Team: Morpheus
Fandom: Tumbling (AU)
Challenge: h/c - Missbrauch/Nötigung - für mich
Personen: Ryôsuke, Wataru, Mizusawa
Warnung: angedeutetes non-con (denkt an die Challenge), dark
Anmerkung: Gehört zur Dystopie AU. Wir machen einen Zeitsprung um ein paar Wochen nach vorne. Ryôsuke kennt Wataru noch nicht. Das erklärt so ziemlich alles, was folgt.
Er hört Wataru, bevor er ihn sieht.
„Mizusawa!“
Da sind Schritte auf den Treppen, ein Donnern auf den leicht morschen Dielen und ein Schlurfen auf den Tatami-Matten vor dem Zimmer.
Ryôsuke spürt, wie ihm eine meterdicke Gänsehaut über den Rücken läuft. Ihm wird eiskalt.
„Ey, Mizusawa!“
Die Stimme wird lauter und dröhnender.
Mizusawa ist nicht hier. Er ist eben gegangen und Ryôsuke hat vergessen, wohin. Verdammt, Mizusawa hat es ihm doch gesagt. Aber manchmal verliert Ryôsuke noch die Zeit und ihm fallen Dinge nicht mehr ein, als würden sie ihm aus dem Kopf tröpfeln, weil er all das heiße, anstrengende Leben noch nicht wirklich in sich halten kann. Erst gestern hat er schon wieder Fieber gehabt und aufstehen kann er noch immer nur mit Hilfe. Sein Körper ist eine Baustelle aus Schwäche und Erschöpfung und Mizusawa ist nicht da.
Er zuckt zusammen, als die Schiebetür auffliegt.
Hinter Wataru scheint die Sonne in den Flur durch ein Dachfenster. Er ist groß und kräftig, trägt weite Arbeitshosen und seine Füße sind nackt. An seinen Armen klebt Schmutz. Aus wilden Augen blickt er Ryôsuke an. Seine Haare sind so leuchtend rot, dass sie wie Feuer aussehen.
„Wo is' Mizusawa hin?“, donnert Wataru.
Wataru, der Boss.
Der Mensch, der Ryôsuke hierher geschleppt hat, der befohlen hat, dass man ihn aufpäppelt und hier schlafen lässt und durchfüttert.
Er ist der Boss, von dem Ryôsuke genau weiß, was er später von ihm erwarten wird.
Hoffentlich später. Nicht jetzt.
Oh Gott, nicht jetzt.
„Rausgegangen“, wispert Ryôsuke. Er spürt sich in sich zusammenfallen wie ein abbruchreifes Gebäude, versucht, die Decke höher an sich zu ziehen, bis alles zu seiner Nase darunter verborgen ist.
Wataru beäugt ihn.
Sein Blick wandert an ihm hoch und runter, als würde er etwas suchen, als würde er, was er sieht, verabscheuen.
Dann tut er zwei Schritte auf ihn zu und bleibt stehen. Unter den Ärmeln seines Shirts spielen die Muskeln. Seine kräftigen Kiefer malmen unter der glatten Haut kurz gegeneinander.
„Ach so“, sagt er kurz angebunden und dann grinst er.
Ryôsuke weiß nicht, wieso er das tut.
„Und wie geht’s dir, Kumpel?“
Oh, denkt Ryôsuke, während er sich vor Furcht schlottern spürt. Kumpel. Das ist neu. Bisher war er Schlampe und Hure und Abschaum und Schwanzlutscher.
„Okay“, entgegnet er und weicht dem Blick des Jungen aus. Am liebsten würde er gar nichts sagen, aber sein letzter Boss hat ihm beigebracht, was passiert, wenn man ihm nicht antwortet.
Und er ist hilflos in Watarus Händen. Er isst ihm kostbare Nahrungsmittel weg, trinkt sein Wasser, belegt sein Bett, nimmt Mizusawa in Anspruch. Er kann ja nicht einmal aufstehen.
