Kink - im Freien
Oct. 14th, 2014 05:06 pmChallenge: Kink – im Freien
Bingo-Challenge: Joker - Selbstbefriedigung
Fandom: The Expendables 3
Titel: Hotline
Inhalt: Thorn hat eine ganz besondere Einstellung zu seiner Technik.
Anmerkung: für
der_jemand, weil sie mein Ego gestreichelt hat, als ich das ganz dringend nötig hatte, und als ich ganz unerträglich jammerig war. Dankeschön Außerdem hat sie sich sowas vor Ewigkeiten gewünscht.
<
Hotline
Thorn hat in seinem Leben schon eine Menge krummer Dinge gedreht, auf die er nicht besonders stolz ist, vor allem nicht, seit er weiß, dass Barney seine Akte gelesen hat.
Der alte Mann sagt zwar nie etwas, aber er hat diesen „enttäuschter-Vater“-Blick total perfektioniert, und Thorn hasst es wie die Pest, genau diesem ausgesetzt zu sein.
Momentan beschäftigt sich Barney zwar hauptsächlich mit Smilee (weil der seine Klappe einfach jedes Mal aufreißen muss, egal ob es um Steak mit Pommes oder einen taktischen Rückzug auf Hokkaido geht), aber Thorn weiß, dass er nicht ewig davonkommen wird. Er kann sich nicht mal auf Mars oder Luna verlassen, denn Mars versteht es, sich Barneys Anweisungen anzuhören, brav zu nicken und dann einfach das genaue Gegenteil zu tun, ohne dabei erwischt zu werden, sodass niemand sich genötigt sieht, ihm eine Strafpredigt zu halten, und Luna… Barney hat wahrscheinlich Angst vor Luna (so wie sie alle) und wird sich deshalb hüten, ihr irgendwelche Vorschriften zu machen.
Eigentlich arbeitet Thorn ja auch viel lieber allein, oder zumindest so, dass er mit niemanden von seinen Auftraggebern sprechen muss. Als er Seattle lahmgelegt hat, ist er das ganze Wochenende lang nicht vom Sofa aufgestanden (oder hat sich eine Hose angezogen, was spätestens bei der Festnahme echt peinlich war) und der einzige Mensch, mit dem er geredet hat, war der Typ vom Pizzaservice gewesen – der ihn ja schlussendlich auch verpfiffen hat.
Er ist seither auf chinesisches Fast Food umgestiegen und hat ein paar Vertrauensprobleme entwickelt.
Jetzt aber hat er ein riesiges Team um sich herum, auf das er sich einstellen muss, und vor allem auf die ständige Verkabelung während der Missionen, wo ihm plötzlich ein Dutzend Leute bei jedem Atemzug zuhören, den er in seinem vollgestopften Lieferwagen nimmt.
Deshalb dauert es auch genau eine Mission nach dem ganzen Fiasko in Rumänien, bis Thorn auffällt, was für eine gottverdammte Scheiße er eigentlich labert, wenn er dabei ist, sich in irgendwelche Server zu hacken, um Überwachungskameras oder den Strom eines ganzen Straßenblocks auszuschalten.
„Komm schon, Baby“, murmelt er zum Beispiel, als er sich Zugang zum Hauptserver verschafft. „So ist’s gut, ja, schön langsam… du weißt, was mir gefällt, oh ja...“
Später, während er die Verschlüsselung für die Sicherheitstüren überschreibt, flüstert er „Gott, ja, das ist gut, genau so, komm schon…“
Als er die Stromzufuhr endlich unter Kontrolle hat, schreit er: „Ahh, fuck, ja, geil!“ – stößt mit der Faust in die Luft und erst als er sich die Finger am Dach des Lieferwagens aufschlägt, merkt er, dass er das gerade laut gesagt hat. Thorn klappt der Mund auf, doch bevor er irgendetwas erklären kann, knackt es ganz fürchterlich in seinen Ohren.
„Alter, halt die Klappe!“, faucht Mars. „Ich versuch mich hier zu konzentrieren, ja?“
„Als hätte man bei ner schlechtern Sexhotline angerufen“, knurrt Luna.
„Nimm die Hand aus der Hose, Junge“, stimmt Toll zu und das halbunterdrückte Schnaufen kann nur ein spöttisches Lachen von Gunnar sein.
