Der blanke Wahnsinn!
Sep. 10th, 2007 02:08 amFandom: NGE
Challenge: #1 OTP und #2 "Sag, wenn ich die Klappe halten soll"
Pairing: KenAsu
Kommentar: Ich habe versucht, irgendwie verständlich zu machen, warum die beiden bei mir wie Nitro und Glycerin eingeschlagen haben. Und warum sie eine gewisse Basis haben. Geglückt? Höchstwahrscheinlich nicht. XD
„Das ist total geil hier, wirklich!“
Geil war ein gutes Wort, zumindest besser als „Wahnsinn“.
Sie würde dieses Wort nie wieder auf Japanisch hören können ohne furchtbare, modrige Assoziationen an Videokameras und Brillen zu bekommen. Es grausam. Schrecklich.
„Ich find´s total super, dass man mir erlaubt hat, mal bei Nerv reinzukommen!“, freute Kensuke Aida sich weiter.
Asuka seufzte innerlich und lehnte sich etwas mehr gegen die Wand des Fahrstuhls. Die Anzeige dort oben ging so folternd langsam.
Sie hatte ihm nicht gesagt, dass er hier nur reindurfte, weil sie in ihm einen potentiellen Eva-Piloten sahen. Das alles stand noch in den Sternen. Zumindest war Eva 04 fertig und stand in den USA zum Einsatz bereit. Ob Aida den Job überhaupt bekommen würde, stand noch lange nicht fest. Er würde nachher von Ritsuko einen Wisch bekommen, auf dem er unterschreiben musste, nicht ein Wort über Nerv oder Eva zu verlieren, sonst würde er für immer schweigen.
Am liebsten hätte sie ihm den Vertrag jetzt schon unter die Nase gehalten. Er stand hier neben ihr und freute sich einen Kullerkeks mit Worten, die sie noch nie gehört hatte.
„Und was kommt jetzt auf der folgenden Plattform? Oder nennt ihr das Sektor? Waffen? Maschinerie?“
Er hibbelte quasi durch die Fahrstuhl.
„Nein.“, entgegnete sie einsilbig und scharrte mit dem Fuß am Boden entlang, was ein Geräusch ergab wie wenn man ein Messer schärfte.
„Snackautomaten und den Pausenraum für die Jungs.“
„Oh. Wahnsinn!“
Er waberte zur Tür hinaus und setzte sofort wieder die Kamera an. Wahrscheinlich hatte er Ritsukos enorme Oberweite direkt im Visier, als sie ankam.
„Das ist Doktor Akagi.“, sagte Asuka genervt und stellte fest, dass es wahrscheinlich eh belanglos war.
„Guten Tag, Aida-kun, hallo Asuka.“
Sie hieß ihr, bei ihm im Warteraum zu bleiben, bis Zeit für ihn war.
„Warum muss ich bei dem Hirni bleiben?“, protestierte Asuka halblaut.
„Ich halte das keine zehn Sekunden länger mit diesem Idioten aus!“
Ritsuko rieb sich die Schläfe;
„Weil das ein Otaku ist und er sonst wohin verschwinden würde, wenn niemand aufpasst.“
Das Schlimme war- es leuchtete ein.
Und Asuka war viel zu verblüfft, um rechtzeitig zu antworten, denn ihre Vorgesetzte hatte die vorteilhafte Fähigkeit, immer im richtigen Augenblick schnell genug zu verschwinden.
Denn das Unheimliche daran war, dass Ritsuko es geschafft hatte, den Typen so schnell so richtig einzuschätzen.
Also saß sie neben Aida auf der Bank im Warte- und Pausenraum. Hinter ihnen summten leise die Snack- und Getränkeautomaten. Theoretisch.
„Das ist soo toll hier!“
Kensuke wippte ungeduldig auf und ab.
