Team: Persephone
Challenge: Happy Meal – Eine Babyziege, eine Gießkanne, ein Computervirus, ein Schokoriegel
Fandom: Original – Our Own World
Charaktere: Sabine, ihr Laptop
Wörter: ~750
Ungeduldig tippte Sabine mit dem Zeigefinger auf ihre Tischplatte, der Fingernagel sorgte für ein rhythmisches halb tappendes, halb klickendes Geräusch. Tap-tap-tap-tap. Tap-tap-tap-tap... sie hätte keinen Rewatch von Dr Who machen sollen. Und vielleicht sollte sie die Fingernägel wieder kürzen. Auch wenn sie ihr so ganz gut gefielen.
Der Schokoriegel in ihrer anderen Hand fühlte sich schon weich an, aber sie hatte keine Lust, ihn in den Kühlschrank zu legen. Das Antivirenprogramm arbeitete immer noch. Vielleicht hätte sie zu der bezahlten Version upgraden sollen, vielleicht war das ja schneller. Aber jetzt war es zu spät.
Tap-tap-tap-tap.
61%
Immerhin, mehr als die Hälfte.
Mit einem entnervten Seufzen riss sie die Verpackung auf und biss in den Schokoriegel. Ganz sicher würde sie sich hoffnungslos damit einsauen. Viel zu weich. Aber lecker.
Die Schokolade brachte ihre Laune wieder etwas hoch, aber nicht sehr viel. Und das alles nur wegen eines blöden Werbebanners. Sie hatte es nur wegklicken wollen, aber nein... Schon hatte das Antivirenprogramm Alarm gegeben und jetzt wartete sie seit einer gefühlten Ewigkeit darauf, dass es... irgendetwas tat. Den regulären Check ausführen. War der schon immer so lang gewesen?
Mit spitzen Fingern zog sie den restlichen Schokoriegel aus der Verpackung und fluchte. Warm und klebrig hatte sie jetzt die Schokolade an ihren Händen und es half nicht wirklich, sie abzulecken. Abgesehen davon, dass es schmeckte. Klebrig fühlte es sich immer noch an.
Sabine widerstand dem Drang, sie an ihrem Rock abzuwischen. Den hatte sie heute frisch angezogen. Und zwar eigentlich nicht, um ihrem Laptop dabei zuzusehen, wie er auf Virenjagd ging. Sie stand auf und ging ins Bad, um sich die Finger zu waschen. Erst als sie das Wasser wieder ausschaltete, fiel ihr ein, dass sie eigentlich ihre Gießkanne hätte mitnehmen sollen. Ihre Orchidee sah nicht mehr sehr gut aus und je eher sie versuchte, sie zu retten, desto besser.
Seufzend ging sie also wieder in ihr Zimmer, warf einen Blick auf ihren Laptop (79%, vielleicht würde sie es sogar pünktlich zu ihrer Verabredung schaffen) und nahm die Gießkanne aus dem Regal. Damit gings zurück ins Bad und wenig später war nicht nur die Orchidee gewässert, auch das... Ding, das Nathalie mit in die WG gebracht hatte. Es war ein Elefantenfuß, wie das Internet sie belehrt hatte und es war zwar idiotensicher, aber dafür nahm es inzwischen eigentlich zu viel Platz weg. Wenigstens fand Liang das, er schimpfte regelmäßig, wenn er die harten, langen Blätter aus dem Weg schieben musste, um auf den Balkon zu kommen. Auch Sabine war es ein Rätsel, warum Nathalie sie nicht inzwischen in ihrem eigenen Zimmer unterbrachte, aber das Thema war auch nie wirklich zur Sprache gekommen. Liang murrte, aber das wars dann auch. Und Nathalie liebte ihre Pflanze, daher konnte man mit ihr da auch kaum diskutieren. Wenigstens konnten sie sie rausstellen, wenn es warm draußen war. Oder eher: Sie taten es einfach und bisher hatte sie überlebt.