„Könnt ihr alle endlich mal das Maul halten?“ Doc klingt so, als wäre er kurz davor, wieder aus dem Luftschacht zu kriechen und Thorn eigenhändig zu erwürgen.
Thorn würde ihm sogar das Seil dafür reichen.
Oder ein Messer. Irgendwas, damit er aus dieser unfassbar peinlichen Nummer wieder herauskommt und nie, nie wieder irgendeinem seiner Teammitglieder in die Augen sehen muss.
„Ich…“, fiept er, doch er kann vor lauter im-Boden-versinken-wollen gar keinen klaren Gedanken mehr fassen. „Sorry, ich hab…“
„Spar’s dir“, murmelt Lee da. „Aber ich schwöre dir, wenn ich wiederkomme und du deine Sauerei nicht aufgewischt hast, erschieß ich dich.“
Thorn stöhnt und schlägt die Hände vors Gesicht, während die anderen in gackerndes Gelächter ausbrechen.
„Konzentriert euch, verdammt noch mal“, sagt Barney nach ein paar Sekunden und das Team wird tatsächlich schlagartig ruhig. „Wir kommen sonst zu spät!“
„Ja, wir alle außer Thorn“, erwidert Lee.
„Lee.“
„Jaja, schon gut. An die Arbeit, Leute.“
Es dauert trotz allem noch ein paar Sekunden, eh sich alle wieder soweit beruhigt haben, dass sie weitermachen können (Gott sei Dank sind Waffenhändler nie sonderlich pünktlich) und Thorn hört nur ab und zu noch ein Kichern oder ein halb unterdrücktes Prusten.
Oh Gott, damit werden sie ihn ewig aufziehen, am besten wäre es, wenn er den Lieferwagen direkt ins Hafenbecken fahren würde.
Plötzlich fällt ihm auf, dass sich ein Teammitglied bisher merkwürdig still verhalten hat.
Geradezu verdächtig still.
Und das obwohl Smilee doch sonst immer das Maul aufreißt, egal worum es geht.
Seufzend schaut Thorn auf den Monitor zu seiner Linken, wo die Wärmesignatur aller Teammitglieder orangerot vor sich hin schimmert.
Smilee ist auf jeden Fall noch da und auch wenn Thorn gar keine Lust darauf hat, sich selbst ans Messer zu liefern, schließt er alle ausgehenden Kanäle bis auf den zu Smilees Funkgerät.
„Bist…bist du noch da?“, fragt Thorn in das Rauschen des Äthers hinein.
Er erwartet ein Schnauben und einen dämlichen Spruch, doch Smilee sagt gar nichts. Thorn überprüft noch einmal das Wärmebild, doch sofern sich nicht ein smileeförmiger Hirsch genau auf diesem Zielpunkt niedergelassen hat, gibt es eigentlich keinen Grund, warum er nicht antworten sollte.
„Komm schon, gibs mir“, sagt Thorn. „Du hältst doch sonst nicht die Klappe, also los, gib’s mi-“
Ein tiefes, keuchendes Stöhnen unterbricht ihn. Thorn zuckt zusammen und krallt sich in seine Tastatur.
„J-John?”
„Sei still, oh Gott...“
Thorn klappt der Mund auf, er presst die Hand fester auf die Kopfhörer, und jetzt kann er das Rascheln von Kleidern hören, winzige, wimmernde Laute, die aus Smilees Mund kommen, sogar das Knirschen seiner Schuhe auf dem ausgedörrten Boden.
Thorn verkrampft sich, ein Blitz schießt durch seinen ganzen Körper. Er ahnt, was Smilee da macht. Gibt ja nicht viele Möglichkeiten.
Trotzdem schluckt Thorn gegen die plötzliche Hitze in seiner Brust an und fragt:
„Was…was machst du da…“
Vielleicht kämpft er bloß mit einem Tiger.
„Was glaubst du wohl!“ Smilee schreit ihn an, das Wärmebild zuckt wild hin und her. „Du hast doch angefangen! V-verdammt…“
„W-was?“
Smilee faucht, es raschelt und schabt wieder, er schnaubt, klingt plötzlich gedämpft, wahrscheinlich hat er sich den Ärmel in den Mund gestopft, doch das leise Winseln, das abgehackte Luftholen, seine immer höher werdende Stimme hört Thorn trotzdem ganz deutlich und plötzlich erstirbt seine Stimme ganz, sein Körper auf dem Wärmebild liegt plötzlich bewegungslos da, als habe ihm jemand eine Kugel durch den Kopf gejagt.
