Wahrscheinlich wird er morgen wie ein Einhorn aussehen, denkt Eunwoo, dann entzieht er Sanha seine Hand und zwingt sich zu einem Grinsen.
"Geht schon mal vor", sagt er laut. "Ich bleibe hier und passe auf die Taschen auf." Vielleicht hilft es ja, wenn er ein bisschen alleine auf dieser Holzbank hocken und in sein faseriges, löchriges, triefendnasses Taschentuch schauen kann. Dann würde er wenigstens nicht mehr die fünf besorgten Augenpaare spüren, die sich an unterschiedlichen Stellen in seinen Körper bohren.
"Bist du sicher?", fragt Jinjin und sieht dabei aus, als würde er protestieren wollen, egal was Eunwoo sagt. "Wir können warten."
"Lass dir Zeit", murmelt Rocky. Er verstaut sein Handy wieder in der Hosentasche und legt seine Hand auf Eunwoos Schulter und er zuckt auch nur kurz zurück, als er merkt, wie nass der Stoff schon ist.
Wenn ihm nicht ganz so sehr das Gehirn durchgeschaukelt worden wäre, würde Eunwoo aufstehen und seinen überbesorgten Freunden einen Tritt in den Hintern verpassen. Er braucht nur ein wenig Ruhe, mehr nicht, damit er sich an den Druck zwischen seinen Augen gewöhnen kann und damit ja niemand dabei ist, wenn er endgültig in Ohnmacht fällt und ihn das eifrige Freizeitparkpersonal hoffentlich rechtzeitig in den See der Märchenburg kehren kann.
Natürlich sagt Eunwoo das nicht so. Er würde das auch gar nicht fertig bringen, nicht bei dem völlig hilflosen Blick, dem Sanha ihn zuwirft.
"Es bringt nichts, wenn wir hier zu sechst warten", erklärt Eunwoo und faltet das Taschentuch in ein ordentliches Rechteck. "Ich kann momentan keine Achterbahn fahren, also braucht ihr auch nicht auf mich zu warten. Kommt einfach zurück, wenn ihr fertig seid und dann bin ich wieder auf dem Damm."
Oder im See, fügt er in Gedanken hinzu und lächelt, bis ihm die Mundwinkel wehtun.
Keiner der anderen bewegt sich. MJ wringt die Hände, weil ihm die Taschentücher ausgegangen sind, Sanha greift wieder nach Eunwoo und umarmt sein Handgelenk wie ein Koalababy seine Mutter und Rocky streichelt ihm sachte über den Hinterkopf, was sich erstaunlich angenehm anfühlt.
Dennoch möchte Eunwoo schreien, weil er keine Ahnung hat, wie er seinen Freunden noch klarmachen soll, dass er gerade lieber alleine leiden will.
Und dann sagt Bin: "Ich bleibe bei ihm", und auf einmal fangen alle an zu strahlen und zu nicken. Eunwoo kann gar nicht so schnell gucken, wie er plötzlich allein auf der Bank sitzt und vier Jungs ihre Rucksäcke durchwühlen, um Geld und Handys hervorzukramen.
"Ich kauf dir auch Zuckerwatte, Eunwoo!", sagt Sanha und pustet nach kurzem Zögern auf Eunwoos Stirn, Jinjin drückt Bin eine der zerknickten Karten vom Park in die Hand, murmelt "Für alle Fälle" und dann hakt er sich bei Rocky unter und gemeinsam laufen sie auf den blauweißen Spiralturm zu, der eine wilde Karussellfahrt in altmodischen Wagen mit Yeti-Motiven verspricht.
Eunwoo macht die Augen zu, streckt die Beine aus und stöhnt. Wenn er sich nur auf den Kopfschmerz konzentriert, kann er möglicherweise ausblenden, dass Bin neben ihm leise lacht und sich seine ganze verdammte Clique dazu verschworen hat, um Eunwoo die jeweils größtmögliche Peinlichkeit zu bereiten.
"Du kannst mitgehen", sagt Eunwoo, obwohl er weiß, dass es völlig sinnlos ist. "Ich werde schon nicht sterben, nur weil ihr eine Achterbahn ohne mich fahrt."
"Nein, danke", erwidert Bin. Er klingt völlig entspannt, was Eunwoo noch weiter die Laune verdirbt.
