[identity profile] tsutsumi.livejournal.com posting in [community profile] 120_minuten
Fandom: Teen Wolf
Challenge: Dunkelheit/Finsternis (vom 08.02.2014)
Personen/Pairing: Scott/Stiles
Wörter: ~500
Fortsetzung zum letzten Teil. In dem Scott nun kein Heimweh mehr hat.

Warme Arme schließen sich um ihn und es ist das erste Mal seit Wochen, dass die Welt zurechtgerückt wird.
Warme Arme, der Geruch nach Sonne und ein klein wenig nach dem Motoröl eines 1985er CJ, lange Finger, die sich an seinem Nacken einkrallen, Wimpern, die gegen seine Wange streifen und alles, alles, alles.

Scott verliert sich in diesem Geruch nach zu Hause und er bricht tatsächlich und zu seiner Schande ein klein wenig in Tränen aus.
Seine Stimme presst heraus, was Stiles hier mache, wer ihm den Sprit hierher bezahlt hat, ob er überhaupt Zeit hat?

Doch Stiles ist hier und erleuchtet das winzige Stundenzimmer mit seinem frischen, obskuren Licht, das er stets mit sich herumträgt wie das Glühen eines Leuchtkäfers.

„Spielt doch keine Rolle, Scotty“, murmelt der Junge Scott in den Nacken, in die Schulter, gegen das Ohr, bis es kitzelt und alles, alles, alles ist gut.

Scott hält sich noch ein wenig an ihm fest. Sein innerer Wolf winselt und fiept, wedelt mit dem Schwanz, als wolle er abheben. Vielleicht hat er ein wenig rote Wangen, als Stiles ihm die Tränchen wegwischt und ihm beruhigende, belanglose Dinge zuflüstert.
Er riecht nach Snickers, die er auf dem Weg gegessen hat. Er riecht nach seinem Zimmer daheim. Er riecht nach Malia und Kira und Lydia.

Oh, er ist alles, alles, alles.

Scott steht in der Küchenecke seines Ein-Zimmer-Apartments und macht Tee (schwarz, mit viel Zucker und Milch, wie sie es beide mögen) und Stiles hat die Arme um seine Hüften gelegt. Ihre beiden Kapuzenpullover trennen sie und wickeln sie zugleich warm ein. Scott fühlt das Herz seines Freundes gegen seine Rückenwirbel schlagen im Takt, den er seit Jahren kennt und liebt und zählt und träumt, wie einen Teil seines ganz persönlichen Morsealphabets.

„Wollen wir uns was bestellen?“, fragt Scott, als sie nebeneinander geschmiegt auf seinem Bett sitzen (es gibt keine andere Sitzmöglichkeit in diesem Zimmerchen), so nah, dass sich ihre Oberschenkel und Schultern berühren. Sie trinken warmen Tee und die Härchen auf ihren Armen stellen sich auf beim Gegeneinanderstreichen.
„Keinen Hunger“, winkt Stiles mit der freien Hand ab. Und dann legt er sie zögerlich auf Scotts. Seine Fingerkuppen kitzeln auf der Haut.


Es ist schon lange dunkel, als sie sich nebeinander ins Bett kuscheln, Arm in Arm. Wer weiß, ob sie jemals darüber reden werden, was das hier ist. Außer Liebe. Wo fängt sie an und wo hört sie schon auf? Weder Stiles noch Scott sind jemals gut darin gewesen, Dinge zu begrenzen, zumindest, wenn es sie betrifft.
Und vielleicht will er für einen winzigen Augenblick mehr fühlen und riechen und haben, als er Stiles in der Finsternis auf den Mund küsst. Und dann auf die Wange, auf den Augenwinkel, auf die Stirn.
Alles ist gut, denn Stiles hält nach wie vor seine Hand. Er trägt seinen Hoodie und tüncht die Luft mit seinem wunderbaren, einzigartigen Geruch.

Stiles ist alles, alles, alles.

„Endlich siehst du nicht mehr so traurig aus“, säuselt er beim Einschlafen.

Ihre Träume sind warm, aus Zucker, licht und leicht.

Date: 2015-04-23 02:04 pm (UTC)
From: [identity profile] cricri-72.livejournal.com
Das drückt all meine Fluff-Knöpfe <3

Mir hat der erste Teil schon gefallen, aber das hier gefällt mir noch besser. Selten konnte ich "vermissen" und "wiederfinden" so deutlich mitfühlen wie hier.

Sein innerer Wolf winselt und fiept, wedelt mit dem Schwanz, als wolle er abheben.

Date: 2015-04-25 08:57 am (UTC)
From: [identity profile] rei17.livejournal.com
Hach ....
Danke!
Das hat mein blutendes Herz gebraucht. Scott und Stiles die sich in die Arme schließen, als ob die Welt um sie herum untergeht und einfach nicht mehr loslassen und sich stundenlang ineinenader vergraben (sorry, das klang unbeabsichtigt schmutzig, ich meinte wirklich in ihren Armen vergraben).
Und Stiles riecht nach Snickers und zu Hause und dann machen sie Tee und kuscheln einfach weiter und wer braucht schon Essen, wenn er Luft und Liebe hat? ;__;
Hach ....
Danke! <33333 Das war wundervoll, watteweich und genau richtig.

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