Mit bebendem Atem schaut er scheu zu seinem neuen Boss hoch.
Vielleicht ist heute Zahltag.
Vielleicht erst in ein paar Wochen. Kommen wird er aber auf jeden Fall.
„Gut so!“
Dann schickt sich der Junge mit den glühend roten Haaren an, ihn zu schlagen.
Ryôsuke zuckt, kneift die Augen zusammen. Erst als nichts passiert, wagt er es, zu blinzeln. Es stellt sich heraus, dass Wataru seine Faust in die Luft gereckt hat.
„Hey, nicht so schreckhaft, Ryôsuke!“, grinst er und zeigt all seine blanken Zähne.
„Ich kann kaum erwarten, dass du endlich auf die Beine kommst! Das wird großartig!“
Sein Blick streift ihn, ehe er sich umwendet, vielleicht ein bisschen hungrig – ein versteckter Ausdruck hinter dem Schuljungengrinsen.
Ryôsuke lauscht zitternd den sich entfernenden Schritten, hört wie der Boss irgendwen anders anbrüllt und lacht. Er findet es unheimlich, dass Wataru dauernd lacht. Als wäre er kein Boss einer Bande, die voll ist mit Krüppeln und schwachen Jungen.
Er muss an die Geräusche denken, die nachts aus Watarus Schlafzimmer kommen, daran, dass Yûta jeden Abend in diesen Raum humpelt und in der finstersten Dunkelheit leise schluchzt. Er muss daran denken, dass Yûtas Weinen ein bisschen wie sein eigenes damals klingt.
Die müden Zellen in seinem Kopf versuchen, die Situation rational zu betrachten. Wataru ist nicht so groß wie Katô. Sein Schwanz tut dann hoffentlich nicht so weh. Neben ihm wirkt auch nur dieser finstere Typ, Kiyama, bedrohlich. Das heißt, es werden hoffentlich nie mehr als die beiden auf einmal sein. Vielleicht kann Ryôsuke verhandeln. Vielleicht wird Wataru immer zwischen ihm und Yûta wechseln. Vielleicht....vielleicht.....
Seine Gedanken stürzen unnütz zusammen.
Wataru hat ihn beim Vornamen genannt.
Er hat ihn ganz nah, ganz fest umschlungen – er hat etwas, was nicht einmal Katô und die anderen in die Finger bekommen konnten.
Wenn sie „nett“ sein wollten, haben sie ihn sogar Tsukimori gerufen.
Aber niemals beim Vornamen.
Als Mizusawa leichtfüßig zurück ins Zimmer kommt, in einer Hand eine Teekanne und in der anderen eine Schüssel mit dampfendem Essen, ist es bereits zu spät.
Ryôsuke weiß, dass er keine Wahl hat.
Alleine kann er nicht überleben.
Er braucht Wataru und Gott, er steht bis zum Hals in seiner Schuld.
„Es wird alles gut“, flüstert Mizusawa ihm leise zu und streicht ihm über die Haare.
„Ich bin ja da. Es wird alles gut. Okay?“
Ryôsuke würde ihm so gerne glauben. Doch selbst dafür fühlt er sich zu erschöpft.
Er klammert sich weinend an seinen Krankenpfleger.
Fandom: Tumbling (AU)
Challenge: h/c - Missbrauch/Nötigung - für mich
Personen: Ryôsuke, Wataru, Mizusawa
Warnung: angedeutetes non-con (denkt an die Challenge), dark
Anmerkung: Gehört zur Dystopie AU. Wir machen einen Zeitsprung um ein paar Wochen nach vorne. Ryôsuke kennt Wataru noch nicht. Das erklärt so ziemlich alles, was folgt.
Er hört Wataru, bevor er ihn sieht.