„Wahnsinn! Der blanke Wahnsinn! Wenn ich einen Eva auch nur für eine Sekunde von Nahem sehen dürfte, würde ich glücklich sterben! Ich finde das alles so Wahnsinn hier! Besser als eine Convention, besser als eine MG, besser als...“
Er schaute zu ihr herüber.
„Sag, wenn ich die Klappe halten soll!“
Er grinste verschmitzt, doch dafür hatte Asuka nichts übrig.
„Zu spät.“, entgegnete sie eiskalt.
„Oh....Sorry?“
Sie schlug ein Bein über das andere, um die Distanz zu ihm auszudrücken, sowohl die physische als auch die geistige.
„Ich verstehe sowieso nicht, warum ich das hier machen muss. Shinji hätte das machen sollen, der ist wenigstens auf deinem Niveau.“
Nein, da war Misato gekommen und hatte etwas von „bester Pilotin“ und „besonderen Aufgaben“ geredet. Zuerst hatte Asuka an einen Abgeordneten der Regierung gedacht, eine andere Firma- irgendetwas Hohes eben und hatte letztendlich vor dem Freak mit der Kamera gestanden, der sich nie das Hemd in die Hose steckte und im Wachzustand sabberte.
„Tut mir Leid, wenn ich deine Zeit verschwende.“
Das klang wirklich schuldbewusst.
„Ich bin ein unwichtiges, kleines Teilchen in deinem Raum-Zeit-Kontinuum.“
Jetzt sah er zu Boden.
„Ausnahmsweise hast du mal völlig Recht.“
Asuka verschränkte die Arme.
„Ich habe weder Zeit noch Nerven, um mich mit Mitochondrien zu beschäftigen.“
Sie hatte ihn genau genommen nie wirklich gesehen.
Er war einer der drei Idioten- nicht so beschissen penetrant wie Suzuhara, aber auch nicht so verschreckt wie Shinji. Er war einfach da. Da und nervend. Er wollte Eva-Pilot werden und spielte mit Modell-Kriegsflugzeugen. Mehr wusste sie nicht und mehr wollte sie auch gar nicht wissen.
„Kann ich verstehen.“
Er hibbelte noch immer, aber wenigstens benutzte er dieses Wort „Wahnsinn“ nicht mehr.
Ein erstaunlicher Fortschritt.
„Dabei bewundere ich dich echt.“
Er erhob sich und schlenderte, die Hände in den Hosentaschen, zu einem Getränkeautomaten.
Wahrscheinlich sollte das die Schüchternheit überspielen, mit der er angefangen hatte zu sprechen. Asuka lief es eiskalt den Rücken hinunter.
„Du und Shinji und Ayanami, ihr seid so klug und so tough. Ihr könnt Eva steuern und Außerirdische zerquetschen und so. Ihr rettet die Welt.“
Er schaute über die Schulter und lachte verlegen.
„Und ein kleines Licht wie ich wird niemals so weit kommen. Ich kann mich glücklich schätzen, wenn ich später ´nen Job als Mechaniker hier bekäme. Obwohl das auch nicht soo schlimm wäre. Ich könnte Evas Brustpanzerung auswechseln und so!“
Er drückte auf einen Knopf, es klimperte in seiner Hosentasche und dann warf er einzelne Münzen mit hellem, metallischem Klang ein.
Asuka saß da und schaute stumm seinen Rücken an.
Er badete nicht in Selbstmitleid, nicht wirklich. Das war ein beeindruckender Unterschied zu Shinji. Und er hatte auch nicht diese penetrante, zickige Art, wie Suzuhara sie an den Tag legte. Er hatte lediglich den Fehler, dass er die Klappe nicht hielt.
Seine Art, da zu stehen, die Worte wirken zu lassen, obgleich er das nicht zu kalkulieren schien. Die Ruhe, die nur vom Summen der Maschinen um sie herum gestört wurde, durchbrach Asukas Gedankengänge beinahe blitzhaft.
Er wollte Talent und Können. Etwas bewegen.
Wichtig sein.
Anerkennung.
Gesehen werden.