Thorn hört nichts mehr außer dem wilden Pochen seines Herzens und erst als es wieder raschelt, und Smilee sich ganz langsam vorwärts bewegt, kann er einen klaren Gedanken fassen.
„Bist du völlig irre?“, faucht er und schaut rasch nach den anderen, doch sie sind alle in Position. „Was hast du dir dabei gedacht?“
„Du hast doch angefangen!“, knurrt Smilee zurück, als seien sie hier im Kindergarten. Trotz allem klingt er nicht sonderlich außer Atem, wahrscheinlich weil sein Marine-Mutantentraining ihn an Schlimmeres gewöhnt hat, als eine schnelle Nummer mitten auf dem Waldboden in feindlichem Gebiet. „Tu doch nicht so unschuldig, du hast doch auch…“
„Nein“, flüstert Thorn. „Hab ich nicht.“
„Was?!“
„Ich hab… ich hab nicht…was du gemacht hast.“
Auf dem Wärmebildmonitor friert Smilees Form fest. Die nächsten Worte presst er hastig, verzweifelt, flüsternd hervor und Thorn kann sich vorstellen, dass, wenn Smilee neben ihm stünde, er wahrscheinlich an den Schultern gepackt und heftig geschüttelt würde. Oder dass Smilee sich in den Kopf schießen würde vor lauter Peinlichkeit.
„Aber du hast all diesen Kram gesagt…“
„Ja“, antwortet Thorn. Warum ist er nicht einfach ins Hafenbecken gefahren. „Aber nur… ich rede so. Wenn ich etwas hacke. Hilft bei der Konzentration.“
„Oh.“
Ein kleines, vollkommen resigniertes Wort und dann sagt ein paar Augenblicke lang niemand mehr etwas, doch Smilee schaltet sein Funkgerät nicht aus und Thorn kappt nicht die Verbindung.
Irgendetwas passiert da gerade zwischen ihnen und er wird sich hüten, das aufzuhalten.
Nicht jetzt, wo er weiß, dass er nur ein bisschen ins Mikrofon keuchen muss, um Smilee dazu zu bringen, sich den Munitionsgürtel auszuziehen, seine Hose aufzuzerren und sich mitten in der Öffentlichkeit einen runterzuholen.
Thorn kichert.
„Halt die Klappe!“, flucht Smilee, doch Thorn kann nicht anders, das Adrenalin rauscht durch seine Adern und er fühlt sich vollkommen high von all der Macht, die er über Smilee hat und von der er bisher überhaupt nichts wusste.
„Wer hätte das gedacht?“, fragt er grinsend. „Du bist verknallt in mich.“
„Ich brech dir deine kleinen Nerdfinger, einen nach dem anderen, wenn ich wieder da bin“, kommt die Antwort, doch Smilee klingt nicht so, als meine er das sonderlich ernst. Im Gegenteil, dafür, dass er gerade von einem Teamkollegen beim Masturbieren erwischt wurde, ist er ziemlich entspannt.
Thorn beschließt, dass nicht in Frage zu stellen
„Warum hast du nie was gesagt? Darüber, dass du mich offensichtlich ziemlich großartig findest.“
Sie haben eigentlich wichtigeres zu tun, die Bewegungssensoren auf der Landstraße weit über ihnen können jeden Moment die Waffenschieber ankündigen, doch er muss das jetzt wissen, sonst hat er vielleicht nie wieder den Mut dazu. Vor allem dann nicht, wenn Smilee wieder vor ihm steht und ihm diesen speziellen Blick zuwirft, der ihm regelmäßig das Hirn lahmlegt.
„Weil du nie was gesagt hast“, antwortet Smilee.
Solide Logik, das muss man ihm lassen.
Thorn lacht. „Vollidiot.“
„Selber.“
Da ist es wieder, das Kindergartenniveau und obwohl Thorn nichts dagegen gehabt hätte, sich noch ein paar Minuten lang Beleidigungen an den Kopf zu werfen, schlagen in diesem Moment die Bewegungsmelder Alarm.
Zeit ist Geld, denkt Thorn.