„Mizusawa!“
Da sind Schritte auf den Treppen, ein Donnern auf den leicht morschen Dielen und ein Schlurfen auf den Tatami-Matten vor dem Zimmer.
Ryôsuke spürt, wie ihm eine meterdicke Gänsehaut über den Rücken läuft. Ihm wird eiskalt.
„Ey, Mizusawa!“
Die Stimme wird lauter und dröhnender.
Mizusawa ist nicht hier. Er ist eben gegangen und Ryôsuke hat vergessen, wohin. Verdammt, Mizusawa hat es ihm doch gesagt. Aber manchmal verliert Ryôsuke noch die Zeit und ihm fallen Dinge nicht mehr ein, als würden sie ihm aus dem Kopf tröpfeln, weil er all das heiße, anstrengende Leben noch nicht wirklich in sich halten kann. Erst gestern hat er schon wieder Fieber gehabt und aufstehen kann er noch immer nur mit Hilfe. Sein Körper ist eine Baustelle aus Schwäche und Erschöpfung und Mizusawa ist nicht da.
Er zuckt zusammen, als die Schiebetür auffliegt.
Hinter Wataru scheint die Sonne in den Flur durch ein Dachfenster. Er ist groß und kräftig, trägt weite Arbeitshosen und seine Füße sind nackt. An seinen Armen klebt Schmutz. Aus wilden Augen blickt er Ryôsuke an. Seine Haare sind so leuchtend rot, dass sie wie Feuer aussehen.
„Wo is' Mizusawa hin?“, donnert Wataru.
Wataru, der Boss.
Der Mensch, der Ryôsuke hierher geschleppt hat, der befohlen hat, dass man ihn aufpäppelt und hier schlafen lässt und durchfüttert.
Er ist der Boss, von dem Ryôsuke genau weiß, was er später von ihm erwarten wird.
Hoffentlich später. Nicht jetzt.
Oh Gott, nicht jetzt.
„Rausgegangen“, wispert Ryôsuke. Er spürt sich in sich zusammenfallen wie ein abbruchreifes Gebäude, versucht, die Decke höher an sich zu ziehen, bis alles zu seiner Nase darunter verborgen ist.
Wataru beäugt ihn.
Sein Blick wandert an ihm hoch und runter, als würde er etwas suchen, als würde er, was er sieht, verabscheuen.
Dann tut er zwei Schritte auf ihn zu und bleibt stehen. Unter den Ärmeln seines Shirts spielen die Muskeln. Seine kräftigen Kiefer malmen unter der glatten Haut kurz gegeneinander.
„Ach so“, sagt er kurz angebunden und dann grinst er.
Ryôsuke weiß nicht, wieso er das tut.
„Und wie geht’s dir, Kumpel?“
Oh, denkt Ryôsuke, während er sich vor Furcht schlottern spürt. Kumpel. Das ist neu. Bisher war er Schlampe und Hure und Abschaum und Schwanzlutscher.
„Okay“, entgegnet er und weicht dem Blick des Jungen aus. Am liebsten würde er gar nichts sagen, aber sein letzter Boss hat ihm beigebracht, was passiert, wenn man ihm nicht antwortet.
Und er ist hilflos in Watarus Händen. Er isst ihm kostbare Nahrungsmittel weg, trinkt sein Wasser, belegt sein Bett, nimmt Mizusawa in Anspruch. Er kann ja nicht einmal aufstehen.
Mit bebendem Atem schaut er scheu zu seinem neuen Boss hoch.
Vielleicht ist heute Zahltag.
Vielleicht erst in ein paar Wochen. Kommen wird er aber auf jeden Fall.
„Gut so!“
Dann schickt sich der Junge mit den glühend roten Haaren an, ihn zu schlagen.
Ryôsuke zuckt, kneift die Augen zusammen. Erst als nichts passiert, wagt er es, zu blinzeln. Es stellt sich heraus, dass Wataru seine Faust in die Luft gereckt hat.
