Fandom: Teen Wolf
Charaktere/Pairing: Scott/Lydia
Warnungen: Erwähnung von Lydias wunderschönen Schamhaaren. Weibliche Sexualität. Weibliche Orgasmen. *gasp* Ein Schocker nicht wahr?
Challenge: Smut: "Drück mich. Gegen die Wand. Nackt." für mich
Wörter: ~2700
Vorwort: Na endlich. XD Wuhuuu! Porn!
Rating. Ich sage mal ab 18, aber ganz ehrlich? Ich denke, es ist ab 16, weil wir vermutlich alle wissen was eine Vagina ist und wie sie funktioniert. Es ist (wie immer bei mir) ganz zärtlich-romantischer Streichelsex.
"Here be dragons" bedeutet "gefährliches oder unbekanntes Territorium" (danke Wikipedia!)
Direkte Fortsetzung von Teil 2
„Okay.“
Lydia’s ‚okay‘ hallt durch Scotts Zimmer wie ein Echo.
„Okay?“ wiederholt Scott ungläubig.
„Du darfst liebevollen Sex mit mir haben“, sagt sie. Es klingt beinah herausfordernd.
Das viel zu weite T-Shirt ist an einer Seite hinuntergerutscht und entblößt ihre weiße Schulter. Ein Wassertropfen löst sich aus ihren feuchten Haaren und perlt ihren Hals hinunter.
Scott sieht es übergenau, sein Blick ist plötzlich wie eine heranzoomende Kamera, die ganz und gar auf sie fokussiert ist.
Er schluckt.
Er ist sich plötzlich nicht mehr sicher, ob das ganze eine gute Idee ist.
Mit welchem Recht bildet er sich überhaupt ein, dass ausgerechnet er Lydia Martin tolle Orgasmen verschaffen kann?
Was weiß er schon?
Mit feuchten Händen steht er auf und bleibt sofort stehen, plötzlich unsicher wie er anfangen soll. „Bist du sicher?“ fragt er heiser. „Das mit dem Drachen steht noch, das weißt du doch.“
Lydia wischt sich ungehalten über das Gesicht, als ob es ihr peinlich ist, dass sie eben beinah in Tränen ausgebrochen wäre. „Ist das eine Penis-Metapher?“ fragt sie trocken.
Ein ungebetenes Lachen entringt sich Scotts Kehle. „Nein.“
„Hm.“ Süffisant hebt sie die Augenbrauen und tritt auf ihn zu. „Verschenkt, McCall“, sagt sie und vergräbt eine Hand in seinem T-Shirt, bevor sie ihn ruckartig zu sich zieht. „Das wäre die Gelegenheit gewesen mir anzubieten, dass ich deinen ‚Drachen‘ erlegen darf“, flüstert sie.
Scotts Augen werden weit.
Oh Gott. Oh… Gott. Großer Gott. Es macht etwas mit ihm, wenn Lydia ihn ‚McCall‘ nennt.
„Lydia…“, stammelt er.
Sie legt die Arme in seinen Nacken und küsst ihn.
Lydia ist so winzig klein ohne ihre hochhackigen Schuhe, dass sie auf den Zehenspitzen stehen kann und er sich trotzdem noch zu ihr hinunter beugen muss. Sie stolpert und er legt reflexartig die Arme um ihre Taille, um sie festzuhalten.
Sie ist weich und warm und anschmiegsam in seinen Armen.
Sie hat ihn schon einmal geküsst, in einem Hinterzimmer der Schule, aber das ist hundert Jahre her und es ist nicht ansatzweise vergleichbar mit dem, was hier gerade passiert.
„Sicher?“ murmelt er gegen ihre Lippen.
Sie nickt. „Wenn du noch einmal fragst, kastrier ich dich. Und das ist ganz sicher.“
„Okay“, flüstert er atemlos. Und nach kurzem Nachdenken: „Bitte nicht.“
„Los“, haucht sie und drückt sich dichter an ihn. Scott kann ihre Brüste spüren durch den dünnen Stoff des T-Shirts und ihm wird heiß und kalt zugleich. Sie vibriert beinah und ihr hektischer Atem ist warm auf seiner Haut. „Bitte“, murmelt sie zwischen atemlosen Küssen. „Los, los, mach schon. Mach was. Drück mich gegen die Wand. Nackt. Irgendwas.“
Er hebt sie hoch, ohne seinen Mund von ihrem zu lösen. Sie lacht überrascht und schlingt reflexartig ihre Beine um seine Taille. „Vorteile von Werwölfen…“, murmelt sie. Mühelos trägt er sie zum Bett.
Ein Bett ist definitiv besser als die Wand.
Er lässt sie in die weichen Kissen sinken und gleitet über sie. „Was willst du?“ fragt er heiser. „Sag mir, was du willst.“
Ihre Finger wandern durch seine Nackenhaare, gleiten über seine Wange hinunter, bis zu seinem Mund. Sie zieht seinen Kopf zu sich hinunter. „Fass mich an“, flüstert sie direkt an seinem Ohr.
Das lose T-Shirt ist hochgerutscht und entblößt ihren Bauch und das weiße Spitzendreieck ihres Slips. Er gleitet mit den Fingerspitzen über die weiche Rundung ihrer Brüste. Sie atmet aus. Ihre Brustwarzen sind hart wie Kirschkerne, und er kann die Erregung beinah selbst fühlen, die in ihr hochschwappt wie Meeresbrandung.
Scott lässt seine Hand hinunter wandern, seine Augen fragend auf ihr Gesicht gerichtet. Er fühlt sich ein bisschen ehrfürchtig, so als ob er gerade ein Heiligtum entweiht.
„Mach schon“, drängt sie atemlos. „Scott…“
Sein Name ist wie ein sanftes Hauchen und es lässt eine Welle aus Verlangen durch ihn spülen, die er mit Gewalt nach unten zwingt. Er legt seine Handfläche auf ihren Slip und lässt seine Finger behutsam zwischen ihre Beine gleiten. Lydia keucht auf und drückt ihm reflexartig das Becken entgegen.