Sie waren sich erschreckend ähnlich.
Das ängstigte und rührte sie zugleich.
Es gab ein lautes Rumpeln und dann bückte Kensuke sich und holte eine Getränkedose aus dem Automaten.
Fast zeitgleich mit Ritsukos Erscheinen.
„So, Aida-kun, jetzt hab ich Zeit für dich.“
Dann kehrte sein Strahlen wieder;
„Wahnsinn! Danke!“
Die Frau ließ sich nicht beeindrucken.
„Gut, dann folge mir bitte.“
„Okay!“
Er strahlte- oh, wie der Idiot strahlte!
Er hatte bereits einen Schritt getan, als er sich scheinbar auf Asuka besann und ihr zulächelte.
„Hier, als Wiedergutmachung!“
Sie spürte seine Finger und dann die Dose in ihren Händen. Warmer Kakao.
Dann ging alles ziemlich schnell;
Sein Runterbeugen zu ihr. Das blitzschnelle Küsschen auf ihre Wange und das Kribbeln, welches mit Lichtgeschwindigkeit in ihren Magen schoss.
„Vielleicht sagst du irgendwann nicht mehr zu mir, dass ich die Klappe halten soll.“
Er grinste, drehte sich um und rannte hinter Ritsuko her.
Zurück blieb Jungengeruch.
Asuka achtete darauf, eben nicht wie allen Filmen und Büchern und Serien die Hand an die Wange zu legen.
Peinlich berührt schaute sie auf den Kakao.
Der Idiot hatte scheinbar noch nie etwas von stiller Bewunderung gehört.
Challenge: #1 OTP und #2 "Sag, wenn ich die Klappe halten soll"
Pairing: KenAsu
Kommentar: Ich habe versucht, irgendwie verständlich zu machen, warum die beiden bei mir wie Nitro und Glycerin eingeschlagen haben. Und warum sie eine gewisse Basis haben. Geglückt? Höchstwahrscheinlich nicht. XD
„Das ist total geil hier, wirklich!“
Geil war ein gutes Wort, zumindest besser als „Wahnsinn“.
Sie würde dieses Wort nie wieder auf Japanisch hören können ohne furchtbare, modrige Assoziationen an Videokameras und Brillen zu bekommen. Es grausam. Schrecklich.
„Ich find´s total super, dass man mir erlaubt hat, mal bei Nerv reinzukommen!“, freute Kensuke Aida sich weiter.
Asuka seufzte innerlich und lehnte sich etwas mehr gegen die Wand des Fahrstuhls. Die Anzeige dort oben ging so folternd langsam.
Sie hatte ihm nicht gesagt, dass er hier nur reindurfte, weil sie in ihm einen potentiellen Eva-Piloten sahen. Das alles stand noch in den Sternen. Zumindest war Eva 04 fertig und stand in den USA zum Einsatz bereit. Ob Aida den Job überhaupt bekommen würde, stand noch lange nicht fest. Er würde nachher von Ritsuko einen Wisch bekommen, auf dem er unterschreiben musste, nicht ein Wort über Nerv oder Eva zu verlieren, sonst würde er für immer schweigen.
Am liebsten hätte sie ihm den Vertrag jetzt schon unter die Nase gehalten. Er stand hier neben ihr und freute sich einen Kullerkeks mit Worten, die sie noch nie gehört hatte.
„Und was kommt jetzt auf der folgenden Plattform? Oder nennt ihr das Sektor? Waffen? Maschinerie?“
Er hibbelte quasi durch die Fahrstuhl.
„Nein.“, entgegnete sie einsilbig und scharrte mit dem Fuß am Boden entlang, was ein Geräusch ergab wie wenn man ein Messer schärfte.
„Snackautomaten und den Pausenraum für die Jungs.“
„Oh. Wahnsinn!“
Er waberte zur Tür hinaus und setzte sofort wieder die Kamera an. Wahrscheinlich hatte er Ritsukos enorme Oberweite direkt im Visier, als sie ankam.
