[identity profile] nessaniel.livejournal.com posting in [community profile] 120_minuten
Team: Thalia
Challenge: Fluff – Unerwartete Hilfe – fürs Team
Bingo-Challenge: Date
Fandom: The Expendables 3, Sugardaddy AU
Titel: Come to me
Inhalt: Man hat ein Date.
Anmerkung: Ich will nicht mehr ich hasse alles arghs Endkampf. Es ist leider nicht so fertig wie es sein sollte Q__Q


Come to me

Als Luna in die kleine Straße einbiegt, in der das Restaurant liegt, versucht Smilee mit dem Beifahrersitz zu verschmelzen, doch dann lacht Luna auf und deutet mit dem Kinn auf den Eingang.

Barney steht direkt davor und raucht eine Zigarre, winkt, als er sie sieht und lächelt.

„Du brauchst dir immerhin keine Sorgen machen, dass du zu früh dran bist“ sagt Luna, doch Smilee hört sie gar nicht mehr richtig, denn er kann gar nicht schnell genug aus dem Auto gekommen. Die Sehnsucht nach Barney drückt von innen gegen seine Rippen, dreht dem Sturm in seinem Kopf den Ton ab und dann steht er auf dem Bürgersteig, keine fünf Meter von Barney mehr entfernt und fühlt sich so gut wie seit Tagen nicht mehr.

„Hey“, keucht er, hofft, dass seine Stimme nicht wirklich so hoch und heiser klingt, wie sie sich in seinen eigenen Ohren anhört.

„Hey, Junge“, erwidert Barney und Smilee hat keine Ahnung, was er jetzt machen soll. Ihn umarmen? Ihm bloß einen Handschlag geben? Einen Kuss auf die Wange?

Geht’s eigentlich noch dämlicher, John?

Bevor er weiter alles mit seinem Schweigen ruinieren kann, kommt Barney auf ihn zu, lächelt und zieht ihn in seine Arme. Smilee beeilt sich, ihn ebenfalls zu umarmen. Er kann Barneys Atem in seinem Nacken spüren und wie seine Brust sich hebt und senkt.

„Hab dich vermisst“, murmelt er, doch bevor Smilee auch nur daran denken, irgendetwas zu erwidern (nicht, dass ihm überhaupt etwas einfallen würde, alles, was er in seinem Kopf hört, ist ein lautes durchdringendes Piepen, als sei er bereits klinisch tot), schiebt Barney ihn auf Armeslänge von sich und betrachtet ihn von oben bis unten.

„Wow, Junge. Du siehst sehr gut aus“, sagt er und pfeift anerkennend. „Sehr sexy.“

„Es hilft, wenn man nicht hundert Jahre alt ist“, erwidert Smilee und möchte sich auf der Stelle erschießen. Warum kann er nicht einmal seine große Fresse halten oder wenigstens „Danke“ sagen und „Du aber auch“ (denn das tut Barney wirklich), warum muss er sofort die Krallen ausfahren, obwohl er das doch gar nicht braucht.

Barney lacht jedoch nur. „Ich bin erst fünfundneunzig“, sagt er, dann dreht er sich zu Luna um, die immer noch neben ihnen im Auto sitzt. Er klopft aufs Dach und beugt sich nach unten, linst durch die Beifahrertür. „Hey Luna.“

„Hey, Barney“, ruft sie zurück. „Er muss um acht Uhr wieder zuhause sein, kapiert, Bursche? Kein wildes Rumgeknutsche auf der Veranda, verstanden, und wehe er ist danach schwanger!“

Smilee überlegt kurz, ob er einen Blinddarmdurchbruch vortäuschen soll. Oder wenigstens einen Herzinfarkt, doch dann entscheidet er sich dafür, nur auf seine Schuhe runterzuschauen und zu hoffen, dass Barney seine roten Wangen nicht bemerkt. Klappt auch ganz gut, denn Barney ist viel zu sehr mit Lachen beschäftigt.

„Ich werd dran denken, Luna“, sagt er, ehe er aufs Dach klopft und die Tür zuwirft. Luna hupt zum Abschied und dann verschwindet ihr schönes schwarzes Auto innerhalb von Sekunden um die Ecke.

Smilee starrt ihr nach, wie ein nervöser Bankräuber seinem Fluchtauto, bis Barney ihm die Hand auf die Schulter legt.

„Wollen wir?“

„Sicher.“



Das Restaurant ist nicht sonderlich voll, doch die Kellnerin hat sie trotzdem in die hinterste Ecke geführt. Smilee glaubt einen irren Moment lang, dass wirklich alle darauf fixiert sind, ihn an einer schnellen, eleganten Flucht zu hindern, ehe ihm aufgeht, dass es der Kellnerin wahrscheinlich nur darum ging, sich kurze Wege zu verschaffen, denn sie sitzen ganz nah an der Küche.

