H/C- sich opfern - fürs Team
Sep. 26th, 2014 04:44 amTeam: Thalia
Challenge: Hurt/Comfort – sich (auf)opfern– fürs Team
Fandom: The Expendables 3, Sugardaddy AU
Titel: Sprich, auf dass man dir helfe
Inhalt: Smilee erzählt Barney alles und erfährt selbst auch ein paar Dinge.
Anmerkung: Der Comfort-Teil. Das ist so self-indulgent oh mein Gott, ich kann nicht mehr. Ich warne vor… whump? So. Viel. Whump. Danke an
tristraine für die Inspiration, von der sie wahrscheinlich gar nichts weiß. Hehe. Der Übergang ist etwas holprig, aber mir lief die Zeit davon.
Sprich, auf dass man dir helfe
„Fang von vorne an“, sagt Barney. Er hat seine Zigarre angezündet und der Rauch zieht langsam über ihre Köpfe hinweg an die Zimmerdecke. „Tun wir so, als wüsste ich gar nix über dich. Was gar nicht mal so weit weg von der Wahrheit ist.“
„Okay“, sagt Smilee, doch er traut sich nicht, den Blick zu heben. Er hat sich vielleicht damit abgefunden, dass Barney ihn gleich zum Teufel jagen wird, weil Smilee der grauenhafteste und dümmste Mensch der Welt ist, aber das heißt nicht, dass es ihn nicht schmerzt. Er holt tief Luft, schmeckt den Zigarrenrauch und ignoriert das Ziehen in seiner Brust. „Du weißt, dass ich in der Army war?“
Barney nickt, langsam und bedächtig. Er lässt ihm Zeit, doch auch wenn Smilee alle Zeit der Welt hätte, täten die nächsten Worte wahrscheinlich nicht weniger weh.
„Ja. Ich… ich kann nicht mehr zurück. Zur Army mein ich.“
„Kannst du nicht oder willst du nicht?“
Zorn schießt von Smilees Kopf direkt in seine Fäuste, er fährt nach oben, starrt Barney wutentbrannt an – doch da ist kein Spott in seinen Augen, nur Interesse und Mitleid und ein seltsames Verständnis, so als wisse Barney genau, wovon Smilee redet. Sein Zorn schmilzt, fließt aus seinen Fingerspitzen und nimmt das letzte bisschen Kraft, das er noch hatte, direkt mit sich.
„Kann nicht“, haucht er, sinkt auf dem Stuhl zusammen und starrt auf den leeren Teller. „Zu schwer verletzt. Sie nehmen mich nicht mehr. Ich bin offiziell ehrenhaft entlassen.“ Er denkt an die Papiere, die in einer der Boxen in seinem Zimmer liegen, tief unter alten Büchern vergraben, die er niemals wieder lesen wird. Er hat sie damals so verpackt, weil er sie vergessen wollte, so tun, als sei das nie passiert, als sei er bloß lange auf Heimaturlaub geschickt worden und der nächste Einsatzbefehl würde ihn morgen in der Post erwarten.
Manchmal, wenn er nachts im Bett liegt und mit tränenden Augen an die Decke starrt, hat er das Gefühl, als würde die Kiste lichterloh in Flammen stehen.
Ein Räuspern reißt ihn aus seinen Gedanken.
„Du bist zu schwer verletzt für den Dienst, aber in den Ring steigst du trotzdem? Sehr klug. Wirklich.“
Smilee lächelt, obwohl ihn die Schärfe in Barneys Stimme mitten ins Herz trifft. „Es ist nichts… Körperliches“, sagt er. „Mir geht’s gut.“
Das ist das Schlimmste daran. Er sieht sich jeden Morgen im Spiegel, sieht sein Gesicht, seine Arme und Hände, seine Beine, er ist gesund, er zittert nicht, er kann laufen und sprechen und hören – trotzdem können sie ihn nicht brauchen.
Die Verzweiflung, die er in den ersten paar Wochen nach seiner Entlassung verspürt hat, überrollt ihn erneut mit voller Wucht und wenn ihm das Gesicht dank der Prügelei nicht so bestialisch weh täte, würde er vermutlich anfangen zu heulen. Er beißt sich auf die Zunge, um sich zu konzentrieren, bohrt seinen Blick in Barneys Hände, die ruhig auf dem Tisch liegen.
„Ein Trauma“, fährt er fort, weil er sich nicht mehr genau daran erinnern kann, wie er den Satz angefangen hat, denn in seinem Kopf herrscht brüllendes Chaos. „Kriegszittern, so hieß das wahrscheinlich zu deiner Zeit.“
Barney schnaubt. „Junge, ich bin vielleicht alt, aber den Ersten Weltkrieg hab auch ich nicht mehr erlebt. Ich weiß, was ein Trauma ist. Das habt ihr Kiddies nicht erfunden.“
Wahrscheinlich ist es ein bisschen geschmacklos, sich so über dieses Thema zu unterhalten, doch Smilee lächelt trotzdem. Barney versteht, was er meint, und sein Herz schlägt auf einmal viel ruhiger.
