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Team: Persephone
Challenge: Angst - „Diesmal ist es wirklich vorbei“
Fandom: Tumbling
Charaktere: Ryôsuke, Wataru, OC (Tsukimori Shizuka, die ich schmerzlich vermissen werde), Kiyama
Wörter: 1078

Anmerkung: Mit diesem Teil ist es überstanden. Es wird demnächst vielleicht noch eine One-Shot kommen, die möglicherweise ein paar Bezüge hierauf hat, aber der Plot hier ist hiermit abgeschlossen.

Teil 1, Teil 2
Teil 3, Teil 4
Teil 5, Teil 6
Teil 7, Teil 8
Teil 9


„Ich sage es nicht nochmal: Lass ihn los.“ Watarus Stimme bebte ein wenig vor Wut. Diesmal würde er zuschlagen, wenn es nötig wurde, Ryôsuke wusste es genau. Er sollte sich deswegen schuldig fühlen, aber da war gerade gar nichts. Keine Angst. Keine Wut. Als hätte alles in ihm die Luft angehalten.
Die Zeit schien stehengeblieben zu sein und Ryôsuke fühlte sich wie ein Statist, obwohl er mittendrin steckte. Am Rande seines Gesichtsfeldes glaubte er zu sehen, wie die ersten sich klammheimlich zurückzogen.
Takano bemerkte das offenbar auch. „Ihr Scheißfeiglinge, der ist allein!“
„Als ob! Der hat Akabane und seine Leute fertiggemacht!“
Ach? Das war Ryôsuke neu, aber er würde sicher nicht widersprechen. Die Chancen, dass er lebend und in einem Stück hier rauskam, steigerte es jedenfalls. Sie waren immer noch gering genug, aber
„Mit euch werden wir problemlos fertig.“ Klar, dass Kiyama mitgekommen war. Und was auch immer sein Ruf gerade war, offenbar machte es nun auch Kurosaki nervös. Ryôsuke war sich jedenfalls sicher, dass sein Arm für die nächsten Wochen in schillernden Farben hieran erinnern würde. Aber er hielt die Klappe. Noch war das hier nicht vorbei und sein Mundwerk hatte ihm bisher nie einen Gefallen getan. Außerdem tat es verdammt weh wie Kurosaki ihn festhielt.
„Komm uns nie wieder in die Quere, kapiert? Dann bringe ich dich höchstpersönlich um“, zischte Kurosaki in diesem Moment und gab Ryôsuke einen kräftigen Stoß und wieder mal landete er unfreiwillig auf dem Boden. Es war eher ein dünner Schmerz, der es kaum schaffte, gegen die unendliche Erleichterung anzukommen. Kam er wirklich so leicht davon? Noch wagte er es nicht zu glauben.
Er glaubte zu hören, wie jemand scharf die Luft einzog. Wataru?
Der Situation nicht trauend, blieb Ryôsuke erst regungslos auf dem Boden hocken und sah erst auf, als irgendwo hinter ihm eine Tür ins Schloss fiel.
Auch Wataru hatte sich noch nicht bewegt, dann aber trafen sich ihre Blicke und das nächste, was Ryôsuke wusste war, dass eine heulende Shizuka sich an ihn klammerte. Wataru stand vor ihm, immer noch angespannt. „Wir sollten hier verschwinden. Bevor die es sich anders überlegen.“
Das war ein Argument, das Ryôsuke schnell auf die Füße brachte. Oder eher: So schnell es mit einer anhänglichen kleinen Schwester möglich war. Das wurde einfacher, als Wataru ihm zur Hilfe kam und Shizuka mit der sanften Stimme, die kleinen Kindern vorbehalten war, daran erinnerte, dass Ryôsuke verletzt war.
Das bedeutete zwar nicht, dass sie ihn ganz losließ, aber jetzt begnügte sie sich damit, sich einfach an seiner Hand festzuklammern. Wataru bezog an seiner anderen Seite Stellung. „Gehts?“
„Klar.“
Er log vermutlich nicht sehr überzeugend, aber Wataru tat ihm den Gefallen, wenigstens so zu tun, als würde er ihm glauben. „Dann gehen wir nach Hause.“
„Kann ich auch mitkommen?“, piepste Shizuka, so nervös, dass ihre Stimme einen Ausreißer nach oben machte. Ryôsuke war sich nicht sicher, ob sie einfach so viel Respekt vor Wataru hatte, oder ob die Ereignisse ihr so sehr zusetzten. Würde er sie fragen, bekäme er ohnehin keine ehrliche Antwort, weshalb er sich die Mühe gleich sparte und nur einen Arm um sie legte.“Klar.“
„Ich muss ohnehin noch ein ernstes Wörtchen mit Ryôsuke reden, dass er dich nicht schon eher mitgebracht hat.“
„Ohne sie hätten wir nicht mal gewusst, wo wir dich suchen sollen“, ergriff Kiyama das Wort, der Vorwurf schwang deutlich mit.
„Sorry...“
Wataru gab ihm einen für seine Verhältnisse ziemlich vorsichtigen Klaps auf die Schulter. „Vergiss es. Die machen keinen Ärger mehr. Jetzt ist es wirklich vorbei.“
„Hoffentlich.“ Wirklich überzeugt war Ryôsuke davon noch nicht, aber er wollte es gerne glauben.
„Hör auf, Trübsal zu blasen!“ Ryôsuke musste Wataru gar nicht ansehen um zu wissen, dass er breit grinste. Klar, so ein Sieg war ganz nach seinem Geschmack.
„Aber ich frage mich, wie die auf die Idee kommen, dass ich Akabane fertiggemacht hab...“
„Wer ist Akabane?“ Shizuka schien langsam wieder zu ihrer alten Form zurückzufinden.
„Ein Idiot“, antwortete Ryôsuke, der ganz sicher nicht vorhatte, ihr die ganze Geschichte auf die Nase zu bingen. „Vermutlich hat er das selbst rumerzählt. Kann doch nicht zugeben, was da wirklich passiert ist.“
Wataru lachte. „Stimmt. Akabane wollte uns Ärger machen, Shizuka-chan. Aber gegen uns hat er keine Chance.“
„Gut.“ Shizuka klang etwas zu zufrieden für Ryôsukes Geschmack.

