Adventskalender: 9. Türchen
Dec. 9th, 2014 12:14 pmFandom: Teen Wolf
Challenges: 1. Weihnachtsbraten
2. Warme Kuschelpullover
3. „Wir kriegen das schon hin...“
Personen: Scott, Stiles, Deaton, Melissa
Wörter: ~2300
Genre: fluff, bisschen h/c, bisschen angst
Anmerkung: Rei und ich haben uns zu diesem Szenario schon so einige Gedanken gemacht. Sie hatte die Idee, falls jemand fragt. *g* Und hey, wer mag nicht den Gedanken an Stiles, der von grünen Feen in ein Rehkitz verwandelt wird, weil er seine Klappe nicht halten kann?
Er sieht Stiles' Wiedergeburt.
Er sieht das Licht und hört ihn schreien.
Alles geht so schnell und Scott glaubt zuerst, dass Stiles stirbt. Niemand kann ihm diese Idee verdenken.
Was er weiß, ist, dass er nicht nah genug bei seinem besten Freund ist. Vielleicht sind zehn Fuß zwischen ihnen, vielleicht auch eine Meile.
Aber das Licht schleudert ihn zurück hinter die Barriere, welche die Feen auf der Waldlichtung zwischen ihm und Stiles aufgetan haben, welche die Eckzähne in seinem Gebiss anschwellen lässt, die den Wolf unter seiner Haut kitzelt und reizt und triezt und quält.
Da ist das Knacken von Knochen, von brechendem Willen, von einem Körper, der sich bis zur Unkenntlichkeit verformt. Scott kann es fühlen.
Dann wirft sich das Licht in den Himmel wie vom Wind aufgepeitscht und in der kalten Dezemberluft sieht er die weißen Atemwölkchen aus dem Mäulchen eines jungen Rehkitzes wallen, das am Boden liegt wie neugeboren.
Es schlägt ihm den Atem aus den Lungen.
Nein, nein, nicht wie.
Neugeboren.
–
Alan Deaton schaut ihn sehr lange fragend an.
Auf der Rückseite der Tür, durch die gerade die Familie mit dem gefühlt tonnenschweren Neufundländer gegangen sind, sammelt sich der Geruch von Hund und Scott fühlt sich zunehmend unruhiger.
Seine Beschützerinstinkte rasen. Er muss das Rehkitz, das er in seinen weiß-grau gestreiften Pullover gewickelt in seinen Armen hält, ein wenig fester an sich drücken.
Er setzt es so vorsichtig auf dem Behandlungstisch ab, als würde es ihm sonst durch die Hände schmelzen.
„Das ist ein Reh“, sagt Deaton sehr sachlich. Scott hört es: Der Mann wartet auf den Haken an der Geschichte.
„Hast du es angefahren?“
„Gott, nein“, stammelt Scott.
„Es tut mir leid, aber das ist nicht irgendein Reh.“
Er befeuchtet seine Lippen, versucht, seinen Herzschlag zu kontrollieren, sich vom schmerzhaften Pochen in seiner Brust abzulenken.
„Das ist Stiles“, bringt er hervor.
„Das ist Stiles und grüne Feen haben ihn verwandelt.“
Er muss die Hand auf dem Rücken des winzigen Tieres behalten, weil er sonst den Griff zur Realität verlieren würde. In keiner Welt kann es Wirklichkeit sein, dass Stiles verzaubert wird, in keiner. Besessenheit war das Höchste der Gefühle.
Es ist unmöglich, dass Stiles ein neugeborenes Rehkitz ist, es ist unmöglich, dass er in diesem Körper gefangen ist, es ist unmöglich, dass er für den Rest seines Lebens so bleiben muss, dass er-
„Scott!“
Er fühlt Deatons Hand ganz schwach auf seiner. Als wäre der Arzt weit, weit weg und würde durch einen Schleier zu ihm sprechen.
„Sieh mich an. Nein, nicht ihn, sieh mich an. Sehr gut. Jetzt atme ein und zähle bis fünf, bevor du wieder ausatmest. Kannst du das für mich tun?“
Er tut haargenau, was Scott vorhin mit Stiles im Wald getan hat.
Gleich, nachdem Stiles bemerkt hat, dass er nicht aufstehen, nicht laufen, nicht reden kann.
Aber jetzt prallt die Realität der Tierklinik, in der Scott normalerweise Kätzchen verbindet und Hunden die Beine schient, auf diese unsägliche Erinnerung, auf eine Erinnerung, die für ihn wirkt, als habe er sie im Fernsehen erlebt.
„Sehr gut“, lobt Deaton ihn.
„Lass mich einen Blick auf ihn werfen, ja?“
Scott nickt schwach, aber er kann die Hand nicht wegnehmen. Geistesabwesend streichelt er mit dem Daumen über den winzigen, kurzen Rücken des Kitzes. Nein, muss er sich berichtigen. Über Stiles' Rücken.
Er betrachtet mit Argusaugen, wie sein Boss dem Rehkind mit einem kleinen Licht in die Augen leuchtet, wie er es bittet, den Mund aufzumachen und es der Bitte nachkommt, wie er jedes einzelne der kleinen Beinchen begutachtet, ausstreckt und prüft.
Stiles macht kleine, fiepende Geräusche dazu, immer wieder, als ob er zwischendurch immer wieder vergisst, dass da keine Worte aus seinem Mund kommen, dass seine Lippen nicht mehr beweglich sind.
Scott hüllt ihn hinterher wieder in seinen Pullover ein. Das Kitz schlottert am ganzen Körper. Es verwundert nicht. Rehe gibt es hier eigentlich gar nicht und selbst die Hirschkitze von Kalifornien werden im Frühjahr geboren. Nicht kurz vor Weihnachten, wenn man draußen seinen eigenen Atem sehen kann.
–
Es folgt das unweigerliche Spießrutenlaufen.
Nachdem Deaton versprochen hat, die Wesen ausfindig zu machen, welche Stiles das hier angetan haben, klappert Scott sie alle ab.