Zumindest so lange bis Barney fortfährt.
„Was ist mit deiner Einheit? Hast du noch Kontakt zu ihnen?“
Offen klaffendes Fleisch unter seinen Fingern, ein abgetrenntes Bein, blutverklebtes blondes Haar und acht starre Leichen, die über ihm liegen und ihm die Luft abschnüren. Jede Nacht liegt er wieder in diesem Massengrab, bis er nicht mehr weiß, warum er jeden Morgen aufsteht, denn er ist längst tot und sein Körper gehört unter die Erde.
„Was meinst du, woher mein Trauma kommt“, schreit Smilee, doch es kommt nur ein Flüstern aus seinem Mund. „Meine Einheit ist tot.“
Das weiß niemand außer Smilees Vorgesetzter und dem Psychologen, den sie hinzugezogen hatten. Er hat es nicht einmal Luna und den anderen erzählt und dass er jetzt hier vor Barney sitzt und alles zugibt, liegt nur daran, dass er so fertig ist.
Und vielleicht daran, dass Barney ihn nicht schockiert anstarrt, sondern bloß nickt, kurz und verständnisvoll, und nach ein paar Augenblicken ein Glas Whiskey zu Smilee hinüber schiebt. Vielleicht sagt er die Wahrheit, glaubt Smilee. Vielleicht weiß er, wie es ist.
Er hebt das Glas vor seine Augen, schwenkt es hin und her - und lächelt plötzlich, weil er nicht weinen will. „Ist das Limonade, Daddy?“
Barney verschluckt sich fast an seiner Zigarre. Hustend schlägt er sich gegen die Brust und wirft Smilee einen finsteren Blick zu.
„Trink und halt den Mund“, murmelt er und Smilee lacht, sagt „Perverser, alter Mann“ und trinkt.
Einen Augenblick später klingelt Barneys Handy.
Luna, denkt Smilee und er hat Recht, als er den unsicheren Blick sieht, den Barney ihm zuwirft, ehe er den Anruf wegdrückt und sogar das Handy ausschaltet.
„Sie wird dich morgen vierteilen“, erklärt Smilee. „Ich spreche da aus Erfahrung.“
Barney zuckt nur die Schultern und legt das Handy zur Seite. „Da siehst du mal, was ich für dich riskiere.“
„Ich… ich werde sie davon abhalten.“
„Glaubst du, du schaffst das?“
„…nein. Das kann niemand.“
Barney lächelt. „Sie hat dich fest im Griff, hm?“
„Ja“, sagt Smilee. „Uns alle.“
Er wartet darauf, dass Barney nachfragt – oder vielleicht das Thema wechselt – weil Smilee nicht so recht weiß, wie er weitermachen soll, denn die wirklich schlimmen Dinge hat er Barney noch gar nicht erzählt.
Doch er hat beschlossen ehrlich zu sein. Wenigstens das hat Barney verdient, wenn Smilee ihm sonst schon nichts anbieten kann.
„Luna… Luna hat mich aufgegabelt. Wir kennen uns von früher, aus der High School“, beginnt er zögerlich, während er den Whiskey in hastigen kleinen Schlucken runterspült. „Ich hatte mich nach der Entlassung… nicht so gut im Griff.“
„Die Boxkämpfe? Sie hat erzählt, dass sie dich da schon einmal weggeholt hat.“
„Ja. Das und… anderes.“
Er wird diese Scheißkopfschmerzen nie wieder los werden, so viel ist sicher. Seine Finger beginnen zu zittern und er lässt das Glas los.
„Anderes?“
„Nichts mit Drogen!“, fährt Smilee hastig fort, denn er ist vielleicht ein Idiot, aber wenigstens nicht vollkommen lebensmüde und er will, dass Barney das weiß. „Und nichts völlig Illegales.“
Barney sagt nichts.
„Es… es war so was ähnliches wie Boxen.“
Und weil Barney ihm weiterhin nur dunkle Blicke zuwirft, resigniert Smilee und packt aus.
Deathmatches waren es.
Enge Käfige aus Stacheldraht, zersplitterte Glasflaschen, Schraubenschlüssel, Brechstangen, Fackeln und alles überzogen von dem roten, bodenlosen Zorn, der ihn gegen Schmerzen und Vernunft immun gemacht hat.
Was Luna da zu suchen hatte, hat sie ihm nie erzählt, doch sie hatte ihn eines Abends in der Kabine ausfindig gemacht und ihm gesagt, dass er sich entweder weiter die Fresse polieren lassen kann oder aber auf der Stelle mit ihr nach Hause kommt.
Smilee hätte gern erzählt, dass er seinen Fehler eingesehen hatte und ihr anstandslos gefolgt war, doch in Wahrheit ist er bloß ohnmächtig geworden und am nächsten Morgen in Lunas Wohnung aufgewacht und dann hat sie ihn so lange bearbeitet, bis er versprochen hat, nicht mehr zu kämpfen.