Eigentlich war es wieder warm genug... nur die Wetterkabriolen ließen sie alle noch zögern. Und Sabine hatte jetzt auch keinen Bock, den schweren Kübel alleine rauszuschleppen. Vielleicht würde sie es hinkriegen, vielleich nicht. Aber es war zu heiß, um sich anzustrengen.
Wieso hatte sie sich darauf eingelassen, heute in den Zoo zu gehen? Mit Stephan dann auch noch? Sie musste den Verstand verloren haben.
Die Gießkanne landete wieder in ihrem Regal. Sie musste bald los, wenn sie den Bus noch erreichen wollte und sie hatte ihr Zeug erst halb zusammengepackt, weil sie zu sehr damit beschäftigt gewesen war, ihrem Computer zuzusehen. Ihre eigene Blödheit verfluchend, packte sie das Obst ein, das sie mitnehmen wollte. An Wasser hatte sie immerhin schon gedacht. Das war etwas.
Außerdem war der Laptop erst bei 98%, als sie fertig war.
Sie sah auf ihre Uhr. In fünf Minuten fuhr der Bus. Sagte der Fahrplan. Was bedeutete, dass sie zwei bis drei Minuten Verspätung einplanen konnte.
99%
Sie hatte ihre Sandalen schon angezogen. Sobald der Laptop endlich fertig war, musste sie nur ihren Rucksack nehmen und losgehen. Drei Minuten zur Haltestelle, wenn sie sich beeilte. Schaffbar.
Mehr Stress, als es wert war.
Wieso lag der verdammte Zoo nur so weit außerhalb? Sonst wäre sie einfach mit dem Fahrrad gefahren, wie sonst immer!
100% und keine weiteren Viren gefunden. Hervorragend. Schnell schloss Sabine das Programm und fuhr den Laptop herunter, bevor sie aus der Wohnung eilte, in letzter Sekunde noch an ihren Schlüssel denkend.
Hoffentlich waren die Babyziegen im Zoo das wirklich wert.
Challenge: Happy Meal – Eine Babyziege, eine Gießkanne, ein Computervirus, ein Schokoriegel
Fandom: Original – Our Own World
Charaktere: Sabine, ihr Laptop
Wörter: ~750
Ungeduldig tippte Sabine mit dem Zeigefinger auf ihre Tischplatte, der Fingernagel sorgte für ein rhythmisches halb tappendes, halb klickendes Geräusch. Tap-tap-tap-tap. Tap-tap-tap-tap... sie hätte keinen Rewatch von Dr Who machen sollen. Und vielleicht sollte sie die Fingernägel wieder kürzen. Auch wenn sie ihr so ganz gut gefielen.
Der Schokoriegel in ihrer anderen Hand fühlte sich schon weich an, aber sie hatte keine Lust, ihn in den Kühlschrank zu legen. Das Antivirenprogramm arbeitete immer noch. Vielleicht hätte sie zu der bezahlten Version upgraden sollen, vielleicht war das ja schneller. Aber jetzt war es zu spät.
Tap-tap-tap-tap.
61%
Immerhin, mehr als die Hälfte.
Mit einem entnervten Seufzen riss sie die Verpackung auf und biss in den Schokoriegel. Ganz sicher würde sie sich hoffnungslos damit einsauen. Viel zu weich. Aber lecker.
Die Schokolade brachte ihre Laune wieder etwas hoch, aber nicht sehr viel. Und das alles nur wegen eines blöden Werbebanners. Sie hatte es nur wegklicken wollen, aber nein... Schon hatte das Antivirenprogramm Alarm gegeben und jetzt wartete sie seit einer gefühlten Ewigkeit darauf, dass es... irgendetwas tat. Den regulären Check ausführen. War der schon immer so lang gewesen?
Mit spitzen Fingern zog sie den restlichen Schokoriegel aus der Verpackung und fluchte. Warm und klebrig hatte sie jetzt die Schokolade an ihren Händen und es half nicht wirklich, sie abzulecken. Abgesehen davon, dass es schmeckte. Klebrig fühlte es sich immer noch an.
