Team: Persephone
Challenge: H/C - "Er/Sie ist weg." (für mich)
Titel: Sie ist weg
Fandom: Haven (bräuchte noch einen Tag hierfür ;) )
Charaktere: Duke, Nathan (hint: Duke/Nathan, also Erwähnung von Nathan/Audrey und Duke/Audrey)
Wörter: 887
Anmerkung: Dies ist ein kleines AU, das am Ende von der letzten Folge von Staffel 3 spielt ... Nathan ist nicht Amok gelaufen, sondern hat Audrey gehen lassen ;)
„Sie ist weg.“ Die Worte hallen wie ein Echo über die weite und verlassene Wiese. Sie holen Duke aus seiner Versteinerung. Er hat keine Ahnung, wie lange er dort gestanden hat, ohne etwas zu sagen, ohne sich zu bewegen. Geschockt von dem, was gerade passiert ist.
Er fährt mit seiner Hand durch seine Haare und atmet einmal tief ein. Duke ist ein wenig verwundert, dass Nathan als erstes seine Stimme wieder gefunden hat. Vorsichtig nähert er sich seinem Freund. Nathan sitzt auf seinem Knien im Gras, seine Schultern hängen kraftlos nach unten und er sieht so aus, als ob die Welt gerade unter gegangen wäre. „Sie ist weg“, wiederholt er leise. Seine Stimme hört sich so gebrochen an, dass es Duke im Herzen weh tut. Audrey war in die Scheune gegangen und mit ihr verschwunden. Für die nächsten 27 Jahre würden sie sie nicht wiedersehen und dann wäre sie eine vollkommen andere Person. Duke kann es immer noch nicht ganz fassen.
Auf dem Feld herrscht eine leere und unangenehme Stille. Duke setzt sich behutsam neben Nathan. Er reagiert nicht wirklich. „Nathan?“, fragt er vorsichtig. „Alles okay?“ Duke weiß, wie dämlich diese Frage war. Nathan hat Audrey geliebt und Duke weiß selber, wenn Nathan liebt, dann tut er es richtig. Er tut es mit seinem ganzen Herzen, er widmet alles, was er hat, dieser einen Person.
„Sie ist weg.“
Es scheint, als ob Nathan nicht im Stande ist, irgendetwas anderes zu sagen. „Ich weiß“, antwortet Duke deshalb und seufzt schwer. Er hat Audrey auch geliebt und er wird sie unheimlich vermissen. Sie hat ihn verändert, hat ihm gezeigt, wozu er alles im Stande ist. Und das Wichtigste, sie hat Nathan und ihn wieder näher gebracht, etwas, was Duke fast für unmöglich gehalten hat. „Sie hat es für uns getan, Nate. Sie hat ganz Haven gerettet.“
Nathan bleibt still. Seine Finger krallen sich in den Boden. Duke versteht. Auch wenn man weiß, dass sie sich geopfert hat, um die Menschen in Haven zu retten, tut es nicht weniger weh, dass sie plötzlich weg ist.
„Ich hätte kämpfen sollen.“
Als Nathan Duke die Waffe aus der Hand nahm, hat Duke mit nichts Anderem gerechnet. Er weiß, wie stur Nathan sein kann. Normalerweise hätte er alles getan, um Audrey zurückzuholen. Aber dann hatte er die Pistole sinken lassen und einfach gewartet, bis die Scheune verschwunden war. Das war etwas, was Duke ganz und gar nicht versteht. Es war so ganz untypisch für Nathan. „Warum hast du es nicht getan?“
„Weil…“ Nathan hebt seinen Kopf und sieht Duke zum ersten Mal direkt in die Augen.
Duke lächelt leicht. Da sitzt der schüchterne, unsichere Teenager vor ihm, in den sich Duke damals Hals über Kopf verliebt hat. „Du hast dich verändert. Früher hättest du alles getan, um sie zurückzuholen.“
„Du hast selber gesagt, dass es ihre Entscheidung war und ich sollte es respektieren.“
„Früher wäre dir das egal gewesen.“ Duke will sich nicht über diese Charakterentwicklung beschweren, aber es kommt ihm doch ein wenig merkwürdig vor.
„Ich hätte vielleicht alles nur noch viel schlimmer gemacht. Und ich wollte nicht, dass sie mich verachtungsvoll ansieht, weil sie hasst, was ich getan habe. Ich wollte nicht, dass sie-“ Nathan bricht ab und blickt Duke still in die Augen.
