Durch die Nacht
Jul. 19th, 2015 07:59 pmTeam: Hades
Challenge: Suspense – Atemlos (für's Team)
Fandom: Schlager probably
Wörter: ca. 2400
Titel: Durch die Nacht
Anmerkung: Oh Gott, ich möchte nur anmerken: Diese Idee ist als Witz entstanden und dann hab ich ernst draus gemacht. Wenn man mir aber auch so einen Prompt gibt…Bitte weist mich nicht in die geschlossene ein! Jedenfalls trigger-warning für torture und character death. Die Ähnlichkeit des einen Charakters zu real existenten Personen ist rein zufällig *hust* Und ich habe sechs Helene-Fischer-Zitate versteckt. Wer sie findet, darf sie behalten...
Als sie aufwacht, brummt ihr Schädel, als hätte sie die letzten fünf Tage durchgesoffen. Vielleicht hat sie das ja? Sie kann sich nicht erinnern. Alles, was sie weiß, ist, dass sie momentan für ein Glas Wasser und eine Aspirin töten würde. Sie hat schrecklichen Durst und ihre Zunge fühlt sich seltsam belegt und pelzig an. Wie ein Fremdkörper im eigenen Mund. Was zur Hölle hat sie gestern Abend bloß alles getrunken? Oder hat ihr etwa jemand irgendeinen Scheiß in die Cocktails gemischt? Eigentlich kann sie sich das nicht vorstellen. Bei sowas ist sie immer vorsichtig.
Der stechende Schmerz hinter ihren Augen wird noch verstärkt durch das Taubheitsgefühl, das ihre Glieder befallen hat. Mit immer noch geschlossenen Augen versucht sie, sich zu bewegen. Sofort durchzuckt ein Stechen ihren Schädel. Ihre Beine fühlen sich ohnehin zentnerschwer an und so bleibt sie doch weiter liegen und wartet, bis ihr Herz aufhört in ihren Ohren zu dröhnen und ihre Atmung sich langsam von der Anstrengung erholt.
Die ganze Woche hatte Theres sich auf Freitag gefreut. Im Büro war die Hölle los gewesen, da kam ein Abend mit den Mädels grade recht gekommen. Die ganze Nacht waren sie durch die Straßen und die Clubs der Stadt gezogen. Hatten gelacht, getanzt, geflirtet, bis sich die ganze Welt nur noch um sie gedreht hatte und Theres war sich nicht sicher gewesen, ob das jetzt am Alkohol oder an ihrer Euphorie gelegen hatte. Am Ende war das aber auch herzlich egal gewesen.
Wie viel Zeit ist wohl vergangen, seit sie hier gelegen hat? Sie kann es nicht einschätzen. Vielleicht ein, zwei Stunden, vielleicht auch 12. Sicher ist sie nicht, aber das fühlt sich nicht nach ihrem Bett an. Ist sie wirklich mit irgendeinem Kerl mitgegangen? Oder ist sie bei einer Freundin? Es bleibt ihr wohl nichts anderes übrig, als den Tatsachen ins Gesicht zu sehen. Ihr graut vor der Aussicht, gleich feststellen zu müssen, von wem sie sich wohl hat abschleppen lassen. Trotzdem atmet sie tief durch und zwingt sich, die Augen zu öffnen. Diesmal ist sie auf den Schmerz vorbereitet und sie muss ein paar Mal blinzeln, bis sie sich an das Licht gewöhnt hat. Was sie sieht ist Lichtjahre weit entfernt von dem, was sie erwartet hat. „Der Typ da hinten starrt dich die ganze Zeit an!“
Theres warf den Kopf in den Nacken und leerte ihr Shotglas in einem Zug. Sie verzog das Gesicht und fokussierte ihren Blick dann auf ihre Freundin, drehte sich aber nicht um.
„Mir egal! Definitiv keine Typen heute Abend?“
Die Mädels sahen sie halb ungläubig, halb mitleidig an und Anne sprach es schließlich aus: „Du musst endlich über Phillip weg kommen!“
„Ich BIN über ihn hinweg. Genau deswegen will ich ja nichts mehr von Männern hören!“
„Du sollst ihn ja nicht gleich heiraten! Lass dich einfach mal wieder flachlegen!“ Es folgte das unweigerliche hysterische Johlen und Kichern der Runde. Auch Theres lachte mit, schüttelte aber den Kopf. Dann seufzte sie und dreht sich halb auf ihrem Barhocker um.