„Ja, ja bitte,“ fordert sie. „Mach schon, mach schon, ich bin nicht der Papst, tu was damit… Scott!“
Er lacht beinah gegen seinen Willen. Es sprudelt aus ihm heraus und er presst verlegen das Gesicht in ihre Halsbeuge. Er findet es nicht sonderlich höflich einer Lady einfach die Hand in den Slip zu schieben. Andererseits…
„Scott!“ droht sie. „Ich werde dich schlagen, wenn du nicht auf der Stelle… oh mein Gott. Oh mein Gott!“
„Sorry?“ wispert er fragend.
„Nein“, bringt sie hervor. „Mach weiter. Wag es ja nicht jetzt aufzuhören. Wag es ja nicht.“
Sie winkelt hilfreich die Knie an als er ihr den Slip über die Beine streift. Ihr Becken streckt sich ihm fordernd entgegen und sie hat die Hände haltsuchend um seinen Nacken geschlungen. Sie ist feucht und erhitzt, und pochendes Verlangen klebt an ihr wie eine Wolke aus Lust.
Er streift ihr mit einer Hand das T-Shirt über den Kopf und verteilt sanfte behutsame Küsse auf ihren Brüsten.
Er bewegt seine Hand behutsam und testweise, konzentriert auf ihre stoßweise Atmung und ihren wild hämmernden Herzschlag. Er will wissen, was sie mag und wie sie es mag, er will all die Stellen finden, die bewirken, dass sie kleine wimmernde Geräusche von sich gibt und ihr Atem sich beschleunigt.
Lydia haucht ‚schneller‘ und ‚mehr‘, ‚bitte‘ und ‚Scott‘ und ihr Herzschlag dröhnt laut und fieberhaft in seinen Ohren.
Sie mag es leicht und schnell, findet er heraus, lieber mit den Fingerspitzen als mit der ganzen Hand, ein rasches Flattern wie Schmetterlingsflügel auf ihrer Klitoris.
Sie hält sich an ihm fest wie an einem Rettungsanker und auch ihr Atem klingt so, als ob sie ertrinkt.
Als sie kommt, wirft sie den Kopf zurück und schnappt atemlos nach Luft. Ihre Fingernägel bohren sich in seinen Rücken.
Ihre Vagina pulsiert unter seiner Hand, wie ein kleines Trommelsolo und es ist ein fast minutenlanges Beben.
„Besser?“, flüstert er an ihrem Ohr und sie nickt wortlos.
„Aber hör jetzt nicht auf“, befiehlt sie, ihre Augen geschlossen. Das Blut summt in ihren Adern. „Nochmal. Bitte.“
„Sicher?“
„Ich warne dich“, knurrt sie.
„Okay, okay.“ Er senkt den Kopf und küsst sie in die Kuhle zwischen ihren Schlüsselbeinen.
„Ich werde dich nachher zum Essen einladen und unter dem Tisch deine Hand halten, wenn du das möchtest“, verspricht er.
Sie lacht. Es ist ein warmer, sanfter Laut. „Du bist so ein Marshmallow.“
Behutsam bewegt er sich über ihr nach unten. „Wir tun alles, was du willst, okay? Wenn du es dir zwischendurch anders überlegst, dann hören wir auf. Jederzeit.“
„Ich will nicht aufhören…“ flüstert sie.
Er küsst sie auf ihren Bauch. Alles an ihr ist weich und samtig, überall nur Kurven und Rundungen und keine einzige Kante. Sie lacht atemlos und ihre Bauchdecke vibriert unter ihm.
„Du musst mich nicht umwerben“, sagt sie. „Du hast mich doch schon.“
„Ich will dich aber umwerben“, flüstert er und küsst ihren Bauchnabel.
Er wandert mit dem Mund weiter nach unten und verteilt großzügige Küsse auf ihrer weichen Haut, während er zwischen ihre Beine gleitet und behutsam ihre Schenkel spreizt.
„Was machst du da?“ haucht sie.
Scott hebt den Kopf aus ihrem Schoß.
„Hat keiner von deinen Freunden jemals…?“ fragt er vorsichtig.
Lydia schüttelt den Kopf.
Wow, ist das nicht okay. Was für Idioten waren das? Scott ist stellvertretend empört über alle Männer, die jemals mit Lydia Martin Sex hatten und nicht daran gedacht haben sie oral zu befriedigen. Oral ist das Beste. Jeder weiß das.
„Soll ich weiter machen?“ fragt er.
Sie nickt mit großen, überraschten Augen. „Gott ja“, haucht sie.
Er küsst sie auf ihr Schamdreieck (rotgelockt und ordentlich zurecht getrimmt), und sie atmet langsam aus und lässt den Kopf auf das Kissen zurück sinken.
„Ich dachte bis eben, Männer sind genetisch nicht in der Lage einen Kitzler zu finden“, murmelt sie. „Du steckst voller Überraschungen, McCall.“
„Idioten“, gibt er zurück, denn das ist nun wirklich nicht so schwer. Er küsst dir direkt darauf, sehr sacht, sehr behutsam, und sie japst und ihr Becken zuckt unwillkürlich nach oben.
„Oh Gott, mach das nochmal…“
Er lächelt. „Das war der Plan.“
Er bedient sie mit den Händen, mit dem Mund und mit den Fingern. Sie kommt wieder und wieder, und mit jedem Orgasmus verliert sie ein bisschen ihrer Anspannung, bis sie irgendwann halbflüssig in seinen Kissen zerschmilzt.
Seine eigene Erektion drückt so hart gegen seine Boxershorts, es ist beinah schmerzhaft. Sein innerer Wolf jault und kratzt und wirft sich von innen gegen seinen Käfig aus Beherrschung. Aber er verdrängt es mit allem, was er hat.
Es geht nicht um ihn. Es geht um sie.
Er kann später kalt duschen.
Stundenlang.
Viele, viele kalte Duschen.
„Was ist… mit dir? Du bist gar nicht…“, wispert sie atemlos, als das letzte Nachbeben verklungen ist und sie verschwitzt und erschöpft in seinen Armen liegt. Erdbeerblonde Haarsträhnen kringeln sich feucht in ihrer Stirn. „Du hast nicht…“
„Alles okay“, flüstert er zurück und küsst sie auf die Stirn. „Mach dir keine Gedanken. Alles gut.“
Sie ist eingeschlafen, bevor er den letzten Satz beendet hat. Ihr Augen sind geschlossen und ihr Atem ist ruhig und gleichmäßig.