Lydia. Kira. Malia. Seine Mutter, weil Stiles bei ihm bleiben wird.
Derek, der einzige, der dabei gewesen ist, steht mit grimmiger Miene dabei.
Scott beschließt, den Sheriff gegen Abend anzurufen und ihm zu sagen, dass Stiles bei ihm übernachtet.
Gelogen ist es ja nicht.
Aber niemand hat die Kraft, dem armen Mann heute noch beizubringen, dass sein einziger Sohn in ein Tierbaby verwandelt worden ist.
Er ist so dankbar, dass seine Mutter es relativ gut aufnimmt.
Sie sitzt vor dem Fernseher, als er Stiles zum Wohnzimmer hereinträgt und sieht sich die Wettervorhersage an. Ihre Hand mit der Fernbedienung bleibt zu lange in der Luft hängen und sie blinzelt etwas zu langsam.
Aber die Art, wie sie tonlos und trocken wiederholt „Das da ist Stiles“, zeugt davon, dass sie sich ganz offenbar besser mit dem Gedanken arrangieren kann als Scott.
„Wie hat er denn das hingekriegt?“
Das Rehkitz schnaubt niedlich durch die Nase.
Und das ist der Moment, in dem ein klein wenig der ganzen, grässlichen, zum Zerreißen schrecklichen Anspannung im Raum in sich zusammenfällt.
Nein, natürlich schnaubt Stiles nicht niedlich. Er ist empört – Scott kann sehen, wie er sich dramatisch an die Brust fasst und sagt Iiich? Ich habe überhaupt nichts gemacht!
Aber er ist ein siebzehnjähriger Teenager gefangen im Körper eines Rehkitzes und deswegen ist er unendlich niedlich in seiner Empörung.
Mit seinen riesigen, braunen Augen. Und der Stupsnase. Und den gigantischen Ohren. Und den weißen Flecken auf seinem Rücken.
„Wie lange wird das dauern?“, fragt Scotts Mutter später, als sie gemeinsam auf der Couch sitzen. Sie streicht gedankenverloren über Stiles' Rücken.
„Ein paar Tage? Wochen?“
Scott schluckt.
„Wir ähm...wissen es nicht“, gibt er zu.
Sie sieht ihn lange an, verzieht nachdenklich den Mund.
„Es tut mir so leid“, murmelt Scott.
„Es tut mir so, so leid.“
Denn er hätte wissen müssen, dass sein bester Freund ein noch viel territorialeres Verhalten an den Tag legt als jeder Werwolf. Er hätten wissen müssen, dass Stiles die Feen auf der Lichtung verbal angehen, ihnen entgegenschleudern würde, dass sie „in die falsche Nachbarschaft gekommen sind“ und „ihre Absinth-Partys gefälligst woanders feiern“ sollen.
Etwas Weiches reißt ihn aus den Gedanken.
Das Rehkitz zwischen ihm und seiner Mutter drückt zärtlich seinen Kopf gegen Scotts Arm. Dann schaut es ihn sehr lange an und sein Blick wird weich und tröstend.
Hinter all der Fassade, hinter dem Schreck und den tierischen Instinkten sitzt Stiles.
Er ist da und gleichzeitig verschwunden.
Wie bei einem magischen Trick.
–
„Okay, es kann losgehen.“
Melissa hält Stiles bei den winzigen Flanken.
„Das wird schon. Erinnert ihr euch, wie ihr damals Radfahren gelernt habt? Das war genau das gleiche.“
Sie grinst das Reh von ihrer Position über ihm an.
„Weißt du noch, als Scott gegen den Baum gefahren ist, weil er die Bremse nicht gefunden hat?“
„Mom!“
Scott fühlt die Röte in seine Wangen kriechen.
Er hockt auf der anderen Seite des Wohnzimmers neben der Couch und vor dem Esstisch.
Es sind vier Meter, die Stiles zu ihm balancieren muss und niemals im Leben hätte Scott sich träumen lassen, dass er seinem in ein Reh verwandelten besten Freund das Laufen würde beibringen müssen.
„Ist ja gut.“ Seine Mutter klopft Stiles auf die linke Flanke.
„Versuch's erstmal ganz langsam. Und lauf mir ja nicht gegen den Tisch, das war ein Erbstück. Sonst wirst du unser Weihnachtsbraten.“
„Mom!“
Doch da gibt sie Stiles schon einen Klaps auf seinen kleinen Hintern und das Kitz stakst vorwärts.
Scott hat sich noch nie so sehr für die Angewohnheiten von Tieren mit gespaltenen Hufen interessiert, aber er findet es unfassbar, wie lang und dünn diese Rehbeinchen sind. Sie knicken halb ein, machen tockernde Geräusche auf den Dielen, unrhythmisch und verloren. Er kann sich nur versuchen vorzustellen, wie es sich anfühlen muss, wie auf vier Stelzen zu laufen.
Stiles macht fünf unbeholfene Schritte auf ihn zu, gibt einen kläglichen Laut von sich und stolpert über sein rechtes Hinterbein.
Er landet bäuchlings auf dem Boden.
„Weihnachtsbraten“, wiederholt Scotts Mutter mit erhobener Augenbraue.
Und mehr braucht es nicht. Stiles rappelt sich auf und quäkt wie ein...Ja, nun, wie ein Rehkind nach seiner Mutter.
Scott hat den leisen Verdacht, dass sein bester Freund schimpft und nörgelt. Was herauskommt, ist aber allenfalls dieses Fiepen.
Weitere fünf gestolperte Schritte später plumpst das Kitz in Scotts Arme.
„Na seht ihr.“
Seine Mutter grinst triumphierend.
„Wie Radfahren. Das verlernt er jetzt auch nicht mehr.“
–
Vielleicht hat er vergessen, was für eine gute Mutter sie ist.
Nein, nicht mit Absicht. Vielleicht ist er rausgewachsen aus diesem Wissen, während sie die letzten Jahre umeinander herumgetanzt sind – er in der Schule und in diversen außerschulischen Aktivitäten und sie immer, immer, immer auf der Arbeit.