„Um welchen geht’s denn?“
Das Zimmer, in dem sie sich befindet, ist kein Schlafzimmer. Selbst die langweiligsten Kerle, mit denen sie was hatte, waren besser eingerichtet. Der Raum ist ganz weiß. Die leeren Wände und auch die Fließen auf dem Boden. Es gibt keine Fenster, aber die Neonröhren an der Decke erfüllen alles um sie herum mit grellem, blendendem Licht. Die Matratze, auf der sie liegt, ist dünn und grau und fleckig. An der gegenüberliegenden Wand befindet sich eine große Metalltür, ohne Griff und fest verschlossen, rechts darüber und sehr weit oben ein kleines Lüftungsgitter. Sie lässt ihren Blick weiter wandern. In der Ecke ein Klo und ein kleines Waschbecken. Der Boden vor ihr fällt leicht zur Mitte des Raums ab zu einem kleinen Abfluss. Ansonsten ist alles leer. Ein seltsam mulmiges Gefühl tritt zu der Übelkeit in ihrer Magengegend. Mit aller Macht stemmt sie sich von der Matratze hoch und sofort dreht sich alles wieder.
Theres war von sich selbst überrascht, dass sie es schaffte halbwegs elegant auf ihren Highheels zu ihrem Bewunderer hinüber zu stolzieren, obwohl sie längst nicht mehr nüchtern war. Lässig beugte sie sich zu dem Typen vor und schenkt ihm ihr aufreizendstes Lächeln.
„Siehst du was, was dir gefällt?“ Dabei beugte sie sich so weit vor, dass sie sich für eine Sekunde fragte, wie viel ihr BH eigentlich aushalten würde. Keine fünf Minuten später hatte sie ihren nächste Drink vor sich stehen.
Erschöpft lehnt sie sich an der Wand zurück. Sie ist froh, dass die Matratze auf dem Boden liegt, sonst hätte sie es vermutlich nicht bis zur Kloschüssel geschafft. Auf allen vieren hat sie es die zwei Meter nach links geschafft, bevor sie sich übergeben musste. Ein leichtes Frösteln erfasst sie und sie schaudert. Sie fühlt sich, als hätte sie seit Wochen nicht mehr geduscht und der muffige Geruch, der sie umgibt ändert nichts zum Besseren. Der saure Geschmack in ihrem Mund ist ekelhaft, aber sie weiß nicht, ob sie es bis zum Waschbecken schafft, ohne noch einmal kotzen zu müssen. Sie zieht die Beine an und umklammert sie mit beiden Armen, während sie versucht, nicht zu weinen.
„Ist nicht dein Ernst! Wer soll dir das denn glauben?“, fragte Theres, ohne dass der Spott in ihrer Stimme ihre Aufregung verbergen konnte. Aber ihr Flirt – Frank, wie sie mittlerweile erfahren hatte – hatte weiter darauf beharrt, dass er die Wahrheit sagte.
„Mein vollkommener Ernst. Ich hab auch schon für Jörg Ziehs und Umberto Nero gearbeitet, aber das ist natürlich kein Vergleich zu Helena! Die füllt ja mittlerweile ganze Stadien.“ Beiläufig schwenkte er sein Glas und nahm einen tiefen Schluck. Dann sah er sie von der Seite an. „Wenn du willst…“ Er schenkte ihr ein unsicheres Lächeln und fuhr fort: „Weiß ja nicht, ob dich das interessiert, aber ich könnte schon einen Backstage-Pass organisieren.“
Erwartungsvoll sah er sie an und Theres starrte ungläubig zurück. Dann breitete sich ein Strahlen auf ihrem Gesicht aus. „Oh. Mein. Gott! Das ist so wahnsinnig cool! Wenn ich das den Mädels erzähle, glauben die mir das nie!“
Sie wollte schon aufstehen, aber in diesem Moment ergriff er sanft ihre Hand. „Warte! Wenn wir uns jetzt beeilen, kann ich sie dir noch vor der Aftershow-Party vorstellen!“
Das Glänzen in Theres‘ Augen sprach Bände.
Ihr Kleid ist verschwitzt und klebt auf ihrer Haut, obwohl sie schon längst eine Gänsehaut hat. Letzte Nacht war es bis weit nach Mitternacht unsagbar heiß gewesen, aber davon ist hier nichts zu spüren. Ihre Schuhe und ihre Handtasche sind weg, sogar ihre Ohrringe, aber das Sommerkleid, das sie sich extra für den Abend gekauft hatte, ist nicht zerrissen und ihre Unterwäsche trägt sie auch noch. Sie wertet das als gutes Zeichen.
Langsam aber sicher merkt sie, dass sie wieder nüchtern wird. Die Kopfschmerzen und die Übelkeit ebben nach und nach ab und machen einer dumpfen Leere Platz. Sie ist sich bewusst, dass sie vermutlich panisch um Hilfe schreien sollte, aber dazu fehlt ihr die Kraft und selbst eine oberflächliche Einschätzung ihrer Lage macht deutlich, dass sie nur abwarten kann. Seufzend reibt sie sich über ihre brennenden Augen und streicht sich die blonde Haarsträhne, die ihr in die Stirn hängt, hinters Ohr.
