Adventskalender: 17. Türchen
Dec. 17th, 2014 12:22 pmChallenges: 1. Glühwein und Bratwurst; 3. Stresskauf
Fandom: Original
Wörter: 757
Anmerkungen: Kein beta, ist auch irgendwie nicht so geworden wie ich wollte. Hoffentlich gefällt es trotzdem.
Luke hielt seinen mittlerweile zweiten Becher Glühwein in den behandschuhten Händen und pustete kleine weiße Wölkchen in die Luft. Die beiden Bratwürste vor ihm auf dem Stehtisch wurden langsm kalt. Um ihn herum drängten sich lauter Menschen durch die Menge. Für seinen Geschmack einige Leute zu viel, und er konnte es kaum erwarten bald wieder nach Hause zu kommen. Luke wartete. Und wartete.
Und irgendwann tauchte Jamie direkt vor ihm auf, bepackt mit lauter Taschen und Tüten. „Tut mir leid. Bin ich sehr zu spät?“ Luke schob den Ärmel seines Mantels hoch und warf einen Blick auf seine teure Armbanduhr. „Eine ganze Viertelstunde.“ Jamie versuchte ein entschuldigendes Lächeln zustande zu bringen, schaffte es aber nicht ganz. „Entschuldige bitte. Es war nur alles so voll, und ich bin völlig in Panik geraten.“ Jamie hasste es Weihnachtsgeschenke zu kaufen, weil er nie so genau wusste, was er denn nun holen sollte. Ob das, was er ausgesucht hatte, dem Beschenkten auch wirklich gefiel. Er hatte sich im letzten Moment immer umentschieden, nur um dann mit dem, was er letztendlich gekauft hatte, doch nicht zufrieden zu sein.
Luke schob seinem Freund eine Der Bratwürste hin. „Ich weiß nicht ob sie noch heiß ist, die stehen hier schon eine Weile.“ „Ich hab doch gesagt, dass es mir leid tut!“ Luke strubbelte dem Kurzen lächelnd durch die Haare. „Ist schon gut. Hast du denn jetzt wenigstens alles zusammen?“ Jamie seufzte frustriert. „Nein. Aber immerhin das meiste. Trotzdem bin ich mir nicht sicher, ob ich das Richtige gekauft habe.“ Dieses Jahr hatte er zum ersten Mal Schwiegereltern, die er beschenken musste. „Das hat mich so gestresst, weil ich nicht weiß, was deine Eltern mögen.“ Und das obwohl er Luke hunderttausendmal über deren Vorlieben ausgefragt hatte, stets mit einem Ausdruck von Panik im Gesicht. „Ich habe deiner Mutter eine Vase gekauft. Eine VASE.“ Was Blöderes konnte er doch nicht verschenken, oder? „Na, solange sie hübsch ist, passt das schon“, versuchte sein Freund ihn zu beruhigen, aber es half kein Stück. „Ess jetzt erst mal, bevor's gefroren ist.“
Hunger hatte Jamie eigentlich nicht, aber da Luke ihm etwas zu essen besorgt hatte, wollte er es auch nicht verschmähen und begann zu essen. „Musst du dann noch was holen, oder können wir gleich endlich heim gehen? Mir frieren die Eier ab.“ Der Kurze verdrehte genervt die Augen. Musste Luke denn immer so ordinär sein? „Ich müsste noch nach Weihnachtsschmuck schauen, das habe ich jetzt nicht mehr geschafft.“ Nun war es an Luke genervt dreinzuschauen. „Haben wir nicht schon genug Zuhause?“ „Nein, haben wir nicht.“ „Jamie, ich habe wirklich keine Lust ausgerechnet heute noch mit dir stundenlang durch die Geschäfte zu rennen. Ich war den ganzen Tag arbeiten!“ „Das weiß ich doch“, murmelte der Kurze betreten und widmete seine ganze Aufmerksamkeit seiner Wurst im Brötchen.