„Wie wärs, wenn wir das nochmal üben?“
„Was meinst du?“
„Na, die Feldkommunikation. Ich hab das Gefühl, dass es da bei uns noch einige … Verständnisschwierigkeiten gibt. Du etwa nicht?“
„…schon.“
„Also. Wenn wir wieder zuhause sind, kommst du zu mir. Und dann zeig ich dir, wo’s lang geht.“
Den letzten Teil hat er nur gehaucht, doch Smilee hat ihn trotzdem gehört. Er schnauft leise.
„Auch ohne… ohne Funkgerät?“
„Darauf kannst du deinen hübschen Hintern verwetten.“
Bingo-Challenge: Joker - Selbstbefriedigung
Fandom: The Expendables 3
Titel: Hotline
Inhalt: Thorn hat eine ganz besondere Einstellung zu seiner Technik.
Anmerkung: für
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Hotline
Thorn hat in seinem Leben schon eine Menge krummer Dinge gedreht, auf die er nicht besonders stolz ist, vor allem nicht, seit er weiß, dass Barney seine Akte gelesen hat.
Der alte Mann sagt zwar nie etwas, aber er hat diesen „enttäuschter-Vater“-Blick total perfektioniert, und Thorn hasst es wie die Pest, genau diesem ausgesetzt zu sein.
Momentan beschäftigt sich Barney zwar hauptsächlich mit Smilee (weil der seine Klappe einfach jedes Mal aufreißen muss, egal ob es um Steak mit Pommes oder einen taktischen Rückzug auf Hokkaido geht), aber Thorn weiß, dass er nicht ewig davonkommen wird. Er kann sich nicht mal auf Mars oder Luna verlassen, denn Mars versteht es, sich Barneys Anweisungen anzuhören, brav zu nicken und dann einfach das genaue Gegenteil zu tun, ohne dabei erwischt zu werden, sodass niemand sich genötigt sieht, ihm eine Strafpredigt zu halten, und Luna… Barney hat wahrscheinlich Angst vor Luna (so wie sie alle) und wird sich deshalb hüten, ihr irgendwelche Vorschriften zu machen.
Eigentlich arbeitet Thorn ja auch viel lieber allein, oder zumindest so, dass er mit niemanden von seinen Auftraggebern sprechen muss. Als er Seattle lahmgelegt hat, ist er das ganze Wochenende lang nicht vom Sofa aufgestanden (oder hat sich eine Hose angezogen, was spätestens bei der Festnahme echt peinlich war) und der einzige Mensch, mit dem er geredet hat, war der Typ vom Pizzaservice gewesen – der ihn ja schlussendlich auch verpfiffen hat.
Er ist seither auf chinesisches Fast Food umgestiegen und hat ein paar Vertrauensprobleme entwickelt.
Jetzt aber hat er ein riesiges Team um sich herum, auf das er sich einstellen muss, und vor allem auf die ständige Verkabelung während der Missionen, wo ihm plötzlich ein Dutzend Leute bei jedem Atemzug zuhören, den er in seinem vollgestopften Lieferwagen nimmt.
Deshalb dauert es auch genau eine Mission nach dem ganzen Fiasko in Rumänien, bis Thorn auffällt, was für eine gottverdammte Scheiße er eigentlich labert, wenn er dabei ist, sich in irgendwelche Server zu hacken, um Überwachungskameras oder den Strom eines ganzen Straßenblocks auszuschalten.
„Komm schon, Baby“, murmelt er zum Beispiel, als er sich Zugang zum Hauptserver verschafft. „So ist’s gut, ja, schön langsam… du weißt, was mir gefällt, oh ja...“
Später, während er die Verschlüsselung für die Sicherheitstüren überschreibt, flüstert er „Gott, ja, das ist gut, genau so, komm schon…“
Als er die Stromzufuhr endlich unter Kontrolle hat, schreit er: „Ahh, fuck, ja, geil!“ – stößt mit der Faust in die Luft und erst als er sich die Finger am Dach des Lieferwagens aufschlägt, merkt er, dass er das gerade laut gesagt hat. Thorn klappt der Mund auf, doch bevor er irgendetwas erklären kann, knackt es ganz fürchterlich in seinen Ohren.
„Alter, halt die Klappe!“, faucht Mars. „Ich versuch mich hier zu konzentrieren, ja?“
„Als hätte man bei ner schlechtern Sexhotline angerufen“, knurrt Luna.
