Sci-Fi - Cyborg/Mutation - fürs Team
Jul. 12th, 2015 03:27 pmTeam: Morpheus
Challenge: Sci-Fi – Mutation/Cyborg – fürs Team
Fandom: Original
Titel: Auferstehung
Inhalt: Eine Raumschiffbesatzung wird unsanft geweckt.
Anmerkung: Ich möchte der Academy und koreanischer Popmusik danken. Yay, neue Babys!
Auferstehung
Rotes Haar und schwarze Kleider sind das erste, was er sieht, dann rast der Boden auf ihn zu.
Seine Arme kann er nicht bewegen, obwohl er genügend Zeit hätte, um sie auszustrecken und sich abzufangen - sie reagieren einfach nicht.
Er landet überraschend weich an einer Brust und zwischen zwei Armen, und wird sofort auf den Rücken gedreht. Als sein Kopf nach hinten fällt, fließen alle grellen Farben aus seinem Sinn heraus.
Aus dem Silber der Decke über ihm wird plötzlich mattes Grau, das Schwarz verwandelt sich in das rostige Braun von ungewarteten Röhren, die hoch über ihm weißliche Flüssigkeiten hierhin und dorthin transportieren. Dampf wabert durch die Spalten an den Wänden, es zischelt und tropft wie in Stahlküchen.
Neben ihm ragen sechs große, metallische Tore auf, versehen mit Pumpen und grünleuchtenden Monitoren, auf denen es hektisch blinkt und gelblich blitzt. Drei der Tore stehen offen und dahinter kann er die Kryostasekammern erkennen.
Das bedeutet irgendwas. Sobald er sich bewegen kann, wird es ihm auch bestimmt einfallen.
Ein ganz junges Gesicht taucht plötzlich über ihm auf, mit einem Haarschopf, der nicht mehr rot ist, sondern ein bleiches, weichgewaschenes Rosa. "Hast du dir wehgetan? Ich hab versucht, dich zu fangen."
"Hm", macht er.
Der Junge lächelt. "Ich versteh sowieso nicht, warum ihr immer hin fallt."
"Hm", sagt er. Und dann: "Ihr?"
"Na, ich hab die anderen auch gleich aufgeweckt."
Er will sich nicht bewegen. Seine Gliedmaßen fühlen sich an, als bestünden sie aus schlecht verknoteten Wasserballons und er ist nicht sonderlich erpicht darauf, dass ihm ein Arm abfällt, nur weil er sich hinsetzt.
Doch es bleibt ihm nichts anderes übrig, wenn er wissen will, wer da neben ihm auf dem kalten, unbequemen Gitterboden liegt.
Stöhnend richtet er sich auf, blinzelt ein paar Mal, doch das braune schlierige Licht in der Halle lässt sich nicht vollständig vertreiben, so dass er nur zwei dunkel gekleidete, zusammengerollte Körper sieht.
Der Junge neben ihm legt ihm hastig den Arm auf den Rücken, wahrscheinlich weil er Angst hat, dass er sofort wieder umkippt.
Er würde gern wissen, wie der Bursche heißt, und dann hält er einen Moment inne, weil er tatsächlich ein paar Sekunden braucht, eh ihm sein eigener Name wieder einfällt.
"Ich bin Ban", sagt er laut und völlig überrascht, und dann zuckt der Mann in der schwarzen Jacke neben ihm plötzlich zusammen und lacht.
"Wer sollst du denn sonst sein, du Trottel!"
Schwerfällig richtet sich der Mann auf. Er bewegt sich in etwa so, wie Ban sich fühlt, doch als er sich umdreht, erkennt Ban an seinen blitzenden Augen, dass er schon deutlich länger aus der Kryostase erwacht sein muss, als Ban selbst und er -
"Pik!", ruft Ban da, weil ihm der Name wie ein wackeliger Zahn plötzlich auf die Zunge gefallen ist.
Pik grinst. "Richtig geraten", sagt er und schaut den Jungen neben Ban mit gerunzelter Stirn an. "Ich dachte schon, ich müsste mir Sorgen machen."
"Als ob man dich und deine große Fresse vergessen könnte!", meldet sich da die dritte Stimme und der Mann ganz außen setzt sich ebenfalls auf.
Die kann Ban sofort zuordnen. Sie gehört Jay-U, dem Piloten, den er aus Kindertagen kennt, und bei dem er an Body-Lotion und Starkstrom denken muss.