Doch als er Stiles an den Esstisch auf ein Kissen auf einen Stuhl setzt und ihm seine von Deaton gesponserte Ersatzmilch in einer Schüssel gibt, runzelt seine Mutter die Stirn.
Stiles bemerkt es nicht. Er nippt an der Flüssigkeit und niest mit angeklappten Ohren und zusammengekniffenen Augen.
Er versucht es erneut, stößt das Mäulchen in die Milch und schnaubt hinein. Mit einem Kieksen reißt er den Kopf hoch.
„Schon gut, komm her.“ Scott ist sofort bei ihm und hilft ihm, mit einer Serviette Milch aus der Nase zu streichen.
Das Kitz drückt ihm mürrisch den Kopf in die Ellenbeuge und Scott streichelt ihn vorsichtig.
Die Welt ist so frustrierend, wenn man seine Lippen nicht zu einer saugenden Bewegung spitzen kann.
„Versuch's mit der Zunge?“, schlägt Scott vor.
Er betrachtet, wie sich das Tier über die Schüssel beugt und zu schlabbern beginnt, schnell und gierig, so dass sich ein kleiner Milchziegenbart unter seinem Maul bildet.
„Das geht so nicht“, bestimmt Scotts Mutter.
„Aber-“
„Wartet hier.“
Sie rauscht davon und kommt etwa zehn Minuten später mit Spinnweben in den Haaren zurück. Scott hat sie auf dem Dachboden rumpeln hören und nun traut er seinen Augen nicht.
Sie schwenkt eine alte Babyflasche und eine Blechdose.
Stiles hebt den Kopf und versucht, sich Milchreste von den Lippen mit seiner kleinen, rosa Zunge zu lecken. Er blinzelt und für einen winzigen Moment sieht er tatsächlich aus wie Stiles.
„Er ist ein Baby“, erklärt Melissa.
„Zumindest äußerlich. Also müssen wir ihn auch so behandeln.“
Die beiden sehen ihr zu, wie sie aus der Blechdose einen eierschalenfarbenen gummiartigen Gegenstand holt: Einen alten Sauger, den man auf die Flasche schraubt.
Sie angelt nach einem Topf, füllt ihn mit Wasser und legt, als es zu sieden beginnt, sowohl Sauger als auch die Flasche für kurze Zeit hinein. Scott weiß, dass man beides sterilisieren muss, nur hat er bis dato nicht gewusst, wie man das überhaupt macht. Er hätte die Flasche vermutlich nur in den Geschirrspüler gesteckt.
Mit der Spitze einer Schaschliknadel drückt sie geduldig das Loch im Sauger größer.
Dann nimmt sie Stiles die Schüssel weg und füllt die Milch in die Flasche um.
Diese bekommt Scott in die Hand gedrückt.
„Mit der Flasche? Ich weiß nicht, Mom.“
„Probiert es wenigstens.“
Das Glas ist noch warm an seinen Fingern.
Scott schaut Stiles zweifelnd an.
„Ist das okay?“, fragt er schüchtern.
Denn Himmel, wenn sein bester Freund etwas hasst, dann, bemuttert zu werden, wie ein kleines, dummes Kind behandelt zu werden.
Das Rehkitz auf dem Stuhl neben ihm schaut zögernd die Flasche an und macht ein fiepsendes Geräusch.
Vermutlich heißt es soviel wie „Nun mach schon, Alter, ich verhungere hier gerade.“
Es klingt zumindest so.
Scott zieht das Reh auf seinen Schoß, vorsichtig darauf bedacht, dass dieses seine langen Beine auf seine falten kann.
Es bricht ihm zu großen Teilen das Herz, seinem besten Freund eine Flasche zu geben. Aber Stiles saugt sich geradezu fest daran und trinkt gierig und glucksend und schmatzend.
Es ist, als ob Scott plötzlich ein Kind hat.
Irgendwie.
–
Draußen weht ein kalter, ungemütlicher Wind, als Stiles sich auf Scotts Bett zusammenrollt und ihm die Augen zufallen.
Hinter den Fensterscheiben blinken die Weihnachtsbeleuchtungen der Nachbarn in Rot, Geld, Orange.
Scott steht im Türrahmen zu seinem Badezimmer und denkt daran, dass Lydia genau hier einen Mistelzweig aufhängen wollte. Wieso auch immer. Außer ihm und Stiles steht hier doch sowieso niemand. Er denkt an Weihnachten, daran, dass der Sheriff vielleicht alleine an seinem Tisch sitzt. Höchstens mit einem Rehkitz.
Scott muss das wieder in Ordnung bringen.
Stiles' Ohren zucken, als sein bester Freund sich neben ihm auf die Matratze niederlässt.
Er hebt verblüfft den Kopf, als Scott sich das alberne rosa Rentiergeweih aufsetzt, das er für Stiles auf dem Weihnachtsmarkt geschossen hat, und es anschaltet.
Für einen Augenblick blinkert Scott ihn stumm an.
„Hilft das?“, nuschelt er und wackelt mit dem Geweih auf seinem Kopf.
„Beruhigt das die Instinkte?“
Stiles legt sehr langsam den Kopf schief.
„Entschuldige“, seufzt Scott.
Natürlich hilft das nicht.
Sein bester Freund ist kein Mensch mehr, und das, obwohl er mit dem ganzen übernatürlichen Larifari hier am allerwenigsten zu tun hat. Das war mit dem Nogitsune schon so, das ist auch jetzt so.
Immer steht er in Scotts Schussbahn.
Immer.
„Wir kriegen das schon hin...“, flüstert Scott leise und legt sich neben dem Rehkitz auf die Seite.
Er zieht die Decke über sie beide, dass es kuschlig warm um sie ist, streicht beruhigend über das kleine, weiche Fellchen und spürt den rasenden, puckernden Puls darunter.
Sein innerer Wolf gähnt zufrieden.