"Es ist wirklich herzerwärmend, dass ihr mir gar nichts zutraut. Wirklich, da fühle ich mich gleich viel besser", knurrt er zurück und klatscht sich das Taschentuch mit mehr Schwung als notwendig wieder aufs Gesicht. Seine Beule röhrt auf und Eunwoo beißt sich auf die Wangen, um nicht zu schreien. Wieso können ihm seine behämmerten Freunde nicht einmal Ruhe gönnen? Er will nicht, dass Bin hier hocken und sich den Tag verderben lassen muss, nur weil Eunwoo zu blöd ist, nicht frontal gegen ein Stück Achterbahn zu donnern.
Während Eunwoo sich in die Innenseiten seiner Wangen beißt, streckt Bin neben ihm den Arm aus und legt die Hand ganz sanft und vorsichtig in Eunwoos Nacken. Er streichelt ihn, spielt mit seinen Haarspitzen und anscheinend stört ihn das ganze Wasser überhaupt nicht.
Nach nicht einmal fünf Sekunden merkt Eunwoo, wie sich plötzlich alle Anspannung aus seinem Körper verzieht, als hätte etwas in seinen Kopf gebissen und würde jetzt endlich die Zähne lösen.
"Tut's sehr weh?", fragt Bin.
"Nein", murmelt Eunwoo zurück. Dank dir, fügt er in Gedanken hinzu und nimmt endlich das Taschentuch von der Stirn, damit er Bin ins Gesicht schauen kann. "Tut mir leid."
"Quatsch", sagt Bin sofort und als sei das Wort allein nicht genug, verstärkt er seinen Griff um Eunwoos Nacken noch ein bisschen. "Was denn überhaupt? Dass du einen Unfall hattest? Du bist so bescheuert."
Wenn sie vor vier Wochen hier gesessen hätten, dann wäre Eunwoo voller Wut aufgesprungen und hätte Bin gefragt, was ihm einfiele, so mit ihm zu reden. Doch jetzt bleibt er sitzen und zwar nicht nur, weil er Kopfweh hat.
Eine Sekunde später reißt Bin nämlich die Augen auf und zieht die Hände von Eunwoo, als habe er sich verbrannt.
"Tut mir Leid", wimmert er. "Das war nicht so gemeint. Du bist nicht bescheuert."
Eunwoo könnte ihn natürlich zappeln lassen, so wie sonst immer, bis er den Punkt verpasst, an dem Bin ihm noch zuhört und sie sich dann wieder anschreien und heftig streiten, obwohl Eunwoo genau weiß, dass es Bin leid tut und dann schreibt er Musik, die scheußlich klingt und Bin lässt sich an der Autobahnbrücke verdreschen und kommt mit aufgeplatzter Lippe in die Schule.
Doch es ist vier Wochen später und Eunwoo hat dazu gelernt, also grinst er, holt aus und schlägt Bin gegen die Schulter.
"Redet man so mit jemandem, der verletzt ist?", ruft er, obwohl sein Kopf schon wieder protestiert. Für Bin ignoriert er es. "Ich könnte sterben und alles, was ich von dir zu hören kriege, sind Vorwürfe!"
Wahrscheinlich dauert es nur eine Sekunde, doch Eunwoo spürt, wie sein Herz zu rasen beginnt und er hat genug Zeit, um völlig in Panik zu geraten und sich zu fragen, ob er nicht doch zu weit gegangen ist.
Dann grinst Bin. "Ich dachte, es tut nicht weh?"
"Halt die Klappe", murmelt Eunwoo, doch als Bin anfängt zu lachen und ihn anstrahlt, mit Halbmondaugen und seinem weiten, schönen Grinsen, schafft er es nicht einmal mehr den Kopf zu drehen, um seine roten Wangen zu verbergen.
Sie reden endlich wieder miteinander und zwar viel offener als vorher. Auch wenn es sie einen Streit und fünfzig gelogene, geknurrte, gehauchte, gezwungene Entschuldigungen, eingebettet in Tanz und Liederzeilen, gekostet hat.
Vielleicht war es das wert, denkt Eunwoo und als Bin wieder die Hand ausstreckt, um ihn zu streicheln, lehnt er sich mit dem Schwung des Rucks, den er sich gibt, ihm entgegen.
"Ich will dir nicht den Tag verderben", wiederholt er nach ein paar Augenblicken, weil er es wirklich so meint. "Du solltest bei den anderen sein."
"So ein Schwachsinn", murmelt Bin zurück. "Ohne dich wäre keiner von uns hier."
"Pah."
"Ist doch wahr! Nur deinetwegen haben wir das Musik-Festival gewonnen und damit den Ausflug hierher!"