Warum weiß er allerdings nicht mehr, doch sobald sich die letzten Kälteschlafkrallen endlich aus seinem Gehirn gelöst haben, wird es ihm mit Sicherheit wieder einfallen.
Ein mulmiges Gefühl in seinem Bauch macht ihn darauf aufmerksam, dass er das möglicherweise gar nicht will und Jay-Us Grinsen, das über seinem roten Hemdkragen aufragt, verheißt auch nichts Gutes.
Ban wird sehen.
Jetzt haben sie dringendere Probleme. Er dreht den Kopf und konzentriert sich wieder auf den Jungen neben ihn, doch Pik steht plötzlich neben und schaut finster auf sie beide hinunter.
Ah, richtig. Pik war Agent des Geheimdienstes, wenn auch nie ein sonderlich guter.
"Wer bist du?"
Ban hätte mit Wo sind wir angefangen, aber Pik ist das vielleicht schon wieder eingefallen. Kryostase ist wirklich unpraktisch.
Der Junge leckt sich die Lippen, begleitet von einem leisen, mechanischen Sirren. Irgendwo hier im Raum muss eine der Maschinen ihren Dienst wieder aufgenommen haben.
"Ich bin Zero", antwortet der Junge.
Pik schnaubt. "Da war aber jemand kreativ", meint er. Ban kann ihm nicht folgen.
Zero blinzelt und zuckt die Schultern. Seine Hand ruht immer noch auf Bans Rücken.
"Wo sind wir, Zero?"
"In einem Raumschiff."
Pik ist nicht der geduldige Typ, fällt Ban plötzlich wieder ein, als er das Augenrollen sieht.
"Wohin fliegen wir?"
Zero legt den Kopf schief. "Weiß ich nicht", sagt er langsam. "Ich soll nur dafür sorgen, dass das Schiff ankommt. Egal wie."
Pik seufzt - und zuckt zusammen, als auf einmal Jay-U den Arm um seinen Nacken legt und sich schwer auf ihm abstützt.
Der empörte Blick lässt Ban lächeln.
"Wer fliegt die Kiste denn?", fragt Jay-U.
Zero beißt sich auf die Lippen und schaut zu Boden.
"Die fliegt allein."
"Wohl kaum", erklärt Pik ungeduldig. Zero wimmert leise, verkrallt die Hand auf Bans Rücken und zieht die Beine an.
Ehe Ban richtig weiß, was er da macht, hat er sich umgedreht und Zelo die Hand an die Wange gelegt. Er kann hören wie Pik und Jay-U nach Luft japsen, doch Zero zuckt nicht mal zusammen, so als sei er es gewöhnt, dass ihn ein völlig Fremder im Gesicht berührt.
Er fühlt sich kühl an, was Ban nach Kryoschlaf und in ihrer Metallsarg-Umgebung auch nicht wundert. Wie hat er es geschafft, aufzuwachen und sich aus der Kammer zu befreien?
"Es ist alles gut", sagt er, obwohl er keine Ahnung hat, warum. Seine Wasserballon-Hand schwebt riesig und dunkel über Zelos weißer Haut.
"Ist es nicht", murmelt Zero unglücklich zu seinen Knien. "Ihr solltet gar nicht wach sein."
"Wie meinst du das?", fragt Pik.
"Ich sollte euch gar nicht wecken", erklärt Zelo und schaut langsam wieder nach oben. Bans Hand scheint ihn immer noch nicht zu stören. "Aber ich musste."
"Warum?", fragt Ban.
Zelo schweigt und schaut zwischen ihnen hin und her. Jay-U stützt sich immer noch auf Pik auf, doch seine Arme sind angespannt, so als erwarte er jeden Moment, dass der Junge sie anspringt.
Pik hingegen runzelt nur die Stirn.
"Red schon."
Zelo atmet aus, dann rückt er ein Stück von Ban weg und beginnt, die Klettverschlüsse an seiner Jacke zu öffnen.
Zum Vorschein kommt weiße Haut und ein bisschen darunter ein riesiger schwarzblauer Riss quer über seinen Rippen, die unter dem Gewirr aus Kabeln und Drähten kaum zu erkennen sind.
Ban klappt der Mund auf, Pik stöhnt entnervt und Jay-Us Beine geben unter ihm nach, sodass er auf den Hintern fällt und nach Luft schnappt.
"Ich bin kaputt", erklärt Zelo, der Cyborg, ihnen peinlich berührt. "Aber ich muss das Schiff bis an sein Ziel bringen. Und ich brauche jemanden, der mich repariert."