Komischer Wolf, denkt Scott, der ein potentielles Beutetier beschützen will.
Bis ihm aufgeht, dass Stiles noch immer wie Stiles riecht unter all den Reh-Pheromonen.
„Okay? Wir kriegen das schon wieder hin. Ich kümmere mich darum.“ Scott streichelt das Rekitzköpfchen, fährt mit den Fingern über die großen Ohren des Tierchens.
„Ich kümmere mich um dich.“
Sie liegen noch eine ganze Weile stumm aneinander gekuschelt da, im Blinken von aufdringlichen Weihnachtsbeleuchtungen.
Das letzte, was Scott spürt, ist der Kuss einer winzigen rosa Zunge.
Challenges: 1. Weihnachtsbraten
2. Warme Kuschelpullover
3. „Wir kriegen das schon hin...“
Personen: Scott, Stiles, Deaton, Melissa
Wörter: ~2300
Genre: fluff, bisschen h/c, bisschen angst
Anmerkung: Rei und ich haben uns zu diesem Szenario schon so einige Gedanken gemacht. Sie hatte die Idee, falls jemand fragt. *g* Und hey, wer mag nicht den Gedanken an Stiles, der von grünen Feen in ein Rehkitz verwandelt wird, weil er seine Klappe nicht halten kann?
Er sieht Stiles' Wiedergeburt.
Er sieht das Licht und hört ihn schreien.
Alles geht so schnell und Scott glaubt zuerst, dass Stiles stirbt. Niemand kann ihm diese Idee verdenken.
Was er weiß, ist, dass er nicht nah genug bei seinem besten Freund ist. Vielleicht sind zehn Fuß zwischen ihnen, vielleicht auch eine Meile.
Aber das Licht schleudert ihn zurück hinter die Barriere, welche die Feen auf der Waldlichtung zwischen ihm und Stiles aufgetan haben, welche die Eckzähne in seinem Gebiss anschwellen lässt, die den Wolf unter seiner Haut kitzelt und reizt und triezt und quält.
Da ist das Knacken von Knochen, von brechendem Willen, von einem Körper, der sich bis zur Unkenntlichkeit verformt. Scott kann es fühlen.
Dann wirft sich das Licht in den Himmel wie vom Wind aufgepeitscht und in der kalten Dezemberluft sieht er die weißen Atemwölkchen aus dem Mäulchen eines jungen Rehkitzes wallen, das am Boden liegt wie neugeboren.
Es schlägt ihm den Atem aus den Lungen.
Nein, nein, nicht wie.
Neugeboren.
–
Alan Deaton schaut ihn sehr lange fragend an.
Auf der Rückseite der Tür, durch die gerade die Familie mit dem gefühlt tonnenschweren Neufundländer gegangen sind, sammelt sich der Geruch von Hund und Scott fühlt sich zunehmend unruhiger.
Seine Beschützerinstinkte rasen. Er muss das Rehkitz, das er in seinen weiß-grau gestreiften Pullover gewickelt in seinen Armen hält, ein wenig fester an sich drücken.
Er setzt es so vorsichtig auf dem Behandlungstisch ab, als würde es ihm sonst durch die Hände schmelzen.
„Das ist ein Reh“, sagt Deaton sehr sachlich. Scott hört es: Der Mann wartet auf den Haken an der Geschichte.
„Hast du es angefahren?“
„Gott, nein“, stammelt Scott.
„Es tut mir leid, aber das ist nicht irgendein Reh.“
Er befeuchtet seine Lippen, versucht, seinen Herzschlag zu kontrollieren, sich vom schmerzhaften Pochen in seiner Brust abzulenken.
„Das ist Stiles“, bringt er hervor.
„Das ist Stiles und grüne Feen haben ihn verwandelt.“
Er muss die Hand auf dem Rücken des winzigen Tieres behalten, weil er sonst den Griff zur Realität verlieren würde. In keiner Welt kann es Wirklichkeit sein, dass Stiles verzaubert wird, in keiner. Besessenheit war das Höchste der Gefühle.
Es ist unmöglich, dass Stiles ein neugeborenes Rehkitz ist, es ist unmöglich, dass er in diesem Körper gefangen ist, es ist unmöglich, dass er für den Rest seines Lebens so bleiben muss, dass er-
„Scott!“
Er fühlt Deatons Hand ganz schwach auf seiner. Als wäre der Arzt weit, weit weg und würde durch einen Schleier zu ihm sprechen.
„Sieh mich an. Nein, nicht ihn, sieh mich an. Sehr gut. Jetzt atme ein und zähle bis fünf, bevor du wieder ausatmest. Kannst du das für mich tun?“
Er tut haargenau, was Scott vorhin mit Stiles im Wald getan hat.
Gleich, nachdem Stiles bemerkt hat, dass er nicht aufstehen, nicht laufen, nicht reden kann.
Aber jetzt prallt die Realität der Tierklinik, in der Scott normalerweise Kätzchen verbindet und Hunden die Beine schient, auf diese unsägliche Erinnerung, auf eine Erinnerung, die für ihn wirkt, als habe er sie im Fernsehen erlebt.
„Sehr gut“, lobt Deaton ihn.
„Lass mich einen Blick auf ihn werfen, ja?“
Scott nickt schwach, aber er kann die Hand nicht wegnehmen. Geistesabwesend streichelt er mit dem Daumen über den winzigen, kurzen Rücken des Kitzes. Nein, muss er sich berichtigen. Über Stiles' Rücken.
Er betrachtet mit Argusaugen, wie sein Boss dem Rehkind mit einem kleinen Licht in die Augen leuchtet, wie er es bittet, den Mund aufzumachen und es der Bitte nachkommt, wie er jedes einzelne der kleinen Beinchen begutachtet, ausstreckt und prüft.
Stiles macht kleine, fiepende Geräusche dazu, immer wieder, als ob er zwischendurch immer wieder vergisst, dass da keine Worte aus seinem Mund kommen, dass seine Lippen nicht mehr beweglich sind.
