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Team: Kalliope
Challenge: Übernatürliches – Magische Unfälle (fürs Team)

Fandom: Dragon Age 2
Charaktere: fem!Hawke inkl. alle verfügbaren Gefährten, Hawke/Anders

Wörter: 1352

Titel: Nicht wie geplant

Anmerkung: Bei einem Auftrag des Viscounts laufen einige Dinge nicht so, wie geplant (crack/humour). Spielt während Akt 2 von Dragon Age 2, spoilert aber nicht für die Handlung (oder das Ende). Außerdem: nur noch eine Geschichte fehlt, ich kann es schaffen askdjhasd


Es war einer dieser Tage, an denen man besser im Bett geblieben wäre. Hawke hätte zwar den Viscount niemals vor den Kopf stoßen wollen, aber wenn es schon um eine Höhle ging, die abtrünnigen Blutmagiern als Unterschlupf gedient hatte, konnte ja nichts Gutes dabei herauskommen. Vor allem, wenn der Viscount sagte, er wollte „die Templer nicht mit dieser Aufgabe belasten“. Wahrscheinlich hatten die Templer ihm deutlich zu verstehen gegeben, was sie von verlassenen Höhlen um Kirkwall hielten, die üblicherweise ein interessantes Sammelsurium an Riesenspinnen und ähnlichem Viehzeug beherbergten.

Trotz allem. Hawke konnte den politischen Einfluss brauchen, den ein Gefallen für den Viscount ihr einbrachte... von dem Geld ganz abgesehen. Und so hatte sie alle ihre Gefährten versammelt und war auf Höhlenerforschung gegangen. Tatsächlich hatten sie eine Menge unangenehmes Zeug gefunden – und sie meinte damit nicht nur die Riesenspinnen oder die kleinen Drachen, sondern vor allem die zahlreichen Fallen, die noch von den Blutmagiern übrig waren. Hawke hatte irgendwann aufgehört zu zählen, wie oft sie an diesem Tag von einem Untoten angegriffen wurde. Im allerletzten Raum fanden sie eine große Kugel aus Lyrium, die offensichtlich einige Magie enthielt. Merrill hatte gemutmaßt, dass sie vielleicht einmal als Zentrum eines Siegels hätte dienen sollen. Auch wenn von ihr keine unmittelbare Gefahr ausging, einigten sie sich darauf, sie sicherheitshalber zu zerstören. Und... nun ja, das hätte wohl besser laufen können.

Das erste, was Hawke bemerkte, was das Husten ihrer Gefährten, dass durch den Nebel um sie drang. Sie fühlte sie etwas schwindelig, aber das war zu erwarten... immerhin war die Lyriumkugel gerade unter ihren Händen zerborsten und hatte sie ein gutes Stück zurück geworfen. Ihre Gliedmaßen fühlten sich seltsam schwer an, gleichzeitig konnte sie die Präsenz der Lyriumkugel im Raum aber nicht mehr fühlen, was sie als gutes Zeichen interpretierte. Sie wollte nach ihren Freunden rufen, doch ihr Hals war rau und trocken und alles, was aus ihrer Kehle drang, war ein tiefes, kratziges Husten.

Als sich der Nebel langsam legte, nahm sie Bewegung neben sich war und sah auf. Anders war neben ihr, dem Erbauer sei Dank. Aber statt des aufmunternden Lächelns, auf das sie gehofft hatte, sah er sie an, als hätte er gerade einen Geist gesehen. Verwirrt blickte sie zurück und sah sich dann nach ihren anderen Gefährten und... und blickte direkt in ihr eigenes Gesicht.

Oh.

Magier!“ schallte der wütende Ruf aus der Ecke der Höhle, in der Anders seit Minuten in wütende Selbstgespräche vertieft war. Oder, eigentlich nicht Anders. Fenris. In Anders’ Körper. Es war kompliziert.

Ihr gegenüber stand Anders, in ihrem eigenen Körper, und Hawke fragte sich, ob sie wirklich so viele seltsame Gesichtsausdrücke machte, wenn sie redete, oder ob das Anders’ Einfluss war. Nebenher versuchte sie, sich daran zu gewöhnen, dass sie die Welt nun wortwörtlich von einer etwas anderen Perspektive sah. Ihr war nie aufgefallen, dass Fenris doch so viel kleiner als sie selbst war. Außerdem war seine Rüstung wirklich schwer, von dem Schwert auf seinem Rücken ganz abgesehen.

Das ist interessant,“ sagte Varric und verschränkte die Arme vor seiner Brust. Es war verwirrend, wie seine Mimik und Gestik so zweifellos charakteristisch für ihn waren... aber so gar nicht zu Merrills Körper passten. Hawke war gar nicht bewusst, dass Merrills Gesicht überhaupt theoretisch in der Lage war, den Gesichtsausdruck zu machen, den sie gerade darauf sah... und sie würde froh sein, wenn das das einzige Mal war, dass sie diesen dort sah.

Neben ihr stand Sebastian. Der arme war in Isabels Körper gefangen und schien nicht wirklich zu wissen, wohin mit sich selbst. Von einem Priester zu einer leichtbekleideten Piratin war auch ein ziemlich herber Wechsel. Vergleichbar nur mit Fenris, der im Hintergrund immer noch mit Anders’ Stimme über die Magier schimpfte. Anders selbst schien das noch weniger zu gefallen als sonst, denn Hawke kannte diesen Gesichtsausdruck von sich und er verhieß nichts Gutes.

Nur nicht so steif, Sebastian,“ rief Varric freundschaftlich und verpasste Sebastians Hintern, sehr viel kurviger als sonst und sehr viel weniger bekleidet, einen kräftigen Schlag. Okay, Hawke musste da nicht nachfragen, das musste Isabela sein, die gerade ihre einmalige Chance nutzte, sich selbst auf den Hintern zu schlagen. Gratulation.