Sie fühlt sich sehr warm an, sehr weich und sicher in seinen Armen, und Scott kann beinah spüren wie etwas zurückrutscht in die richtige Position, ein Stück Universum, dass aus dem Rahmen gesprungen ist, als Lydia hilflos und durchnässt in seiner Tür gestanden hat.
-
Als er aufwacht, ist sie immer noch da.
Fahle, graue Morgensonne scheint durch sein Fenster und lässt alles mit einem Mal erschreckend real und wirklich aussehen. Die zerwühlten Laken, ihre zerzausten Haare, ihre nackte Haut.
Lydia liegt neben ihm, zusammen gerollt wie ein Katze. Ihre Augen sind offen und sie betrachtet ihn nachdenklich.
„Oh“, bringt er hervor und unterdrückt den verlegenen Impuls sich schamhaft unter der Bettdecke zu verstecken. Dafür ist es jetzt ein wenig zu spät. „Ich… hi. Bist du…? Alles okay?“
Einen Sekunde lang hat er Angst, dass sie ihn jetzt hasst, dass er vielleicht doch etwas getan hat, was sie gar nicht wollte, dass er ihren Moment der Hilflosigkeit ausgenutzt hat, dass…
„Alles okay“, erwidert sie und er spürt wie er wieder atmen kann vor lauter Erleichterung. Sie zuckt einen wenig verlegen mit den Schultern. „Danke.“
„Das musst du nicht mal sagen“, erwidert er ernsthaft.
Sie knipst die Nachttischlampe an. Beinah mit Bedauern sieht er zu, wie sie nach seinem T-Shirt angelt, was neben dem Bett auf dem Boden gelandet ist und es überstreift. Als sie ihn dabei ertappt wie er sie ansieht, hebt sie fragend die Augenbrauen. „Was?“
Er schüttelt hastig den Kopf. „Nichts.“
Sie rutscht näher boxt ihm mit einen Ellenbogen in die Rippen. „Was? Sag es!“
„Du bist überall rothaarig“, murmelt er mit einem breiten Lächeln.
„Oh Gott“, stöhnt sie und schlägt die Hände vors Gesicht. „Halt die Klappe.“
„Nein, nein“, protestiert er schnell. „Das ist schön. Du bist schön“, fügt er entwaffnend hinzu.
Lydia kichert und rollt sich zu einem Ball zusammen. „Ich halt’s nicht aus. Halt die Klappe.“
„Es tut mir leid, es tut mir leid!“
Sie schlägt nach ihm. Scott fängt ihre Hand und drückt unbedacht einen Kuss auf ihr Handgelenk.
Sie löst die andere Hand von ihrem Gesicht und dreht sich zu ihm um. Ihr Gesicht ist offen und ungewohnt verletzlich. „Jackson mochte das nicht“, sagt sie leise.
„Was?“
„Wenn ich… er fand es besser, wenn ich komplett rasiert bin. Er fand es… haarig.“
Scott zuckt mit Schultern. „Ich bin ein Werwolf“, erwidert er trocken. „Ich werde sehr haarig. Das ist schon okay.“
Sie boxt ihn erneut in die Rippen und er lacht.
Sie sieht sehr gelöst aus, sehr weich, und das gedämpfte Licht seiner Nachttischlampe taucht ihre Haut in zarte Goldtöne.
„Geht’s dir jetzt besser?“ fragt er. „Ist alles wieder… gut?“
Sie verzieht einen Mundwinkel zu einem schrägen, kleinen Lächeln. „Alle Drachen besiegt, McCall.“
„Gott.“ Er stöhnt leise auf und legte eine Hand über seine Augen.
„Was?“
„Versprich mir, dass du nicht ‚McCall‘ zu mir sagst, wenn wir uns das nächste Mal in der Schule sehen“, seufzt er. „Sonst kann ich für nichts garantieren.“
„So schlimm?“
„Ja“, sagt er kläglich.
Sie kichert. Es endet in einem winzigen, leisen Stoßseufzen.
Einen Moment lang ist sie still, bevor sie den Kopf auf ihre Handfläche stützt. Sie sieht nachdenklich aus. „Kann ich dir etwas Dummes sagen?“
Er nickt.
Ihre kleine, rosa Zungenspitze fährt nervös über ihre Lippen und einen endlos langen Moment ist sie still.
„Ich hab noch nie…“ Sie stockt und verdreht die Augen nach oben. Sie blinzelt angestrengt, als ob sie sich mit Gewalt davon abhält zu weinen. „Sei nicht böse“, sagt sie leise, „ich weiß, wie das klingt, aber ich hab mich noch nie… Allison so nah gefühlt… wie eben. Weil ich weiß, dass sie… dass du…“
Ruckartig presst sie eine Hand auf den Mund als ob sie die Worte damit zurück ins Innere pressen kann und presst die Augen zu. „Entschuldige. Ich hätte nicht… ich meinte… Gott…! Es ist dumm. Vergiss, dass ich…“
„Hey.“ Behutsam zieht Scott sie in seine Arme. „Ich weiß“, sagt er leise. „Ich weiß doch.“
Lydia nickt und atmet zitternd aus.
Vielleicht ist das nichts, was man in Worte fassen kann, denkt Scott, während er behutsam ihren Rücken streichelt. Vielleicht können das nur zwei Leute verstehen, die Allison so gut gekannt haben und sie so geliebt haben, wie er und Lydia sie geliebt haben.
Denn Allison hat Lydia über alles andere geliebt. Sie ist gestorben bei dem Versuch sie zu retten.
Und er weiß mit jeder Faser seines Herzens, dass Allison nicht böse wäre, über das, was sie gerade getan haben.
Denn alles was er über Sex weiß, weiß er von ihr. Alles was er über Frauen weiß, hat sie ihm beigebracht. Und er denkt… er hofft… er weiß, dass sie froh gewesen wäre, dass er es ist, zu dem Lydia gekommen ist, und nicht irgendjemand anderes.
Als sie geht bedauert er es beinah ein wenig.