„Sie hat mir auch das Zimmer bei Thorn und Mars besorgt, weil sie meinte, dass man mich nicht alleine lassen darf.“ Er schaut auf die vielen blauen Flecke auf seinen Unterarmen. „Hat wahrscheinlich Recht gehabt.“
Ihm fällt erst da auf, dass Barney schon längst nicht mehr raucht und Smilee schluckt, weil er jetzt seine ungeteilte Aufmerksamkeit hat. Er glaubt nicht, dass er dem gewachsen ist.
„Luna dachte, dass du am Hafen arbeitest.“
Der Satz gibt Smilee den Rest, doch weil er seine Würde irgendwo zwischen einem flachen Grab in der Wüste und dem blutglitschigen Boden eines Boxrings verloren hat, erzählt er auch von dieser furchtbaren Katastrophe.
„J-ja. Ich brauchte dringend eine Arbeit und sie kannte jemanden. Als… als ich… hingegangen bin, hatten sie schon einen anderen Kerl gefunden und…“
Oh Gott, er schafft das nicht. Smilee flucht, und beißt sich auf die Zunge, auf die Lippen, er kann das nicht, die Scham frisst ihn auf, er kann nichts, aber auch gar nichts richtig machen, nicht einmal für Luna. Eine Hand landet auf seiner Schulter, ein Glas wird zwischen seine Finger geschoben, er riecht den Whiskey, trinkt ihn in einem Zug weg und jetzt kann er wenigstens so tun als würden seine tränenden Augen nur davon herrühren.
„Du hast ihr nichts gesagt.“
Es ist eine Feststellung und keine Frage und Smilee nickt kraftlos.
„Ich konnte nicht“, flüstert er und selbst wenn er wollte, könnte er jetzt nicht mehr schweigen. Er schleppt diese Schande seit Monaten mit sich herum und jetzt sind seine Grenzen endgültig erreicht.
„Nicht nach allem, was sie für mich getan hat und nicht, nachdem Thorn und Mars mir die Miete schon zwei Monate lang ausgelegt hatten und sie… ich wollte sie nicht enttäuschen...“
Er kann nicht mehr.
Blind tastet er nach Barneys Fingern, stößt das Glas um, es tut ihm leid, so leid, es tut ihm alles so sehr leid, eine Hand greift ihm plötzlich in den Nacken, zieht seinen Kopf nach vorn bis er auf Barneys Schulter trifft und hält ihn fest. Smilee krallt sich in sein Hemd und atmet, atmet, atmet gegen seine warme Haut, versinkt in seinen Armen und wünscht sich einen Moment lang, dass er niemals wieder aufstehen muss.
Irgendwann hört er über das Rauschen des Blutes in seinen Ohren hinweg, wie Barney mit ihm spricht.
„Sie hätten dir geholfen, John. Sie hätten dich nicht fallen gelassen, nur weil es beim ersten Mal nicht geklappt hat, das hättest du wissen müssen.“
Es sind keine sonderlich sanften Worte, doch er nimmt ihnen die Schärfe, indem er Smilee weiter festhält, ihm sogar über die Schultern und den Nacken streichelt.
Ein Schauer läuft ihm über den Rücken und Barney muss das bemerkt haben, denn er lässt ihn augenblicklich los.
Was sehr, sehr schade ist und Smilee braucht einen Moment, ehe er seinen eigenen Klammergriff lösen kann.
Aus dem Augenwinkel sieht er, wie Barney verschmitzt lächelt, ehe er sich wieder auf seinen Stuhl setzt, doch er hat keine Zeit, um großartig darüber nachdenken kann.
„Wie ging es dann weiter?“
Smilee schluckt. „Mit Motorradrennen. Ein Freund von mir, Billy, hatte sich das Bein gebrochen und brauchte dringend einen Ersatzfahrer. Also hab ich seinen Ausweis mitgenommen und bin unter seinem Namen angetreten. Hab gewonnen. Für die Miete hat‘s gereicht und Billy hat das sowieso nur zum Spaß gemacht und kein Problem damit gehabt, mich die nächsten paar Rennen fahren zu lassen. Das Preisgeld haben wir uns geteilt.“
„Und dann kam der Unfall?“
Er nickt. „Bin in einen anderen Fahrer reingebrettert. Es war meine Schuld und ich musste für den Schaden an seiner Kiste aufkommen.“
„Weswegen du kein Geld mehr für die Miete und zusätzlich für die Ersatzteile hattest“, fügt Barney hinzu. Er seufzt und reibt sich die Stirn.
Wie lange hocken sie hier eigentlich schon, fragt sich Smilee. Sollte Barney nicht langsam die Schnauze voll von ihm haben?
„Warum hast du mich nicht einfach gefragt, ob ich dir das Geld vorstrecke? Oder ob du deine Schulden abarbeiten kannst? Wahrscheinlich aus dem gleichen Grund, warum du Luna nichts gesagt hast und dir die Nase brechen lässt von irgendwelchem Pack. Weil du ein gottverdammter Idiot bist, John Smilee!“
Jetzt kommt sie, denkt Smilee. Die verdiente Predigt.
Und dann tut Barney etwas, was Smilee fast vom Stuhl fallen lässt.
Er lacht.