"Ohne deine Choreo hätten wir nicht mal einen Blumentopf gewonnen!"
"Was redest du da? Ohne Musik kann ich nicht tanzen!"
"Ohne deinen Tanz hätten wir nicht gewonnen! Jeder kann ein bisschen singen, aber…"
"Lass das bloß nicht Sanha hören!"
"So meinte ich das nicht! Ich meinte…"
"Jaja, wir sind alle ziemlich geil, da habt ihr beide vollkommen recht."
"Jinjin!"
"Was? Ich steh seit drei Minuten hier und höre euch zu, wie ihr euch streitet, weil ihr euch keine Komplimente machen könnt! Aber jetzt reicht es. Die anderen wollen weiter und ich weiß genau, was ihr beide braucht!"
"Nämlich?"
"Die Wasserbahn!"
"Warum das denn? Eunwoo ist doch eh schon nass!"
"Weil man da ganz eng aneinander geschmiegt sitzen muss und ich wette, dass ihr euch nur mal ordentlich drücken müsst, damit es euch besser geht!"
"Was zum…?"
"Ist doch wahr!"
Challenge: Humor – Hast du das Schild nicht gesehen – fürs Team
Fandom: To Be Continued
Titel: Der schöne Tag im Park
Inhalt: Man ist im Freizeitpark und hat Gefühle
Anmerkung: Endkampf! Nur Fluff! Was für ein Krampf!
Der schöne Tag im Park
"Hast du das Schild nicht gesehen?", fragt MJ voller Mitleid, während er ein weiteres Taschentuch im Wasserspender tränkt und es dann Eunwoo an die Stirn drückt.
Es gibt so viele Dinge, die Eunwoo darauf antworten könnte. Zum Beispiel 'Doch klar, aber ich dachte mir, es ist bestimmt lustig, gegen einen Balken zu rennen' oder 'Doch, aber ich kann kein Hangul lesen' und Eunwoo ist sich ziemlich sicher, dass MJ keine vernünftige Antwort haben will, sondern einfach nur quatscht, um ihn nicht auszulachen.
Nicht nochmal, zumindest.
Sie hocken auf einer der Bänke in der Nähe vom Ausgang der "Viper Slash" Achterbahn, die sie gerade gefahren sind. Jinjin ist immer noch ein bisschen grün um die Nase und Bins Haare stehen wild in alle Richtungen ab, weil er ganz vorne saß und jeden Looping mit einem Schrei begrüßt hat. Sanha sitzt neben Eunwoo und streichelt seine Hand und Rocky steht ein bisschen abseits und tippt auf seinem Handy herum.
Eigentlich sollte das die letzte Attraktion werden, die sie vor dem Mittagessen besuchen, doch dann hatte Eunwoo, weil ihm schwindlig war vom diesigen Licht der Dschungeldekorationen, Bekanntschaft mit einem Hartplastikbalken (inklusive aufgemalter Maden) geschlossen und war wie ein eins achtzig großer, peinlicher Vorfall zu Boden gegangen.
Ihm dröhnt der Schädel und das Geschrei von aufgeregten Kindern um sie herum, die sich regelmäßig in großen Pulks aus dem grüngelb gestrichenen Ausgang ergießen, hilft ihm kein bisschen. MJ bemüht sich nach Kräften, ihm den Kopf zu kühlen, weswegen Eunwoo jetzt nasse Ponyfransen in die Stirn hängen und andauernd Wasser in seinen Hemdkragen läuft, doch seine Stirn pocht trotzdem wie ein Presslufthammer sonntagmorgens um halb acht.
Wahrscheinlich wird er morgen wie ein Einhorn aussehen, denkt Eunwoo, dann entzieht er Sanha seine Hand und zwingt sich zu einem Grinsen.
"Geht schon mal vor", sagt er laut. "Ich bleibe hier und passe auf die Taschen auf." Vielleicht hilft es ja, wenn er ein bisschen alleine auf dieser Holzbank hocken und in sein faseriges, löchriges, triefendnasses Taschentuch schauen kann. Dann würde er wenigstens nicht mehr die fünf besorgten Augenpaare spüren, die sich an unterschiedlichen Stellen in seinen Körper bohren.
"Bist du sicher?", fragt Jinjin und sieht dabei aus, als würde er protestieren wollen, egal was Eunwoo sagt. "Wir können warten."
