Fluff - Akzeptanz (für's Team)
Sep. 30th, 2014 11:57 pmTeam: Thalia
Challenge: Fluff - Akzeptanz
Titel: Schlaflos
Fandom: The Expendables
Charaktere: Lee Christmas, John Smilee
Warnungen: ungebetat.
Anmerkungen: wie gewohnt für
nessaniel, das ist ja hier schon gang und gäbe :P
Lee kann die Nächte schon gar nicht mehr zählen, die er schlaflos in der Küche verbracht hat, weil die Welt sich ein bisschen zu schnell dreht. Er hat zu viele unerwünschte Gedanken im Kopf seit der Sache mit Caesar. Zu viele Gedanken, denen er nicht nachhängen will. Er will nicht daran denken, was gewesen wäre, wenn. Wo er jetzt wäre, wenn. Was aus ihnen allen geworden wäre, wenn.
Stattdessen hält er sich Nacht für Nacht an einer Flasche Bier fest, manchmal auch an etwas Stärkerem, und hört den Geräuschen im Haus zu. Es vergeht kaum eine Nacht, in der nicht irgendjemand in ihrem improvisierten Wohnzimmer sitzt und Videospiele spielt, für die selbst Lee sich zu alt vorkommt. Und in den übrigen Nächten kann er zumindest irgendwo Thorn auf seinem Notebook hämmern hören. (Gunnar beschwert sich, dass es klingt wie Nagetiere im Gebälk, aber ihm ist ja auch nicht mehr zu helfen.)
Manchmal bekommt er in der Küche sogar Gesellschaft.
Heute Nacht ist es allerdings unerwartet still, und das einzige, was Lee hört, sind sein eigener Atem und hin und wieder ein Auto in der Ferne. Er versucht, die Stille zu übertönen, indem er mit den Fingernägeln auf der Flasche trommelt, oder auf dem Tisch, aber es ist alles zu laut in seinen Ohren und nicht lebendig genug.
Es bleibt also still. Lee liest zum gefühlten hundertsten Mal die Aufschrift auf der Bierflasche, obwohl er den Aufkleber schon halb abgelöst hat, als sich irgendwo im Haus eine Tür öffnet und jemand betont leise herumschleicht, erst für ein paar Minuten ins Bad, und dann weiter, weil er vermutlich einen Lichtschein aus der Küche gesehen hat.
Lee dreht sich erst um, als es zaghaft am Türrahmen klopft.
Natürlich ist es Smilee. Der Junge hat genauso große Schlafprobleme wie Lee, auch wenn er es nie zugeben würde, aber Lee sieht tagtäglich die dunklen Ringe unter Smilees Augen und er erkennt sie wieder, denn er sieht sie auch tagtäglich im Spiegel unter seinen eigenen.
„Haben Sie noch einen Platz für mich frei?“, fragt er, und Lee kann gerade noch so widerstehen, vor so viel Höflichkeit mit den Augen zu rollen, und rückt ihm stattdessen einen Stuhl zurecht.
Der Junge besitzt tatsächlich die Frechheit, die Augen niederzuschlagen und dazu noch ein bisschen verlegen dreinzuschauen. Lee kann sich das eigentlich nur mit Teenie-Hormonen erklären, die ja auch manche Endzwanziger noch nicht ganz überwunden haben sollen.
Er ist zwar nicht ganz so ein Oldschool-Gentleman wie Barney, aber er öffnet Smilee trotzdem eine Flasche und stellt sie ihm direkt in die nervösen Hände.
Und weil er ein bisschen gemein ist und Smilee mittlerweile schon ganz gut kennt, streift er vielleicht auch zufällig seine Finger. Vielleicht.
Smilee schafft es auf jeden Fall, noch verlegener dreinzuschauen als vorher, und Lee fragt sich nicht zum ersten Mal, wer diesen Jungen überhaupt als Führungspersönlichkeit auserkoren hat.