Er zwinkert Smilee zu, greift nach dem umgestoßenen Glas auf dem Tisch und schenkt sich Whiskey ein.
Smilee starrt ihn mit offenem Mund an, doch bevor er fragen kann, was so verdammt lustig ist, grinst Barney.
„Gott, bin ich froh“, sagt er. „Ich hab mit viel Schlimmerem gerechnet.“
„Hä?“
„Ach, Junge. Ich dachte schon, ich müsste mich mit der Mafia anlegen, um dich irgendwo rauszuhauen. Ich hab sogar an Prostitution gedacht, aber das war wohl nur ein bisschen Wunschdenken auf meiner Seite.“
Es dauert geschlagene zehn Sekunden, bis Smilee kapiert, dass Barney ihn verarscht, dann schlägt er die Hände vors Gesicht und flucht. „Aber sonst geht’s noch, ja?“, stöhnt er, während Barney ihn auslacht, nachts um vier in seiner verrauchten Küche.
„Perverser alter Mann, du hast es selbst gesagt“, meint er und reicht Smilee das Whiskeyglas. „Ich gebe nur mein Bestes.“
Smilee trinkt, damit er sich vor einer Antwort drücken kann und die Stille zwischen ihnen ist plötzlich nicht mehr unangenehm.
„Du gehst nicht mehr zum Boxen“, sagt Barney nach ein paar Augenblicken. „Nur, dass das klar ist.“
„Okay“, sagt Smilee, denn das hat er kommen sehen. „Aber ich kann sonst nichts.“
„Du kannst Motorräder reparieren, oder?“
„Ja?“
„Dann arbeitest du bei mir. Ich stell dich ein.“
Auch das hat er irgendwo geahnt, doch das ist ein bisschen zu viel des Guten. „Das kann ich nicht annehmen“, sagt er. „Ich… ich will dich nicht ausnutzen.“
Barney grinst wieder. „Das lass mal meine Sorge sein.“
„Barney, wirklich, das…“
„Du wirst vorher mit Luna reinen Tisch machen.“
„…Kannst du mich nicht einfach mit deinem Truck überfahren?“
„Keine Chance.“
„Okay.“
Smilee seufzt leise. Er war immer stolz darauf, dass er sich nicht so leicht unterkriegen lässt, doch gegen Barney hat er keine Chance.
Und wenn er ehrlich ist, dann will er das auch gar nicht.
Er hebt das Glas. „Auf dich… Boss.“
„Auf dich, John. Oh, und mach dir keine Sorgen. Du kannst jederzeit Überstunden machen.“
„In deinem Bett?“
„… Du lernst schnell.“
Challenge: Hurt/Comfort – sich (auf)opfern– fürs Team
Fandom: The Expendables 3, Sugardaddy AU
Titel: Sprich, auf dass man dir helfe
Inhalt: Smilee erzählt Barney alles und erfährt selbst auch ein paar Dinge.
Anmerkung: Der Comfort-Teil. Das ist so self-indulgent oh mein Gott, ich kann nicht mehr. Ich warne vor… whump? So. Viel. Whump. Danke an
Sprich, auf dass man dir helfe
„Fang von vorne an“, sagt Barney. Er hat seine Zigarre angezündet und der Rauch zieht langsam über ihre Köpfe hinweg an die Zimmerdecke. „Tun wir so, als wüsste ich gar nix über dich. Was gar nicht mal so weit weg von der Wahrheit ist.“
„Okay“, sagt Smilee, doch er traut sich nicht, den Blick zu heben. Er hat sich vielleicht damit abgefunden, dass Barney ihn gleich zum Teufel jagen wird, weil Smilee der grauenhafteste und dümmste Mensch der Welt ist, aber das heißt nicht, dass es ihn nicht schmerzt. Er holt tief Luft, schmeckt den Zigarrenrauch und ignoriert das Ziehen in seiner Brust. „Du weißt, dass ich in der Army war?“
Barney nickt, langsam und bedächtig. Er lässt ihm Zeit, doch auch wenn Smilee alle Zeit der Welt hätte, täten die nächsten Worte wahrscheinlich nicht weniger weh.
„Ja. Ich… ich kann nicht mehr zurück. Zur Army mein ich.“
„Kannst du nicht oder willst du nicht?“
Zorn schießt von Smilees Kopf direkt in seine Fäuste, er fährt nach oben, starrt Barney wutentbrannt an – doch da ist kein Spott in seinen Augen, nur Interesse und Mitleid und ein seltsames Verständnis, so als wisse Barney genau, wovon Smilee redet. Sein Zorn schmilzt, fließt aus seinen Fingerspitzen und nimmt das letzte bisschen Kraft, das er noch hatte, direkt mit sich.
„Kann nicht“, haucht er, sinkt auf dem Stuhl zusammen und starrt auf den leeren Teller. „Zu schwer verletzt. Sie nehmen mich nicht mehr. Ich bin offiziell ehrenhaft entlassen.“ Er denkt an die Papiere, die in einer der Boxen in seinem Zimmer liegen, tief unter alten Büchern vergraben, die er niemals wieder lesen wird. Er hat sie damals so verpackt, weil er sie vergessen wollte, so tun, als sei das nie passiert, als sei er bloß lange auf Heimaturlaub geschickt worden und der nächste Einsatzbefehl würde ihn morgen in der Post erwarten.
