Streik

Oct. 28th, 2014 08:43 pm
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Challenge: Streik
Fandom: Agents of S.H.I.E.L.D.
Charakter: Jemma Simmons

Ein erster Versuch, erwartet nicht zu viel...


Ihr Verstand hatte Jemma Simmons noch nie im Stich gelassen. Egal wie gefährlich eine Situation war, sie hatte eine Lösung gefunden. Aber meist war Fitz an ihrer Seite gewesen. Nicht unbedingt ein Ruhepol, da er ebenso hektisch werden konnte, und meistens auch wurde, wie sie selbst. Aber sie waren ein Team gewesen. Unschlagbar. Diejenigen, die dafür sorgten, dass ihre Freunde im Feld das bestmögliche Material hatten. Die besten Bedingungen um erfolgreich zu sein.
Und jetzt?
Jetzt musste Fitz sich von einem Gehirnschaden erholen und sie war nicht bei ihm. Ihre Freunde, S.H.I.E.L.D., kämpfen ums Überleben. Darum, nicht weiter als Staatsfeinde verfolgt zu werden. Handlungsfähig zu bleiben.
Und sie war nicht bei ihnen.
Vielleicht streikte ihr Verstand darum. Vielleicht auch, weil ihr Gehirn beschlossen hatte, undercover zu arbeiten war nichts für sie. Nur, dass sie nicht mehr zurückkonnte. Hydra würde sie nicht so einfach aus ihren Fängen entlassen und... sie konnte auch nicht gehen. Sie wollte es nicht. Coulson vertraute ihr. Dass sie herausfinden würde, was bisher keinem gelungen war. Dass sie sein Auge in Hydra war.
Jemma sah auf ihren Kaffee. Er war stark und schwarz, dampfte unschuldig in seiner weißen Tasse vor sich hin. Sie legte einen Finger auf das Porzellan und zog ihn direkt wieder zurück. Egal wie unschuldig er aussah, man konnte sich verbrennen. Aber wenn sie ihn trank, würde er sie wenigstens wach halten.
Wissenschaft war ihr Leben. Aber wie der Kaffee war alles Wissen mit Vorsicht zu genießen. Hydra war gefährlich. Ihre Art, Wissenschaft zu betreiben war gefährlich. Keine Regulierungen, keine ethischen Hemmschwellen. Als würde der kochend heiße Kaffee ungebremst über ihre Hände laufen.
Sie hatte Dinge gesehen, die sie nicht wissen wollte, aber die sie lockten. Sie hatte nicht gelogen, als man sie verhört hatte: Ihre Loyalität galt der Wissenschaft. Sie glaubte daran, dass man mit Hilfe der Wissenschaft viele Probleme lösen konnte. Aber das war nicht die ganze Wahrheit gewesen. Man durfte nicht derart rücksichtslos vorgehen wie Hydra es tat. So viele unschuldige Leben zerstören... Menschen ihren freien Willen nehmen.
Wenn ihre Kollegen darüber sprachen, dann ergab es Sinn. Natürlich. Der Mensch war immer eine Variable, die nicht berechnet werden konnte. Um ein Ziel zu erreichen waren Opfer notwendig. Menschen konnten versagen. Konnten einen verraten. Aber das war doch kein Grund, sie in lebende Marionetten zu verwandeln? Oder?
Wie schaffte Hydra das? Sie hatte diese armen Leute gesehen... gewissermaßen selbst geholfen, sie zu kontrollieren. Wenn sie daran dachte, was mit Donny passiert war, wurde ihr immer noch eiskalt. Was hatte man ihm angetan?
Fragen... zu viele Fragen. Fragen, auf die sie keine Antworten hatte. Ihr Verstand streikte.
Und wenn sie das nicht in den Griff bekam, würde es sie töten.
Hier war kein Raum für Fehler.

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