„Ich war echt sauer auf dich, als du plötzlich weg warst“, sagte Wataru, als sie sehr viel später im Bett lagen. Shizuka war ebenso selbstverständlich von Natsuko-san adoptiert worden wie jeder andere, den Wataru anschleppte und hatte erst gar nicht nach Hause gehen wollen. Erst als Ryôsuke versprochen hatte, bald wieder heimzukommen, hatte sie nachgegeben. Ganz wohl war ihm nicht dabei gewesen, dass sie sich alleine auf den Heimweg machte, aber er selbst konnte sie schlecht begleiten. Und eigentlich sollte ja auch nichts passieren... trotzdem war er froh gewesen, als Kiyama erklärte, er würde sie begleiten. Shizuka hatte beleidigt die Backen aufgeblasen und erklärt, dass sie auch allein heimfinden würde, aber sie hatte schon begonnen zu plappern, bevor die beiden zur Tür rausgewesen waren. Insgeheim war sie wohl doch froh gewesen. Kein Wunder.
„Ich wollte dich da nicht wieder reinziehen.“ Was echt bescheuert gewesen war, wenn Ryôsuke im Nachhinein darüber nachdachte. Als ob er Wataru da hätte raushalten können. Selbst wenn er nicht bei der Lagerhalle aufgetaucht wäre. Am Ende wäre dadurch wohl alles nur noch schlimmer geworden.
„Idiot. Mach so einen Scheiß nie wieder, klar?“
„Klar.“ Es gab jetzt sowieso keine rachsüchtigen Geister der Vergangenheit mehr. Wenigstens keine, die ihm höchst real auflauern konnten.
„Gut.“
Eine Weile herrschte wieder Schweigen, dann fragte Wataru: „Warum hast du uns Shizuka-chan nicht eher vorgestellt?“
„Keine Ahnung... Unsere Eltern...“ Die würden ihm das Fell über die Ohren ziehen, wüssten sie, dass er das Nesthäkchen in seinen 'kriminellen' Freundeskreis reinziehen würde. Ryôsuke sprach das nicht aus. Wataru würde es sowieso wissen.
„Deine Eltern haben keine Ahnung.“
Überrascht von den viel zu leisen Worten, sah Ryôsuke Wataru an. Der lag auf dem Bauch, der Kopf ruhte auf seinen verschränkten Armen. Er sah ihn nicht an.
„Du musst nicht dahin zurück, das weißt du doch, oder?“
Ryôsuke wusste nicht, was er sagen sollte, Wataru schien aber auch nicht mit einer Antwort zu rechnen.
„Wenn es dir da zu viel wird, kannst du immer herkommen. Egal wann.“
Dabei klang Wataru so ernst, dass Ryôsuke eine lockere Antwort im Hals stecken blieb. „Ich weiß.“

Date: 2015-08-23 01:38 pm (UTC)
From: [identity profile] rei17.livejournal.com
Awwwwwwwww!
Das ist so ein schönes Ende! *___*
Ich liebe es, wie alle Angst haben vor Wataru weil der angeblich Akabane platt gemacht hat und dabei ...äh ja... XD Hat er ihn eigentlich mit Liebe platt gemacht, aber das weiß ja keiner. Schön wie sich sowas rumspricht.
Und Kiyama hat natürlich auch nicht den besten Ruf und deswegen find ich es total schön wie sie da alle am Ende zusammen gekommen sind um Ryousuke zu retten. *___*
Und Shizuka ist wirklich Zucker und so smart und ich liebe es dass sie sofort richtig geschaltet hat und sich dachte dass dieser eklige Kerl NICHT Ryousukes Freund sein kann und lieber gleich Wataru informiert hat, das da was im Busch ist. .__.
Das hat Ryousuke vermutlich das Leben gerettet (ugh ;___;) oder ihn definitiv vor Schlimmerem bewahrt... ;___;
Ach Ryousuke....

Und ich fand es auch sehr schön wie sie dann am Ende zusammen im Bett liegen und so leise miteinander reden, das ist so domestic und vertraut und gah ... Gefühle! ;__;
Ach Wataru... du Goldstück. ♥ ♥ ♥ ♥ ♥ ♥ ♥ ♥

Und wegen mir darfst gerne jederzeit ganz viele One-Shots zu den Beiden schreiben weil oh Goooott, alle Gefühle, wirklich alle. *_*
Die zwei sind einfach nur Liebe.

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