luinaldawen: (Default)
[personal profile] luinaldawen posting in [community profile] 120_minuten
Team: Persephone
Challenge: h/c – „Was ist passiert?“
Fandom: Tumbling
Charaktere: Tsukimori Ryôsuke, Azuma Wataru
Wörter: 1045

Für [livejournal.com profile] rei17 natürlich. =D Zwar einen Tag zu spät, aber dafür hat es comfort.

Teil 1, Teil 2
Teil 3, Teil 4
Teil 5, Teil 6
Teil 7


Natürlich starrten die anderen ihn an, als er hinter Mizusawa in die Sporthalle zurückkam. Ryôsuke tat, als würde er die unterschwellige Spannung nicht bemerken, winkte in die Runde und setzte sich an die Wand. Sitzen war gut. Dann musste er sich nicht darauf konzentrieren, dass seine Beine ihn auch wirklich trugen.
Aber der Vorteil dabei war gewesen, dass er eben damit beschäftigt gewesen war, aufrecht zu bleiben. Kein Raum, um nachzudenken. Um zurückzudenken.
Harada. Ausgerechnet der.
Kurosaki musste erfahren haben, was sich nach seiner Verhaftung abgespielt hatte. Oder war es nur ein Zufall gewesen? Hoffentlich. Hoffentlich war es ein Zufall gewesen.
„Eine Schwuchtel ist er auch noch.“
Nein. Nicht dran denken. Nicht mehr daran erinnern. Nie wieder.
Nie wieder.
Ihm war kalt. Haradas harter Griff brannte auf seiner Haut, schien sich bis zum Knochen durchzuätzen.
„Was ist passiert?“
Ryôsukes Kopf ruckte nach oben.
Erschrocken. Ertappt.
Wataru stand vor ihm, die Arme verschränkt. Forschend sah er ihn an und für einen Moment hatte Ryôsuke das Gefühl, Wataru könnte einfach in seinen Kopf hineinsehen.
„Nichts.“ Eine schnelle, schlechte Lüge, das merkte Ryôsuke schon in der Sekunde, in der er sie aussprach. Dass Wataru sie durchschaute war klar. Er fragte nicht, ob alles okay war. Beharrte auch nicht auf einer ehrlichen Antwort, sondern setzte sich nur neben ihn.
Ryôsuke sah ihn nicht an, er wusste sowieso, dass es in Wataru arbeitete. Dass er kurz davor sein musste, auszurasten, weil er es nicht ausstehen konnte, zur Untätigkeit verdammt zu sein. Beiläufig beobachtete Ryôsuke Mizusawa, der die anderen zwar abwimmelte, aber etwas zu oft zu ihm hinsah, um dabei noch unauffällig zu sein.
Langsam begann Ryôsuke sich aber wieder ruhiger zu fühlen. Wie Wataru das immer wieder anstellte, war ihm ein Rätsel, aber seine bloße Gegenwart war wie eine warme Decke unter der man sich verstecken konnte, um den Monstern unter dem Bett zu entgehen.
Dumm nur, dass diese Monster sehr real waren.
Erst jetzt bemerkte Ryôsuke, dass er über sein Handgelenk rieb, als könnte er so Haradas Berührung abstreifen. Wie lange schon? Er wusste es nicht.
Schnell zog er seine Hand zurück und verschränkte nach ein paar Sekunden die Arme.
„Sie haben mir nichts getan“, sagte er schließlich, beobachtend, wie Hino mit Kiyama an Rückwärtssalti arbeitete, ohne es wirklich zu sehen.
Wataru schnaubte nur ungläubig. „Wer war es?“
„Kurosaki und zwei andere.“ Wenigstens hoffte er, dass da nicht noch ein vierter gewesen war. „Sie wollten mich nur erschrecken, sonst nichts.“
„Ist ihnen offenbar gelungen.“
Aus den Augenwinkeln sah Ryôsuke, dass Wataru ihn ansah, aber er hielt seinen Blick stur geradeaus gerichtet. „Scheint so“, murmelte er schließlich und senkte den Kopf. Langsam ließ das Brennen auf seinem Handgelenk nach, zurück blieb ein viel realerer, dumpfer Schmerz.
Die Haut begann sich zu verfärben und Ryôsuke zog seinen Ärmel so weit es ging herunter. Wataru musste das bemerken, aber er sagte nichts. Wie lange sie schweigend nebeneinander saßen, konnte Ryôsuke nicht sagen, aber irgendwann stand Wataru auf. „Gehen wir nach Hause.“
„Und das Training?“
„Ist sowieso gleich vorbei.“ Wataru hielt ihm die Hand entgegen, die Ryôsuke nach kurzem Zögern ergriff und sich aufhelfen ließ.
„Oi! Yuuta! Wir gehen jetzt!“, rief Wataru quer durch die Halle. Damit bekam er auch Kashiwagi-senseis Aufmerksamkeit, der aber nichts sagte. Dass ihn die Situation ein wenig überforderte konnte Ryôsuke ihm wohl kaum verdenken. Ihm selbst erging es ja nicht anders.