Hmm, sag mal, Varric, hast du von hier unten eigentlich immer so eine gute Aussicht?“ fragte sie dann mit prüfenden Blick auf den Schlitz ihres Kleides. Sebastian machte ein schockiertes Geräusch von sich und versuchte, besagte Einblicke mit seinen Händen zu verhindern... bis er merkte, wo genau seine Hände dadurch ruhten.

Varric und Isabela brachen in schallendes Gelächter aus, während der arme Sebastian in Scham versank. Hawke hatte das Gefühl, es würde ein verdammt langer Tag werden.

Habt ihr eine Idee, wie wir das hier wieder rückgängig machen?“ fragte Avelin mit einem tiefen Seufzer. Hawke bewunderte, wie sehr sie ihre Fassung behielt und das, obwohl Merrill in ihrem eigenen Körper nervös von einem auf das andere Bein tänzelte. Avelin stand Sebastians Körper aber ehrlich gesagt auch recht gut. Die Falten auf seiner Stirn waren ein bisschen tiefer als gewohnt, aber ansonsten sah man ihm von außen nicht sofort an, dass etwas anders war als sonst. Anders als der tänzelnden Merrill-Avelin. Das machte Hawke ein bisschen fertig.

Das Problem ist, dass wir nur noch einen Magier haben, der auch wirklich Magier ist,“ antwortete Hawke und strich sich durch das ungewohnt kurze Haar. Es erschreckte sie nach wie vor, dass Fenris’ Stimme aus ihrem (seinem... wie auch immer) Mund kam.

Hawke konnte nicht sagen, ob es der Klang seiner eigenen Stimme oder Hawkes Worte waren, die schließlich auch Fenris verstummen ließ.

Was meinst du damit?“ fragte er barsch, eine Aggressivität in Anders’ Stimme, die Hawke nur sehr ungern hörte.

Ich meine, dass nur Anders noch einen Körper hat, der auch Magie anwenden kann.“

Dann mach das hier rückgängig,“ sagte Fenris, nun an Anders gewandt.

Das ist leichter gesagt als getan,“ erwiderte der Angesprochene und es war wirklich interessant zu sehen, wie unbegeistert Hawke schauen konnte. Sie lernte hier ganz neue Seiten von sich kennen. „Offensichtlich ist unser erster Versuch nicht so gelaufen, wie wir es wollten und ich würde gerne sicher gehen, dass der zweite besser wird.“

Wir werden dir helfen, so gut es geht,“ versicherte Merrill... und ließ Avelins Schild fallen, als sie Anders eine ihre Hände auf die Schulter legte.

Ich kann so nicht zurück in die Kirche,“ bemerkte Sebastian mit zittriger Stimme. Isabel und Varric kicherten erneut.

Tröste dich, ich kann so auch nicht zurück zur Wache,“ seufzte Avelin. Ein Seitenblick auf Merrill machte klar, dass sie nicht traurig darum war, dass die Elfe damit beschäftigt sein würde, Anders und Hawke bei der Lösung ihres Problems zu helfen. Wahrscheinlich hatte sie schon Horrorvorstellungen, wie sich Merrill als Leiterin der Wache anstellen würde.

Neben ihnen drehte sich Fenris verwirrt von einer Seite zur anderen, als hätte er jemanden sprechen hören, den er nicht sehen konnte. Offensichtlich hatte er Gerechtigkeit kennen gelernt. Es konnte nur besser werden, sagte sich Hawke und versuchte, ruhig zu bleiben.

Mein Zimmer im Gehängten Mann steht allen offen, die heute heimatlos sind.“ Fast war Hawke traurig, dass sie es nicht mitbekommen würde, wie Merrill einen der großen Bierhumpen leerte, die Varric so liebte. „Du solltest allerdings mitkommen,“ fügte er mit einem Blick auf Varric-Isabela hinzu.

Glaub nicht, dass ich in der Unterstadt schlafen werde!“ rief Fenris, dessen Stimme inzwischen einen leicht hysterischen Tonfall angenommen hatte.

Hawke sah zu Anders neben ihr und sah Panik in seinem Blick. Sie hatten sich zwar darauf geeinigt, ihre Gefährten von ihrer Beziehung zu unterrichten, aber sie gab zu, dass sie es nicht eilig damit gehabt hatten. Vielleicht hätte sie es aber tun sollen, denn irgendwie erschien es ihr ein schlechter Zeitpunkt zu sein, die anderen, und allen voran Fenris, der gerade in Anders’ Körper steckte, darauf hinzuweisen, dass Anders und sie nun seit ein paar Wochen in einer festen Beziehung waren, Anders bei ihr wohnte und... sie beiden natürlich ein Bett teilten. Offensichtlich schien sich Anders das ganze gerade bildlich vorzustellen, denn Hawke sah wie aus ihrem Gesicht die Farbe wich.

Es würde eine sehr, sehr lange Nacht werden.


Date: 2014-10-01 08:42 am (UTC)
From: [identity profile] mrsmoriarty.livejournal.com
Bahahahaha:D Ich MAG bodyswap-stories und hier hab ich gleich die volle Ladung! Ich freu mich, dass du wirklich alles bunt durcheinander gemischt hast und drücke den armen die Daumen, dass sie das wieder hinkriegen. Zumindest nach ner Weile.
Erfährt man vielleicht noch, wie der rest der Gruppe die Neuigkeit verkraftet *liebguck*? Ich bin ja immer für den Einbezug für Fenris, mein Baby, und jetzt gäb es ja quasi die Möglichkeit alle drei unter einen Hut zu bekommen *hust*
Will meeeeehr lesen!

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