Suspense - Leichenhalle (für mich)
Sep. 29th, 2014 06:30 amTeam: Erato
Challenge: Suspense - Leichenhalle (für mich)
Titel: Guilt VI
Fandom: Teen Wolf
Charaktere: Stiles, Scott, Allison (zumindest irgendwie)
Wörter: 999
Warnung: Spoiler für dritte Staffel
A/N: Uuuuun Endspurt!
Es war kalt und dunkel. Stiles traute sich nicht einmal einen Schritt nach vorne zu gehen, in der Angst, auf irgendetwas zu stoßen. Irgendetwas, was er nicht berühren wollte. Aber er konnte auch nicht Ewigkeiten in der Dunkelheit stehen.
Er atmete einmal tief ein und rief sich Scotts sanfte Stimme in Erinnerung. Es gab ihm genügend Kraft, um einen Schritt nach vorne zu setzen.
Das war wohl der Auslöser, denn plötzlich gingen Lampen an der Decke an und fluteten den Raum in eine überraschende Helligkeit. Der Teenager kniff sofort die Augen zusammen und schützte seine Augen mit der rechten Hand. Langsam gewöhnte er sich an das Licht und vermochte Einzelheiten zu erkennen anstatt nur eine weiße Fläche.
Stiles schluckte, als er sah, wo er sich befand. Eine Leichenhalle mit mehreren Metallliegen und auch Körpern, die darauf lagen, mit Laken bedeckt. Blitzschnell drehte er sich um, um diesen grässlichen Raum zu verlassen, aber die Tür hinter ihm ließ sich nicht öffnen.
„Wo willst du hin, Stiles?“
Stiles erstarrte bei dem Klang der Stimme. Eine Gänsehaut legte sich sofort auf seine Haut. Langsam drehte er sich wieder um, aber er konnte den Nogitsune nirgendwo sehen. Aber seine Stimme war so klar und deutlich gewesen, als würde er direkt neben ihm stehen.
Mit allen Mut, den er aufbringen konnte, ging Stiles etwas in den Raum hinein. Aufmerksam schaute er sich dabei um, suchte den Nogitsune, konnte ihn aber immer noch nicht finden. Schließlich stand er vor einer der Liegen. Die Füße schauten unter dem Laken hervor und Stiles blickte nur kurz auf das Schildchen, das um den Zeh hing, aber es genügte, um den Namen zu erkennen.
Sofort fingen Stiles Hände an zu zittern. Er blickte sich noch einmal um, suchte nach einem Ausweg. Er musst unbedingt hier heraus. Er konnte nicht hier bleiben. Nicht mit den toten Körpern, aber vor allem nicht mit Ihrem.
Der Drang zu rennen war so groß, aber dennoch bewegte er sich zum Kopf der Liege. Stiles wusste nicht, warum er es tat, aber er zog das Laken zurück, um den Kopf freizulegen. Die langen schwarzen Haare umrahmten das bleiche Gesicht und ließen es noch bleicher wirken, als sie ohnehin schon war. Allison sah friedlich aus, aber gleichzeitig auch so traurig, obwohl sie die Augen geschlossen hatte.
Stiles stiegen Tränen in die Augen. Behutsam fuhr er mit dem Finger über ihre kalte Wange. Sie rührte sich nicht. Natürlich nicht. Schließlich war sie tot.
Und plötzlich öffnete sie die Augen. Vor Schreck stolperte Stiles einen Schritt zurück. Sie starrte ihn an, aus toten und leeren Augen.
„Du hast mich getötet, Stiles“, sprach sie.
Stiles schüttelte nur den Kopf. „Nein.“ Seine Stimme zitterte.
„Nein?“ Allison setzte sich auf und legte den Kopf schief. „Nein?“
„Nein“, bestätigte Stiles erneut, klang aber immer noch nicht überzeugend. Er schaffte es einfach nicht, seine Stimme ruhig zu halten. Sie hüpfte und stockte zur selben Zeit.
„Es war deine Schuld, Stiles.“ Die Stimme von Allison veränderte sich. Sie wurde tiefer und kratziger. Sie ähnelte der Stimme des Nogitsune.
Stiles atmete einmal tief ein, um seine Gefühle unter Kontrolle zu bringen. Es war ein Trick, es war alles nicht echt. Nur ein Traum. Stiles wusste das und er musste dagegen ankämpfen. „Nein!“, sagte er wieder, dieses Mal ein wenig kräftiger. „Es ist deine Schuld.“
„Bist du dir da sicher?“ Allison stand nun auf und trat einen Schritt an ihn heran. Sie trug ein kurzes weißes Kleid. „Du hast es genossen, Stiles.“ Die Stimme gehörte nun unzweifelhaft zu dem Nogitsune. Stiles wusste, wer vor ihm stand.
Er hatte es vielleicht genossen, aber er wusste, dass er sich dafür nicht schämen musste. Der Nogitsune hatte ihn dazu verleitet. Es war alles sein Werk gewesen. Er brauchte nur die Kraft, ihm das ins Gesicht zu sagen. Er brauchte nur die Kraft.