Sie duscht und zieht sich um, während Scott sein Bett neu bezieht. Es fühlt sich an, als sei es zu intim, zu persönlich, die Laken weiter zu benutzen, in denen er die Nacht mit Lydia verbracht hat.
Er macht ihr Kaffee und begleitet sie nach unten. Sie trägt ihr hochhackigen Schuhe lose in der Hand.
Im Türrahmen dreht sie sich noch einmal um.
„Du darfst es niemandem sagen“, sagt sie leise. „Versprich es.“
„Natürlich.“
„Du darfst es Stiles nicht sagen“, fügt sie hinzu. „Du weißt wieso.“
Scott nickt.
Er weiß wieso.
Stiles ist längst über seine Schwärmerei für Lydia hinweg, und Scott weiß, dass er glücklich ist mit Malia. Aber Lydia ist immer sein Mädchen gewesen, seine Lydia, und es würde ihm auf einer Ebene wehtun, von der Stiles selbst denkt, dass sie nicht mehr existiert.
„Keine Sorge“, verspricht er. „Alpha-Ehrenwort und so. Das ist unser Geheimnis.“
-
Montagmorgen in der Schule sieht Lydia so viel entspannter und gelöster aus als in der Vorwoche, dass es sogar Malia und Kira auffällt, die sie sofort umringen und fragen, ob alles wieder in Ordnung ist.
Lydia wirft elegant die Haare zurück und schnaubt und erzählt etwas von einem ausgiebigen Shoppingtrip und einer Maniküre.
Scott verbeißt ein Lächeln.
Es ist Stiles, der sofort die (halbwegs) richtigen Schlüsse zieht und Scott beiseite nimmt. „Alter? Was hast du gemacht?“ zischt er leise. „Sie ist so…?“ Er macht vage Handbewegungen.
„Äh“, macht Scott und spürt wie er rot wird.
„Sag schon. War es ein Alpha-Ding?“ fragt Stiles interessiert. „Ein magisches Ritual?“
„Sowas in der Art. Ich… ich kann‘s nicht sagen. Ich hab‘s versprochen.“ Unglücklich verzieht Scott das Gesicht. „Und du weißt genau, ich kann dir nichts verheimlichen, du weißt, ich werde es dir sagen, wenn du fragst, und deswegen musst du versprechen nicht zu fragen. Bitte?“
„Was?“ Gekränkt presst Stiles seine Hände auf die Brust. „Hey, das ist nicht cool?“
Als er Scotts bettelnden Blick sieht, seufzt er und verdreht die Augen. „Du weißt, ich bin im Herzen ein Slytherin und deswegen fällt es mir schwer meine Superkräfte nicht zu meinem Vorteil einzusetzen… Aber okay. Weil du es bist und weil ich deinen dämlichen Hundeaugen nicht widerstehen kann.“
„Danke“, erwidert Scott erleichtert.
„Hauptsache sie ist wieder in Ordnung.“ Stiles klopft ihm auf die Schulter. „Was immer du gemacht hast: Gute Arbeit, mein Junge.“
Scotts Blick trifft quer durch den Flur auf Lydias, und er wirft ihr ein zaghaftes Lächeln zu. Sie lächelt zurück.
Charaktere/Pairing: Scott/Lydia
Warnungen: Erwähnung von Lydias wunderschönen Schamhaaren. Weibliche Sexualität. Weibliche Orgasmen. *gasp* Ein Schocker nicht wahr?
Challenge: Smut: "Drück mich. Gegen die Wand. Nackt." für mich
Wörter: ~2700
Vorwort: Na endlich. XD Wuhuuu! Porn!
Rating. Ich sage mal ab 18, aber ganz ehrlich? Ich denke, es ist ab 16, weil wir vermutlich alle wissen was eine Vagina ist und wie sie funktioniert. Es ist (wie immer bei mir) ganz zärtlich-romantischer Streichelsex.
"Here be dragons" bedeutet "gefährliches oder unbekanntes Territorium" (danke Wikipedia!)
Direkte Fortsetzung von Teil 2
„Okay.“
Lydia’s ‚okay‘ hallt durch Scotts Zimmer wie ein Echo.
„Okay?“ wiederholt Scott ungläubig.
„Du darfst liebevollen Sex mit mir haben“, sagt sie. Es klingt beinah herausfordernd.
Das viel zu weite T-Shirt ist an einer Seite hinuntergerutscht und entblößt ihre weiße Schulter. Ein Wassertropfen löst sich aus ihren feuchten Haaren und perlt ihren Hals hinunter.
Scott sieht es übergenau, sein Blick ist plötzlich wie eine heranzoomende Kamera, die ganz und gar auf sie fokussiert ist.
Er schluckt.
Er ist sich plötzlich nicht mehr sicher, ob das ganze eine gute Idee ist.
Mit welchem Recht bildet er sich überhaupt ein, dass ausgerechnet er Lydia Martin tolle Orgasmen verschaffen kann?
Was weiß er schon?
Mit feuchten Händen steht er auf und bleibt sofort stehen, plötzlich unsicher wie er anfangen soll. „Bist du sicher?“ fragt er heiser. „Das mit dem Drachen steht noch, das weißt du doch.“
Lydia wischt sich ungehalten über das Gesicht, als ob es ihr peinlich ist, dass sie eben beinah in Tränen ausgebrochen wäre. „Ist das eine Penis-Metapher?“ fragt sie trocken.
Ein ungebetenes Lachen entringt sich Scotts Kehle. „Nein.“
„Hm.“ Süffisant hebt sie die Augenbrauen und tritt auf ihn zu. „Verschenkt, McCall“, sagt sie und vergräbt eine Hand in seinem T-Shirt, bevor sie ihn ruckartig zu sich zieht. „Das wäre die Gelegenheit gewesen mir anzubieten, dass ich deinen ‚Drachen‘ erlegen darf“, flüstert sie.
Scotts Augen werden weit.
Oh Gott. Oh… Gott. Großer Gott. Es macht etwas mit ihm, wenn Lydia ihn ‚McCall‘ nennt.
„Lydia…“, stammelt er.
Sie legt die Arme in seinen Nacken und küsst ihn.
Lydia ist so winzig klein ohne ihre hochhackigen Schuhe, dass sie auf den Zehenspitzen stehen kann und er sich trotzdem noch zu ihr hinunter beugen muss. Sie stolpert und er legt reflexartig die Arme um ihre Taille, um sie festzuhalten.