Wie hatte sie bloß auf so eine dreiste Lüge reinfallen können? Sie mag Helena Angler nicht einmal wirklich! Klar, auf Partys tanzt sie genauso zu ihren Liedern ab, wie alle anderen auch. Aber sie besitzt keine CD und war auch noch auf keinem Konzert. Warum war sie nur so sensationsgeil gewesen, um dafür mit einem Wildfremden mitzugehen?
Sie spürt, dass die Panik sie zu überrollen droht und zwingt sich, tief einzuatmen. Den leichten, aber penetrant süßlichen Geruch nimmt sie erst wahr, als es zu spät ist.
Noch immer war es unendlich warm und Theres hatte irgendwann genug von ihren Pfennigabsätzen gehabt. Jetzt trug sie die weißen Riemchensandalen in der einen Hand, während sie sich mit der anderen am Arm ihres Begleiters abstützte.
Der sah amüsiert zu ihr herunter und hielt an, als Theres beinahe umkippte. Vorsichtig, nicht im geringsten zudringlich, nahm er sie in den Arm und blickte ihr tief in die Augen.
„Ich bin echt froh, dass du zu mir rüber gekommen bist, weißt du? Ich hätte mich nicht getraut, dich anzusprechen!“ Theres betrachtete den Hünen vor ihr, der Oberarme hatte, breiter als ihre Schenkel und in der Security-Branche arbeitete, und kicherte, ließ ihn aber weitersprechen.
„Irgendwie habe ich einfach das Gefühl, dass das eine Nacht ist, wie für uns beide gemacht!“
Erneut kicherte sie. „Du bist echt süß, weißt du das?“
Dann waren sie durch den Park an den Villen hinter ihren hohen Ligusterhecken vorbei weiter gegangen. Erst nach einer Viertelstunde fing sie an, sich über die Abgeschiedenheit des Ortes zu wundern. Fragend sah sie ihn an und er lächelte nur großzügig.
„Normalerweise mache ich das nicht, aber du bist echt etwas Besonderes, weißt du?“ Dann holte er eine kleine weiße Fernbedienung aus dem Jackett und plötzlich öffnete sich das große, schmiedeeiserne Tor hinter ihnen. „Privattour gefällig?“
Als Theres diesmal erwacht, ist der Schmerz beinahe noch schlimmer als zuvor. Nur ist diesmal nicht ihr Kopf betroffen. Dafür brennt ihr Oberkörper und ihre Arme wie Feuer. Sofort öffnet sie die Augen und wünscht, sie hätte es nicht getan. Der leichte Schwindel, der sie befällt, macht deutlich, dass es ihr eigenes Blut sein muss, das sie sieht.
Erneut fängt sie an zu zittern. Nur mit Mühe schafft sie es, ihren Blick auf die Schnitte zu fokussieren, die jeden freien Zentimeter ihrer Haut bedecken. Tiefe, rote Furchen, aus denen weiter das Blut hervorquillt. Theres will schreien, aber ein fettiges Stück Stoff erstickt jedes Geräusch im Ansatz. Sie versucht ihre Hände zu bewegen, aber die sind hinter ihrem Rücken gefesselt, ebenso wie ihre Beine. Sie liegt seitlich und mit dem Gesicht zur Wand auf der Matratze und kann sich keinen Zentimeter bewegen.
„Danke, Frank! Das hast du hervorragend erledigt.“ Die Stimme kommt Theres irgendwie bekannt vor, aber ganz zuordnen kann sie sie nicht. Jedenfalls ist es eine Frau, die direkt hinter ihr stehen muss. Die Klangfarbe ist warm und angenehm, aber der Tonfall hohl und kalt. „Du kannst jetzt gehen!“
Theres hört Schritte, die sich langsam entfernen und dann ist sie allein mit der Unbekannten. Mit klopfendem Herzen wartet sie und versucht zu erahnen, was als nächstes geschieht.
Auf einmal sind da Hände auf ihrem Arm, die sie halb hochziehen und grob gegen die Person hinter ihr drücken. Theres jault laut auf, als der neue Druck und die unachtsamen Berührungen jede der Wunden neu aufbrechen lassen. Sie spürt den Atem der Anderem in ihrem Nacken und hört, wie diese nach etwas auf dem Fliesenboden tastet. Ein kurzes metallisches Klirren, dann durchzuckt ein stechender Schmerz Theres‘ rechte Kopfseite.
Sie schreit gegen den Knebel an, bis ihr Hals rau ist. Heiße Tränen laufen ihre Wangen hinab und vermischen sich an ihrem Hals mit dem Blut, das in Strömen an ihr hinabfließt. Als etwas Fleischfarbenes fallen gelassen wird und mit einem hässlichen Geräusch neben ihr aufklatscht, braucht sie nicht hinzusehen, um zu wissen, dass es ihr Ohr ist.