„Nimm die Hand aus der Hose, Junge“, stimmt Toll zu und das halbunterdrückte Schnaufen kann nur ein spöttisches Lachen von Gunnar sein.
„Könnt ihr alle endlich mal das Maul halten?“ Doc klingt so, als wäre er kurz davor, wieder aus dem Luftschacht zu kriechen und Thorn eigenhändig zu erwürgen.
Thorn würde ihm sogar das Seil dafür reichen.
Oder ein Messer. Irgendwas, damit er aus dieser unfassbar peinlichen Nummer wieder herauskommt und nie, nie wieder irgendeinem seiner Teammitglieder in die Augen sehen muss.
„Ich…“, fiept er, doch er kann vor lauter im-Boden-versinken-wollen gar keinen klaren Gedanken mehr fassen. „Sorry, ich hab…“
„Spar’s dir“, murmelt Lee da. „Aber ich schwöre dir, wenn ich wiederkomme und du deine Sauerei nicht aufgewischt hast, erschieß ich dich.“
Thorn stöhnt und schlägt die Hände vors Gesicht, während die anderen in gackerndes Gelächter ausbrechen.
„Konzentriert euch, verdammt noch mal“, sagt Barney nach ein paar Sekunden und das Team wird tatsächlich schlagartig ruhig. „Wir kommen sonst zu spät!“
„Ja, wir alle außer Thorn“, erwidert Lee.
„Lee.“
„Jaja, schon gut. An die Arbeit, Leute.“
Es dauert trotz allem noch ein paar Sekunden, eh sich alle wieder soweit beruhigt haben, dass sie weitermachen können (Gott sei Dank sind Waffenhändler nie sonderlich pünktlich) und Thorn hört nur ab und zu noch ein Kichern oder ein halb unterdrücktes Prusten.
Oh Gott, damit werden sie ihn ewig aufziehen, am besten wäre es, wenn er den Lieferwagen direkt ins Hafenbecken fahren würde.
Plötzlich fällt ihm auf, dass sich ein Teammitglied bisher merkwürdig still verhalten hat.
Geradezu verdächtig still.
Und das obwohl Smilee doch sonst immer das Maul aufreißt, egal worum es geht.
Seufzend schaut Thorn auf den Monitor zu seiner Linken, wo die Wärmesignatur aller Teammitglieder orangerot vor sich hin schimmert.
Smilee ist auf jeden Fall noch da und auch wenn Thorn gar keine Lust darauf hat, sich selbst ans Messer zu liefern, schließt er alle ausgehenden Kanäle bis auf den zu Smilees Funkgerät.
„Bist…bist du noch da?“, fragt Thorn in das Rauschen des Äthers hinein.
Er erwartet ein Schnauben und einen dämlichen Spruch, doch Smilee sagt gar nichts. Thorn überprüft noch einmal das Wärmebild, doch sofern sich nicht ein smileeförmiger Hirsch genau auf diesem Zielpunkt niedergelassen hat, gibt es eigentlich keinen Grund, warum er nicht antworten sollte.
„Komm schon, gibs mir“, sagt Thorn. „Du hältst doch sonst nicht die Klappe, also los, gib’s mi-“
Ein tiefes, keuchendes Stöhnen unterbricht ihn. Thorn zuckt zusammen und krallt sich in seine Tastatur.
„J-John?”
„Sei still, oh Gott...“
Thorn klappt der Mund auf, er presst die Hand fester auf die Kopfhörer, und jetzt kann er das Rascheln von Kleidern hören, winzige, wimmernde Laute, die aus Smilees Mund kommen, sogar das Knirschen seiner Schuhe auf dem ausgedörrten Boden.
Thorn verkrampft sich, ein Blitz schießt durch seinen ganzen Körper. Er ahnt, was Smilee da macht. Gibt ja nicht viele Möglichkeiten.
Trotzdem schluckt Thorn gegen die plötzliche Hitze in seiner Brust an und fragt:
„Was…was machst du da…“
Vielleicht kämpft er bloß mit einem Tiger.