Manchmal, wenn er nachts im Bett liegt und mit tränenden Augen an die Decke starrt, hat er das Gefühl, als würde die Kiste lichterloh in Flammen stehen.
Ein Räuspern reißt ihn aus seinen Gedanken.
„Du bist zu schwer verletzt für den Dienst, aber in den Ring steigst du trotzdem? Sehr klug. Wirklich.“
Smilee lächelt, obwohl ihn die Schärfe in Barneys Stimme mitten ins Herz trifft. „Es ist nichts… Körperliches“, sagt er. „Mir geht’s gut.“
Das ist das Schlimmste daran. Er sieht sich jeden Morgen im Spiegel, sieht sein Gesicht, seine Arme und Hände, seine Beine, er ist gesund, er zittert nicht, er kann laufen und sprechen und hören – trotzdem können sie ihn nicht brauchen.
Die Verzweiflung, die er in den ersten paar Wochen nach seiner Entlassung verspürt hat, überrollt ihn erneut mit voller Wucht und wenn ihm das Gesicht dank der Prügelei nicht so bestialisch weh täte, würde er vermutlich anfangen zu heulen. Er beißt sich auf die Zunge, um sich zu konzentrieren, bohrt seinen Blick in Barneys Hände, die ruhig auf dem Tisch liegen.
„Ein Trauma“, fährt er fort, weil er sich nicht mehr genau daran erinnern kann, wie er den Satz angefangen hat, denn in seinem Kopf herrscht brüllendes Chaos. „Kriegszittern, so hieß das wahrscheinlich zu deiner Zeit.“
Barney schnaubt. „Junge, ich bin vielleicht alt, aber den Ersten Weltkrieg hab auch ich nicht mehr erlebt. Ich weiß, was ein Trauma ist. Das habt ihr Kiddies nicht erfunden.“
Wahrscheinlich ist es ein bisschen geschmacklos, sich so über dieses Thema zu unterhalten, doch Smilee lächelt trotzdem. Barney versteht, was er meint, und sein Herz schlägt auf einmal viel ruhiger.
Zumindest so lange bis Barney fortfährt.
„Was ist mit deiner Einheit? Hast du noch Kontakt zu ihnen?“
Offen klaffendes Fleisch unter seinen Fingern, ein abgetrenntes Bein, blutverklebtes blondes Haar und acht starre Leichen, die über ihm liegen und ihm die Luft abschnüren. Jede Nacht liegt er wieder in diesem Massengrab, bis er nicht mehr weiß, warum er jeden Morgen aufsteht, denn er ist längst tot und sein Körper gehört unter die Erde.
„Was meinst du, woher mein Trauma kommt“, schreit Smilee, doch es kommt nur ein Flüstern aus seinem Mund. „Meine Einheit ist tot.“
Das weiß niemand außer Smilees Vorgesetzter und dem Psychologen, den sie hinzugezogen hatten. Er hat es nicht einmal Luna und den anderen erzählt und dass er jetzt hier vor Barney sitzt und alles zugibt, liegt nur daran, dass er so fertig ist.
Und vielleicht daran, dass Barney ihn nicht schockiert anstarrt, sondern bloß nickt, kurz und verständnisvoll, und nach ein paar Augenblicken ein Glas Whiskey zu Smilee hinüber schiebt. Vielleicht sagt er die Wahrheit, glaubt Smilee. Vielleicht weiß er, wie es ist.
Er hebt das Glas vor seine Augen, schwenkt es hin und her - und lächelt plötzlich, weil er nicht weinen will. „Ist das Limonade, Daddy?“
Barney verschluckt sich fast an seiner Zigarre. Hustend schlägt er sich gegen die Brust und wirft Smilee einen finsteren Blick zu.
„Trink und halt den Mund“, murmelt er und Smilee lacht, sagt „Perverser, alter Mann“ und trinkt.
Einen Augenblick später klingelt Barneys Handy.
Luna, denkt Smilee und er hat Recht, als er den unsicheren Blick sieht, den Barney ihm zuwirft, ehe er den Anruf wegdrückt und sogar das Handy ausschaltet.
„Sie wird dich morgen vierteilen“, erklärt Smilee. „Ich spreche da aus Erfahrung.“
Barney zuckt nur die Schultern und legt das Handy zur Seite. „Da siehst du mal, was ich für dich riskiere.“
„Ich… ich werde sie davon abhalten.“
„Glaubst du, du schaffst das?“
„…nein. Das kann niemand.“
Barney lächelt. „Sie hat dich fest im Griff, hm?“
„Ja“, sagt Smilee. „Uns alle.“
Er wartet darauf, dass Barney nachfragt – oder vielleicht das Thema wechselt – weil Smilee nicht so recht weiß, wie er weitermachen soll, denn die wirklich schlimmen Dinge hat er Barney noch gar nicht erzählt.