--------------------------
Theres hat irgendwann aufgehört zu zählen, wie oft ihre Peinigerin sie besucht hat. Es scheint keinen erkennbaren Rhythmus zu geben. Manchmal fragt sie sich, warum die Fremde überhaupt fortgeht, wenn sie ohnehin gleich wieder kommt, dann wieder ist sie so lange allein, dass sie befürchtet man habe sie vergessen. Theres weiß nicht mehr, was schlimmer ist.
Am Anfang hat sie versucht, sich zur Tür zu schleppen. Als ihr auch der letzte Fingernagel abgebrochen ist, hat sie aufgegeben. Meistens ist sie ohnehin zu benommen, um mehr zu tun als ein wenig von dem brackigen Wasser zu trinken, das der Wasserhahn ausspuckt. Frank hat sie nicht mehr zu Gesicht bekommen.
Dann hat sich ihre Gefängniswärterin zum ersten Mal zu erkennen gegeben und Theres hat sich gefragt, ob sie hätte überrascht sein müssen, aber vermutlich hat ein Teil von ihr die Absurdität dieser Situation längst anerkannt. Viel beängstigender war die Erkenntnis, dass das nur bedeuten kann, dass Sie nicht die Absicht hat, Theres wieder laufen zu lassen.
Das hat sie in Ihren eiskalten, stahlblauen Blick sehen können. Wie Sie ihre Augen schloss und jedes Tabu löschte. Es ist erschreckend, wie elegant Sie dabei immer noch aussieht. Das blonde, wellige Haar locker zurück genommen, meistens ein schickes Minikleid und Stilettos, in denen Sie sich mit einer Selbstsicherheit bewegt, als hätte Sie nie etwas anderes getan.
Meistens sieht Theres Sie nur vom Boden aus hoch über sich hinausragen, mit einem breiten, aber schrecklich freudlosen Grinsen. Selbst die Blutspritzer, die irgendwann unausweichlich ihr Äußeres verzieren, stehen ihr wie ein bizarres archaisches Accessoire. Der Anblick hat sich in ihre Netzhaut gebrannt, Bilder, die man nie vergisst.
Theres fragt sich, ob der Teufel schon immer wie eine Schlagersängerin ausgesehen hat.
----------------
Die Tür steht offen und Theres weiß, dass das nichts Gutes bedeuten kann. Trotzdem rafft sie sich mühsam auf und hinkt in den Flur hinaus. Ihr Körper protestiert bei jedem Schritt. Sie kann in der Dunkelheit des Ganges kaum etwas erkennen. Theres verschwendet keine Zeit darauf, den Lichtschalter zu suchen, sondern tastet sich vorsichtig weiter, bis sie zu einer Treppe kommt.
Es dauert eine halbe Ewigkeit, bis sie oben ist. Die Holzhütte, in der sie dann steht, ist halb verfallen und scheint nur ein Versteck für den Eingang zu ihrem unterirdischen Verlies zu sein. Theres schleppt sich ins Freie, wo sie im schwachen Licht der untergehenden Sonne noch die Schatten erkennen kann, die die hohen Tannen um sie herum auf den Waldweg werfen. Da ist sie, die große Freiheit pur, ganz nah.
Theres beginnt zu laufen.
-----------------
Mittlerweile sind ihre Fußsohlen aufgescheuert und mehrmals ist sie hingefallen und hat sich blaue Flecken geholt. Noch immer kein Zeichen von Zivilisation in der Schwärze des Waldes. Immer wieder hat sie sich überlegt, eine kurze Rast zu machen, aber jedes Mal, wenn sie langsamer wird, knackt es im Gehölz oder sie hört von Ferne Geräusche, die ihr das Blut in den Adern gefrieren lassen. Also rennt sie weiter, atemlos durch die Nacht.
Sie fragt sich, warum es nicht endlich hell wird. Dann kann sie wenigstens sehen, wohin sie läuft. Theres keucht vor Erschöpfung und Angst, aber sie hält nicht inne.
Erst, als sie erneut stolpert und einen matschigen Abhang hinunterfällt, schafft sie es nicht mehr weiter. Ihr Puls schlägt ihr bis zum Hals und sie schmeckt Eisen. Gespannt lauscht sie in die Dunkelheit, kann aber nichts hören. Vielleicht ist sie weit genug gekommen, vielleicht wird sie die Nacht überstehen. Dann kann sie morgen Hilfe suchen.
Es überrascht sie nicht, als sich die Drahtschlinge um ihren Hals legt und langsam zugezogen wird. Ein letztes Mal setzt Theres zum Schreien an, bevor ihr endgültig die Luft wegbleibt.