"Lass dir Zeit", murmelt Rocky. Er verstaut sein Handy wieder in der Hosentasche und legt seine Hand auf Eunwoos Schulter und er zuckt auch nur kurz zurück, als er merkt, wie nass der Stoff schon ist.
Wenn ihm nicht ganz so sehr das Gehirn durchgeschaukelt worden wäre, würde Eunwoo aufstehen und seinen überbesorgten Freunden einen Tritt in den Hintern verpassen. Er braucht nur ein wenig Ruhe, mehr nicht, damit er sich an den Druck zwischen seinen Augen gewöhnen kann und damit ja niemand dabei ist, wenn er endgültig in Ohnmacht fällt und ihn das eifrige Freizeitparkpersonal hoffentlich rechtzeitig in den See der Märchenburg kehren kann.
Natürlich sagt Eunwoo das nicht so. Er würde das auch gar nicht fertig bringen, nicht bei dem völlig hilflosen Blick, dem Sanha ihn zuwirft.
"Es bringt nichts, wenn wir hier zu sechst warten", erklärt Eunwoo und faltet das Taschentuch in ein ordentliches Rechteck. "Ich kann momentan keine Achterbahn fahren, also braucht ihr auch nicht auf mich zu warten. Kommt einfach zurück, wenn ihr fertig seid und dann bin ich wieder auf dem Damm."
Oder im See, fügt er in Gedanken hinzu und lächelt, bis ihm die Mundwinkel wehtun.
Keiner der anderen bewegt sich. MJ wringt die Hände, weil ihm die Taschentücher ausgegangen sind, Sanha greift wieder nach Eunwoo und umarmt sein Handgelenk wie ein Koalababy seine Mutter und Rocky streichelt ihm sachte über den Hinterkopf, was sich erstaunlich angenehm anfühlt.
Dennoch möchte Eunwoo schreien, weil er keine Ahnung hat, wie er seinen Freunden noch klarmachen soll, dass er gerade lieber alleine leiden will.
Und dann sagt Bin: "Ich bleibe bei ihm", und auf einmal fangen alle an zu strahlen und zu nicken. Eunwoo kann gar nicht so schnell gucken, wie er plötzlich allein auf der Bank sitzt und vier Jungs ihre Rucksäcke durchwühlen, um Geld und Handys hervorzukramen.
"Ich kauf dir auch Zuckerwatte, Eunwoo!", sagt Sanha und pustet nach kurzem Zögern auf Eunwoos Stirn, Jinjin drückt Bin eine der zerknickten Karten vom Park in die Hand, murmelt "Für alle Fälle" und dann hakt er sich bei Rocky unter und gemeinsam laufen sie auf den blauweißen Spiralturm zu, der eine wilde Karussellfahrt in altmodischen Wagen mit Yeti-Motiven verspricht.
Eunwoo macht die Augen zu, streckt die Beine aus und stöhnt. Wenn er sich nur auf den Kopfschmerz konzentriert, kann er möglicherweise ausblenden, dass Bin neben ihm leise lacht und sich seine ganze verdammte Clique dazu verschworen hat, um Eunwoo die jeweils größtmögliche Peinlichkeit zu bereiten.
"Du kannst mitgehen", sagt Eunwoo, obwohl er weiß, dass es völlig sinnlos ist. "Ich werde schon nicht sterben, nur weil ihr eine Achterbahn ohne mich fahrt."
"Nein, danke", erwidert Bin. Er klingt völlig entspannt, was Eunwoo noch weiter die Laune verdirbt.
"Es ist wirklich herzerwärmend, dass ihr mir gar nichts zutraut. Wirklich, da fühle ich mich gleich viel besser", knurrt er zurück und klatscht sich das Taschentuch mit mehr Schwung als notwendig wieder aufs Gesicht. Seine Beule röhrt auf und Eunwoo beißt sich auf die Wangen, um nicht zu schreien. Wieso können ihm seine behämmerten Freunde nicht einmal Ruhe gönnen? Er will nicht, dass Bin hier hocken und sich den Tag verderben lassen muss, nur weil Eunwoo zu blöd ist, nicht frontal gegen ein Stück Achterbahn zu donnern.
Während Eunwoo sich in die Innenseiten seiner Wangen beißt, streckt Bin neben ihm den Arm aus und legt die Hand ganz sanft und vorsichtig in Eunwoos Nacken. Er streichelt ihn, spielt mit seinen Haarspitzen und anscheinend stört ihn das ganze Wasser überhaupt nicht.