Sabine widerstand dem Drang, sie an ihrem Rock abzuwischen. Den hatte sie heute frisch angezogen. Und zwar eigentlich nicht, um ihrem Laptop dabei zuzusehen, wie er auf Virenjagd ging. Sie stand auf und ging ins Bad, um sich die Finger zu waschen. Erst als sie das Wasser wieder ausschaltete, fiel ihr ein, dass sie eigentlich ihre Gießkanne hätte mitnehmen sollen. Ihre Orchidee sah nicht mehr sehr gut aus und je eher sie versuchte, sie zu retten, desto besser.
Seufzend ging sie also wieder in ihr Zimmer, warf einen Blick auf ihren Laptop (79%, vielleicht würde sie es sogar pünktlich zu ihrer Verabredung schaffen) und nahm die Gießkanne aus dem Regal. Damit gings zurück ins Bad und wenig später war nicht nur die Orchidee gewässert, auch das... Ding, das Nathalie mit in die WG gebracht hatte. Es war ein Elefantenfuß, wie das Internet sie belehrt hatte und es war zwar idiotensicher, aber dafür nahm es inzwischen eigentlich zu viel Platz weg. Wenigstens fand Liang das, er schimpfte regelmäßig, wenn er die harten, langen Blätter aus dem Weg schieben musste, um auf den Balkon zu kommen. Auch Sabine war es ein Rätsel, warum Nathalie sie nicht inzwischen in ihrem eigenen Zimmer unterbrachte, aber das Thema war auch nie wirklich zur Sprache gekommen. Liang murrte, aber das wars dann auch. Und Nathalie liebte ihre Pflanze, daher konnte man mit ihr da auch kaum diskutieren. Wenigstens konnten sie sie rausstellen, wenn es warm draußen war. Oder eher: Sie taten es einfach und bisher hatte sie überlebt.
Eigentlich war es wieder warm genug... nur die Wetterkabriolen ließen sie alle noch zögern. Und Sabine hatte jetzt auch keinen Bock, den schweren Kübel alleine rauszuschleppen. Vielleicht würde sie es hinkriegen, vielleich nicht. Aber es war zu heiß, um sich anzustrengen.
Wieso hatte sie sich darauf eingelassen, heute in den Zoo zu gehen? Mit Stephan dann auch noch? Sie musste den Verstand verloren haben.
Die Gießkanne landete wieder in ihrem Regal. Sie musste bald los, wenn sie den Bus noch erreichen wollte und sie hatte ihr Zeug erst halb zusammengepackt, weil sie zu sehr damit beschäftigt gewesen war, ihrem Computer zuzusehen. Ihre eigene Blödheit verfluchend, packte sie das Obst ein, das sie mitnehmen wollte. An Wasser hatte sie immerhin schon gedacht. Das war etwas.
Außerdem war der Laptop erst bei 98%, als sie fertig war.
Sie sah auf ihre Uhr. In fünf Minuten fuhr der Bus. Sagte der Fahrplan. Was bedeutete, dass sie zwei bis drei Minuten Verspätung einplanen konnte.
99%
Sie hatte ihre Sandalen schon angezogen. Sobald der Laptop endlich fertig war, musste sie nur ihren Rucksack nehmen und losgehen. Drei Minuten zur Haltestelle, wenn sie sich beeilte. Schaffbar.
Mehr Stress, als es wert war.
Wieso lag der verdammte Zoo nur so weit außerhalb? Sonst wäre sie einfach mit dem Fahrrad gefahren, wie sonst immer!
100% und keine weiteren Viren gefunden. Hervorragend. Schnell schloss Sabine das Programm und fuhr den Laptop herunter, bevor sie aus der Wohnung eilte, in letzter Sekunde noch an ihren Schlüssel denkend.
Hoffentlich waren die Babyziegen im Zoo das wirklich wert.