Scott hüllt ihn hinterher wieder in seinen Pullover ein. Das Kitz schlottert am ganzen Körper. Es verwundert nicht. Rehe gibt es hier eigentlich gar nicht und selbst die Hirschkitze von Kalifornien werden im Frühjahr geboren. Nicht kurz vor Weihnachten, wenn man draußen seinen eigenen Atem sehen kann.
–
Es folgt das unweigerliche Spießrutenlaufen.
Nachdem Deaton versprochen hat, die Wesen ausfindig zu machen, welche Stiles das hier angetan haben, klappert Scott sie alle ab.
Lydia. Kira. Malia. Seine Mutter, weil Stiles bei ihm bleiben wird.
Derek, der einzige, der dabei gewesen ist, steht mit grimmiger Miene dabei.
Scott beschließt, den Sheriff gegen Abend anzurufen und ihm zu sagen, dass Stiles bei ihm übernachtet.
Gelogen ist es ja nicht.
Aber niemand hat die Kraft, dem armen Mann heute noch beizubringen, dass sein einziger Sohn in ein Tierbaby verwandelt worden ist.
Er ist so dankbar, dass seine Mutter es relativ gut aufnimmt.
Sie sitzt vor dem Fernseher, als er Stiles zum Wohnzimmer hereinträgt und sieht sich die Wettervorhersage an. Ihre Hand mit der Fernbedienung bleibt zu lange in der Luft hängen und sie blinzelt etwas zu langsam.
Aber die Art, wie sie tonlos und trocken wiederholt „Das da ist Stiles“, zeugt davon, dass sie sich ganz offenbar besser mit dem Gedanken arrangieren kann als Scott.
„Wie hat er denn das hingekriegt?“
Das Rehkitz schnaubt niedlich durch die Nase.
Und das ist der Moment, in dem ein klein wenig der ganzen, grässlichen, zum Zerreißen schrecklichen Anspannung im Raum in sich zusammenfällt.
Nein, natürlich schnaubt Stiles nicht niedlich. Er ist empört – Scott kann sehen, wie er sich dramatisch an die Brust fasst und sagt Iiich? Ich habe überhaupt nichts gemacht!
Aber er ist ein siebzehnjähriger Teenager gefangen im Körper eines Rehkitzes und deswegen ist er unendlich niedlich in seiner Empörung.
Mit seinen riesigen, braunen Augen. Und der Stupsnase. Und den gigantischen Ohren. Und den weißen Flecken auf seinem Rücken.
„Wie lange wird das dauern?“, fragt Scotts Mutter später, als sie gemeinsam auf der Couch sitzen. Sie streicht gedankenverloren über Stiles' Rücken.
„Ein paar Tage? Wochen?“
Scott schluckt.
„Wir ähm...wissen es nicht“, gibt er zu.
Sie sieht ihn lange an, verzieht nachdenklich den Mund.
„Es tut mir so leid“, murmelt Scott.
„Es tut mir so, so leid.“
Denn er hätte wissen müssen, dass sein bester Freund ein noch viel territorialeres Verhalten an den Tag legt als jeder Werwolf. Er hätten wissen müssen, dass Stiles die Feen auf der Lichtung verbal angehen, ihnen entgegenschleudern würde, dass sie „in die falsche Nachbarschaft gekommen sind“ und „ihre Absinth-Partys gefälligst woanders feiern“ sollen.
Etwas Weiches reißt ihn aus den Gedanken.
Das Rehkitz zwischen ihm und seiner Mutter drückt zärtlich seinen Kopf gegen Scotts Arm. Dann schaut es ihn sehr lange an und sein Blick wird weich und tröstend.
Hinter all der Fassade, hinter dem Schreck und den tierischen Instinkten sitzt Stiles.
Er ist da und gleichzeitig verschwunden.
Wie bei einem magischen Trick.
–
„Okay, es kann losgehen.“
Melissa hält Stiles bei den winzigen Flanken.
„Das wird schon. Erinnert ihr euch, wie ihr damals Radfahren gelernt habt? Das war genau das gleiche.“
Sie grinst das Reh von ihrer Position über ihm an.
„Weißt du noch, als Scott gegen den Baum gefahren ist, weil er die Bremse nicht gefunden hat?“
„Mom!“
Scott fühlt die Röte in seine Wangen kriechen.
Er hockt auf der anderen Seite des Wohnzimmers neben der Couch und vor dem Esstisch.
Es sind vier Meter, die Stiles zu ihm balancieren muss und niemals im Leben hätte Scott sich träumen lassen, dass er seinem in ein Reh verwandelten besten Freund das Laufen würde beibringen müssen.
„Ist ja gut.“ Seine Mutter klopft Stiles auf die linke Flanke.
„Versuch's erstmal ganz langsam. Und lauf mir ja nicht gegen den Tisch, das war ein Erbstück. Sonst wirst du unser Weihnachtsbraten.“
„Mom!“
Doch da gibt sie Stiles schon einen Klaps auf seinen kleinen Hintern und das Kitz stakst vorwärts.
Scott hat sich noch nie so sehr für die Angewohnheiten von Tieren mit gespaltenen Hufen interessiert, aber er findet es unfassbar, wie lang und dünn diese Rehbeinchen sind. Sie knicken halb ein, machen tockernde Geräusche auf den Dielen, unrhythmisch und verloren. Er kann sich nur versuchen vorzustellen, wie es sich anfühlen muss, wie auf vier Stelzen zu laufen.
Stiles macht fünf unbeholfene Schritte auf ihn zu, gibt einen kläglichen Laut von sich und stolpert über sein rechtes Hinterbein.
Er landet bäuchlings auf dem Boden.
„Weihnachtsbraten“, wiederholt Scotts Mutter mit erhobener Augenbraue.
Und mehr braucht es nicht. Stiles rappelt sich auf und quäkt wie ein...Ja, nun, wie ein Rehkind nach seiner Mutter.