Challenge: Sci-Fi – Mutation/Cyborg – fürs Team
Fandom: Original
Titel: Auferstehung
Inhalt: Eine Raumschiffbesatzung wird unsanft geweckt.
Anmerkung: Ich möchte der Academy und koreanischer Popmusik danken. Yay, neue Babys!
Auferstehung
Rotes Haar und schwarze Kleider sind das erste, was er sieht, dann rast der Boden auf ihn zu.
Seine Arme kann er nicht bewegen, obwohl er genügend Zeit hätte, um sie auszustrecken und sich abzufangen - sie reagieren einfach nicht.
Er landet überraschend weich an einer Brust und zwischen zwei Armen, und wird sofort auf den Rücken gedreht. Als sein Kopf nach hinten fällt, fließen alle grellen Farben aus seinem Sinn heraus.
Aus dem Silber der Decke über ihm wird plötzlich mattes Grau, das Schwarz verwandelt sich in das rostige Braun von ungewarteten Röhren, die hoch über ihm weißliche Flüssigkeiten hierhin und dorthin transportieren. Dampf wabert durch die Spalten an den Wänden, es zischelt und tropft wie in Stahlküchen.
Neben ihm ragen sechs große, metallische Tore auf, versehen mit Pumpen und grünleuchtenden Monitoren, auf denen es hektisch blinkt und gelblich blitzt. Drei der Tore stehen offen und dahinter kann er die Kryostasekammern erkennen.
Das bedeutet irgendwas. Sobald er sich bewegen kann, wird es ihm auch bestimmt einfallen.
Ein ganz junges Gesicht taucht plötzlich über ihm auf, mit einem Haarschopf, der nicht mehr rot ist, sondern ein bleiches, weichgewaschenes Rosa. "Hast du dir wehgetan? Ich hab versucht, dich zu fangen."
"Hm", macht er.
Der Junge lächelt. "Ich versteh sowieso nicht, warum ihr immer hin fallt."
"Hm", sagt er. Und dann: "Ihr?"
"Na, ich hab die anderen auch gleich aufgeweckt."
Er will sich nicht bewegen. Seine Gliedmaßen fühlen sich an, als bestünden sie aus schlecht verknoteten Wasserballons und er ist nicht sonderlich erpicht darauf, dass ihm ein Arm abfällt, nur weil er sich hinsetzt.
Doch es bleibt ihm nichts anderes übrig, wenn er wissen will, wer da neben ihm auf dem kalten, unbequemen Gitterboden liegt.
Stöhnend richtet er sich auf, blinzelt ein paar Mal, doch das braune schlierige Licht in der Halle lässt sich nicht vollständig vertreiben, so dass er nur zwei dunkel gekleidete, zusammengerollte Körper sieht.
Der Junge neben ihm legt ihm hastig den Arm auf den Rücken, wahrscheinlich weil er Angst hat, dass er sofort wieder umkippt.
Er würde gern wissen, wie der Bursche heißt, und dann hält er einen Moment inne, weil er tatsächlich ein paar Sekunden braucht, eh ihm sein eigener Name wieder einfällt.
"Ich bin Ban", sagt er laut und völlig überrascht, und dann zuckt der Mann in der schwarzen Jacke neben ihm plötzlich zusammen und lacht.
"Wer sollst du denn sonst sein, du Trottel!"
Schwerfällig richtet sich der Mann auf. Er bewegt sich in etwa so, wie Ban sich fühlt, doch als er sich umdreht, erkennt Ban an seinen blitzenden Augen, dass er schon deutlich länger aus der Kryostase erwacht sein muss, als Ban selbst und er -
"Pik!", ruft Ban da, weil ihm der Name wie ein wackeliger Zahn plötzlich auf die Zunge gefallen ist.
Pik grinst. "Richtig geraten", sagt er und schaut den Jungen neben Ban mit gerunzelter Stirn an. "Ich dachte schon, ich müsste mir Sorgen machen."
"Als ob man dich und deine große Fresse vergessen könnte!", meldet sich da die dritte Stimme und der Mann ganz außen setzt sich ebenfalls auf.
Die kann Ban sofort zuordnen. Sie gehört Jay-U, dem Piloten, den er aus Kindertagen kennt, und bei dem er an Body-Lotion und Starkstrom denken muss.