Sie sagen lange nichts, aber es ist besser als vorher, denn jetzt sind da noch andere Geräusche, und wenn Smilee ein paar Mal scharf die Luft einzieht, als wolle er ansetzen, etwas Schwieriges zu sagen, nur um dann doch zu schweigen, kramt Lee sein bisschen Gentleman-Verhalten wieder hervor und verkneift sich einen Kommentar.
Weil er diesen Jungen mag, trotz allem.
Irgendwann, nach der dritten oder vierten Flasche Bier, schiebt Lee langsam seinen Stuhl zurück und steht auf.
„Ich versuch’s nochmal mit dem Schlafen“, sagt er leise, und trotzdem zuckt Smilee ein wenig zusammen.
Lee berührt ihn an der Schulter, aber Smilee sieht ihn nicht an, sondern kratzt weiter am Etikett seiner Bierflasche, ganz so wie Lee vorher. Sie haben untereinander mit den ganzen Papierschnipseln schon eine erstaunliche Unruhe auf dem Tisch verursacht.
„Versuch es auch“, sagt er schließlich und drückt Smilees Schulter einmal kurz, um ihm Mut zuzusprechen, oder um zu sagen: Aber wenn du hier sitzen bleiben willst, dann ist das auch in Ordnung. Wir haben alle zu kämpfen.
Smilee nickt knapp, militärisch, ohne aufzusehen, und Lee wendet sich schon wieder der Tür zu, als er doch aufsteht, Lee ungelenk am Shirt packt und ihn wieder zurückzieht.
Lee versucht, ihm in die Augen zu sehen, aber Smilee weicht seinem Blick so gekonnt aus, dass er es bald aufgibt, und so stehen sie sich eine Weile gegenüber, ehe Smilee noch einmal tief, zitternd die Luft einzieht und ihn kurz, keusch und fürchterlich nervös auf die Lippen küsst, bevor er fast schon fluchtartig die Küche verlässt.
Und Lee beschließt, dass das jetzt vielleicht der richtige Zeitpunkt für etwas Härteres wäre als nur Bier.
Challenge: Fluff - Akzeptanz
Titel: Schlaflos
Fandom: The Expendables
Charaktere: Lee Christmas, John Smilee
Warnungen: ungebetat.
Anmerkungen: wie gewohnt für
Lee kann die Nächte schon gar nicht mehr zählen, die er schlaflos in der Küche verbracht hat, weil die Welt sich ein bisschen zu schnell dreht. Er hat zu viele unerwünschte Gedanken im Kopf seit der Sache mit Caesar. Zu viele Gedanken, denen er nicht nachhängen will. Er will nicht daran denken, was gewesen wäre, wenn. Wo er jetzt wäre, wenn. Was aus ihnen allen geworden wäre, wenn.
Stattdessen hält er sich Nacht für Nacht an einer Flasche Bier fest, manchmal auch an etwas Stärkerem, und hört den Geräuschen im Haus zu. Es vergeht kaum eine Nacht, in der nicht irgendjemand in ihrem improvisierten Wohnzimmer sitzt und Videospiele spielt, für die selbst Lee sich zu alt vorkommt. Und in den übrigen Nächten kann er zumindest irgendwo Thorn auf seinem Notebook hämmern hören. (Gunnar beschwert sich, dass es klingt wie Nagetiere im Gebälk, aber ihm ist ja auch nicht mehr zu helfen.)
Manchmal bekommt er in der Küche sogar Gesellschaft.
Heute Nacht ist es allerdings unerwartet still, und das einzige, was Lee hört, sind sein eigener Atem und hin und wieder ein Auto in der Ferne. Er versucht, die Stille zu übertönen, indem er mit den Fingernägeln auf der Flasche trommelt, oder auf dem Tisch, aber es ist alles zu laut in seinen Ohren und nicht lebendig genug.