Sie ist weich und warm und anschmiegsam in seinen Armen.
Sie hat ihn schon einmal geküsst, in einem Hinterzimmer der Schule, aber das ist hundert Jahre her und es ist nicht ansatzweise vergleichbar mit dem, was hier gerade passiert.
„Sicher?“ murmelt er gegen ihre Lippen.
Sie nickt. „Wenn du noch einmal fragst, kastrier ich dich. Und das ist ganz sicher.“
„Okay“, flüstert er atemlos. Und nach kurzem Nachdenken: „Bitte nicht.“
„Los“, haucht sie und drückt sich dichter an ihn. Scott kann ihre Brüste spüren durch den dünnen Stoff des T-Shirts und ihm wird heiß und kalt zugleich. Sie vibriert beinah und ihr hektischer Atem ist warm auf seiner Haut. „Bitte“, murmelt sie zwischen atemlosen Küssen. „Los, los, mach schon. Mach was. Drück mich gegen die Wand. Nackt. Irgendwas.“
Er hebt sie hoch, ohne seinen Mund von ihrem zu lösen. Sie lacht überrascht und schlingt reflexartig ihre Beine um seine Taille. „Vorteile von Werwölfen…“, murmelt sie. Mühelos trägt er sie zum Bett.
Ein Bett ist definitiv besser als die Wand.
Er lässt sie in die weichen Kissen sinken und gleitet über sie. „Was willst du?“ fragt er heiser. „Sag mir, was du willst.“
Ihre Finger wandern durch seine Nackenhaare, gleiten über seine Wange hinunter, bis zu seinem Mund. Sie zieht seinen Kopf zu sich hinunter. „Fass mich an“, flüstert sie direkt an seinem Ohr.
Das lose T-Shirt ist hochgerutscht und entblößt ihren Bauch und das weiße Spitzendreieck ihres Slips. Er gleitet mit den Fingerspitzen über die weiche Rundung ihrer Brüste. Sie atmet aus. Ihre Brustwarzen sind hart wie Kirschkerne, und er kann die Erregung beinah selbst fühlen, die in ihr hochschwappt wie Meeresbrandung.
Scott lässt seine Hand hinunter wandern, seine Augen fragend auf ihr Gesicht gerichtet. Er fühlt sich ein bisschen ehrfürchtig, so als ob er gerade ein Heiligtum entweiht.
„Mach schon“, drängt sie atemlos. „Scott…“
Sein Name ist wie ein sanftes Hauchen und es lässt eine Welle aus Verlangen durch ihn spülen, die er mit Gewalt nach unten zwingt. Er legt seine Handfläche auf ihren Slip und lässt seine Finger behutsam zwischen ihre Beine gleiten. Lydia keucht auf und drückt ihm reflexartig das Becken entgegen.
„Ja, ja bitte,“ fordert sie. „Mach schon, mach schon, ich bin nicht der Papst, tu was damit… Scott!“
Er lacht beinah gegen seinen Willen. Es sprudelt aus ihm heraus und er presst verlegen das Gesicht in ihre Halsbeuge. Er findet es nicht sonderlich höflich einer Lady einfach die Hand in den Slip zu schieben. Andererseits…
„Scott!“ droht sie. „Ich werde dich schlagen, wenn du nicht auf der Stelle… oh mein Gott. Oh mein Gott!“
„Sorry?“ wispert er fragend.
„Nein“, bringt sie hervor. „Mach weiter. Wag es ja nicht jetzt aufzuhören. Wag es ja nicht.“
Sie winkelt hilfreich die Knie an als er ihr den Slip über die Beine streift. Ihr Becken streckt sich ihm fordernd entgegen und sie hat die Hände haltsuchend um seinen Nacken geschlungen. Sie ist feucht und erhitzt, und pochendes Verlangen klebt an ihr wie eine Wolke aus Lust.
Er streift ihr mit einer Hand das T-Shirt über den Kopf und verteilt sanfte behutsame Küsse auf ihren Brüsten.
Er bewegt seine Hand behutsam und testweise, konzentriert auf ihre stoßweise Atmung und ihren wild hämmernden Herzschlag. Er will wissen, was sie mag und wie sie es mag, er will all die Stellen finden, die bewirken, dass sie kleine wimmernde Geräusche von sich gibt und ihr Atem sich beschleunigt.
Lydia haucht ‚schneller‘ und ‚mehr‘, ‚bitte‘ und ‚Scott‘ und ihr Herzschlag dröhnt laut und fieberhaft in seinen Ohren.
Sie mag es leicht und schnell, findet er heraus, lieber mit den Fingerspitzen als mit der ganzen Hand, ein rasches Flattern wie Schmetterlingsflügel auf ihrer Klitoris.
Sie hält sich an ihm fest wie an einem Rettungsanker und auch ihr Atem klingt so, als ob sie ertrinkt.
Als sie kommt, wirft sie den Kopf zurück und schnappt atemlos nach Luft. Ihre Fingernägel bohren sich in seinen Rücken.
Ihre Vagina pulsiert unter seiner Hand, wie ein kleines Trommelsolo und es ist ein fast minutenlanges Beben.
„Besser?“, flüstert er an ihrem Ohr und sie nickt wortlos.
„Aber hör jetzt nicht auf“, befiehlt sie, ihre Augen geschlossen. Das Blut summt in ihren Adern. „Nochmal. Bitte.“
„Sicher?“
„Ich warne dich“, knurrt sie.
„Okay, okay.“ Er senkt den Kopf und küsst sie in die Kuhle zwischen ihren Schlüsselbeinen.
„Ich werde dich nachher zum Essen einladen und unter dem Tisch deine Hand halten, wenn du das möchtest“, verspricht er.
Sie lacht. Es ist ein warmer, sanfter Laut. „Du bist so ein Marshmallow.“
Behutsam bewegt er sich über ihr nach unten. „Wir tun alles, was du willst, okay? Wenn du es dir zwischendurch anders überlegst, dann hören wir auf. Jederzeit.“
„Ich will nicht aufhören…“ flüstert sie.