Als Allison einen weiteren Schritt auf ihn zuging, wich er zurück. Er wusste, was Scott ihm gesagt hatte, aber es war nicht so einfach. Er konnte nicht einfach von jetzt auf gleich seine ganze Schuld abstreifen, als wäre sie nie dort gewesen. Er hatte Angst, auch wenn er wusste, was er machen musste.
„Ich ... ich“, stotterte Stiles und brach wieder ab. Er schloss die Augen und unterdrückte den Drang zu weinen. Und da hörte er es. Nur ganz weit entfernt, aber da war ein Heulen. Das Heulen von Scott. Sofort öffnete Scott wieder seine Augen, aber sein Freund war nicht hier. Nirgendwo zu sehen, dennoch gab es ihm genug Kraft, um einen Schritt auf Allison zuzugehen.
„Ich habe keine Angst mehr vor dir“, sprach er mit aller Zuversicht, die er aufbringen konnte. „Hörst du mich? Ich habe keine Angst vor dir.“ Denn darum ging es eigentlich. Nicht nur um Schuld und die Scham, dass er es genossen hatte. Es ging darum, dass er Angst hatte, dass es noch einmal passieren konnte. Aber Scott glaubte an ihn, vertraute darauf, dass Stiles nie wieder etwas in der Richtung tun würde.
„Ich habe keine Angst mehr vor dir“, wiederholte er ein weiteres Mal. Mit jedem Mal fiel es ihm leichter, die Worte auszusprechen.
„Bist du dir sicher, Stiles?“ Allison streckte eine Hand nach ihm aus.
Stiles nickte nur. „Ja!“
Und die Hand fasste durch ihn hindurch.
In dem Moment wachte Stiles auf. Er starrte an die Decke, die im Halbdunkeln lag und atmete einmal tief ein. Er hatte es geschafft.
„Geht es dir gut?“, drang direkt Scotts besorgte Stimme an sein Ohr. Er klang müde, als ob er noch gar nicht geschlafen hatte.
Stiles nickte. „Ich glaube schon.“ Er war sich nicht sicher, ob es jetzt endgültig vorbei war, aber es war das erste Mal, dass er mit Hoffnung aufgewacht war, nicht mit Angst. Also konnte es nur besser werden. Es war auf jeden Fall ein Fortschritt.
Dann drehte Stiles seinen Kopf zu Scott. „Hast du geheult?“
Scott zuckte mit den Schultern, soweit es ihm in seiner liegenden Position möglich war. „Ich habe deine Unruhe gespürt und wollte dir nur zeigen, dass du nicht alleine bist.“
Stiles lächelte. „Danke.“
Challenge: Suspense - Leichenhalle (für mich)
Titel: Guilt VI
Fandom: Teen Wolf
Charaktere: Stiles, Scott, Allison (zumindest irgendwie)
Wörter: 999
Warnung: Spoiler für dritte Staffel
A/N: Uuuuun Endspurt!
Es war kalt und dunkel. Stiles traute sich nicht einmal einen Schritt nach vorne zu gehen, in der Angst, auf irgendetwas zu stoßen. Irgendetwas, was er nicht berühren wollte. Aber er konnte auch nicht Ewigkeiten in der Dunkelheit stehen.
Er atmete einmal tief ein und rief sich Scotts sanfte Stimme in Erinnerung. Es gab ihm genügend Kraft, um einen Schritt nach vorne zu setzen.
Das war wohl der Auslöser, denn plötzlich gingen Lampen an der Decke an und fluteten den Raum in eine überraschende Helligkeit. Der Teenager kniff sofort die Augen zusammen und schützte seine Augen mit der rechten Hand. Langsam gewöhnte er sich an das Licht und vermochte Einzelheiten zu erkennen anstatt nur eine weiße Fläche.
Stiles schluckte, als er sah, wo er sich befand. Eine Leichenhalle mit mehreren Metallliegen und auch Körpern, die darauf lagen, mit Laken bedeckt. Blitzschnell drehte er sich um, um diesen grässlichen Raum zu verlassen, aber die Tür hinter ihm ließ sich nicht öffnen.
„Wo willst du hin, Stiles?“
Stiles erstarrte bei dem Klang der Stimme. Eine Gänsehaut legte sich sofort auf seine Haut. Langsam drehte er sich wieder um, aber er konnte den Nogitsune nirgendwo sehen. Aber seine Stimme war so klar und deutlich gewesen, als würde er direkt neben ihm stehen.
Mit allen Mut, den er aufbringen konnte, ging Stiles etwas in den Raum hinein. Aufmerksam schaute er sich dabei um, suchte den Nogitsune, konnte ihn aber immer noch nicht finden. Schließlich stand er vor einer der Liegen. Die Füße schauten unter dem Laken hervor und Stiles blickte nur kurz auf das Schildchen, das um den Zeh hing, aber es genügte, um den Namen zu erkennen.
Sofort fingen Stiles Hände an zu zittern. Er blickte sich noch einmal um, suchte nach einem Ausweg. Er musst unbedingt hier heraus. Er konnte nicht hier bleiben. Nicht mit den toten Körpern, aber vor allem nicht mit Ihrem.