„Hey, nicht so schreckhaft, Ryôsuke!“, grinst er und zeigt all seine blanken Zähne.
„Ich kann kaum erwarten, dass du endlich auf die Beine kommst! Das wird großartig!“
Sein Blick streift ihn, ehe er sich umwendet, vielleicht ein bisschen hungrig – ein versteckter Ausdruck hinter dem Schuljungengrinsen.
Ryôsuke lauscht zitternd den sich entfernenden Schritten, hört wie der Boss irgendwen anders anbrüllt und lacht. Er findet es unheimlich, dass Wataru dauernd lacht. Als wäre er kein Boss einer Bande, die voll ist mit Krüppeln und schwachen Jungen.
Er muss an die Geräusche denken, die nachts aus Watarus Schlafzimmer kommen, daran, dass Yûta jeden Abend in diesen Raum humpelt und in der finstersten Dunkelheit leise schluchzt. Er muss daran denken, dass Yûtas Weinen ein bisschen wie sein eigenes damals klingt.
Die müden Zellen in seinem Kopf versuchen, die Situation rational zu betrachten. Wataru ist nicht so groß wie Katô. Sein Schwanz tut dann hoffentlich nicht so weh. Neben ihm wirkt auch nur dieser finstere Typ, Kiyama, bedrohlich. Das heißt, es werden hoffentlich nie mehr als die beiden auf einmal sein. Vielleicht kann Ryôsuke verhandeln. Vielleicht wird Wataru immer zwischen ihm und Yûta wechseln. Vielleicht....vielleicht.....
Seine Gedanken stürzen unnütz zusammen.
Wataru hat ihn beim Vornamen genannt.
Er hat ihn ganz nah, ganz fest umschlungen – er hat etwas, was nicht einmal Katô und die anderen in die Finger bekommen konnten.
Wenn sie „nett“ sein wollten, haben sie ihn sogar Tsukimori gerufen.
Aber niemals beim Vornamen.
Als Mizusawa leichtfüßig zurück ins Zimmer kommt, in einer Hand eine Teekanne und in der anderen eine Schüssel mit dampfendem Essen, ist es bereits zu spät.
Ryôsuke weiß, dass er keine Wahl hat.
Alleine kann er nicht überleben.
Er braucht Wataru und Gott, er steht bis zum Hals in seiner Schuld.
„Es wird alles gut“, flüstert Mizusawa ihm leise zu und streicht ihm über die Haare.
„Ich bin ja da. Es wird alles gut. Okay?“
Ryôsuke würde ihm so gerne glauben. Doch selbst dafür fühlt er sich zu erschöpft.
Er klammert sich weinend an seinen Krankenpfleger.
no subject
Date: 2015-09-23 09:43 pm (UTC)WHYYYYY WINO!
Ich meine, I KNOW WHY aber WHYYYYYYYYYY? T____T *sobbing*
Und armer Wataru ...
Ich bin hin und hergerissen zwischen LOL und awww neiin ;__; weil Wataru ist ja nun der netteste Mensch auf der Welt und meint es nur gut, aber macht wirklich ALLES falsch.... XD
Ach Wataru.
Und oh Gott... Ryousuke.
Mein armes kleines Babyeichhörnchen. ;_;
Er ist so schwach und zerbrechlich und so leicht zu erschrecken und man möchte ihn eigentlich nur in eine Decke wickeln und festhalten und vor der ganzen Welt beschützen und GOTT SEI DANK MACHT MIZU DAS AUCH!! ;___;
Er muss an die Geräusche denken, die nachts aus Watarus Schlafzimmer kommen, daran, dass Yûta jeden Abend in diesen Raum humpelt und in der finstersten Dunkelheit leise schluchzt.
ICH MUSS DAZU WAS SCHREIBEN - GUTE GÜTE, ICH MUSS! ;___;
Hach, everything is terrible und ich liebe dich. <333