Doch er hat beschlossen ehrlich zu sein. Wenigstens das hat Barney verdient, wenn Smilee ihm sonst schon nichts anbieten kann.
„Luna… Luna hat mich aufgegabelt. Wir kennen uns von früher, aus der High School“, beginnt er zögerlich, während er den Whiskey in hastigen kleinen Schlucken runterspült. „Ich hatte mich nach der Entlassung… nicht so gut im Griff.“
„Die Boxkämpfe? Sie hat erzählt, dass sie dich da schon einmal weggeholt hat.“
„Ja. Das und… anderes.“
Er wird diese Scheißkopfschmerzen nie wieder los werden, so viel ist sicher. Seine Finger beginnen zu zittern und er lässt das Glas los.
„Anderes?“
„Nichts mit Drogen!“, fährt Smilee hastig fort, denn er ist vielleicht ein Idiot, aber wenigstens nicht vollkommen lebensmüde und er will, dass Barney das weiß. „Und nichts völlig Illegales.“
Barney sagt nichts.
„Es… es war so was ähnliches wie Boxen.“
Und weil Barney ihm weiterhin nur dunkle Blicke zuwirft, resigniert Smilee und packt aus.
Deathmatches waren es.
Enge Käfige aus Stacheldraht, zersplitterte Glasflaschen, Schraubenschlüssel, Brechstangen, Fackeln und alles überzogen von dem roten, bodenlosen Zorn, der ihn gegen Schmerzen und Vernunft immun gemacht hat.
Was Luna da zu suchen hatte, hat sie ihm nie erzählt, doch sie hatte ihn eines Abends in der Kabine ausfindig gemacht und ihm gesagt, dass er sich entweder weiter die Fresse polieren lassen kann oder aber auf der Stelle mit ihr nach Hause kommt.
Smilee hätte gern erzählt, dass er seinen Fehler eingesehen hatte und ihr anstandslos gefolgt war, doch in Wahrheit ist er bloß ohnmächtig geworden und am nächsten Morgen in Lunas Wohnung aufgewacht und dann hat sie ihn so lange bearbeitet, bis er versprochen hat, nicht mehr zu kämpfen.
„Sie hat mir auch das Zimmer bei Thorn und Mars besorgt, weil sie meinte, dass man mich nicht alleine lassen darf.“ Er schaut auf die vielen blauen Flecke auf seinen Unterarmen. „Hat wahrscheinlich Recht gehabt.“
Ihm fällt erst da auf, dass Barney schon längst nicht mehr raucht und Smilee schluckt, weil er jetzt seine ungeteilte Aufmerksamkeit hat. Er glaubt nicht, dass er dem gewachsen ist.
„Luna dachte, dass du am Hafen arbeitest.“
Der Satz gibt Smilee den Rest, doch weil er seine Würde irgendwo zwischen einem flachen Grab in der Wüste und dem blutglitschigen Boden eines Boxrings verloren hat, erzählt er auch von dieser furchtbaren Katastrophe.
„J-ja. Ich brauchte dringend eine Arbeit und sie kannte jemanden. Als… als ich… hingegangen bin, hatten sie schon einen anderen Kerl gefunden und…“
Oh Gott, er schafft das nicht. Smilee flucht, und beißt sich auf die Zunge, auf die Lippen, er kann das nicht, die Scham frisst ihn auf, er kann nichts, aber auch gar nichts richtig machen, nicht einmal für Luna. Eine Hand landet auf seiner Schulter, ein Glas wird zwischen seine Finger geschoben, er riecht den Whiskey, trinkt ihn in einem Zug weg und jetzt kann er wenigstens so tun als würden seine tränenden Augen nur davon herrühren.
„Du hast ihr nichts gesagt.“
Es ist eine Feststellung und keine Frage und Smilee nickt kraftlos.
„Ich konnte nicht“, flüstert er und selbst wenn er wollte, könnte er jetzt nicht mehr schweigen. Er schleppt diese Schande seit Monaten mit sich herum und jetzt sind seine Grenzen endgültig erreicht.
„Nicht nach allem, was sie für mich getan hat und nicht, nachdem Thorn und Mars mir die Miete schon zwei Monate lang ausgelegt hatten und sie… ich wollte sie nicht enttäuschen...“
Er kann nicht mehr.
Blind tastet er nach Barneys Fingern, stößt das Glas um, es tut ihm leid, so leid, es tut ihm alles so sehr leid, eine Hand greift ihm plötzlich in den Nacken, zieht seinen Kopf nach vorn bis er auf Barneys Schulter trifft und hält ihn fest. Smilee krallt sich in sein Hemd und atmet, atmet, atmet gegen seine warme Haut, versinkt in seinen Armen und wünscht sich einen Moment lang, dass er niemals wieder aufstehen muss.
Irgendwann hört er über das Rauschen des Blutes in seinen Ohren hinweg, wie Barney mit ihm spricht.
„Sie hätten dir geholfen, John. Sie hätten dich nicht fallen gelassen, nur weil es beim ersten Mal nicht geklappt hat, das hättest du wissen müssen.“
Es sind keine sonderlich sanften Worte, doch er nimmt ihnen die Schärfe, indem er Smilee weiter festhält, ihm sogar über die Schultern und den Nacken streichelt.