Nach nicht einmal fünf Sekunden merkt Eunwoo, wie sich plötzlich alle Anspannung aus seinem Körper verzieht, als hätte etwas in seinen Kopf gebissen und würde jetzt endlich die Zähne lösen.
"Tut's sehr weh?", fragt Bin.
"Nein", murmelt Eunwoo zurück. Dank dir, fügt er in Gedanken hinzu und nimmt endlich das Taschentuch von der Stirn, damit er Bin ins Gesicht schauen kann. "Tut mir leid."
"Quatsch", sagt Bin sofort und als sei das Wort allein nicht genug, verstärkt er seinen Griff um Eunwoos Nacken noch ein bisschen. "Was denn überhaupt? Dass du einen Unfall hattest? Du bist so bescheuert."
Wenn sie vor vier Wochen hier gesessen hätten, dann wäre Eunwoo voller Wut aufgesprungen und hätte Bin gefragt, was ihm einfiele, so mit ihm zu reden. Doch jetzt bleibt er sitzen und zwar nicht nur, weil er Kopfweh hat.
Eine Sekunde später reißt Bin nämlich die Augen auf und zieht die Hände von Eunwoo, als habe er sich verbrannt.
"Tut mir Leid", wimmert er. "Das war nicht so gemeint. Du bist nicht bescheuert."
Eunwoo könnte ihn natürlich zappeln lassen, so wie sonst immer, bis er den Punkt verpasst, an dem Bin ihm noch zuhört und sie sich dann wieder anschreien und heftig streiten, obwohl Eunwoo genau weiß, dass es Bin leid tut und dann schreibt er Musik, die scheußlich klingt und Bin lässt sich an der Autobahnbrücke verdreschen und kommt mit aufgeplatzter Lippe in die Schule.
Doch es ist vier Wochen später und Eunwoo hat dazu gelernt, also grinst er, holt aus und schlägt Bin gegen die Schulter.
"Redet man so mit jemandem, der verletzt ist?", ruft er, obwohl sein Kopf schon wieder protestiert. Für Bin ignoriert er es. "Ich könnte sterben und alles, was ich von dir zu hören kriege, sind Vorwürfe!"
Wahrscheinlich dauert es nur eine Sekunde, doch Eunwoo spürt, wie sein Herz zu rasen beginnt und er hat genug Zeit, um völlig in Panik zu geraten und sich zu fragen, ob er nicht doch zu weit gegangen ist.
Dann grinst Bin. "Ich dachte, es tut nicht weh?"
"Halt die Klappe", murmelt Eunwoo, doch als Bin anfängt zu lachen und ihn anstrahlt, mit Halbmondaugen und seinem weiten, schönen Grinsen, schafft er es nicht einmal mehr den Kopf zu drehen, um seine roten Wangen zu verbergen.
Sie reden endlich wieder miteinander und zwar viel offener als vorher. Auch wenn es sie einen Streit und fünfzig gelogene, geknurrte, gehauchte, gezwungene Entschuldigungen, eingebettet in Tanz und Liederzeilen, gekostet hat.
Vielleicht war es das wert, denkt Eunwoo und als Bin wieder die Hand ausstreckt, um ihn zu streicheln, lehnt er sich mit dem Schwung des Rucks, den er sich gibt, ihm entgegen.
"Ich will dir nicht den Tag verderben", wiederholt er nach ein paar Augenblicken, weil er es wirklich so meint. "Du solltest bei den anderen sein."
"So ein Schwachsinn", murmelt Bin zurück. "Ohne dich wäre keiner von uns hier."
"Pah."
"Ist doch wahr! Nur deinetwegen haben wir das Musik-Festival gewonnen und damit den Ausflug hierher!"
"Ohne deine Choreo hätten wir nicht mal einen Blumentopf gewonnen!"
"Was redest du da? Ohne Musik kann ich nicht tanzen!"
"Ohne deinen Tanz hätten wir nicht gewonnen! Jeder kann ein bisschen singen, aber…"
"Lass das bloß nicht Sanha hören!"
"So meinte ich das nicht! Ich meinte…"
"Jaja, wir sind alle ziemlich geil, da habt ihr beide vollkommen recht."
"Jinjin!"
"Was? Ich steh seit drei Minuten hier und höre euch zu, wie ihr euch streitet, weil ihr euch keine Komplimente machen könnt! Aber jetzt reicht es. Die anderen wollen weiter und ich weiß genau, was ihr beide braucht!"
"Nämlich?"
"Die Wasserbahn!"