Es ist ein schöner Laden und trotzdem nicht so elegant, dass Smilee oder Barney mit ihren Kreuzen breit wie Einbauschränke unangenehm auffallen würden, und wenn er nicht so abartig nervös wäre, dass die Speisekarte keinen Sinn mehr ergibt, egal wie oft er sie liest, würde er das bestimmt auch alles zu schätzen wissen.

„John? John!“

Smilee schreckt hoch und starrt Barney an. Neben ihrem Tisch steht ein dunkelhäutiger, sehr muskulöser Mann in einer weißen Kochjacke und wirft Smilee einen sehr skeptischen Blick zu.

„John, das ist Hale Ceasar“, erklärt Barney. „Hale, das ist John. Ich hab dir von ihm erzählt.“

„Ja, so ein oder zweihundert Mal“, sagt Hale augenverdrehend, während er Smilee die Hand reicht. Barney räuspert sich und greift nach seinem Wasserglas. „Hey. Nenn mich Hale, mir gehört der Laden hier.“

„Hi“, sagt Smilee und bemüht sich um ein Lächeln. „Äh… schönes Restaurant.“

„Weiß ich!“, sagt Hale, doch er zwinkert dabei und wirft dann einen so unglaublich auffälligen Blick auf Barney, dass sogar Smilee kapiert, dass er gerade abgecheckt und für okay befunden wurde.

Oh Gott. Smilee schluckt. Er will sich gar nicht vorstellen, was passiert wäre, wenn Hale Caesar ihm einen Daumen runter verpasst hätte.

„Also, ihr Spinner. Was darf’s sein?“, fragt Hale da und Smilee fällt mit Schrecken ein, dass das Einzige, was er von der Karte noch weiß, ist, dass irgendein Glas Wein mit einem unaussprechlichen Namen fünf Dollar kostet. Er reißt die Augen und den Mund auf, obwohl er keine Ahnung hat, was er sagen soll, doch Barney rettet ihn.

(Schon wieder.)

„Überrasch uns. Ich vertrau dir.“

„Hm“, macht Hale. „Du hast es so gewollt.“

Dann lacht er, schlägt Smilee auf die Schulter, zwinkert Barney zu und verschwindet in Richtung Küche.

„Keine Sorge“, grinst Barney, als sie wieder alleine sind und Smilee versucht, nicht mehr so flach zu atmen, nur weil ihm jemand eine Frage gestellt hat. „Er versteht was vom Kochen.“

„Woher kennst du ihn?“, fragt Smilee. Das ist gut, sagt er sich, Smalltalk ist gut, es lenkt von seiner absoluten Nutzlosigkeit ab. Außerdem interessiert es ihn wirklich und er könnte Barney stundenlang zuhören.

„Hab mal seinen Kühltransporter repariert.“

Bei jedem anderen Menschen wäre sowas eine normale Businesstransaktion gewesen. Bei Barney Ross entsteht aus sowas eine tiefe Freundschaft.

Smilee überlegt, wann er das letzte Mal jemandem geholfen hat und ob der- oder diejenige sich überhaupt an seinen Namen erinnern würde erinnern können. Höchstwahrscheinlich nicht. Er fragt sich, ob er überhaupt irgendetwas Großartiges vorzuweisen hat, irgendetwas, womit er Barney beweisen kann, dass er kein vollkommener Versager ist, doch ihm fällt nichts ein und dann macht er wieder das Einzige, worin er wirklich gut ist.

Barney vor den Kopf stoßen

„Was war das eigentlich mit ein oder zweihundert Mal?“

Barney stöhnt. „Hale redet viel zu viel, wenn der Tag lang ist.“

„Du anscheinend auch.“ Smilee grinst und greift nach seinem Wasserglas, woraufhin Barney bloß den Kopf schief legt und freundlich lächelt.

„Ich bin alt, Junge“, sagt er. „Da fängt man an sich zu wiederholen.“

„Soso.“

„Außerdem rede ich gern über dich.“

Smilee verschluckt sich und fällt vor Husten beinah von der Bank.


Forsetzung hier

Date: 2014-09-30 10:09 pm (UTC)
From: [identity profile] cricri-72.livejournal.com
„Ich bin alt, Junge“, sagt er. „Da fängt man an sich zu wiederholen.“


Du schreibst jedenfalls auch unter extremem Zeitdruck noch viel schöner als ich :)
Und ausbauen kannst Du es ja später noch ...

Gute Nacht :)

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