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[personal profile] luinaldawen posting in [community profile] 120_minuten
Team: Kalliope
Challenge: Übernatürliches - Pflock/Pfählen (für mich)
Fandom: Original
Anmerkung: Erwartet hier keinen Sinn... echt nicht. Ich will nur noch ein Bingo vollkriegen. XD

Die Nacht war nicht ganz so dunkel wie die Bücher es immer versprachen. Die Sterne schienen ganz hübsch und der Mond hing riesig und voll über der malerischen Kleinstadt, in der Theresa wohnte. Eigentlich war es wirklich... nett.
Es passte nicht zu einer Jagd.
Der Pflock steckte in einem ziemlich unstylischen Holster an ihrem Gürtel und wartete darauf, benutzt zu werden. Eigentlich war er aber nur ein stilechtes Accessoire, Theresa fand ihn ziemlich unpraktisch. Wenn ein Vampir so nahe an sie herankam, dass sie ihn benutzen könnte, war sie ziemlich sicher tot. Worauf sie echt nicht stand. Tot sein mochte für Vampire in Ordnung sein, aber sie fand es wirklich uncool.
Zum Glück waren sie heute nicht mehr Pflöcke und Pfähle angewiesen. Pistolen machten den Job viel besser und viel sicherer. Außerdem sahen sie besser aus.
Theresa gähnte. In solchen Nächten unterwegs zu sein ließ irgendwie alles vermissen. Kein Grusel... vor allem nicht, wenn man den Haufen betrunkener Abiturienten sah, die durch die Straßen torkelten. Blöderweise war auch der angesagteste Vampirclub der Stadt in diesem Viertel und betrunkene Vampire waren nichts, was man nachts treffen wollte.
Laut ihren Eltern waren Vampire generell nichts, was man nachts treffen wollte. Laut Theresas Meinung auch. Außer, man stand darauf, als Mahlzeit zu dienen. Es gab die Leute, die darauf standen und die konnten auch machen, was sie wollten. Die Jäger hatten nur darauf zu achten, dass die Blutsauger bei diesen Freaks blieben. Oder Blutkonserven. Es hatte gewisse Gründe, warum hier besonders intensiv um Blutspenden geworben wurde.
Keiner wusste, warum es nur hier Vampire gab. Jedenfalls war man sich ziemlich sicher, dass sich nirgendwo sonst untote Blutsauger herumtrieben. Oder wenn: Hatten sie sich schlauer angestellt und waren unentdeckt geblieben.
Rechts abbiegen. Über die Straße mit dem Kopfsteinpflaster.
Links von der Kirche. Ausgerechnet neben der Kirche hatten die Vampire ihren Club aufgemacht. Theresa winkte dem Türsteher, der mit den Zähnen bleckte.
„Sie wartet drin“, lispelte er dann.
„Danke.“
„Bist du im Dienst?“
„Mehr oder weniger. Wenn da drin sich welche besaufen, mal sehen.“
„Hey, wir halten uns an die Regeln.“
„Ja, ihr. Aber die da drin vielleicht nicht.“ Der Club war nicht das Problem. Das Problem waren eher diejenigen, die sich einbildeten, sie stünden über den Regeln. Oder dass etwas Alkohol nicht schaden würde. Nur dass schon ein Glas auf sie wirkte, als würde ein Mensch eine Flasche Wodka exen.
Wehe, heute machte einer Stress. Theresa hatte keinen Bock darauf. Heute sollte sie mit den anderen Feiernden unterwegs sein, sie hatte heute ihre letzte, verdammte Abiprüfung gehabt! Und stattdessen musste sie Streife schieben.
Sie drängte sich durch die Feiernden und zur Bar. Dort saß Mirjam bereits und schlürfte an ihrem Tomatensaft. Als sie Theresa entdeckte, stand sie auf und schlang die Arme um sie. Der Kuss schmeckte nach Tomate und ein klein wenig nach Blut. Die spitzen Zähne ritzten über ihre Lippen und sie trat Mirjam warnend auf die Füße. „Heute nicht“, hauchte sie und wusste, Mirjams scharfen Ohren hörten es. „Dann muss ich aber vorsichtig sein.“
„Etwas Selbstbeherrschung schadet dir nicht.“
„Ich erinnere dich später daran, wenn wir in meinem Zimmer sind.“

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