„Was glaubst du wohl!“ Smilee schreit ihn an, das Wärmebild zuckt wild hin und her. „Du hast doch angefangen! V-verdammt…“
„W-was?“
Smilee faucht, es raschelt und schabt wieder, er schnaubt, klingt plötzlich gedämpft, wahrscheinlich hat er sich den Ärmel in den Mund gestopft, doch das leise Winseln, das abgehackte Luftholen, seine immer höher werdende Stimme hört Thorn trotzdem ganz deutlich und plötzlich erstirbt seine Stimme ganz, sein Körper auf dem Wärmebild liegt plötzlich bewegungslos da, als habe ihm jemand eine Kugel durch den Kopf gejagt.
Thorn hört nichts mehr außer dem wilden Pochen seines Herzens und erst als es wieder raschelt, und Smilee sich ganz langsam vorwärts bewegt, kann er einen klaren Gedanken fassen.
„Bist du völlig irre?“, faucht er und schaut rasch nach den anderen, doch sie sind alle in Position. „Was hast du dir dabei gedacht?“
„Du hast doch angefangen!“, knurrt Smilee zurück, als seien sie hier im Kindergarten. Trotz allem klingt er nicht sonderlich außer Atem, wahrscheinlich weil sein Marine-Mutantentraining ihn an Schlimmeres gewöhnt hat, als eine schnelle Nummer mitten auf dem Waldboden in feindlichem Gebiet. „Tu doch nicht so unschuldig, du hast doch auch…“
„Nein“, flüstert Thorn. „Hab ich nicht.“
„Was?!“
„Ich hab… ich hab nicht…was du gemacht hast.“
Auf dem Wärmebildmonitor friert Smilees Form fest. Die nächsten Worte presst er hastig, verzweifelt, flüsternd hervor und Thorn kann sich vorstellen, dass, wenn Smilee neben ihm stünde, er wahrscheinlich an den Schultern gepackt und heftig geschüttelt würde. Oder dass Smilee sich in den Kopf schießen würde vor lauter Peinlichkeit.
„Aber du hast all diesen Kram gesagt…“
„Ja“, antwortet Thorn. Warum ist er nicht einfach ins Hafenbecken gefahren. „Aber nur… ich rede so. Wenn ich etwas hacke. Hilft bei der Konzentration.“
„Oh.“
Ein kleines, vollkommen resigniertes Wort und dann sagt ein paar Augenblicke lang niemand mehr etwas, doch Smilee schaltet sein Funkgerät nicht aus und Thorn kappt nicht die Verbindung.
Irgendetwas passiert da gerade zwischen ihnen und er wird sich hüten, das aufzuhalten.
Nicht jetzt, wo er weiß, dass er nur ein bisschen ins Mikrofon keuchen muss, um Smilee dazu zu bringen, sich den Munitionsgürtel auszuziehen, seine Hose aufzuzerren und sich mitten in der Öffentlichkeit einen runterzuholen.
Thorn kichert.
„Halt die Klappe!“, flucht Smilee, doch Thorn kann nicht anders, das Adrenalin rauscht durch seine Adern und er fühlt sich vollkommen high von all der Macht, die er über Smilee hat und von der er bisher überhaupt nichts wusste.
„Wer hätte das gedacht?“, fragt er grinsend. „Du bist verknallt in mich.“
„Ich brech dir deine kleinen Nerdfinger, einen nach dem anderen, wenn ich wieder da bin“, kommt die Antwort, doch Smilee klingt nicht so, als meine er das sonderlich ernst. Im Gegenteil, dafür, dass er gerade von einem Teamkollegen beim Masturbieren erwischt wurde, ist er ziemlich entspannt.
Thorn beschließt, dass nicht in Frage zu stellen
„Warum hast du nie was gesagt? Darüber, dass du mich offensichtlich ziemlich großartig findest.“
Sie haben eigentlich wichtigeres zu tun, die Bewegungssensoren auf der Landstraße weit über ihnen können jeden Moment die Waffenschieber ankündigen, doch er muss das jetzt wissen, sonst hat er vielleicht nie wieder den Mut dazu. Vor allem dann nicht, wenn Smilee wieder vor ihm steht und ihm diesen speziellen Blick zuwirft, der ihm regelmäßig das Hirn lahmlegt.
„Weil du nie was gesagt hast“, antwortet Smilee.
Solide Logik, das muss man ihm lassen.