Challenge: Suspense – Atemlos (für's Team)
Fandom: Schlager probably
Wörter: ca. 2400
Titel: Durch die Nacht
Anmerkung: Oh Gott, ich möchte nur anmerken: Diese Idee ist als Witz entstanden und dann hab ich ernst draus gemacht. Wenn man mir aber auch so einen Prompt gibt…Bitte weist mich nicht in die geschlossene ein! Jedenfalls trigger-warning für torture und character death. Die Ähnlichkeit des einen Charakters zu real existenten Personen ist rein zufällig *hust* Und ich habe sechs Helene-Fischer-Zitate versteckt. Wer sie findet, darf sie behalten...
Als sie aufwacht, brummt ihr Schädel, als hätte sie die letzten fünf Tage durchgesoffen. Vielleicht hat sie das ja? Sie kann sich nicht erinnern. Alles, was sie weiß, ist, dass sie momentan für ein Glas Wasser und eine Aspirin töten würde. Sie hat schrecklichen Durst und ihre Zunge fühlt sich seltsam belegt und pelzig an. Wie ein Fremdkörper im eigenen Mund. Was zur Hölle hat sie gestern Abend bloß alles getrunken? Oder hat ihr etwa jemand irgendeinen Scheiß in die Cocktails gemischt? Eigentlich kann sie sich das nicht vorstellen. Bei sowas ist sie immer vorsichtig.
Der stechende Schmerz hinter ihren Augen wird noch verstärkt durch das Taubheitsgefühl, das ihre Glieder befallen hat. Mit immer noch geschlossenen Augen versucht sie, sich zu bewegen. Sofort durchzuckt ein Stechen ihren Schädel. Ihre Beine fühlen sich ohnehin zentnerschwer an und so bleibt sie doch weiter liegen und wartet, bis ihr Herz aufhört in ihren Ohren zu dröhnen und ihre Atmung sich langsam von der Anstrengung erholt.
Die ganze Woche hatte Theres sich auf Freitag gefreut. Im Büro war die Hölle los gewesen, da kam ein Abend mit den Mädels grade recht gekommen. Die ganze Nacht waren sie durch die Straßen und die Clubs der Stadt gezogen. Hatten gelacht, getanzt, geflirtet, bis sich die ganze Welt nur noch um sie gedreht hatte und Theres war sich nicht sicher gewesen, ob das jetzt am Alkohol oder an ihrer Euphorie gelegen hatte. Am Ende war das aber auch herzlich egal gewesen.
Wie viel Zeit ist wohl vergangen, seit sie hier gelegen hat? Sie kann es nicht einschätzen. Vielleicht ein, zwei Stunden, vielleicht auch 12. Sicher ist sie nicht, aber das fühlt sich nicht nach ihrem Bett an. Ist sie wirklich mit irgendeinem Kerl mitgegangen? Oder ist sie bei einer Freundin? Es bleibt ihr wohl nichts anderes übrig, als den Tatsachen ins Gesicht zu sehen. Ihr graut vor der Aussicht, gleich feststellen zu müssen, von wem sie sich wohl hat abschleppen lassen. Trotzdem atmet sie tief durch und zwingt sich, die Augen zu öffnen. Diesmal ist sie auf den Schmerz vorbereitet und sie muss ein paar Mal blinzeln, bis sie sich an das Licht gewöhnt hat. Was sie sieht ist Lichtjahre weit entfernt von dem, was sie erwartet hat. „Der Typ da hinten starrt dich die ganze Zeit an!“
Theres warf den Kopf in den Nacken und leerte ihr Shotglas in einem Zug. Sie verzog das Gesicht und fokussierte ihren Blick dann auf ihre Freundin, drehte sich aber nicht um.
„Mir egal! Definitiv keine Typen heute Abend?“
Die Mädels sahen sie halb ungläubig, halb mitleidig an und Anne sprach es schließlich aus: „Du musst endlich über Phillip weg kommen!“
„Ich BIN über ihn hinweg. Genau deswegen will ich ja nichts mehr von Männern hören!“
„Du sollst ihn ja nicht gleich heiraten! Lass dich einfach mal wieder flachlegen!“ Es folgte das unweigerliche hysterische Johlen und Kichern der Runde. Auch Theres lachte mit, schüttelte aber den Kopf. Dann seufzte sie und dreht sich halb auf ihrem Barhocker um.
„Um welchen geht’s denn?“
Das Zimmer, in dem sie sich befindet, ist kein Schlafzimmer. Selbst die langweiligsten Kerle, mit denen sie was hatte, waren besser eingerichtet. Der Raum ist ganz weiß. Die leeren Wände und auch die Fließen auf dem Boden. Es gibt keine Fenster, aber die Neonröhren an der Decke erfüllen alles um sie herum mit grellem, blendendem Licht. Die Matratze, auf der sie liegt, ist dünn und grau und fleckig. An der gegenüberliegenden Wand befindet sich eine große Metalltür, ohne Griff und fest verschlossen, rechts darüber und sehr weit oben ein kleines Lüftungsgitter. Sie lässt ihren Blick weiter wandern. In der Ecke ein Klo und ein kleines Waschbecken. Der Boden vor ihr fällt leicht zur Mitte des Raums ab zu einem kleinen Abfluss. Ansonsten ist alles leer. Ein seltsam mulmiges Gefühl tritt zu der Übelkeit in ihrer Magengegend. Mit aller Macht stemmt sie sich von der Matratze hoch und sofort dreht sich alles wieder.