Scott hat den leisen Verdacht, dass sein bester Freund schimpft und nörgelt. Was herauskommt, ist aber allenfalls dieses Fiepen.
Weitere fünf gestolperte Schritte später plumpst das Kitz in Scotts Arme.
„Na seht ihr.“
Seine Mutter grinst triumphierend.
„Wie Radfahren. Das verlernt er jetzt auch nicht mehr.“
–
Vielleicht hat er vergessen, was für eine gute Mutter sie ist.
Nein, nicht mit Absicht. Vielleicht ist er rausgewachsen aus diesem Wissen, während sie die letzten Jahre umeinander herumgetanzt sind – er in der Schule und in diversen außerschulischen Aktivitäten und sie immer, immer, immer auf der Arbeit.
Doch als er Stiles an den Esstisch auf ein Kissen auf einen Stuhl setzt und ihm seine von Deaton gesponserte Ersatzmilch in einer Schüssel gibt, runzelt seine Mutter die Stirn.
Stiles bemerkt es nicht. Er nippt an der Flüssigkeit und niest mit angeklappten Ohren und zusammengekniffenen Augen.
Er versucht es erneut, stößt das Mäulchen in die Milch und schnaubt hinein. Mit einem Kieksen reißt er den Kopf hoch.
„Schon gut, komm her.“ Scott ist sofort bei ihm und hilft ihm, mit einer Serviette Milch aus der Nase zu streichen.
Das Kitz drückt ihm mürrisch den Kopf in die Ellenbeuge und Scott streichelt ihn vorsichtig.
Die Welt ist so frustrierend, wenn man seine Lippen nicht zu einer saugenden Bewegung spitzen kann.
„Versuch's mit der Zunge?“, schlägt Scott vor.
Er betrachtet, wie sich das Tier über die Schüssel beugt und zu schlabbern beginnt, schnell und gierig, so dass sich ein kleiner Milchziegenbart unter seinem Maul bildet.
„Das geht so nicht“, bestimmt Scotts Mutter.
„Aber-“
„Wartet hier.“
Sie rauscht davon und kommt etwa zehn Minuten später mit Spinnweben in den Haaren zurück. Scott hat sie auf dem Dachboden rumpeln hören und nun traut er seinen Augen nicht.
Sie schwenkt eine alte Babyflasche und eine Blechdose.
Stiles hebt den Kopf und versucht, sich Milchreste von den Lippen mit seiner kleinen, rosa Zunge zu lecken. Er blinzelt und für einen winzigen Moment sieht er tatsächlich aus wie Stiles.
„Er ist ein Baby“, erklärt Melissa.
„Zumindest äußerlich. Also müssen wir ihn auch so behandeln.“
Die beiden sehen ihr zu, wie sie aus der Blechdose einen eierschalenfarbenen gummiartigen Gegenstand holt: Einen alten Sauger, den man auf die Flasche schraubt.
Sie angelt nach einem Topf, füllt ihn mit Wasser und legt, als es zu sieden beginnt, sowohl Sauger als auch die Flasche für kurze Zeit hinein. Scott weiß, dass man beides sterilisieren muss, nur hat er bis dato nicht gewusst, wie man das überhaupt macht. Er hätte die Flasche vermutlich nur in den Geschirrspüler gesteckt.
Mit der Spitze einer Schaschliknadel drückt sie geduldig das Loch im Sauger größer.
Dann nimmt sie Stiles die Schüssel weg und füllt die Milch in die Flasche um.
Diese bekommt Scott in die Hand gedrückt.
„Mit der Flasche? Ich weiß nicht, Mom.“
„Probiert es wenigstens.“
Das Glas ist noch warm an seinen Fingern.
Scott schaut Stiles zweifelnd an.
„Ist das okay?“, fragt er schüchtern.
Denn Himmel, wenn sein bester Freund etwas hasst, dann, bemuttert zu werden, wie ein kleines, dummes Kind behandelt zu werden.
Das Rehkitz auf dem Stuhl neben ihm schaut zögernd die Flasche an und macht ein fiepsendes Geräusch.
Vermutlich heißt es soviel wie „Nun mach schon, Alter, ich verhungere hier gerade.“
Es klingt zumindest so.
Scott zieht das Reh auf seinen Schoß, vorsichtig darauf bedacht, dass dieses seine langen Beine auf seine falten kann.
Es bricht ihm zu großen Teilen das Herz, seinem besten Freund eine Flasche zu geben. Aber Stiles saugt sich geradezu fest daran und trinkt gierig und glucksend und schmatzend.
Es ist, als ob Scott plötzlich ein Kind hat.
Irgendwie.
–
Draußen weht ein kalter, ungemütlicher Wind, als Stiles sich auf Scotts Bett zusammenrollt und ihm die Augen zufallen.
Hinter den Fensterscheiben blinken die Weihnachtsbeleuchtungen der Nachbarn in Rot, Geld, Orange.
Scott steht im Türrahmen zu seinem Badezimmer und denkt daran, dass Lydia genau hier einen Mistelzweig aufhängen wollte. Wieso auch immer. Außer ihm und Stiles steht hier doch sowieso niemand. Er denkt an Weihnachten, daran, dass der Sheriff vielleicht alleine an seinem Tisch sitzt. Höchstens mit einem Rehkitz.
Scott muss das wieder in Ordnung bringen.
Stiles' Ohren zucken, als sein bester Freund sich neben ihm auf die Matratze niederlässt.
Er hebt verblüfft den Kopf, als Scott sich das alberne rosa Rentiergeweih aufsetzt, das er für Stiles auf dem Weihnachtsmarkt geschossen hat, und es anschaltet.
Für einen Augenblick blinkert Scott ihn stumm an.
„Hilft das?“, nuschelt er und wackelt mit dem Geweih auf seinem Kopf.
„Beruhigt das die Instinkte?“
Stiles legt sehr langsam den Kopf schief.
„Entschuldige“, seufzt Scott.
Natürlich hilft das nicht.