Warum weiß er allerdings nicht mehr, doch sobald sich die letzten Kälteschlafkrallen endlich aus seinem Gehirn gelöst haben, wird es ihm mit Sicherheit wieder einfallen.
Ein mulmiges Gefühl in seinem Bauch macht ihn darauf aufmerksam, dass er das möglicherweise gar nicht will und Jay-Us Grinsen, das über seinem roten Hemdkragen aufragt, verheißt auch nichts Gutes.
Ban wird sehen.
Jetzt haben sie dringendere Probleme. Er dreht den Kopf und konzentriert sich wieder auf den Jungen neben ihn, doch Pik steht plötzlich neben und schaut finster auf sie beide hinunter.
Ah, richtig. Pik war Agent des Geheimdienstes, wenn auch nie ein sonderlich guter.
"Wer bist du?"
Ban hätte mit Wo sind wir angefangen, aber Pik ist das vielleicht schon wieder eingefallen. Kryostase ist wirklich unpraktisch.
Der Junge leckt sich die Lippen, begleitet von einem leisen, mechanischen Sirren. Irgendwo hier im Raum muss eine der Maschinen ihren Dienst wieder aufgenommen haben.
"Ich bin Zero", antwortet der Junge.
Pik schnaubt. "Da war aber jemand kreativ", meint er. Ban kann ihm nicht folgen.
Zero blinzelt und zuckt die Schultern. Seine Hand ruht immer noch auf Bans Rücken.
"Wo sind wir, Zero?"
"In einem Raumschiff."
Pik ist nicht der geduldige Typ, fällt Ban plötzlich wieder ein, als er das Augenrollen sieht.
"Wohin fliegen wir?"
Zero legt den Kopf schief. "Weiß ich nicht", sagt er langsam. "Ich soll nur dafür sorgen, dass das Schiff ankommt. Egal wie."
Pik seufzt - und zuckt zusammen, als auf einmal Jay-U den Arm um seinen Nacken legt und sich schwer auf ihm abstützt.
Der empörte Blick lässt Ban lächeln.
"Wer fliegt die Kiste denn?", fragt Jay-U.
Zero beißt sich auf die Lippen und schaut zu Boden.
"Die fliegt allein."
"Wohl kaum", erklärt Pik ungeduldig. Zero wimmert leise, verkrallt die Hand auf Bans Rücken und zieht die Beine an.
Ehe Ban richtig weiß, was er da macht, hat er sich umgedreht und Zelo die Hand an die Wange gelegt. Er kann hören wie Pik und Jay-U nach Luft japsen, doch Zero zuckt nicht mal zusammen, so als sei er es gewöhnt, dass ihn ein völlig Fremder im Gesicht berührt.
Er fühlt sich kühl an, was Ban nach Kryoschlaf und in ihrer Metallsarg-Umgebung auch nicht wundert. Wie hat er es geschafft, aufzuwachen und sich aus der Kammer zu befreien?
"Es ist alles gut", sagt er, obwohl er keine Ahnung hat, warum. Seine Wasserballon-Hand schwebt riesig und dunkel über Zelos weißer Haut.
"Ist es nicht", murmelt Zero unglücklich zu seinen Knien. "Ihr solltet gar nicht wach sein."
"Wie meinst du das?", fragt Pik.
"Ich sollte euch gar nicht wecken", erklärt Zelo und schaut langsam wieder nach oben. Bans Hand scheint ihn immer noch nicht zu stören. "Aber ich musste."
"Warum?", fragt Ban.
Zelo schweigt und schaut zwischen ihnen hin und her. Jay-U stützt sich immer noch auf Pik auf, doch seine Arme sind angespannt, so als erwarte er jeden Moment, dass der Junge sie anspringt.
Pik hingegen runzelt nur die Stirn.
"Red schon."
Zelo atmet aus, dann rückt er ein Stück von Ban weg und beginnt, die Klettverschlüsse an seiner Jacke zu öffnen.
Zum Vorschein kommt weiße Haut und ein bisschen darunter ein riesiger schwarzblauer Riss quer über seinen Rippen, die unter dem Gewirr aus Kabeln und Drähten kaum zu erkennen sind.
Ban klappt der Mund auf, Pik stöhnt entnervt und Jay-Us Beine geben unter ihm nach, sodass er auf den Hintern fällt und nach Luft schnappt.
"Ich bin kaputt", erklärt Zelo, der Cyborg, ihnen peinlich berührt. "Aber ich muss das Schiff bis an sein Ziel bringen. Und ich brauche jemanden, der mich repariert."