Es bleibt also still. Lee liest zum gefühlten hundertsten Mal die Aufschrift auf der Bierflasche, obwohl er den Aufkleber schon halb abgelöst hat, als sich irgendwo im Haus eine Tür öffnet und jemand betont leise herumschleicht, erst für ein paar Minuten ins Bad, und dann weiter, weil er vermutlich einen Lichtschein aus der Küche gesehen hat.
Lee dreht sich erst um, als es zaghaft am Türrahmen klopft.
Natürlich ist es Smilee. Der Junge hat genauso große Schlafprobleme wie Lee, auch wenn er es nie zugeben würde, aber Lee sieht tagtäglich die dunklen Ringe unter Smilees Augen und er erkennt sie wieder, denn er sieht sie auch tagtäglich im Spiegel unter seinen eigenen.
„Haben Sie noch einen Platz für mich frei?“, fragt er, und Lee kann gerade noch so widerstehen, vor so viel Höflichkeit mit den Augen zu rollen, und rückt ihm stattdessen einen Stuhl zurecht.
Der Junge besitzt tatsächlich die Frechheit, die Augen niederzuschlagen und dazu noch ein bisschen verlegen dreinzuschauen. Lee kann sich das eigentlich nur mit Teenie-Hormonen erklären, die ja auch manche Endzwanziger noch nicht ganz überwunden haben sollen.
Er ist zwar nicht ganz so ein Oldschool-Gentleman wie Barney, aber er öffnet Smilee trotzdem eine Flasche und stellt sie ihm direkt in die nervösen Hände.
Und weil er ein bisschen gemein ist und Smilee mittlerweile schon ganz gut kennt, streift er vielleicht auch zufällig seine Finger. Vielleicht.
Smilee schafft es auf jeden Fall, noch verlegener dreinzuschauen als vorher, und Lee fragt sich nicht zum ersten Mal, wer diesen Jungen überhaupt als Führungspersönlichkeit auserkoren hat.
Sie sagen lange nichts, aber es ist besser als vorher, denn jetzt sind da noch andere Geräusche, und wenn Smilee ein paar Mal scharf die Luft einzieht, als wolle er ansetzen, etwas Schwieriges zu sagen, nur um dann doch zu schweigen, kramt Lee sein bisschen Gentleman-Verhalten wieder hervor und verkneift sich einen Kommentar.
Weil er diesen Jungen mag, trotz allem.
Irgendwann, nach der dritten oder vierten Flasche Bier, schiebt Lee langsam seinen Stuhl zurück und steht auf.
„Ich versuch’s nochmal mit dem Schlafen“, sagt er leise, und trotzdem zuckt Smilee ein wenig zusammen.
Lee berührt ihn an der Schulter, aber Smilee sieht ihn nicht an, sondern kratzt weiter am Etikett seiner Bierflasche, ganz so wie Lee vorher. Sie haben untereinander mit den ganzen Papierschnipseln schon eine erstaunliche Unruhe auf dem Tisch verursacht.
„Versuch es auch“, sagt er schließlich und drückt Smilees Schulter einmal kurz, um ihm Mut zuzusprechen, oder um zu sagen: Aber wenn du hier sitzen bleiben willst, dann ist das auch in Ordnung. Wir haben alle zu kämpfen.
Smilee nickt knapp, militärisch, ohne aufzusehen, und Lee wendet sich schon wieder der Tür zu, als er doch aufsteht, Lee ungelenk am Shirt packt und ihn wieder zurückzieht.
Lee versucht, ihm in die Augen zu sehen, aber Smilee weicht seinem Blick so gekonnt aus, dass er es bald aufgibt, und so stehen sie sich eine Weile gegenüber, ehe Smilee noch einmal tief, zitternd die Luft einzieht und ihn kurz, keusch und fürchterlich nervös auf die Lippen küsst, bevor er fast schon fluchtartig die Küche verlässt.