Theres war von sich selbst überrascht, dass sie es schaffte halbwegs elegant auf ihren Highheels zu ihrem Bewunderer hinüber zu stolzieren, obwohl sie längst nicht mehr nüchtern war. Lässig beugte sie sich zu dem Typen vor und schenkt ihm ihr aufreizendstes Lächeln.
„Siehst du was, was dir gefällt?“ Dabei beugte sie sich so weit vor, dass sie sich für eine Sekunde fragte, wie viel ihr BH eigentlich aushalten würde. Keine fünf Minuten später hatte sie ihren nächste Drink vor sich stehen.
Erschöpft lehnt sie sich an der Wand zurück. Sie ist froh, dass die Matratze auf dem Boden liegt, sonst hätte sie es vermutlich nicht bis zur Kloschüssel geschafft. Auf allen vieren hat sie es die zwei Meter nach links geschafft, bevor sie sich übergeben musste. Ein leichtes Frösteln erfasst sie und sie schaudert. Sie fühlt sich, als hätte sie seit Wochen nicht mehr geduscht und der muffige Geruch, der sie umgibt ändert nichts zum Besseren. Der saure Geschmack in ihrem Mund ist ekelhaft, aber sie weiß nicht, ob sie es bis zum Waschbecken schafft, ohne noch einmal kotzen zu müssen. Sie zieht die Beine an und umklammert sie mit beiden Armen, während sie versucht, nicht zu weinen.
„Ist nicht dein Ernst! Wer soll dir das denn glauben?“, fragte Theres, ohne dass der Spott in ihrer Stimme ihre Aufregung verbergen konnte. Aber ihr Flirt – Frank, wie sie mittlerweile erfahren hatte – hatte weiter darauf beharrt, dass er die Wahrheit sagte.
„Mein vollkommener Ernst. Ich hab auch schon für Jörg Ziehs und Umberto Nero gearbeitet, aber das ist natürlich kein Vergleich zu Helena! Die füllt ja mittlerweile ganze Stadien.“ Beiläufig schwenkte er sein Glas und nahm einen tiefen Schluck. Dann sah er sie von der Seite an. „Wenn du willst…“ Er schenkte ihr ein unsicheres Lächeln und fuhr fort: „Weiß ja nicht, ob dich das interessiert, aber ich könnte schon einen Backstage-Pass organisieren.“
Erwartungsvoll sah er sie an und Theres starrte ungläubig zurück. Dann breitete sich ein Strahlen auf ihrem Gesicht aus. „Oh. Mein. Gott! Das ist so wahnsinnig cool! Wenn ich das den Mädels erzähle, glauben die mir das nie!“
Sie wollte schon aufstehen, aber in diesem Moment ergriff er sanft ihre Hand. „Warte! Wenn wir uns jetzt beeilen, kann ich sie dir noch vor der Aftershow-Party vorstellen!“
Das Glänzen in Theres‘ Augen sprach Bände.
Ihr Kleid ist verschwitzt und klebt auf ihrer Haut, obwohl sie schon längst eine Gänsehaut hat. Letzte Nacht war es bis weit nach Mitternacht unsagbar heiß gewesen, aber davon ist hier nichts zu spüren. Ihre Schuhe und ihre Handtasche sind weg, sogar ihre Ohrringe, aber das Sommerkleid, das sie sich extra für den Abend gekauft hatte, ist nicht zerrissen und ihre Unterwäsche trägt sie auch noch. Sie wertet das als gutes Zeichen.
Langsam aber sicher merkt sie, dass sie wieder nüchtern wird. Die Kopfschmerzen und die Übelkeit ebben nach und nach ab und machen einer dumpfen Leere Platz. Sie ist sich bewusst, dass sie vermutlich panisch um Hilfe schreien sollte, aber dazu fehlt ihr die Kraft und selbst eine oberflächliche Einschätzung ihrer Lage macht deutlich, dass sie nur abwarten kann. Seufzend reibt sie sich über ihre brennenden Augen und streicht sich die blonde Haarsträhne, die ihr in die Stirn hängt, hinters Ohr.
Wie hatte sie bloß auf so eine dreiste Lüge reinfallen können? Sie mag Helena Angler nicht einmal wirklich! Klar, auf Partys tanzt sie genauso zu ihren Liedern ab, wie alle anderen auch. Aber sie besitzt keine CD und war auch noch auf keinem Konzert. Warum war sie nur so sensationsgeil gewesen, um dafür mit einem Wildfremden mitzugehen?
