(no subject)
Sep. 16th, 2007 05:16 pmFandom: Ghostbusters
Challenge: # 1 Verpasst
Rating / Warnungen: G / keine
Charaktere: Peter, Ray, Egon und Janine (slight Egon/Janine)
Wörter: 698
A/N: Nur ein kurzes “Hallo”, da dies mein erster Eintrag hier ist :)
„Was…Ist der Vortrag etwa schon vorbei?“ fragte Ray perplex, während er sich auf dem leergefegten Campus umschaute. Eigentlich hätten sich hier jede Menge Studenten tummeln müssen, ebenso wie einige Physikprofessoren. Ungläubig starrte Ray auf seine Armbanduhr: Kurz vor halb vier, genau wie verabredet. Das letzte Mal, als Professor Harrison einen Vortrag an dieser Universität gehalten hatte, war im gesamten Umfeld nicht einmal mehr ein Parkplatz zubekommen und jetzt schien hier alles wie ausgestorben.
„Vielleicht haben sie kurzfristig beschlossen, lieber einen heben zu gehen“, vermutete Peter und ließ sich mit dem Seufzen eines alten Mannes auf eine Bank nieder. Ray sah ihn vorwurfsvoll an.
„Oder ein interdimensionales Portal hat sich geöffnet, ein fieser, schleimiger Drecksack hat sein fettes Maul raus gesteckt und die ganze Meute aufgefressen“, sagte Peter leichthin und verschränkte die Arme hinter dem Kopf. Wie auf ein Stichwort (Peter war sich nicht sicher, ob es „interdimensionales Portal“ oder doch eher „schleimig“ war), kramte Ray mit ernsthafter Miene in seinem Rucksack und zog einen PKE-Meter heraus. Peter verdrehte die Augen.
„Das sollte ein Scherz sein“.
„Nein, ich halte es für eine mögliche Theorie. Massenveranstaltungen sind ganz typisch für derartige Erscheinungen“, erklärte Ray, während er mit großen Schritten den Campus überquerte, den Blick unablässig auf das Meter gerichtet.
„Meinst du nicht so ein Monster würde sich eher bei einem David Bowie Konzert zeigen, statt bei dem Vortrag eines Professors dessen Namen nur sozial inkompetenten Superhirnen vertraut ist?“, sagte Peter kühl und versuchte mit Ray Schritt zu halten, „Also ich würde es tun – und David Bowie gleich mitfressen. Findest du sein Make-up nicht auch manchmal gruselig?“
„Keine Anomalien auf der Ectoplasma-Skala“, erläutete Ray, der Peters Geschwafel wie üblich keinerlei Aufmerksamkeit geschenkt hatte.
„Siehst du? Kein Schleimmonster, nur allgemeines Desinteresse, ausgelöst durch…“, Peter hielt inne und bückte sich nach einem Zettel, der auf dem Boden lag.
„Oder Janine hat ihrer Nagelfeile mal wieder mehr Aufmerksamkeit geschenkt als ihrer Arbeit und uns die falsche Uhrzeit genannt“, fügte Peter hinzu und reichte den Zettel an Ray.
„Vortrag von Professor Harrison… zwei bis drei Uhr…“, frustriert ließ Ray den Flyer zurück auf den dreckigen Boden fallen und stopfte das PKE-Meter wieder in seinen Rucksack. Peter wusste nicht, was seinen Freund und Kollegen mehr verärgerte: Der verpasste Vortrag oder das nicht vorhandene Schleimmonster. Fragen würde er jedenfalls nicht.
„Aber was ist eigentlich mit Spengs?“, fiel Ray dann ein, „Wieso ist er nicht hier?“
„Das ist ein gemütliches, kleines Café, nicht wahr? Es hat kürzlich erst eröffnet“, sagte Janine und ihre Stimme glich wie üblich der einer verschnupften Ente.
„In der Tat…“, antwortete Egon geistesabwesend, während er einige dunkle Flecken auf seiner Untertasse mit wissenschaftlichem Interesse begutachtete.