Duke nickt. „Du wolltest nicht, dass sie dich so ansieht, wie ich dich damals angesehen habe.“
„Ja.“
Duke seufzt leise. „Audrey würde dich nie hassen, ganz gleich, was du tust.“
„Ich wollte aber auch nicht, dass du mich wieder hasst.“
Für einen Moment ist Duke total sprachlos. Er weiß, dass sich ihre Beziehung gebessert hatte, seit Audrey in ihr Leben getreten war, aber er hätte nicht gedacht, dass es Nathan so wichtig ist. „Ich habe dich nie gehasst, Nate, nicht wirklich.“ Vorsichtig streckt er seine Hand aus, um Nathans zu nehmen. Nathan zuckt zurück unter der Berührung und da erst fällt es Duke wieder ein. Audrey war weg und so auch die Probleme mit ihr. „Du kannst wieder fühlen.“ Die Freude in seiner Stimme kann er kaum bändigen und ebenso formt sich ein Lächeln auf seinen Lippen.
Nathan nickt nur und schaut wieder auf den Boden.
„Hey“, Duke lehnt sich etwas nach vorne, um Nathan in die Augen sehen zu können. „Es ist okay, sich darüber zu freuen. Audrey hätte es gewollt. Es ist der Grund, warum sie gegangen ist. Sie wollte, dass du wieder ein normales Leben hast. Du warst die wichtigste Person für sie und sie ist gegangen, um dich zu retten. Du darfst dich freuen.“
Langsam hebt Nathan wieder den Kopf, legt seine Hand auf Dukes Arm und wandert behutsam darüber. An seiner Schulter angekommen, drückt Nathan etwas fester zu, aber noch sanft genug, dass es nicht weh tut. Duke lässt es wortlos über sich ergehen. Nathan hätte Gras wählen können, um seine Sinne wieder für sich zu entdecken, oder auch sich selbst berühren, aber er hat Duke gewählt und irgendwie macht es ihn stolz.
Ganz unerwartet zieht Nathan ihn plötzlich näher und schlingt seine Arme um ihn. Duke lächelt daraufhin nur und erwidert die Geste.
„Das habe ich vermisst“, gibt Nathan leise zu.
„Es ist schon praktisch Dinge spüren zu können.“
Duke spürt wie Nathan den Kopf schüttelt. „Nein, ich meinte, ich habe vermisst, dich zu fühlen.“
Duke schluckt schwer und muss die Tränen unterdrücken, die sich in seinen Augen bilden. „Ich auch.“
Challenge: H/C - "Er/Sie ist weg." (für mich)
Titel: Sie ist weg
Fandom: Haven (bräuchte noch einen Tag hierfür ;) )
Charaktere: Duke, Nathan (hint: Duke/Nathan, also Erwähnung von Nathan/Audrey und Duke/Audrey)
Wörter: 887
Anmerkung: Dies ist ein kleines AU, das am Ende von der letzten Folge von Staffel 3 spielt ... Nathan ist nicht Amok gelaufen, sondern hat Audrey gehen lassen ;)
„Sie ist weg.“ Die Worte hallen wie ein Echo über die weite und verlassene Wiese. Sie holen Duke aus seiner Versteinerung. Er hat keine Ahnung, wie lange er dort gestanden hat, ohne etwas zu sagen, ohne sich zu bewegen. Geschockt von dem, was gerade passiert ist.
Er fährt mit seiner Hand durch seine Haare und atmet einmal tief ein. Duke ist ein wenig verwundert, dass Nathan als erstes seine Stimme wieder gefunden hat. Vorsichtig nähert er sich seinem Freund. Nathan sitzt auf seinem Knien im Gras, seine Schultern hängen kraftlos nach unten und er sieht so aus, als ob die Welt gerade unter gegangen wäre. „Sie ist weg“, wiederholt er leise. Seine Stimme hört sich so gebrochen an, dass es Duke im Herzen weh tut. Audrey war in die Scheune gegangen und mit ihr verschwunden. Für die nächsten 27 Jahre würden sie sie nicht wiedersehen und dann wäre sie eine vollkommen andere Person. Duke kann es immer noch nicht ganz fassen.
Auf dem Feld herrscht eine leere und unangenehme Stille. Duke setzt sich behutsam neben Nathan. Er reagiert nicht wirklich. „Nathan?“, fragt er vorsichtig. „Alles okay?“ Duke weiß, wie dämlich diese Frage war. Nathan hat Audrey geliebt und Duke weiß selber, wenn Nathan liebt, dann tut er es richtig. Er tut es mit seinem ganzen Herzen, er widmet alles, was er hat, dieser einen Person.