Sie spürt, dass die Panik sie zu überrollen droht und zwingt sich, tief einzuatmen. Den leichten, aber penetrant süßlichen Geruch nimmt sie erst wahr, als es zu spät ist.
Noch immer war es unendlich warm und Theres hatte irgendwann genug von ihren Pfennigabsätzen gehabt. Jetzt trug sie die weißen Riemchensandalen in der einen Hand, während sie sich mit der anderen am Arm ihres Begleiters abstützte.
Der sah amüsiert zu ihr herunter und hielt an, als Theres beinahe umkippte. Vorsichtig, nicht im geringsten zudringlich, nahm er sie in den Arm und blickte ihr tief in die Augen.
„Ich bin echt froh, dass du zu mir rüber gekommen bist, weißt du? Ich hätte mich nicht getraut, dich anzusprechen!“ Theres betrachtete den Hünen vor ihr, der Oberarme hatte, breiter als ihre Schenkel und in der Security-Branche arbeitete, und kicherte, ließ ihn aber weitersprechen.
„Irgendwie habe ich einfach das Gefühl, dass das eine Nacht ist, wie für uns beide gemacht!“
Erneut kicherte sie. „Du bist echt süß, weißt du das?“
Dann waren sie durch den Park an den Villen hinter ihren hohen Ligusterhecken vorbei weiter gegangen. Erst nach einer Viertelstunde fing sie an, sich über die Abgeschiedenheit des Ortes zu wundern. Fragend sah sie ihn an und er lächelte nur großzügig.
„Normalerweise mache ich das nicht, aber du bist echt etwas Besonderes, weißt du?“ Dann holte er eine kleine weiße Fernbedienung aus dem Jackett und plötzlich öffnete sich das große, schmiedeeiserne Tor hinter ihnen. „Privattour gefällig?“
Als Theres diesmal erwacht, ist der Schmerz beinahe noch schlimmer als zuvor. Nur ist diesmal nicht ihr Kopf betroffen. Dafür brennt ihr Oberkörper und ihre Arme wie Feuer. Sofort öffnet sie die Augen und wünscht, sie hätte es nicht getan. Der leichte Schwindel, der sie befällt, macht deutlich, dass es ihr eigenes Blut sein muss, das sie sieht.
Erneut fängt sie an zu zittern. Nur mit Mühe schafft sie es, ihren Blick auf die Schnitte zu fokussieren, die jeden freien Zentimeter ihrer Haut bedecken. Tiefe, rote Furchen, aus denen weiter das Blut hervorquillt. Theres will schreien, aber ein fettiges Stück Stoff erstickt jedes Geräusch im Ansatz. Sie versucht ihre Hände zu bewegen, aber die sind hinter ihrem Rücken gefesselt, ebenso wie ihre Beine. Sie liegt seitlich und mit dem Gesicht zur Wand auf der Matratze und kann sich keinen Zentimeter bewegen.
„Danke, Frank! Das hast du hervorragend erledigt.“ Die Stimme kommt Theres irgendwie bekannt vor, aber ganz zuordnen kann sie sie nicht. Jedenfalls ist es eine Frau, die direkt hinter ihr stehen muss. Die Klangfarbe ist warm und angenehm, aber der Tonfall hohl und kalt. „Du kannst jetzt gehen!“
Theres hört Schritte, die sich langsam entfernen und dann ist sie allein mit der Unbekannten. Mit klopfendem Herzen wartet sie und versucht zu erahnen, was als nächstes geschieht.
Auf einmal sind da Hände auf ihrem Arm, die sie halb hochziehen und grob gegen die Person hinter ihr drücken. Theres jault laut auf, als der neue Druck und die unachtsamen Berührungen jede der Wunden neu aufbrechen lassen. Sie spürt den Atem der Anderem in ihrem Nacken und hört, wie diese nach etwas auf dem Fliesenboden tastet. Ein kurzes metallisches Klirren, dann durchzuckt ein stechender Schmerz Theres‘ rechte Kopfseite.
Sie schreit gegen den Knebel an, bis ihr Hals rau ist. Heiße Tränen laufen ihre Wangen hinab und vermischen sich an ihrem Hals mit dem Blut, das in Strömen an ihr hinabfließt. Als etwas Fleischfarbenes fallen gelassen wird und mit einem hässlichen Geräusch neben ihr aufklatscht, braucht sie nicht hinzusehen, um zu wissen, dass es ihr Ohr ist.
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Theres hat irgendwann aufgehört zu zählen, wie oft ihre Peinigerin sie besucht hat. Es scheint keinen erkennbaren Rhythmus zu geben. Manchmal fragt sie sich, warum die Fremde überhaupt fortgeht, wenn sie ohnehin gleich wieder kommt, dann wieder ist sie so lange allein, dass sie befürchtet man habe sie vergessen. Theres weiß nicht mehr, was schlimmer ist.