„Ich will nach Hause“, setzte Luke nach, „meine Füße hochlegen und dich heute abend flachlegen.“ Jamie verschluckte sich an seinem Essen. Er blinzelte den Großen an. „Was?“ Luke beugte sich näher zu ihm und lächelte sein typisches und unwiderstehliches Lächeln. „Du hast mich schon verstanden.“ So schlecht gelaunt konnte Luke also nicht sein, wenn heute noch Sex drin war. „Und wenn du willst, trage ich dabei auch die Nikolausmütze.“ „So ein Blödsinn. Ich will wirklich nicht mit jemandem schlafen, der auch nur entfernt wie ein Weihnachtsmann aussieht. Du hast wohl zu viel Glühwein getrunken.“ Luke zuckte grinsend mit den Schultern. „Na, dann eben nicht.“
Er zündete sich eine Zigarette an, obwohl Jamie noch am Essen war. Und er sollte eigentlich ganz genau wissen, dass der Kurze das nicht mochte. Essen und Zigarettenqualm gingen mal so gar nicht. „Muss das sein“, maulte er und nickte mit dem Kopf auf die Kippenschachtel. Luke gab eine einfache und unumstößliche Antwort. „Ja.“ Und rauchte in aller Seelenruhe. „sieh du mal zu, dass du aufisst, damit wir endlich nach hause fahren können. Und dann wird Knecht Ruprecht dir gehörig den Hintern versohlen. Und vielleicht noch ein paar andere Sachen damit machen.“ „Luke!“ „Jetzt stell dich doch nicht so an.“ nicht, dass Jamie etwas dagegen hätte, aber es in so direkten Worten zu hören, das war ihm dann doch ein bisschen unangenehm. Vor allem vor den ganzen Leuten hier...
Nachdem er sich den letzten Bissen in den Mund gestopft hatte griff Luke nach der dreckigen Serviette, um sie in den nächstgelegenen Mülleimer zu befördern. „Na komm, lass uns gehen.“
Fandom: Original
Wörter: 757
Anmerkungen: Kein beta, ist auch irgendwie nicht so geworden wie ich wollte. Hoffentlich gefällt es trotzdem.
Luke hielt seinen mittlerweile zweiten Becher Glühwein in den behandschuhten Händen und pustete kleine weiße Wölkchen in die Luft. Die beiden Bratwürste vor ihm auf dem Stehtisch wurden langsm kalt. Um ihn herum drängten sich lauter Menschen durch die Menge. Für seinen Geschmack einige Leute zu viel, und er konnte es kaum erwarten bald wieder nach Hause zu kommen. Luke wartete. Und wartete.
Und irgendwann tauchte Jamie direkt vor ihm auf, bepackt mit lauter Taschen und Tüten. „Tut mir leid. Bin ich sehr zu spät?“ Luke schob den Ärmel seines Mantels hoch und warf einen Blick auf seine teure Armbanduhr. „Eine ganze Viertelstunde.“ Jamie versuchte ein entschuldigendes Lächeln zustande zu bringen, schaffte es aber nicht ganz. „Entschuldige bitte. Es war nur alles so voll, und ich bin völlig in Panik geraten.“ Jamie hasste es Weihnachtsgeschenke zu kaufen, weil er nie so genau wusste, was er denn nun holen sollte. Ob das, was er ausgesucht hatte, dem Beschenkten auch wirklich gefiel. Er hatte sich im letzten Moment immer umentschieden, nur um dann mit dem, was er letztendlich gekauft hatte, doch nicht zufrieden zu sein.