Und Lee beschließt, dass das jetzt vielleicht der richtige Zeitpunkt für etwas Härteres wäre als nur Bier.
no subject
Date: 2014-10-03 07:41 pm (UTC)Ich liebe das Drama am Anfang, dass Lee wirklich fertig ist, wegen der ganzen Sache mit Caesar. Es geht ihm total an die Nieren und das ist wundervoll (mal durchzählen: wenn sowohl Thorn als auch Smilee als auch Lee als auch hundertpro Barney wach sind... ach, die sollen sich mal nicht so anstellen, die könnten so viel therapeutisches Monopoly spielen, echt <33).
Ich mag es, dass Smilee so leise und zurückhaltend ist - auch wenn er Barney gegenüber das Maul aufgerissen ist, ist Lee wahrscheinlich noch mal ein anderes Kaliber (der ist nicht so... verständnisvoll gegenüber großmäuligen Jungs eheheh).
Er ist zwar nicht ganz so ein Oldschool-Gentleman wie Barney
Awww Q___Q Ich meine okay, das ist wohl offensichtlich, niemand ist so Oldschool-Gentleman wie Barney, und schon gar nicht, wenn du sowas abziehst, Lee:
streift er vielleicht auch zufällig seine Finger.
Seriously, bro. Not cool. By which I mean totally cool, go on, get him.
Das Ede ist einfach nur perfekt. Wie viel Zeit Smilee braucht und Lee bleibt einfach stehen, obwohl er ja weiß, was kommen muss (er ist ja auch nicht erst seit gestern im Geschäft), und lässt ihm diese Zeit.
UND TROTZDEM MUSS ER ZUM SCHNAPS GREIFEN, weil heck yeah der Junge ist hübsch und gut zum Küssen, aber omfg er steht in der Küche und knutscht mit den Babies, was wird Barney sagen XDDD
no subject
Date: 2014-10-15 07:18 pm (UTC)Dankeschön, meine Liebe ♥
Oh Gott, ja, Barney ist mit Sicherheit auch wach und sitzt in seinem Zimmer und starrt die Decke an, oder überlegt sich Pläne, wie er aus dem Haus, ins Auto und zu seinem Flugzeug kommen könnte, um wenigstens irgendwas schaffen zu können, aber ohne, dass die Leute in der Küche was davon mitkriegen. Also Lee. Ohne, dass Lee was davon mitkriegt. Denn Lee ist immer direkt so aggressiv besorgt und das will Barney doch vermeiden.
Ich glaube, Smilee hat Barney direkt durchschaut (ist aber auch einfach bei ihm) und traut sich deswegen, so das Maul aufzureißen. Aber bei Lee (und den anderen) kann er einfach nicht einschätzen, wie ernst sie irgendwas meinen.
Tja, was wird Barney sagen XDD Er wird vermutlich begeistert sein, und das ist noch schlimmer als jegliche Kritik XDD
no subject
Date: 2014-10-11 10:05 pm (UTC)Das ist... das sollte mir nicht das Herz brechen, oder vielleicht doch, keine Ahnung, ich will heulen. Und die beiden knuddeln. (Und mir ewige therapeutische Monopoly-Sessions vorstellen, bitte.)
Ich liebe, dass die Caesar-Sache Lee so mitnimmt. Ich liebe, wie du die generelle "eigentlich kann immer jemand nicht schlafen"-Stimmung beschrieben hast. Und ich liebe wie still und verstört Smilee ist und wie Lee es schafft gleichzeitig ein totales Arschloch und so, so geduldig zu sein.
Und, gaaah, der letzte Satz ist perfekt.
no subject
Date: 2014-10-15 07:12 pm (UTC)Ewige therapeutische Monopoly-Sessions wären nicht schlecht. Das kann man ja auch mit beliebig vielen Menschen spielen, falls mal ein paar andere auch nicht schlafen können.