Er küsst sie auf ihren Bauch. Alles an ihr ist weich und samtig, überall nur Kurven und Rundungen und keine einzige Kante. Sie lacht atemlos und ihre Bauchdecke vibriert unter ihm.
„Du musst mich nicht umwerben“, sagt sie. „Du hast mich doch schon.“
„Ich will dich aber umwerben“, flüstert er und küsst ihren Bauchnabel.
Er wandert mit dem Mund weiter nach unten und verteilt großzügige Küsse auf ihrer weichen Haut, während er zwischen ihre Beine gleitet und behutsam ihre Schenkel spreizt.
„Was machst du da?“ haucht sie.
Scott hebt den Kopf aus ihrem Schoß.
„Hat keiner von deinen Freunden jemals…?“ fragt er vorsichtig.
Lydia schüttelt den Kopf.
Wow, ist das nicht okay. Was für Idioten waren das? Scott ist stellvertretend empört über alle Männer, die jemals mit Lydia Martin Sex hatten und nicht daran gedacht haben sie oral zu befriedigen. Oral ist das Beste. Jeder weiß das.
„Soll ich weiter machen?“ fragt er.
Sie nickt mit großen, überraschten Augen. „Gott ja“, haucht sie.
Er küsst sie auf ihr Schamdreieck (rotgelockt und ordentlich zurecht getrimmt), und sie atmet langsam aus und lässt den Kopf auf das Kissen zurück sinken.
„Ich dachte bis eben, Männer sind genetisch nicht in der Lage einen Kitzler zu finden“, murmelt sie. „Du steckst voller Überraschungen, McCall.“
„Idioten“, gibt er zurück, denn das ist nun wirklich nicht so schwer. Er küsst dir direkt darauf, sehr sacht, sehr behutsam, und sie japst und ihr Becken zuckt unwillkürlich nach oben.
„Oh Gott, mach das nochmal…“
Er lächelt. „Das war der Plan.“
Er bedient sie mit den Händen, mit dem Mund und mit den Fingern. Sie kommt wieder und wieder, und mit jedem Orgasmus verliert sie ein bisschen ihrer Anspannung, bis sie irgendwann halbflüssig in seinen Kissen zerschmilzt.
Seine eigene Erektion drückt so hart gegen seine Boxershorts, es ist beinah schmerzhaft. Sein innerer Wolf jault und kratzt und wirft sich von innen gegen seinen Käfig aus Beherrschung. Aber er verdrängt es mit allem, was er hat.
Es geht nicht um ihn. Es geht um sie.
Er kann später kalt duschen.
Stundenlang.
Viele, viele kalte Duschen.
„Was ist… mit dir? Du bist gar nicht…“, wispert sie atemlos, als das letzte Nachbeben verklungen ist und sie verschwitzt und erschöpft in seinen Armen liegt. Erdbeerblonde Haarsträhnen kringeln sich feucht in ihrer Stirn. „Du hast nicht…“
„Alles okay“, flüstert er zurück und küsst sie auf die Stirn. „Mach dir keine Gedanken. Alles gut.“
Sie ist eingeschlafen, bevor er den letzten Satz beendet hat. Ihr Augen sind geschlossen und ihr Atem ist ruhig und gleichmäßig.
Sie fühlt sich sehr warm an, sehr weich und sicher in seinen Armen, und Scott kann beinah spüren wie etwas zurückrutscht in die richtige Position, ein Stück Universum, dass aus dem Rahmen gesprungen ist, als Lydia hilflos und durchnässt in seiner Tür gestanden hat.
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Als er aufwacht, ist sie immer noch da.
Fahle, graue Morgensonne scheint durch sein Fenster und lässt alles mit einem Mal erschreckend real und wirklich aussehen. Die zerwühlten Laken, ihre zerzausten Haare, ihre nackte Haut.
Lydia liegt neben ihm, zusammen gerollt wie ein Katze. Ihre Augen sind offen und sie betrachtet ihn nachdenklich.
„Oh“, bringt er hervor und unterdrückt den verlegenen Impuls sich schamhaft unter der Bettdecke zu verstecken. Dafür ist es jetzt ein wenig zu spät. „Ich… hi. Bist du…? Alles okay?“
Einen Sekunde lang hat er Angst, dass sie ihn jetzt hasst, dass er vielleicht doch etwas getan hat, was sie gar nicht wollte, dass er ihren Moment der Hilflosigkeit ausgenutzt hat, dass…
„Alles okay“, erwidert sie und er spürt wie er wieder atmen kann vor lauter Erleichterung. Sie zuckt einen wenig verlegen mit den Schultern. „Danke.“
„Das musst du nicht mal sagen“, erwidert er ernsthaft.
Sie knipst die Nachttischlampe an. Beinah mit Bedauern sieht er zu, wie sie nach seinem T-Shirt angelt, was neben dem Bett auf dem Boden gelandet ist und es überstreift. Als sie ihn dabei ertappt wie er sie ansieht, hebt sie fragend die Augenbrauen. „Was?“
Er schüttelt hastig den Kopf. „Nichts.“
Sie rutscht näher boxt ihm mit einen Ellenbogen in die Rippen. „Was? Sag es!“
„Du bist überall rothaarig“, murmelt er mit einem breiten Lächeln.
„Oh Gott“, stöhnt sie und schlägt die Hände vors Gesicht. „Halt die Klappe.“
„Nein, nein“, protestiert er schnell. „Das ist schön. Du bist schön“, fügt er entwaffnend hinzu.
Lydia kichert und rollt sich zu einem Ball zusammen. „Ich halt’s nicht aus. Halt die Klappe.“
„Es tut mir leid, es tut mir leid!“
Sie schlägt nach ihm. Scott fängt ihre Hand und drückt unbedacht einen Kuss auf ihr Handgelenk.
Sie löst die andere Hand von ihrem Gesicht und dreht sich zu ihm um. Ihr Gesicht ist offen und ungewohnt verletzlich. „Jackson mochte das nicht“, sagt sie leise.
„Was?“
„Wenn ich… er fand es besser, wenn ich komplett rasiert bin. Er fand es… haarig.“
Scott zuckt mit Schultern. „Ich bin ein Werwolf“, erwidert er trocken. „Ich werde sehr haarig. Das ist schon okay.“
Sie boxt ihn erneut in die Rippen und er lacht.