Luke schob seinem Freund eine Der Bratwürste hin. „Ich weiß nicht ob sie noch heiß ist, die stehen hier schon eine Weile.“ „Ich hab doch gesagt, dass es mir leid tut!“ Luke strubbelte dem Kurzen lächelnd durch die Haare. „Ist schon gut. Hast du denn jetzt wenigstens alles zusammen?“ Jamie seufzte frustriert. „Nein. Aber immerhin das meiste. Trotzdem bin ich mir nicht sicher, ob ich das Richtige gekauft habe.“ Dieses Jahr hatte er zum ersten Mal Schwiegereltern, die er beschenken musste. „Das hat mich so gestresst, weil ich nicht weiß, was deine Eltern mögen.“ Und das obwohl er Luke hunderttausendmal über deren Vorlieben ausgefragt hatte, stets mit einem Ausdruck von Panik im Gesicht. „Ich habe deiner Mutter eine Vase gekauft. Eine VASE.“ Was Blöderes konnte er doch nicht verschenken, oder? „Na, solange sie hübsch ist, passt das schon“, versuchte sein Freund ihn zu beruhigen, aber es half kein Stück. „Ess jetzt erst mal, bevor's gefroren ist.“
Hunger hatte Jamie eigentlich nicht, aber da Luke ihm etwas zu essen besorgt hatte, wollte er es auch nicht verschmähen und begann zu essen. „Musst du dann noch was holen, oder können wir gleich endlich heim gehen? Mir frieren die Eier ab.“ Der Kurze verdrehte genervt die Augen. Musste Luke denn immer so ordinär sein? „Ich müsste noch nach Weihnachtsschmuck schauen, das habe ich jetzt nicht mehr geschafft.“ Nun war es an Luke genervt dreinzuschauen. „Haben wir nicht schon genug Zuhause?“ „Nein, haben wir nicht.“ „Jamie, ich habe wirklich keine Lust ausgerechnet heute noch mit dir stundenlang durch die Geschäfte zu rennen. Ich war den ganzen Tag arbeiten!“ „Das weiß ich doch“, murmelte der Kurze betreten und widmete seine ganze Aufmerksamkeit seiner Wurst im Brötchen.
„Ich will nach Hause“, setzte Luke nach, „meine Füße hochlegen und dich heute abend flachlegen.“ Jamie verschluckte sich an seinem Essen. Er blinzelte den Großen an. „Was?“ Luke beugte sich näher zu ihm und lächelte sein typisches und unwiderstehliches Lächeln. „Du hast mich schon verstanden.“ So schlecht gelaunt konnte Luke also nicht sein, wenn heute noch Sex drin war. „Und wenn du willst, trage ich dabei auch die Nikolausmütze.“ „So ein Blödsinn. Ich will wirklich nicht mit jemandem schlafen, der auch nur entfernt wie ein Weihnachtsmann aussieht. Du hast wohl zu viel Glühwein getrunken.“ Luke zuckte grinsend mit den Schultern. „Na, dann eben nicht.“
Er zündete sich eine Zigarette an, obwohl Jamie noch am Essen war. Und er sollte eigentlich ganz genau wissen, dass der Kurze das nicht mochte. Essen und Zigarettenqualm gingen mal so gar nicht. „Muss das sein“, maulte er und nickte mit dem Kopf auf die Kippenschachtel. Luke gab eine einfache und unumstößliche Antwort. „Ja.“ Und rauchte in aller Seelenruhe. „sieh du mal zu, dass du aufisst, damit wir endlich nach hause fahren können. Und dann wird Knecht Ruprecht dir gehörig den Hintern versohlen. Und vielleicht noch ein paar andere Sachen damit machen.“ „Luke!“ „Jetzt stell dich doch nicht so an.“ nicht, dass Jamie etwas dagegen hätte, aber es in so direkten Worten zu hören, das war ihm dann doch ein bisschen unangenehm. Vor allem vor den ganzen Leuten hier...
Nachdem er sich den letzten Bissen in den Mund gestopft hatte griff Luke nach der dreckigen Serviette, um sie in den nächstgelegenen Mülleimer zu befördern. „Na komm, lass uns gehen.“
no subject
Date: 2014-12-17 05:14 pm (UTC)no subject
Date: 2014-12-18 12:26 am (UTC)