"Warum das denn? Eunwoo ist doch eh schon nass!"
"Weil man da ganz eng aneinander geschmiegt sitzen muss und ich wette, dass ihr euch nur mal ordentlich drücken müsst, damit es euch besser geht!"
"Was zum…?"
"Ist doch wahr!"
no subject
Date: 2015-10-01 04:33 pm (UTC)Dieser Satz ist mir ohne scheiß den ganzen Tag im Kopf herumgespukt nachdem ich das im Halbschlaf im Bus gelesen hatte und ich habe mich jedes Mal drüber gefreut weil das so ein schöner Satz ist UND ICH SO GRINSEN MUSSTE DAS IST EINFACH SO SÜSS ACH EUNWOO!!!
Sanha sitzt neben Eunwoo und streichelt seine Hand
OH GOTT KIWI DU TÖTEST MICH MIT ALL IHREN SÜSSEN LIEBEN INTERAKTIONEN ICH BIN SO HIER FÜR "ALLE HABEN SICH HART LIEB UND ZEIGEN SICH DAS KONSTANT AUSSER WENN SIE EUNWOO KURZ AUSLACHEN MÜSSEN WEIL ER MIT SEINEN 3,67M GERADEWEGS GEGEN EINEN BALKEN RENNT"
legt die Hand ganz sanft und vorsichtig in Eunwoos Nacken
ICH SEHE DICH KIWI. ICH SEHE DICH GANZ GENAU!!! UND ES GEFÄLLT MIR SEHR!!! MACH DAS MAL ÖFTER, DAS TÖTET MENSCHEN. ALSO MICH. AAAAAAAHHHHHHHHH GOTT IST DAS SCHÖN ICH LIEBE DAS HART (UND ES TUT NUR SO EIN BISSCHEN WEH) WIE VORSICHTIG SIE MITEINANDER UMGEHEN UND ICH WILL MIR GAR NICHT VORSTELLEN WIE VIEL ÜBERWINDUNG ES BIN GEKOSTET HABEN MUSS IHM DIE HAND IN DEN NACKEN ZU LEGEN UND IHN ZU STREICHELN OBWOHL DOCH ALLES SO SCHNELL WIEDER ZERBRECHEN KANN AKJFKSDJFKSJDHFKJSDHFKSDFDFLSDKFJSDLFSDF
Doch es ist vier Wochen später und Eunwoo hat dazu gelernt
ICH KOPIERE DIESEN SATZ NUR BEISPIELHAFT FÜR DINGE DIE ICH FÜRCHTERLICH AN DIESER FIC LIEBE WEIL ICH NÄMLICH SONST SCHON WIEDER DIE HALBE FIC KOPIEREN MÜSSTE
Eunwoo spürt, wie sein Herz zu rasen beginnt und er hat genug Zeit, um völlig in Panik zu geraten und sich zu fragen, ob er nicht doch zu weit gegangen ist.
DAS ZUM BEISPIEL AUCH DAS IST SO WUNDERSCHÖN GESCHRIEBEN UND FÜHLT SICH SO REAL AN ??? WEISST DU ??? ACH
wie ihr euch streitet, weil ihr euch keine Komplimente machen könnt
KREISCH
Weil man da ganz eng aneinander geschmiegt sitzen muss
NOCH MEHR KREISCH
ICH LIEBE DAS DAS IST SO SCHÖN GEWORDEN ♥
no subject
Date: 2015-10-06 11:34 am (UTC)ICH. AUCH. Das ist doch 99,9% von allem was wir wollen ODER, DASS SIE LIEB SIND UND SICH KUSCHELN Q___Q (die restlichen 0,1% sind tragische Backstory, DANKE AN BIN DAFÜR <3).
DANKE FÜR DEINEN KOMMENTAR, GAWD, ich bin immer so unsicher beim Fluff, weil ICH ANSCHEINEND GLÜCK UND FREUDE HASSE XD
ICH SEHE DICH KIWI. ICH SEHE DICH GANZ GENAU!!!
DU SIEHST GAR NIX DA IST GAR NIX LALALALA NACKENGRIFF LALALA WER HAT DAS DENN GESCHRIEBEN ALLALAL
UND ES GEFÄLLT MIR SEHR!!!
OH... ohhhhhh... ICH WAR DAS ICH HAB DAS GESCHRIEBEN (it's all about meeeeeeeeeeeheeeeeeeeeeee *singt und malt sich ne Drossel auf den Hals*).
Gosh, WANN DEBÜTIEREN DIE.