Sie sieht sehr gelöst aus, sehr weich, und das gedämpfte Licht seiner Nachttischlampe taucht ihre Haut in zarte Goldtöne.
„Geht’s dir jetzt besser?“ fragt er. „Ist alles wieder… gut?“
Sie verzieht einen Mundwinkel zu einem schrägen, kleinen Lächeln. „Alle Drachen besiegt, McCall.“
„Gott.“ Er stöhnt leise auf und legte eine Hand über seine Augen.
„Was?“
„Versprich mir, dass du nicht ‚McCall‘ zu mir sagst, wenn wir uns das nächste Mal in der Schule sehen“, seufzt er. „Sonst kann ich für nichts garantieren.“
„So schlimm?“
„Ja“, sagt er kläglich.
Sie kichert. Es endet in einem winzigen, leisen Stoßseufzen.
Einen Moment lang ist sie still, bevor sie den Kopf auf ihre Handfläche stützt. Sie sieht nachdenklich aus. „Kann ich dir etwas Dummes sagen?“
Er nickt.
Ihre kleine, rosa Zungenspitze fährt nervös über ihre Lippen und einen endlos langen Moment ist sie still.
„Ich hab noch nie…“ Sie stockt und verdreht die Augen nach oben. Sie blinzelt angestrengt, als ob sie sich mit Gewalt davon abhält zu weinen. „Sei nicht böse“, sagt sie leise, „ich weiß, wie das klingt, aber ich hab mich noch nie… Allison so nah gefühlt… wie eben. Weil ich weiß, dass sie… dass du…“
Ruckartig presst sie eine Hand auf den Mund als ob sie die Worte damit zurück ins Innere pressen kann und presst die Augen zu. „Entschuldige. Ich hätte nicht… ich meinte… Gott…! Es ist dumm. Vergiss, dass ich…“
„Hey.“ Behutsam zieht Scott sie in seine Arme. „Ich weiß“, sagt er leise. „Ich weiß doch.“
Lydia nickt und atmet zitternd aus.
Vielleicht ist das nichts, was man in Worte fassen kann, denkt Scott, während er behutsam ihren Rücken streichelt. Vielleicht können das nur zwei Leute verstehen, die Allison so gut gekannt haben und sie so geliebt haben, wie er und Lydia sie geliebt haben.
Denn Allison hat Lydia über alles andere geliebt. Sie ist gestorben bei dem Versuch sie zu retten.
Und er weiß mit jeder Faser seines Herzens, dass Allison nicht böse wäre, über das, was sie gerade getan haben.
Denn alles was er über Sex weiß, weiß er von ihr. Alles was er über Frauen weiß, hat sie ihm beigebracht. Und er denkt… er hofft… er weiß, dass sie froh gewesen wäre, dass er es ist, zu dem Lydia gekommen ist, und nicht irgendjemand anderes.
Als sie geht bedauert er es beinah ein wenig.
Sie duscht und zieht sich um, während Scott sein Bett neu bezieht. Es fühlt sich an, als sei es zu intim, zu persönlich, die Laken weiter zu benutzen, in denen er die Nacht mit Lydia verbracht hat.
Er macht ihr Kaffee und begleitet sie nach unten. Sie trägt ihr hochhackigen Schuhe lose in der Hand.
Im Türrahmen dreht sie sich noch einmal um.
„Du darfst es niemandem sagen“, sagt sie leise. „Versprich es.“
„Natürlich.“
„Du darfst es Stiles nicht sagen“, fügt sie hinzu. „Du weißt wieso.“
Scott nickt.
Er weiß wieso.
Stiles ist längst über seine Schwärmerei für Lydia hinweg, und Scott weiß, dass er glücklich ist mit Malia. Aber Lydia ist immer sein Mädchen gewesen, seine Lydia, und es würde ihm auf einer Ebene wehtun, von der Stiles selbst denkt, dass sie nicht mehr existiert.
„Keine Sorge“, verspricht er. „Alpha-Ehrenwort und so. Das ist unser Geheimnis.“
-
Montagmorgen in der Schule sieht Lydia so viel entspannter und gelöster aus als in der Vorwoche, dass es sogar Malia und Kira auffällt, die sie sofort umringen und fragen, ob alles wieder in Ordnung ist.
Lydia wirft elegant die Haare zurück und schnaubt und erzählt etwas von einem ausgiebigen Shoppingtrip und einer Maniküre.
Scott verbeißt ein Lächeln.
Es ist Stiles, der sofort die (halbwegs) richtigen Schlüsse zieht und Scott beiseite nimmt. „Alter? Was hast du gemacht?“ zischt er leise. „Sie ist so…?“ Er macht vage Handbewegungen.
„Äh“, macht Scott und spürt wie er rot wird.
„Sag schon. War es ein Alpha-Ding?“ fragt Stiles interessiert. „Ein magisches Ritual?“
„Sowas in der Art. Ich… ich kann‘s nicht sagen. Ich hab‘s versprochen.“ Unglücklich verzieht Scott das Gesicht. „Und du weißt genau, ich kann dir nichts verheimlichen, du weißt, ich werde es dir sagen, wenn du fragst, und deswegen musst du versprechen nicht zu fragen. Bitte?“
„Was?“ Gekränkt presst Stiles seine Hände auf die Brust. „Hey, das ist nicht cool?“
Als er Scotts bettelnden Blick sieht, seufzt er und verdreht die Augen. „Du weißt, ich bin im Herzen ein Slytherin und deswegen fällt es mir schwer meine Superkräfte nicht zu meinem Vorteil einzusetzen… Aber okay. Weil du es bist und weil ich deinen dämlichen Hundeaugen nicht widerstehen kann.“
„Danke“, erwidert Scott erleichtert.
„Hauptsache sie ist wieder in Ordnung.“ Stiles klopft ihm auf die Schulter. „Was immer du gemacht hast: Gute Arbeit, mein Junge.“
Scotts Blick trifft quer durch den Flur auf Lydias, und er wirft ihr ein zaghaftes Lächeln zu. Sie lächelt zurück.
no subject
Date: 2014-10-12 10:36 am (UTC)Oh Gott, ich liebe sie. Sie ist witzig und tragisch und heiß und sexy und zärtlich und gah... Echte Männer haben jetzt verschissen bis in die Steinzeit und zurück.
