Team: Thalia
Autor: Jenchan
Challenge: Angst - Verpasste Gelegenheit (fürs Team)
Titel: Gewohnheiten
Fandom: Tatort Münster
Charaktere: Thiel, Boerne
Words: 449
Warnings: unbetaed, uncorrected
Continuation: Teil 1, Teil 2, Teil 3, Teil 4
Kommentar: Das ist vermutlich nicht besonders angsty als vielmehr eine einfache Alltagssituation. Wenn man bei Thiel und Boerne jemals von einfach sprechen kann. ^^***
Gewohnheiten
"Das scheint langsam zur Gewohnheit zu werden..." Boernes Stimme klang weit weg und als Thiel seine Augen öffnete, begriff er auch gleich wieso. Eine angenehme Wärme hatte sich an seiner Seite ausgebreitet und ganz offensichtlich war er wieder am Einschlafen gewesen.
An Boernes Schulter gelehnt.
Das beantwortete dann natürlich auch gleich die Frage, was in der Nacht zuvor passiert war. Zumindest, wenn er die Worte des Professors richtig interpretierte.
Noch etwas benommen richtete sich Thiel wieder auf und murmelte eine Entschuldigung. "Ich scheine ja zumindest sehr bequem zu sein", winkte Boerne ab. "Es bereitet nur einige Mühe, Sie in eine bequeme Schlafposition zu bringen."
Wider besseren wissens fragte Thiel ein klein wenig herausfordernd: "Sie wollen doch nicht etwas behaupten, ich wäre fett?" Boerne warf ihm einen Blick zu, der die Antwort schon deutlich sprach und Thiel hob warnend einen Finger: "Passen Sie ja auf, was Sie sagen."
"Sie haben mir doch die Frage gestellt."
"Aber ich möchte keine ehrliche Antwort", erwiderte Thiel und sah Boerne immer noch an. Das Gefühl, auf dessen Schulter gelegen zu haben, war immer noch mit einem Kribbeln in seinem Körper vorhanden.
Als Boerne den Mund öffnete, um etwas darauf zu sagen, hob Thiel die Hand. "Vergessen Sie es einfach, Boerne."
"Sie wollen, dass ich schon wieder über etwas hinwegsehe, dass Sie gesagt haben?", fragte der Rechtsmediziner. "Wird das jetzt auch zur Gewohnheit?"
Der Hauptkommissar rieb sich die Schläfen und atmete tief durch. Irgendwie drehten sie sich im Kreis und das war ganz und gar nicht gut. Das brachte keinen von ihnen weiter.
Sein Blick wanderte wieder zu Boerne, der ihn unverwandt angesehen hatte und jetzt war ihm das etwas unangenehm. Verlegen kratzte er sich im Nacken. Eigentlich sollte er ja fragen, ob ihn Boerne in den Club mitnahm. Es würde dem Rechtsmediziner wahrscheinlich sogar richtig gefallen, wenn er ihn auf diese Weise in die Ermittlungen einband. Aber etwas sträubte sich in ihm. Nachdem, was er Boerne an den Kopf geschmissen hatte und was er auch wirklich gemeint hatte, war es einfach nur zu anmaßend zu glauben, Boerne würde sich einfach so dafür hergeben und sich im Club dann zurückhalten, damit er seine Ermittlungen durchführen konnte.
Das würde niemals funktionieren.
"Sie sollten schlafen gehen. Sie sehen müde aus. Gute Nacht, Thiel." Frank beobachtete wie Boerne sich in einer fließenden Bewegung vom Sofa erhob und sich durch seine Wohnung bewegte. Kurz darauf gingen überall die Lichter aus.
Als er sich auf dem Sofa austreckte und versuchte, sich in eine bequeme Position zu bringen, stellte er fest, dass Boerne ihm weder Decke noch Kissen zur Verfügung gestellt hatte. Aber ihn jetzt daran zu erinnern wollte er auch nicht. Boerne hatte ja Recht, wieder einmal. Er war müde.