„Sie ist weg.“
Es scheint, als ob Nathan nicht im Stande ist, irgendetwas anderes zu sagen. „Ich weiß“, antwortet Duke deshalb und seufzt schwer. Er hat Audrey auch geliebt und er wird sie unheimlich vermissen. Sie hat ihn verändert, hat ihm gezeigt, wozu er alles im Stande ist. Und das Wichtigste, sie hat Nathan und ihn wieder näher gebracht, etwas, was Duke fast für unmöglich gehalten hat. „Sie hat es für uns getan, Nate. Sie hat ganz Haven gerettet.“
Nathan bleibt still. Seine Finger krallen sich in den Boden. Duke versteht. Auch wenn man weiß, dass sie sich geopfert hat, um die Menschen in Haven zu retten, tut es nicht weniger weh, dass sie plötzlich weg ist.
„Ich hätte kämpfen sollen.“
Als Nathan Duke die Waffe aus der Hand nahm, hat Duke mit nichts Anderem gerechnet. Er weiß, wie stur Nathan sein kann. Normalerweise hätte er alles getan, um Audrey zurückzuholen. Aber dann hatte er die Pistole sinken lassen und einfach gewartet, bis die Scheune verschwunden war. Das war etwas, was Duke ganz und gar nicht versteht. Es war so ganz untypisch für Nathan. „Warum hast du es nicht getan?“
„Weil…“ Nathan hebt seinen Kopf und sieht Duke zum ersten Mal direkt in die Augen.
Duke lächelt leicht. Da sitzt der schüchterne, unsichere Teenager vor ihm, in den sich Duke damals Hals über Kopf verliebt hat. „Du hast dich verändert. Früher hättest du alles getan, um sie zurückzuholen.“
„Du hast selber gesagt, dass es ihre Entscheidung war und ich sollte es respektieren.“
„Früher wäre dir das egal gewesen.“ Duke will sich nicht über diese Charakterentwicklung beschweren, aber es kommt ihm doch ein wenig merkwürdig vor.
„Ich hätte vielleicht alles nur noch viel schlimmer gemacht. Und ich wollte nicht, dass sie mich verachtungsvoll ansieht, weil sie hasst, was ich getan habe. Ich wollte nicht, dass sie-“ Nathan bricht ab und blickt Duke still in die Augen.
Duke nickt. „Du wolltest nicht, dass sie dich so ansieht, wie ich dich damals angesehen habe.“
„Ja.“
Duke seufzt leise. „Audrey würde dich nie hassen, ganz gleich, was du tust.“
„Ich wollte aber auch nicht, dass du mich wieder hasst.“
Für einen Moment ist Duke total sprachlos. Er weiß, dass sich ihre Beziehung gebessert hatte, seit Audrey in ihr Leben getreten war, aber er hätte nicht gedacht, dass es Nathan so wichtig ist. „Ich habe dich nie gehasst, Nate, nicht wirklich.“ Vorsichtig streckt er seine Hand aus, um Nathans zu nehmen. Nathan zuckt zurück unter der Berührung und da erst fällt es Duke wieder ein. Audrey war weg und so auch die Probleme mit ihr. „Du kannst wieder fühlen.“ Die Freude in seiner Stimme kann er kaum bändigen und ebenso formt sich ein Lächeln auf seinen Lippen.
Nathan nickt nur und schaut wieder auf den Boden.
„Hey“, Duke lehnt sich etwas nach vorne, um Nathan in die Augen sehen zu können. „Es ist okay, sich darüber zu freuen. Audrey hätte es gewollt. Es ist der Grund, warum sie gegangen ist. Sie wollte, dass du wieder ein normales Leben hast. Du warst die wichtigste Person für sie und sie ist gegangen, um dich zu retten. Du darfst dich freuen.“
Langsam hebt Nathan wieder den Kopf, legt seine Hand auf Dukes Arm und wandert behutsam darüber. An seiner Schulter angekommen, drückt Nathan etwas fester zu, aber noch sanft genug, dass es nicht weh tut. Duke lässt es wortlos über sich ergehen. Nathan hätte Gras wählen können, um seine Sinne wieder für sich zu entdecken, oder auch sich selbst berühren, aber er hat Duke gewählt und irgendwie macht es ihn stolz.
Ganz unerwartet zieht Nathan ihn plötzlich näher und schlingt seine Arme um ihn. Duke lächelt daraufhin nur und erwidert die Geste.
„Das habe ich vermisst“, gibt Nathan leise zu.
„Es ist schon praktisch Dinge spüren zu können.“
Duke spürt wie Nathan den Kopf schüttelt. „Nein, ich meinte, ich habe vermisst, dich zu fühlen.“
Duke schluckt schwer und muss die Tränen unterdrücken, die sich in seinen Augen bilden. „Ich auch.“