Der Drang zu rennen war so groß, aber dennoch bewegte er sich zum Kopf der Liege. Stiles wusste nicht, warum er es tat, aber er zog das Laken zurück, um den Kopf freizulegen. Die langen schwarzen Haare umrahmten das bleiche Gesicht und ließen es noch bleicher wirken, als sie ohnehin schon war. Allison sah friedlich aus, aber gleichzeitig auch so traurig, obwohl sie die Augen geschlossen hatte.
Stiles stiegen Tränen in die Augen. Behutsam fuhr er mit dem Finger über ihre kalte Wange. Sie rührte sich nicht. Natürlich nicht. Schließlich war sie tot.
Und plötzlich öffnete sie die Augen. Vor Schreck stolperte Stiles einen Schritt zurück. Sie starrte ihn an, aus toten und leeren Augen.
„Du hast mich getötet, Stiles“, sprach sie.
Stiles schüttelte nur den Kopf. „Nein.“ Seine Stimme zitterte.
„Nein?“ Allison setzte sich auf und legte den Kopf schief. „Nein?“
„Nein“, bestätigte Stiles erneut, klang aber immer noch nicht überzeugend. Er schaffte es einfach nicht, seine Stimme ruhig zu halten. Sie hüpfte und stockte zur selben Zeit.
„Es war deine Schuld, Stiles.“ Die Stimme von Allison veränderte sich. Sie wurde tiefer und kratziger. Sie ähnelte der Stimme des Nogitsune.
Stiles atmete einmal tief ein, um seine Gefühle unter Kontrolle zu bringen. Es war ein Trick, es war alles nicht echt. Nur ein Traum. Stiles wusste das und er musste dagegen ankämpfen. „Nein!“, sagte er wieder, dieses Mal ein wenig kräftiger. „Es ist deine Schuld.“
„Bist du dir da sicher?“ Allison stand nun auf und trat einen Schritt an ihn heran. Sie trug ein kurzes weißes Kleid. „Du hast es genossen, Stiles.“ Die Stimme gehörte nun unzweifelhaft zu dem Nogitsune. Stiles wusste, wer vor ihm stand.
Er hatte es vielleicht genossen, aber er wusste, dass er sich dafür nicht schämen musste. Der Nogitsune hatte ihn dazu verleitet. Es war alles sein Werk gewesen. Er brauchte nur die Kraft, ihm das ins Gesicht zu sagen. Er brauchte nur die Kraft.
Als Allison einen weiteren Schritt auf ihn zuging, wich er zurück. Er wusste, was Scott ihm gesagt hatte, aber es war nicht so einfach. Er konnte nicht einfach von jetzt auf gleich seine ganze Schuld abstreifen, als wäre sie nie dort gewesen. Er hatte Angst, auch wenn er wusste, was er machen musste.
„Ich ... ich“, stotterte Stiles und brach wieder ab. Er schloss die Augen und unterdrückte den Drang zu weinen. Und da hörte er es. Nur ganz weit entfernt, aber da war ein Heulen. Das Heulen von Scott. Sofort öffnete Scott wieder seine Augen, aber sein Freund war nicht hier. Nirgendwo zu sehen, dennoch gab es ihm genug Kraft, um einen Schritt auf Allison zuzugehen.
„Ich habe keine Angst mehr vor dir“, sprach er mit aller Zuversicht, die er aufbringen konnte. „Hörst du mich? Ich habe keine Angst vor dir.“ Denn darum ging es eigentlich. Nicht nur um Schuld und die Scham, dass er es genossen hatte. Es ging darum, dass er Angst hatte, dass es noch einmal passieren konnte. Aber Scott glaubte an ihn, vertraute darauf, dass Stiles nie wieder etwas in der Richtung tun würde.
„Ich habe keine Angst mehr vor dir“, wiederholte er ein weiteres Mal. Mit jedem Mal fiel es ihm leichter, die Worte auszusprechen.
„Bist du dir sicher, Stiles?“ Allison streckte eine Hand nach ihm aus.
Stiles nickte nur. „Ja!“
Und die Hand fasste durch ihn hindurch.
In dem Moment wachte Stiles auf. Er starrte an die Decke, die im Halbdunkeln lag und atmete einmal tief ein. Er hatte es geschafft.
„Geht es dir gut?“, drang direkt Scotts besorgte Stimme an sein Ohr. Er klang müde, als ob er noch gar nicht geschlafen hatte.
Stiles nickte. „Ich glaube schon.“ Er war sich nicht sicher, ob es jetzt endgültig vorbei war, aber es war das erste Mal, dass er mit Hoffnung aufgewacht war, nicht mit Angst. Also konnte es nur besser werden. Es war auf jeden Fall ein Fortschritt.
Dann drehte Stiles seinen Kopf zu Scott. „Hast du geheult?“
Scott zuckte mit den Schultern, soweit es ihm in seiner liegenden Position möglich war. „Ich habe deine Unruhe gespürt und wollte dir nur zeigen, dass du nicht alleine bist.“
Stiles lächelte. „Danke.“