Sie landeten dann doch erstmal am Strand. Vielleicht, weil Wataru ihn in Ruhe aushorchen wollte, vielleicht auch aus anderen Gründen. Ryôsuke fragte nicht nach, er sah einfach auf das Wasser und versuchte, alle Gedanken irgendwie von den Wellen wegspülen zu lassen.
„Also? Was ist passiert?“ Watarus Stimme war ungewohnt leise. Besorgt. Vielleicht war es das, was Ryôsuke dazu brachte, zu antworten. „Kurosaki ist mir auf dem Weg zu Halle in die Quere gekommen. Hat nur ein paar dumme Sprüche abgelassen, sonst nichts.“ Und ihm dadurch effektiv gezeigt, dass er nirgendwo sicher sein würde, verdammte Scheiße. Wieder rieb Ryôsuke sich über sein Handgelenk. „Als Mizusawa aufgetaucht ist, sind sie abgehauen.“
Wataru schlug auf den Sand und fluchte. „Wie gefährlich sind sie?“
„Keine Ahnung. Kurosaki ist ziemlich sauer auf mich.“ Kein Wunder. „Ich weiß nicht, wie weit er gehen wird.“ Und das zerrte an seinen Nerven. Beobachtete er ihn jetzt auch? Sah er, wie fertig ihn das jetzt schon machte? „Ich habe Angst“, flüsterte er und bereute diese Worte ihm selben Augenblick.
„Ich lasse nicht zu, dass sie dir was tun.“ Watarus Stimme war düster und entschlossen und Ryôsuke glaubte es ihm sofort. Ein Grund mehr, den Kopf zu schütteln. „Nicht... du hängst schon genug mit drin.“ Er hatte sich selbst in diese Lage gebracht. Damals.
Als Antwort erhielt er nur ein Schnauben. Klar. Watarus Selbsterhaltungstrieb war nicht sehr stark ausgeprägt, wenn seine Freunde in Schwierigkeiten steckten.
„Zeig mir dein Handgelenk.“ Ryôsuke gehorchte und Wataru schob den Jackenärmel vorsichtig hoch. Halb hatte Ryôsuke erwartet, dass diese Berührung die Erinnerung an Harada wieder lebhafter werden ließ und sich angespannt, aber es passierte nichts. Watarus Hände waren warm und vorsichtig. Es kribbelte ein wenig, wo er über die sich weiter verfärbende Haut strich, aber es war eher, als würde er die letzten Überbleibsel von Harada vertreiben. Erleichtert entspannte Ryôsuke sich wieder.
Wenn Wataru das bemerkte, sagte er nichts dazu, was Ryôsuke ihm hoch anrechnete. Er hätte ohnehin nicht gewusst, wie er seine Reaktion hätte erklären sollen.
„Kannst du es bewegen?“ Wataru sah Ryôsuke nicht an, als er diese Frage stellte und in seiner Stimme lag ein Unterton, der so sehr zwischen Wut und Sorge schwankte, dass Ryôsuke es für den Bruchteil einer Sekunde bereute, in jener Nacht zu ihm gegangen zu sein. Aber der egoistische Teil von ihm, der glauben wollte, dass Wataru alles irgendwie regeln konnte, war einfach stärker. Außerdem wäre es wohl ohnehin egal gewesen. Man musste schon blind und beschränkt sein um nicht zu merken, dass etwas ganz und gar nicht stimmte und Wataru war keines von beiden.
Eher pro forma bewegte Ryôsuke seine Hand und nickte dann. „Alles okay. Hat wohl nur etwas zu fest zugepackt.“
Watarus Schnauben verriet deutlich, was er von dem „nur etwas“ hielt. Gar nichts nämlich. Er sagte zum Glück aber nichts dazu und meinte nur: „Gehen wir nach Hause.“

Date: 2015-07-18 01:45 pm (UTC)
From: [identity profile] rei17.livejournal.com
Awwwwwwwwwwwwwwwwwwwwww~! *__________*
Hach, das war so schööön !!!
Vielen Dank für den Comfort, ich hab den AUCH ECHT GEBRAUCHT nach den letzten paar Kapiteln! ;_;
Ach baby, ach Ryousuke... óò
Komm her, lass dich puscheln.

Ich fand es so schön, dass Wataru sich so zusammenreißt, man merkt die ganze Zeit wie es in ihm brodelt und wie er am liebsten rumbrüllen und Dinge auf den Boden schmeißen will (WEIL JEMAND TUT SEINEM BESTEN FREUND WEH - NOT OKAY NO NO NO !) und wie er das runterschluckt, weil Ryousuke eh schon so angespannt und ... fragil ist. óò
Ich weiß, ich bin weird, aber ich steh SO SEHR DARAUF wenn Wataru sanft zu Leuten ist (speziell zu seinem besten Freund weil gawd Ryousuke... ;_;), weil er so ein lauter Kerl ist von Natur und er manchmal aber einfach weiß, wenn es jemand leise braucht und sich dann so wunderbar zurück nehmen kann... óò

Und ich liebe es wie sie sich mit so wenig Worten verständigen können und so gut verstehen und wie sie so idk auf einer gemeinsamen Ebene mitschwingen, die ihre lange Geschichte verrät... ach Babies...

Es ist so schön. *__*
Vielen Dank! <33 Und Ryousuke zu bedrohen, damit Wataru sich Sorgen macht IST EINFACH EINE WIN/WIN SITUATION BEI DER NICHTS SCHIEF GEHEN KANN! *___*

Ich freu mich auf mehr. <33

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