Die beiden saßen in der hinteren Ecke eines kleinen, in dunklem braun und rose eingerichteten Cafés vor zwei dampfenden Tassen. Janine, die Egon zu dem Physikvortrag gefahren hatte, da sein eigens Auto in der Werkstatt war, hatte sich als Dank auf eine Tasse Kaffee einladen lassen – nachdem sie ihm etwa zehn Minuten lang von eben diesem Café vorgeschwärmt hatte.
Als Janine bemerkte, dass Egon diesem Fleck, den sie als Beweis einer nicht mehr völlig intakten Spülmaschine identifizierte, mehr zugetan war als ihr, wechselte sie das Thema: „Glaubst du dieser Vortrag wird Ray und deine Experimente voranbringen?“
Endlich blickte Egon auf.
„Davon bin ich überzeugt. Harrison nannte einige erstaunliche Theorien, die es fordern weiter ausgebaut zu werden“, Egon hielt kurz inne und nippte an seinem Kaffe, „Kaum zu glauben, dass er sich das hat entgehen lassen. Dass Peter absagt, überrascht mich nicht, aber Ray…“
„Oh ja, er fühlte sich nicht allzu wohl, klang ganz elend am Telefon“, erklärte Janine und setzte eine mitleidige Miene auf.
„Ein Jammer“, sagte Egon neutral und wandte sich wieder dem Fleck auf seiner Untertasse zu.
Als sie das Café verlassen hatten und zu Janines Wagen gingen, hakte sich Janine wie selbstverständlich bei ihm unter – Egon zeigte darauf keinerlei Reaktion, falls er es, in seine komplexen, aber dadurch nicht weniger wirren Gedankengänge vertieft, überhaupt registrierte.
„Es war ein sehr interessanter Nachmittag, Janine. Danke, dass du mich mitnehmen konntest“, brach er plötzlich ihr Schweigen, „Nur schade, dass Ray und Peter nicht dabei sein konnten“.
„Ja, zu schade“, wiederholte Janine und kuschelte sich näher an Egons warmen Herbstmantel.
Challenge: # 1 Verpasst
Rating / Warnungen: G / keine
Charaktere: Peter, Ray, Egon und Janine (slight Egon/Janine)
Wörter: 698
A/N: Nur ein kurzes “Hallo”, da dies mein erster Eintrag hier ist :)
„Was…Ist der Vortrag etwa schon vorbei?“ fragte Ray perplex, während er sich auf dem leergefegten Campus umschaute. Eigentlich hätten sich hier jede Menge Studenten tummeln müssen, ebenso wie einige Physikprofessoren. Ungläubig starrte Ray auf seine Armbanduhr: Kurz vor halb vier, genau wie verabredet. Das letzte Mal, als Professor Harrison einen Vortrag an dieser Universität gehalten hatte, war im gesamten Umfeld nicht einmal mehr ein Parkplatz zubekommen und jetzt schien hier alles wie ausgestorben.
„Vielleicht haben sie kurzfristig beschlossen, lieber einen heben zu gehen“, vermutete Peter und ließ sich mit dem Seufzen eines alten Mannes auf eine Bank nieder. Ray sah ihn vorwurfsvoll an.
„Oder ein interdimensionales Portal hat sich geöffnet, ein fieser, schleimiger Drecksack hat sein fettes Maul raus gesteckt und die ganze Meute aufgefressen“, sagte Peter leichthin und verschränkte die Arme hinter dem Kopf. Wie auf ein Stichwort (Peter war sich nicht sicher, ob es „interdimensionales Portal“ oder doch eher „schleimig“ war), kramte Ray mit ernsthafter Miene in seinem Rucksack und zog einen PKE-Meter heraus. Peter verdrehte die Augen.
„Das sollte ein Scherz sein“.
„Nein, ich halte es für eine mögliche Theorie. Massenveranstaltungen sind ganz typisch für derartige Erscheinungen“, erklärte Ray, während er mit großen Schritten den Campus überquerte, den Blick unablässig auf das Meter gerichtet.