Sein bester Freund ist kein Mensch mehr, und das, obwohl er mit dem ganzen übernatürlichen Larifari hier am allerwenigsten zu tun hat. Das war mit dem Nogitsune schon so, das ist auch jetzt so.
Immer steht er in Scotts Schussbahn.
Immer.
„Wir kriegen das schon hin...“, flüstert Scott leise und legt sich neben dem Rehkitz auf die Seite.
Er zieht die Decke über sie beide, dass es kuschlig warm um sie ist, streicht beruhigend über das kleine, weiche Fellchen und spürt den rasenden, puckernden Puls darunter.
Sein innerer Wolf gähnt zufrieden.
Komischer Wolf, denkt Scott, der ein potentielles Beutetier beschützen will.
Bis ihm aufgeht, dass Stiles noch immer wie Stiles riecht unter all den Reh-Pheromonen.
„Okay? Wir kriegen das schon wieder hin. Ich kümmere mich darum.“ Scott streichelt das Rekitzköpfchen, fährt mit den Fingern über die großen Ohren des Tierchens.
„Ich kümmere mich um dich.“
Sie liegen noch eine ganze Weile stumm aneinander gekuschelt da, im Blinken von aufdringlichen Weihnachtsbeleuchtungen.
Das letzte, was Scott spürt, ist der Kuss einer winzigen rosa Zunge.
no subject
Date: 2014-12-09 11:53 am (UTC)Du und Rei seid einfach perfekt und viel zu kostbar. Man sollte euch einsperren, sodass ihr den lieben langen Tag nichts Anderes tun könnt, als euch so etwas auszudenken und zu Papier zu bringen ;)
Du hast das so süß beschrieben, die Sorge von Scott, die auch schon durch die kleinsten Kleinigkeiten wie eine Hand auf Stiles' Rücken so präsent wird. Hach, mensch, ich könnte davon bestimmt 50.000 Wörter lesen und immer noch nicht genug davon kriegen *haha*
Scott ist einfach zu süß, wie er sich um sein kleines Rehkitz kümmert und ja Acht gibt, dass ihm nichts passiert und es ihm an nichts mangelt.
Toll auch, wie irgendwie immer noch Stiles in dem Kitz zu erkennen war mit seinem Schnauben und allem.
Und ein Bonus Sternchen geht an Melissa. Ich liebe diese Frau und ihre kleinen Auftritte waren einfach perfekt :D
Ich liebe alles daran, einfach alles :)
no subject
Date: 2014-12-09 12:07 pm (UTC)„Hast du es angefahren?“
„Gott, nein“, stammelt Scott.
Wie kann man es auch wagen.
Scott McCall würde nie ein unschuldiges Rehkitz anfahren. Scott McCall würde nie einer Fliege auch nur etwas zu leide tun, geschweige denn einem süßen kleinen Rehkitz.
Scott würde aus dem Auto oder vom Motorrad springen (während es fährt) und das Rehkitz in Sicherheit bringen.
Ja, Scott McCall würde nie ein unschuldiges Tier anfahren :DDD
no subject
Date: 2014-12-09 08:26 pm (UTC)OH MEIN GOTT!!!!
OH MEIN GOTT
DAS ist das BESTE EVER! *______*
Ich weiß nicht, ob ich meiner absoluten Verzückung schon hinreichend Ausdruck verliehen habe - aber das ist SOOOO WUNDERBAR UND PERFEKT UND OMG ICH LIEBE ES!! *___*
FAWN ACTUALLY!!!! XD
Stiles ist das süßeste Reh aller Zeiten - ernsthaft, der MACHT MICH FERTIG!! *WEIN*
Und Scott ist soo süß und tut mir so leid und omg, protective!gentle!alpha!Scott, der sich beschützend um dieses winzige Tierchen kringeln will und die ganze Welt wütend anfauchen, die Stiles zu nah kommt... ;__; Ach mein Herz...
Ach Scott... ;__;
Alles hier ran ist wunderbar! *___*
Ich weiß gar nicht, wo ich anfangen soll... *___*
Die Verwandlung natürlich! Das ist so atmosphährisch und düster und so wunder- wunderbar erzählt!
Und dann die ganze Szene bei Deaton wo ich die ganze Zeit zwischen hemmungslos kichern („Das ist ein Reh“, sagt Deaton sehr sachlich. Scott hört es: Der Mann wartet auf den Haken an der Geschichte. „Hast du es angefahren?“ ) und totalem Mitgefühl (Er tut haargenau, was Scott vorhin mit Stiles im Wald getan hat.
Gleich, nachdem Stiles bemerkt hat, dass er nicht aufstehen, nicht laufen, nicht reden kann.) hin und hergerissen war. Ach armer Scott. Er tut einem so leid... ;__;
ZUM GLÜCK IST MELISSA DIE BESTE KOMPETESTENTE MUTTI EVER!!!! *__*
Alles an ihren Szenen war GOLDEN!! *___* *hin und weg*
Etwas Weiches reißt ihn aus den Gedanken.
Das Rehkitz zwischen ihm und seiner Mutter drückt zärtlich seinen Kopf gegen Scotts Arm. Dann schaut es ihn sehr lange an und sein Blick wird weich und tröstend.
Hinter all der Fassade, hinter dem Schreck und den tierischen Instinkten sitzt Stiles.
Er ist da und gleichzeitig verschwunden.
Wie bei einem magischen Trick.
Gooooooooooooott! ;__;
Wino!!!
Da bin ich da ein bisschen gestorben . weil ugh .... Reh!Stiles der versucht Scott zu trösten und nichts tun kann als sich wortlos an ihn zu schmiegen ... ;__; DAS KNACKSEN WAR NUR MEIN HERZ, OKAY???