Am Anfang hat sie versucht, sich zur Tür zu schleppen. Als ihr auch der letzte Fingernagel abgebrochen ist, hat sie aufgegeben. Meistens ist sie ohnehin zu benommen, um mehr zu tun als ein wenig von dem brackigen Wasser zu trinken, das der Wasserhahn ausspuckt. Frank hat sie nicht mehr zu Gesicht bekommen.
Dann hat sich ihre Gefängniswärterin zum ersten Mal zu erkennen gegeben und Theres hat sich gefragt, ob sie hätte überrascht sein müssen, aber vermutlich hat ein Teil von ihr die Absurdität dieser Situation längst anerkannt. Viel beängstigender war die Erkenntnis, dass das nur bedeuten kann, dass Sie nicht die Absicht hat, Theres wieder laufen zu lassen.
Das hat sie in Ihren eiskalten, stahlblauen Blick sehen können. Wie Sie ihre Augen schloss und jedes Tabu löschte. Es ist erschreckend, wie elegant Sie dabei immer noch aussieht. Das blonde, wellige Haar locker zurück genommen, meistens ein schickes Minikleid und Stilettos, in denen Sie sich mit einer Selbstsicherheit bewegt, als hätte Sie nie etwas anderes getan.
Meistens sieht Theres Sie nur vom Boden aus hoch über sich hinausragen, mit einem breiten, aber schrecklich freudlosen Grinsen. Selbst die Blutspritzer, die irgendwann unausweichlich ihr Äußeres verzieren, stehen ihr wie ein bizarres archaisches Accessoire. Der Anblick hat sich in ihre Netzhaut gebrannt, Bilder, die man nie vergisst.
Theres fragt sich, ob der Teufel schon immer wie eine Schlagersängerin ausgesehen hat.
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Die Tür steht offen und Theres weiß, dass das nichts Gutes bedeuten kann. Trotzdem rafft sie sich mühsam auf und hinkt in den Flur hinaus. Ihr Körper protestiert bei jedem Schritt. Sie kann in der Dunkelheit des Ganges kaum etwas erkennen. Theres verschwendet keine Zeit darauf, den Lichtschalter zu suchen, sondern tastet sich vorsichtig weiter, bis sie zu einer Treppe kommt.
Es dauert eine halbe Ewigkeit, bis sie oben ist. Die Holzhütte, in der sie dann steht, ist halb verfallen und scheint nur ein Versteck für den Eingang zu ihrem unterirdischen Verlies zu sein. Theres schleppt sich ins Freie, wo sie im schwachen Licht der untergehenden Sonne noch die Schatten erkennen kann, die die hohen Tannen um sie herum auf den Waldweg werfen. Da ist sie, die große Freiheit pur, ganz nah.
Theres beginnt zu laufen.
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Mittlerweile sind ihre Fußsohlen aufgescheuert und mehrmals ist sie hingefallen und hat sich blaue Flecken geholt. Noch immer kein Zeichen von Zivilisation in der Schwärze des Waldes. Immer wieder hat sie sich überlegt, eine kurze Rast zu machen, aber jedes Mal, wenn sie langsamer wird, knackt es im Gehölz oder sie hört von Ferne Geräusche, die ihr das Blut in den Adern gefrieren lassen. Also rennt sie weiter, atemlos durch die Nacht.
Sie fragt sich, warum es nicht endlich hell wird. Dann kann sie wenigstens sehen, wohin sie läuft. Theres keucht vor Erschöpfung und Angst, aber sie hält nicht inne.
Erst, als sie erneut stolpert und einen matschigen Abhang hinunterfällt, schafft sie es nicht mehr weiter. Ihr Puls schlägt ihr bis zum Hals und sie schmeckt Eisen. Gespannt lauscht sie in die Dunkelheit, kann aber nichts hören. Vielleicht ist sie weit genug gekommen, vielleicht wird sie die Nacht überstehen. Dann kann sie morgen Hilfe suchen.
Es überrascht sie nicht, als sich die Drahtschlinge um ihren Hals legt und langsam zugezogen wird. Ein letztes Mal setzt Theres zum Schreien an, bevor ihr endgültig die Luft wegbleibt.
no subject
Date: 2015-07-29 02:03 pm (UTC)no subject
Date: 2015-08-02 07:26 pm (UTC)Aber wer hätte gedacht, was man aus den Liedern von Frau Fischer alles machen kann xD Viel Respekt an dich... und ich brauch nun zuerst einmal Therapie |D
no subject
Date: 2015-08-04 08:13 am (UTC)*prust*...ich kann nicht mehr! Sehr sehr creepy, aber ich merke: du hattest Spaß! (Bitte sag mir, dass du dich beim Schreiben non-stop mit Helena Angler Musik beschallt hast? Das Bild wie du bei den Klängen langsam aber sicher Mordfantasien entwickelst ist zu herrlich!