[identity profile] somali77.livejournal.com posting in [community profile] 120_minuten

Team: Athene
Challenge: Angst- Hypochonder
Fandom: Naruto (yeah, frei nach den Ärzten: Immer mitten in die Fresse rein~ >BD)
Pairing: (ANTI!) SasuSaku
A/N: Fortsetzung zu den ganzen vorhergehenden Storys- Sakuras POV



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Hypochonder

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Sie hat ständig irgendetwas, seit er weg ist. Das Krankenhaus wird ihre zweite Heimat- nicht weil sie darin arbeiten könnte, sondern weil jetzt ihre Haut juckt, ihr Bauch schmerzt, ihr Genitalbereich brennt, die Haare ausfallen und sie nicht schlafen kann-... die Beschwerden kommen und gehen.

Nach einer Weile kümmert sich Tsunade nicht einmal mehr persönlich. Und Shizune sieht sie jedes Mal mit diesem seltsamen Blick lange an, wenn sie wieder in reichen Details von ihren Beschwerden berichtet, zum Beispiel von diesem leisen Zittern und dem Schwächegefühl das sie manchmal hat, und dabei will sie doch nur wissen, was zur Hölle denn mit ihr nicht stimmt. Ihr Leben ist ein einziges Kreisen darum geworden, was wohl mit ihr nicht in Ordnung ist. Und nicht einmal mehr die Assistentin die sie untersucht, nimmt sie noch wirklich ernst.

„Sakura“, meint Shizune einmal, als sie die x-te Blutprobe untersucht hat und sie wieder vor der lähmenden Erkenntnis stehen, keinen klaren Befund zu bekommen, „Vielleicht liegt es nicht an deinem Körper...“

„Was soll das heißen?“

„Naja... richtig angefangen hat das doch alles, als Sasuke wieder das Dorf verlassen hat... oder?“

Sie weiß nicht genau, was danach passiert. Alles in ihr wird auf einmal rot und heiß, und sie erinnert sich schwach daran, wie unter ihrer übermenschlich starken Faust und einem Schrei aus den dunklen Untiefen ihrer Seele die Arztliege nachgibt, das Untersuchungszimmer in Trümmer liegt...

Als sie wieder zu sich kommt, erklärt Tsunade, dass ihre Ohnmachtsanfälle, die sie als Kind schon immer mal hatte, anscheinend zurück gekommen und schlimmer geworden sind.

Sakura ist zum Heulen zumute. Alles unter ihrer Haut tut weh. Das kann auf keinen Fall normal sein- sie hat eine schreckliche Krankheit, davon ist sie überzeugt. Vielleicht ist sie so selten, dass noch niemand die Symptome auch ganz richtig deutet, dass man die Erreger nicht nachweisen kann... sicher ist nur, dass sie leidet. Sie leidet wie ein Hund.

Ihr hoffnungsvolles, junges Leben ist jetzt endgültig vorbei.

Ein paar Tage lang schmollt sie, weil es nur ein Krankenhaus in ihrem Dorf und eine begrenzte Anzahl an Ärzten gibt, und niemand davon ihr mehr glaubt. Aber dann fängt das mit der Übelkeit an.

Wie aus dem Nichts heraus rennt sie zur Toilette, spuckt alles was sie um Magen hat, sackt danach weinend zusammen. Das passiert ein paar Tage hintereinander. Ihre Periode ist auch schon wieder total aus dem Takt. Jetzt ist sie sich sicher:

Es ist Krebs.

Für ihr Todesurteil gewappnet schleppt sie sich mit letzter Kraft ins Krankenhaus, starrt in ihre Augenringe in dem kalkweißen Gesicht, das sich im Medikamentenschrank spiegelt. Sie wird sterben, nicht wahr? Sie sieht aus, als wäre sie schon halb tot. Sie fragt Shizune mit zitternder Stimme, wie lange sie ihr noch gibt.

„Neun Monate“, sagt die Assistentin mit erstarrter Miene und sieht sie schon wieder an mit diesem fremden, unendlich traurigen Blick:

„Du bist schwanger“.

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