Autor: Jenchan
Challenge: Angst - Verpasste Gelegenheit (fürs Team)
Titel: Gewohnheiten
Fandom: Tatort Münster
Charaktere: Thiel, Boerne
Words: 449
Warnings: unbetaed, uncorrected
Continuation: Teil 1, Teil 2, Teil 3, Teil 4
Kommentar: Das ist vermutlich nicht besonders angsty als vielmehr eine einfache Alltagssituation. Wenn man bei Thiel und Boerne jemals von einfach sprechen kann. ^^***
Gewohnheiten
"Das scheint langsam zur Gewohnheit zu werden..." Boernes Stimme klang weit weg und als Thiel seine Augen öffnete, begriff er auch gleich wieso. Eine angenehme Wärme hatte sich an seiner Seite ausgebreitet und ganz offensichtlich war er wieder am Einschlafen gewesen.
An Boernes Schulter gelehnt.
Das beantwortete dann natürlich auch gleich die Frage, was in der Nacht zuvor passiert war. Zumindest, wenn er die Worte des Professors richtig interpretierte.
Noch etwas benommen richtete sich Thiel wieder auf und murmelte eine Entschuldigung. "Ich scheine ja zumindest sehr bequem zu sein", winkte Boerne ab. "Es bereitet nur einige Mühe, Sie in eine bequeme Schlafposition zu bringen."
Wider besseren wissens fragte Thiel ein klein wenig herausfordernd: "Sie wollen doch nicht etwas behaupten, ich wäre fett?" Boerne warf ihm einen Blick zu, der die Antwort schon deutlich sprach und Thiel hob warnend einen Finger: "Passen Sie ja auf, was Sie sagen."
"Sie haben mir doch die Frage gestellt."
"Aber ich möchte keine ehrliche Antwort", erwiderte Thiel und sah Boerne immer noch an. Das Gefühl, auf dessen Schulter gelegen zu haben, war immer noch mit einem Kribbeln in seinem Körper vorhanden.
Als Boerne den Mund öffnete, um etwas darauf zu sagen, hob Thiel die Hand. "Vergessen Sie es einfach, Boerne."
"Sie wollen, dass ich schon wieder über etwas hinwegsehe, dass Sie gesagt haben?", fragte der Rechtsmediziner. "Wird das jetzt auch zur Gewohnheit?"
Der Hauptkommissar rieb sich die Schläfen und atmete tief durch. Irgendwie drehten sie sich im Kreis und das war ganz und gar nicht gut. Das brachte keinen von ihnen weiter.
Sein Blick wanderte wieder zu Boerne, der ihn unverwandt angesehen hatte und jetzt war ihm das etwas unangenehm. Verlegen kratzte er sich im Nacken. Eigentlich sollte er ja fragen, ob ihn Boerne in den Club mitnahm. Es würde dem Rechtsmediziner wahrscheinlich sogar richtig gefallen, wenn er ihn auf diese Weise in die Ermittlungen einband. Aber etwas sträubte sich in ihm. Nachdem, was er Boerne an den Kopf geschmissen hatte und was er auch wirklich gemeint hatte, war es einfach nur zu anmaßend zu glauben, Boerne würde sich einfach so dafür hergeben und sich im Club dann zurückhalten, damit er seine Ermittlungen durchführen konnte.
Das würde niemals funktionieren.
"Sie sollten schlafen gehen. Sie sehen müde aus. Gute Nacht, Thiel." Frank beobachtete wie Boerne sich in einer fließenden Bewegung vom Sofa erhob und sich durch seine Wohnung bewegte. Kurz darauf gingen überall die Lichter aus.
Als er sich auf dem Sofa austreckte und versuchte, sich in eine bequeme Position zu bringen, stellte er fest, dass Boerne ihm weder Decke noch Kissen zur Verfügung gestellt hatte. Aber ihn jetzt daran zu erinnern wollte er auch nicht. Boerne hatte ja Recht, wieder einmal. Er war müde.
no subject
Date: 2014-09-27 06:51 pm (UTC)Hier mußte ich trotzdem ein bißchen lachen:
"Sie haben mir doch die Frage gestellt."
"Aber ich möchte keine ehrliche Antwort"
Und ich freu mich wahnsinnig, daß Du hier weiterschreibst!
no subject
Date: 2014-09-27 07:06 pm (UTC)Aber ich bemüh mich auf jeden Fall noch ein paar mehr Teile zu schreiben ^.~