Ein Schauer läuft ihm über den Rücken und Barney muss das bemerkt haben, denn er lässt ihn augenblicklich los.
Was sehr, sehr schade ist und Smilee braucht einen Moment, ehe er seinen eigenen Klammergriff lösen kann.
Aus dem Augenwinkel sieht er, wie Barney verschmitzt lächelt, ehe er sich wieder auf seinen Stuhl setzt, doch er hat keine Zeit, um großartig darüber nachdenken kann.
„Wie ging es dann weiter?“
Smilee schluckt. „Mit Motorradrennen. Ein Freund von mir, Billy, hatte sich das Bein gebrochen und brauchte dringend einen Ersatzfahrer. Also hab ich seinen Ausweis mitgenommen und bin unter seinem Namen angetreten. Hab gewonnen. Für die Miete hat‘s gereicht und Billy hat das sowieso nur zum Spaß gemacht und kein Problem damit gehabt, mich die nächsten paar Rennen fahren zu lassen. Das Preisgeld haben wir uns geteilt.“
„Und dann kam der Unfall?“
Er nickt. „Bin in einen anderen Fahrer reingebrettert. Es war meine Schuld und ich musste für den Schaden an seiner Kiste aufkommen.“
„Weswegen du kein Geld mehr für die Miete und zusätzlich für die Ersatzteile hattest“, fügt Barney hinzu. Er seufzt und reibt sich die Stirn.
Wie lange hocken sie hier eigentlich schon, fragt sich Smilee. Sollte Barney nicht langsam die Schnauze voll von ihm haben?
„Warum hast du mich nicht einfach gefragt, ob ich dir das Geld vorstrecke? Oder ob du deine Schulden abarbeiten kannst? Wahrscheinlich aus dem gleichen Grund, warum du Luna nichts gesagt hast und dir die Nase brechen lässt von irgendwelchem Pack. Weil du ein gottverdammter Idiot bist, John Smilee!“
Jetzt kommt sie, denkt Smilee. Die verdiente Predigt.
Und dann tut Barney etwas, was Smilee fast vom Stuhl fallen lässt.
Er lacht.
Er zwinkert Smilee zu, greift nach dem umgestoßenen Glas auf dem Tisch und schenkt sich Whiskey ein.
Smilee starrt ihn mit offenem Mund an, doch bevor er fragen kann, was so verdammt lustig ist, grinst Barney.
„Gott, bin ich froh“, sagt er. „Ich hab mit viel Schlimmerem gerechnet.“
„Hä?“
„Ach, Junge. Ich dachte schon, ich müsste mich mit der Mafia anlegen, um dich irgendwo rauszuhauen. Ich hab sogar an Prostitution gedacht, aber das war wohl nur ein bisschen Wunschdenken auf meiner Seite.“
Es dauert geschlagene zehn Sekunden, bis Smilee kapiert, dass Barney ihn verarscht, dann schlägt er die Hände vors Gesicht und flucht. „Aber sonst geht’s noch, ja?“, stöhnt er, während Barney ihn auslacht, nachts um vier in seiner verrauchten Küche.
„Perverser alter Mann, du hast es selbst gesagt“, meint er und reicht Smilee das Whiskeyglas. „Ich gebe nur mein Bestes.“
Smilee trinkt, damit er sich vor einer Antwort drücken kann und die Stille zwischen ihnen ist plötzlich nicht mehr unangenehm.
„Du gehst nicht mehr zum Boxen“, sagt Barney nach ein paar Augenblicken. „Nur, dass das klar ist.“
„Okay“, sagt Smilee, denn das hat er kommen sehen. „Aber ich kann sonst nichts.“
„Du kannst Motorräder reparieren, oder?“
„Ja?“
„Dann arbeitest du bei mir. Ich stell dich ein.“
Auch das hat er irgendwo geahnt, doch das ist ein bisschen zu viel des Guten. „Das kann ich nicht annehmen“, sagt er. „Ich… ich will dich nicht ausnutzen.“
Barney grinst wieder. „Das lass mal meine Sorge sein.“
„Barney, wirklich, das…“
„Du wirst vorher mit Luna reinen Tisch machen.“
„…Kannst du mich nicht einfach mit deinem Truck überfahren?“
„Keine Chance.“
„Okay.“
Smilee seufzt leise. Er war immer stolz darauf, dass er sich nicht so leicht unterkriegen lässt, doch gegen Barney hat er keine Chance.
Und wenn er ehrlich ist, dann will er das auch gar nicht.