Letztlich weiß man am Ende gar nicht mehr so genau, wer hier wessen Drachen erlegt hat. XD Und jetzt hab ich bestimmt wieder den ganzen Tag einen Ohrwurm von den Puhdys („Geh zu ihr und lass deinen Drachen steigen“), aber äh ja...sagen wir einfach, sie haben den Drachen gemeinsam besiegt. XD
Gott, ich mag Lydia so <3 Wie sie sich schließlich ganz fallenlässt, weil sie natürlich weiß, dass sie ihm voll und ganz vertrauen kann. Und wie sie an allen Stellen rote Haare (ernsthaft, Scott? War dir das vorher nicht klar? XD) Und wie sie vorher nie Oralsex bekommen hat, weil alle ihre vorigen Liebhaber Idioten oder einfältige Luschen waren. Das wurde dann ja auch mal allerhöchste Zeit, ey. >.> Ich bin auch so erleichtert, dass es ihr am Ende wieder gut geht und sie wieder die gute alte Lydia ist, die von Shopping und Maniküre erzählt.
Und Gooott, ich liebe Scott. *legt sich resigniert auf den Boden* Von vorne bis hinten und hinten bis vorne und von oben nach unten und wieder zurück. ;__; *__* Wie er sich ihr voll und ganz widmet und furchtbar vorsichtig ist und sich für alles entschuldigt und sich solche Mühe gibt, diese Sache für Lydia so schön wie möglich zu gestalten. Angefangen bei seinen Zweifeln, ob er überhaupt genug auf dem Kasten hat, um Lydia zu befriedigen (Gute Güte, wirklich, Scott?) über... ach, alles eigentlich. Alles.
Wow, ist das nicht okay. Was für Idioten waren das? Scott ist stellvertretend empört über alle Männer, die jemals mit Lydia Martin Sex hatten und nicht daran gedacht haben sie oral zu befriedigen. Oral ist das Beste. Jeder weiß das.
Ich lache immer noch darüber xD Wie er über ihr hockt und wütend auf Jackson und die anderen sind, weil keinem von den Flachpfeifen eingefallen ist, mal ihren Mund zu benutzen. Outrageous indeed!
Und wie er das alles ganz tapfer durchzieht ohne auch nur einmal sich selbst anzufassen. Aww, Scotty, du musst doch dafür nicht stundenlang kalt duschen ;_; Zehn Minuten unter der warmen Dusche sind doch auch okay?
no subject
Date: 2014-10-12 10:36 am (UTC)„Versprich mir, dass du nicht ‚McCall‘ zu mir sagst, wenn wir uns das nächste Mal in der Schule sehen“, seufzt er. „Sonst kann ich für nichts garantieren.“
„So schlimm?“
„Ja“, sagt er kläglich.
Awww, Gott, der Flauschball bringt mich um. War das ein geheimer Plan von dir? Mich in die Knie zu zwingen damit?? *zerfließt wie heißes Wachs*
Die Zahl der Spitznamen, die man Scott nicht in der Öffentlichkeit sagen darf, nimmt hier rapide zu xD
Die Sache mit Allison wird auch weniger traurig, wenn man sie öfter liest. Ich hab das mal gestestet. *seufz* Aber ich habe das ja auch schon mal geschrieben und es funktioniert viel zu gut um es nicht zu tun. T-T Allison wird immer zwischen den beiden schweben, immer, immer, immer.
Und dann macht Scott Lydia am Ende auch noch Kaffee und oh Gott, ich kann nicht mehr ;__; Perfekte Fc ist perfekt. Was soll ich dazu noch sagen?
Hey, du hast am Ende sogar noch Skittles eingebaut *___* Und selbst die Szene drehte sich um Lydia, obwohl da zwei Dudes miteinander reden (ähm ja, schon klar, es sind Stiles und Scott, aber trotzdem). Und ich finde es so süß, wie Scott Stiles das Versprechen abringt, ihn nicht zu befragen, welches magische Ritual er mit Lydia vollzogen hat. (Das wäre doch auch mal 'ne gute Anmache xD „Hi Süßer, hast du Lust auf magische...Rituale?“). Und hach, hach, hach.
Von wegen kitschig: Ich glaube, wir sind gerade im Deutschen sehr schnell dabei, schöne, zärtliche Dinge als kitschig abzutun. Ich bin der Meinung, dass man dem den Druck alleine schon dadurch entnimmt, indem man einfach nicht die „typischen“ Szenarien nachschreibt. Sex Pollen ist jetzt nicht sooo häufig vertreten wie Dinner bei Kerzenschein mit im Champagner versenkten Diamantring. Außerdem ist das ja häufig auch ein Problem abgewetzter Redewendungen. Du hattest zwischendurch ein pochendes Verlangen, das wäre die einzige Stelle, die ich jetzt irgendwie da gefunden hätte. Aber meine Güte, es fügt sich perfekt in den Rest ein und hell, why not?
Hast du gut gemacht, Rei, fünf Sterne, gerne wieder, bittedanke – und wer bringt mich jetzt wieder in einen festen Aggregatzustand? T---T
no subject
Date: 2014-10-12 07:08 pm (UTC)Lydia! und Scott! Ich shippe sie wirklich nicht, aber das war soooooo schön. Und niedlich. Und auch tragisch.
Es passt zu Scott, dass er zigmal nachfragt, ob alles okay ist. Und dass es Lydia langsam aufregt ist genauso passend. *g* immerhin wartet sie ja schon lange genug darauf, endlich Erleichterung zu finden. Und sie hätte sich keinen besseren als Scott suchen können.
Und ihre ganzen vorherigen Freunde... ach, die hatten alle keine Ahnung. >_< Dass es erst irgendwelche Sexpollen braucht, damit sie jemand mal richtig verwöhnt... aber Scott tat mir schon irgendwie Leid. Vielleicht hätten sie Kira dazuholen sollen, damit er guten Gewissens auch etwas davon haben kann? *hüstel* Hach, er ist so ein Flauschi.
Meinen Abend hat es mir sehr versüßt ^-^ (und ich mag die Erwähnung von Lydias Schamhaaren XD)