„Meinst du nicht so ein Monster würde sich eher bei einem David Bowie Konzert zeigen, statt bei dem Vortrag eines Professors dessen Namen nur sozial inkompetenten Superhirnen vertraut ist?“, sagte Peter kühl und versuchte mit Ray Schritt zu halten, „Also ich würde es tun – und David Bowie gleich mitfressen. Findest du sein Make-up nicht auch manchmal gruselig?“
„Keine Anomalien auf der Ectoplasma-Skala“, erläutete Ray, der Peters Geschwafel wie üblich keinerlei Aufmerksamkeit geschenkt hatte.
„Siehst du? Kein Schleimmonster, nur allgemeines Desinteresse, ausgelöst durch…“, Peter hielt inne und bückte sich nach einem Zettel, der auf dem Boden lag.
„Oder Janine hat ihrer Nagelfeile mal wieder mehr Aufmerksamkeit geschenkt als ihrer Arbeit und uns die falsche Uhrzeit genannt“, fügte Peter hinzu und reichte den Zettel an Ray.
„Vortrag von Professor Harrison… zwei bis drei Uhr…“, frustriert ließ Ray den Flyer zurück auf den dreckigen Boden fallen und stopfte das PKE-Meter wieder in seinen Rucksack. Peter wusste nicht, was seinen Freund und Kollegen mehr verärgerte: Der verpasste Vortrag oder das nicht vorhandene Schleimmonster. Fragen würde er jedenfalls nicht.
„Aber was ist eigentlich mit Spengs?“, fiel Ray dann ein, „Wieso ist er nicht hier?“
„Das ist ein gemütliches, kleines Café, nicht wahr? Es hat kürzlich erst eröffnet“, sagte Janine und ihre Stimme glich wie üblich der einer verschnupften Ente.
„In der Tat…“, antwortete Egon geistesabwesend, während er einige dunkle Flecken auf seiner Untertasse mit wissenschaftlichem Interesse begutachtete.
Die beiden saßen in der hinteren Ecke eines kleinen, in dunklem braun und rose eingerichteten Cafés vor zwei dampfenden Tassen. Janine, die Egon zu dem Physikvortrag gefahren hatte, da sein eigens Auto in der Werkstatt war, hatte sich als Dank auf eine Tasse Kaffee einladen lassen – nachdem sie ihm etwa zehn Minuten lang von eben diesem Café vorgeschwärmt hatte.
Als Janine bemerkte, dass Egon diesem Fleck, den sie als Beweis einer nicht mehr völlig intakten Spülmaschine identifizierte, mehr zugetan war als ihr, wechselte sie das Thema: „Glaubst du dieser Vortrag wird Ray und deine Experimente voranbringen?“
Endlich blickte Egon auf.
„Davon bin ich überzeugt. Harrison nannte einige erstaunliche Theorien, die es fordern weiter ausgebaut zu werden“, Egon hielt kurz inne und nippte an seinem Kaffe, „Kaum zu glauben, dass er sich das hat entgehen lassen. Dass Peter absagt, überrascht mich nicht, aber Ray…“
„Oh ja, er fühlte sich nicht allzu wohl, klang ganz elend am Telefon“, erklärte Janine und setzte eine mitleidige Miene auf.
„Ein Jammer“, sagte Egon neutral und wandte sich wieder dem Fleck auf seiner Untertasse zu.
Als sie das Café verlassen hatten und zu Janines Wagen gingen, hakte sich Janine wie selbstverständlich bei ihm unter – Egon zeigte darauf keinerlei Reaktion, falls er es, in seine komplexen, aber dadurch nicht weniger wirren Gedankengänge vertieft, überhaupt registrierte.
„Es war ein sehr interessanter Nachmittag, Janine. Danke, dass du mich mitnehmen konntest“, brach er plötzlich ihr Schweigen, „Nur schade, dass Ray und Peter nicht dabei sein konnten“.
„Ja, zu schade“, wiederholte Janine und kuschelte sich näher an Egons warmen Herbstmantel.