Er hebt das Glas. „Auf dich… Boss.“
„Auf dich, John. Oh, und mach dir keine Sorgen. Du kannst jederzeit Überstunden machen.“
„In deinem Bett?“
„… Du lernst schnell.“
no subject
Date: 2014-09-26 06:53 am (UTC)Nein, ernsthaft, nicht nur wegen der Dinge, die da kommen mögen, sondern auch, weil sie nach diesem emotionalen Teil ja irgendwie wieder weitermachen müssen und da ist Humor nie verkehrt und paßt zu den beiden. Also wenigstens zu Barney. Meine Vorstellung von Smilee gründet sich eigentlich hauptsächlich auf Deine ffs, weshalb er mir auch total IC vorkommt ;)
„Gott, bin ich froh“, sagt er. „Ich hab mit viel Schlimmerem gerechnet.“
Ich denke, Barney hat im leben schon sehr viel verfahrenere Situationen erlebt. er hat recht, das hier läßt sich weider regeln, wenn Smilee sich helfen läßt. Aber genausogut kann ich verstehen, das Smilee das nicht mehr wirklich überblickt. Von Boxen, Krieg und anderem mal abgesehen ist das eine sehr realistische Situation, die ich schon öfter erlebt habe. Und das ist genau die Situation, in der man jemanden braucht, der einem den Ausweg zeigt <3
no subject
Date: 2014-09-27 11:57 pm (UTC)nicht nur wegen der Dinge, die da kommen mögen,
!!!!! Ich verspreche, dass da noch was kommt! Wenn nicht in der Sommerchallenge, dann auf jeden Fall danach, denn eigentlich hab ich diesen ganzen Mist nur für diese eine Szene geschrieben xDDDD
no subject
Date: 2014-09-28 12:25 pm (UTC)Ich bin schonmal froh, dass es zwar neben dem ganzen furchtbaren, wirklich schmerzenden "hurt" auch noch eine Menge (verhältnismäßig) fluffy "comfort" ist, weil Barney einfach so ein guter Kerl ist ;_____; Und so sehr versucht, Smilee aus der Scheiße da zu helfen und ihn echt relativ wenig judged und dann auch noch ein paar anzügliche Witze macht oH GOTT das ist alles irgendwie tragisch und schön aber mostly tragisch und ich glaube, dieses AU zermatscht mein Hirn grade noch mehr ;_____;
Zorn schießt von Smilees Kopf direkt in seine Fäuste
Dieser Satz gefällt mir wahnsinnig gut. Das ist so eine punktgenaue Beschreibung davon, wie sich so ein plötzlicher Zorn auf Ungerechtigkeit anfühlt, wow. Einfach nur wow.
Generell sind alle Gefühlsbeschreibungen sagenhaft wahr (UND SIE TUN WEH KIWI OKAY SIE TUN WEH MITTEN IM HERZ), und sie geben Smilees Gefühlen und seinen Ängsten und Gedanken und ALLEM so eine krasse Realitätsnähe trotz der Actionheld-Storyline (Armee, Trauma, Death match, etc etc).
Umso besser tut es, dass du dann direkt im Anschluss an die herzzerreißende "Meine Einheit ist tot"-Geschichte einen der bereits gerühmten anzüglichen Witze einbaust. Nicht nur, weil EIN MENSCH AUCH KINKS HAT UND SICH SEHR FREUT DIESE NIEDERGESCHRIEBEN ZU SEHEN :))), sondern auch, weil es irgendwie doch zeigt, dass das alles zwar superschlimm ist und es Smilee komplett fertig macht, aber dass er nicht aufgegeben hat und sich trotzdem einfach irgendwie weiterschleppt. Und wenn er dazu seine Gefühlsausbrüche mit Anzüglichkeiten übertünchen muss - na gut. Aber es geht weiter.
UND DANN IST BARNEY EINFACH SO VERSTÄNDNISVOLL UND HILFSBEREIT OBWOHL ER DOCH SICHER AUCH VOLLKOMMEN ÜBERFORDERT IST VON EINEM TRAUMATISIERTEN WEINENDEN (NIEDLICHEN) KLEINEN WELPEN IN SEINER KÜCHE HIER TRINK MAL DIESEN ALKOHOL VIELLEICHT HILFT DAS?? ES HILFT NICHT OH GOTT WAS KANN MAN TUN ... CUDDLES??? HILFT DAS?????? BITTE LASS ES HELFEN!!
(BILLY HAT SICH DAS BEIN GEBROCHEN IS KLAR KIWI IS KLAR)
(ich shippe jetzt auch nicht ein bisschen Billy/Smilee, einfach aus GRÜNDEN, nein)
„Ach, Junge. Ich dachte schon, ich müsste mich mit der Mafia anlegen, um dich irgendwo rauszuhauen. Ich hab sogar an Prostitution gedacht, aber das war wohl nur ein bisschen Wunschdenken auf meiner Seite.“
DAS GEFÄLLT MIR SO EXTREM GUT, weil Barney sich sicherlich NICHT denkt "okay Mann komplett schiefgegangene Traumabewältigung ist ja gar nicht so schlimm ha ha ha", aber trotzdem irgendwie versuchen muss, die Stimmung zu lockern, denn schließlich hat ihm Smilee grade dadurch, dass er ihm sein Herz ausgeschüttet hat, ne Menge Vertrauen und Willen zur Änderung gezeigt, und ein kleiner Trampel ist Barney ja trotzdem :D Aber ein liebenswerter.
„…Kannst du mich nicht einfach mit deinem Truck überfahren?“
Luna, Luna, Luna ♥