Thorn lacht. „Vollidiot.“
„Selber.“
Da ist es wieder, das Kindergartenniveau und obwohl Thorn nichts dagegen gehabt hätte, sich noch ein paar Minuten lang Beleidigungen an den Kopf zu werfen, schlagen in diesem Moment die Bewegungsmelder Alarm.
Zeit ist Geld, denkt Thorn.
„Wie wärs, wenn wir das nochmal üben?“
„Was meinst du?“
„Na, die Feldkommunikation. Ich hab das Gefühl, dass es da bei uns noch einige … Verständnisschwierigkeiten gibt. Du etwa nicht?“
„…schon.“
„Also. Wenn wir wieder zuhause sind, kommst du zu mir. Und dann zeig ich dir, wo’s lang geht.“
Den letzten Teil hat er nur gehaucht, doch Smilee hat ihn trotzdem gehört. Er schnauft leise.
„Auch ohne… ohne Funkgerät?“
„Darauf kannst du deinen hübschen Hintern verwetten.“
no subject
Date: 2014-10-14 07:10 pm (UTC)Oh. Mein. Gott. Smilee. ...Sowas von unprofessionell.
Alterrrrrrrrrr, ich sterbe, was tust du, warum tust du, ist das großartig. XD
Eigentlich hätte mir ja schon nach dem ersten Satz alles egal sein können, weil das ist ein sehr, sehr großartiger Satz, aber ich bin froh, weiter gelesen zu haben. Ich bleibe dabei, dass Thorn so bei der Arbeit redet, ist canon. (Hilft beim Konzentrieren, klar.) XD
Und die Reaktionen der anderen sind so, so treffend. Luna. Ich liebe Luna. <3
Und ich liebe wie Thorn sein Oberwasser genießt und bis zum letzten Tropfen auskostet. In 2 Sekunden von schüchternem "oh mein Gott, tötet mich" zu berauscht von seiner Macht über Smilee. So großartig. =D
no subject
Date: 2014-10-14 09:52 pm (UTC)Mit smutty fanfiction =333333
Ich freu mich echt, dass du es magst, wirklich, und ich wünschte, mir wären lustigere Wortspiele zum Hacken eingefallen, aber eh... xD (Für Smilee hats auch so gereicht. Der ist so verknallt, dass er wahrscheinlich knallrot wird, wenn Thorn bloß die Einkaufsliste vorliest).
FALLS DU MEHR IDEEN ZU DEN BEIDEN HAST, SCHMEISS MIR PROMPTS HIN ICH WILL MEINE BABIES ALLE GUT VERSORGT WISSEN <333333
no subject
Date: 2014-10-14 08:31 pm (UTC)Das war wirklich toll! Ich musste mich dermaßen bremsen beim Lesen. Auf der einen Seite wollte ich so schnell wie möglich lesen, auf der anderen wollte ich es so lange wie möglich hinauszögern und auskosten. :D Was du mit der deutschen Sprache anstellst, ist der Knaller! Ich kenne kaum Fanfic-Schreiber, die das in dem Ausmaß draufhaben. Es ist wirklich ein Genuss, und wenn es um Thorn/Smilee geht, UMSO BESSER! xD
Vielen vielen Dank für's Posten! Klasse! :)
no subject
Date: 2014-10-14 09:57 pm (UTC)(Falls du irgendwelche Prompts hast, wirf die immer gern in meine Richtung, okay, ich kann nichts versprechen, aber halt... ne... du kannst mir auch einfach all deinen Headcanon zu Thorn/Smilee erzählen, ich freu mir da ein Loch in den Bauch drüber =DD).
no subject
Date: 2014-10-16 09:31 am (UTC)Vielen Dank für das Angebot! Das weiß ich sehr zu schätzen und werde es sicherlich auch nutzen. Das kann allerdings noch dauern. Ich muss am Dienstag meine Masterarbeit im Kolloquium vorstellen (Hilfe! oO) und bewege mich dementsprechend momentan wie ein Zombie, der noch nie in seinem Leben eine Fanfiction-Idee hatte. -.- Aber ich bin sicher, es kommt wieder (hoffentlich bereust du es dann nicht xD). In der Zwischenzeit freue ich mich über jeden Schnipsel Thorn/Smilee, der bei dir auftaucht. *räusper* *hint hint* ;D
no subject
Date: 2014-10-18 08:32 am (UTC)no subject
Date: 2014-10-19 09:38 am (UTC)