Und dann dieser Satz, dass er gleichzeitig da ist und verschwunden... ugh.... GAH! WHYYY?? ;__;
Und dann wird Gott sei Dank gleich alles besser, weil Melissa awesome ist und ihm auf den kleinen Rehhintern haut, ihm androht dass er der Weihnachtsbraten wird und nebenbei noch peinliche Kindheitserinnerungen über Scott aus dem Hut zaubert (das können nur Muttis, so tolles Multitasking XD~~~) und Scott schockiertes "MOM!" - hach!! *___*
UND OMG STILES STAKSIGE BEINCHEN! SEINE ERSTEN SCHRITTE! OMG!!! *VERZÜCKUNGSSCHREIE AUSSTOß* *__________* DAS IST SO NIEDLICH ICH HALTS NICHT AUS HILFE!!!!!
Weitere fünf gestolperte Schritte später plumpst das Kitz in Scotts Arme.
OH MEIN GOTT DAS IST SOOO SÜß!!!!! *in die Tischkante beiß*
Ich möchte bitte eine Millionen fanarts dazu wie Stiles mit staksigen Schritten durch das Wohnzimmer wackelt und dann am Ende erschöpft in SCOTTS SCHOß PLUMPST UND SCOTT IHN IN DIE ARME SCHLIEßT UND STILES MIT EINEM WAIDWUNDEN REHBLICK AUF MELISSA GUCKT WEIL IHM ANGEDROHT WURDE DER WEIHNACHTSBRATEN ZU WERDEN!!! *______________*
Alles ist wunderbar! ICH LIEBE DICH!!
no subject
Date: 2014-12-09 08:26 pm (UTC)Er versucht es erneut, stößt das Mäulchen in die Milch und schnaubt hinein. Mit einem Kieksen reißt er den Kopf hoch.
„Schon gut, komm her.“ Scott ist sofort bei ihm und hilft ihm, mit einer Serviette Milch aus der Nase zu streichen.
Sollte ich jemals in ein kleines Babyreh verwandelt werden, will ich auch bitte von Scott McCall mit Nachhause genommen werden! ;__; Seriously, ich glaube niemand auf der ganzen Welt würde sich so unglaublich liebevoll um seinen besten Freund mit vier Beinen kümmern.... Gott, ihr ZWEI!! ;__;
Er hebt verblüfft den Kopf, als Scott sich das alberne rosa Rentiergeweih aufsetzt, das er für Stiles auf dem Weihnachtsmarkt geschossen hat, und es anschaltet.
Für einen Augenblick blinkert Scott ihn stumm an.
„Hilft das?“, nuschelt er und wackelt mit dem Geweih auf seinem Kopf.
„Beruhigt das die Instinkte?“
Ich weißt gerade nicht ob ich lachen oder weinen soll, weil das gleichzeitig so unglaublich dorky, so unglaublich liebevoll und so unglaublich tragisch und so 100% Scott war!! ;__; *___*
Mein bester Freund ist ein Reh und ich falle von einer Panikattacke in die nächste - aber was kann ich tun um IHN aufzuheitern??? Oh ja - ein Geweih aufsetzen, vielleicht fühlt er such dann besser? ;__;
Ach Scott... ach Scott!!!
„Okay? Wir kriegen das schon wieder hin. Ich kümmere mich darum.“ Scott streichelt das Rekitzköpfchen, fährt mit den Fingern über die großen Ohren des Tierchens.
„Ich kümmere mich um dich.“
Sie liegen noch eine ganze Weile stumm aneinander gekuschelt da, im Blinken von aufdringlichen Weihnachtsbeleuchtungen.
Das letzte, was Scott spürt, ist der Kuss einer winzigen rosa Zunge.
Das ist so wunderschön ...
Gott, dieses Ende...
Alles daran ist perfekt und oh Gott, Scott der sich beschützend um dieses kleine Beutetier kringelt und ihm verspricht, dass alles wieder gut wird und dass er sich um ihn kümmern wird und Stiles, der nichts darauf erwidern kann, außer ihm kleine feuchte Rehküsse zu geben ... oh GOTT !! ;___; *____*
Das ist alles durch und durch wundervoll und perfekt und ich hätte gerne noch 750.000 Wörter mehr davon???? *___*
ICH LIEBE ES!!! ICH LIEBE DICH!! ICH LIEBE ALLES!!!
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Date: 2014-12-09 09:43 pm (UTC)Ich liebe es, wie du von total dramatisch und tieftraurig zu lustig/oder-zumindest-nicht-mehr-ganz-so-furchtbar kommst, awwww.
UND YAY FÜR MELISSA SIE IST SO PERFEKT HAAAACH
Er denkt an Weihnachten, daran, dass der Sheriff vielleicht alleine an seinem Tisch sitzt. Höchstens mit einem Rehkitz.
Ich stell mir grad vor, dass Stiles jetzt leider zwei Jahre lang ein Reh/Hirsch bleiben muss und der Sheriff dann mit einem ausgewachsenen Hirsch inklusive Geweih am Tisch sitzen muss. AAHAHHAHAHHA XDDD
Großartige Geschichte, mit allem und jeden, wirklich <3333
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Date: 2014-12-12 04:43 pm (UTC)Ich habe ja von Rei schon von dieser Idee gehört und da klang es wahnsinnig putzig und überhaupt!! Aber das hier toppt alle Vorstellungen!
Hach, Stiles... halt dich doch ausnahmsweise mal zurück! Du hast genug übernatürliche Freunde! Aber nein, der einzige Mensch der Truppe muss die Klappe aufreißen und ein paar Feen sauer machen ;_;
Ich sehe es richtig vor mir, wie Scott ein kleines Rehkitz mit sich herumträgt und total angst hat, dass NOCH mehr passiert ._. Wie kannst du ihm das nur antun? Oder eher: wie könnt IHR ihm das nur antun?
Und dann das Geweih! XD Das ist das aus Reis Fic, oder? XD Das ist einfach herrlich!
Hach... und Dr. Deaton. Und Melissa! Mit der Babyflasche! Wenn Stiles wieder er selbst ist, wird er sicher einiges zu sagen haben. XDDD
Immer steht er in Scotts Schussbahn.
Er rennt ja auch jedes Mal voll rein! ._.
Gibt es da mehr zu? Von dir oder von Rei? *-*