„Das ist Doktor Akagi.“, sagte Asuka genervt und stellte fest, dass es wahrscheinlich eh belanglos war.
„Guten Tag, Aida-kun, hallo Asuka.“
Sie hieß ihr, bei ihm im Warteraum zu bleiben, bis Zeit für ihn war.
„Warum muss ich bei dem Hirni bleiben?“, protestierte Asuka halblaut.
„Ich halte das keine zehn Sekunden länger mit diesem Idioten aus!“
Ritsuko rieb sich die Schläfe;
„Weil das ein Otaku ist und er sonst wohin verschwinden würde, wenn niemand aufpasst.“
Das Schlimme war- es leuchtete ein.
Und Asuka war viel zu verblüfft, um rechtzeitig zu antworten, denn ihre Vorgesetzte hatte die vorteilhafte Fähigkeit, immer im richtigen Augenblick schnell genug zu verschwinden.
Denn das Unheimliche daran war, dass Ritsuko es geschafft hatte, den Typen so schnell so richtig einzuschätzen.
Also saß sie neben Aida auf der Bank im Warte- und Pausenraum. Hinter ihnen summten leise die Snack- und Getränkeautomaten. Theoretisch.
„Das ist soo toll hier!“
Kensuke wippte ungeduldig auf und ab.
„Wahnsinn! Der blanke Wahnsinn! Wenn ich einen Eva auch nur für eine Sekunde von Nahem sehen dürfte, würde ich glücklich sterben! Ich finde das alles so Wahnsinn hier! Besser als eine Convention, besser als eine MG, besser als...“
Er schaute zu ihr herüber.
„Sag, wenn ich die Klappe halten soll!“
Er grinste verschmitzt, doch dafür hatte Asuka nichts übrig.
„Zu spät.“, entgegnete sie eiskalt.
„Oh....Sorry?“
Sie schlug ein Bein über das andere, um die Distanz zu ihm auszudrücken, sowohl die physische als auch die geistige.
„Ich verstehe sowieso nicht, warum ich das hier machen muss. Shinji hätte das machen sollen, der ist wenigstens auf deinem Niveau.“
Nein, da war Misato gekommen und hatte etwas von „bester Pilotin“ und „besonderen Aufgaben“ geredet. Zuerst hatte Asuka an einen Abgeordneten der Regierung gedacht, eine andere Firma- irgendetwas Hohes eben und hatte letztendlich vor dem Freak mit der Kamera gestanden, der sich nie das Hemd in die Hose steckte und im Wachzustand sabberte.
„Tut mir Leid, wenn ich deine Zeit verschwende.“
Das klang wirklich schuldbewusst.
„Ich bin ein unwichtiges, kleines Teilchen in deinem Raum-Zeit-Kontinuum.“
Jetzt sah er zu Boden.
„Ausnahmsweise hast du mal völlig Recht.“
Asuka verschränkte die Arme.
„Ich habe weder Zeit noch Nerven, um mich mit Mitochondrien zu beschäftigen.“
Sie hatte ihn genau genommen nie wirklich gesehen.
Er war einer der drei Idioten- nicht so beschissen penetrant wie Suzuhara, aber auch nicht so verschreckt wie Shinji. Er war einfach da. Da und nervend. Er wollte Eva-Pilot werden und spielte mit Modell-Kriegsflugzeugen. Mehr wusste sie nicht und mehr wollte sie auch gar nicht wissen.
„Kann ich verstehen.“
Er hibbelte noch immer, aber wenigstens benutzte er dieses Wort „Wahnsinn“ nicht mehr.
Ein erstaunlicher Fortschritt.
„Dabei bewundere ich dich echt.“
Er erhob sich und schlenderte, die Hände in den Hosentaschen, zu einem Getränkeautomaten.
Wahrscheinlich sollte das die Schüchternheit überspielen, mit der er angefangen hatte zu sprechen. Asuka lief es eiskalt den Rücken hinunter.
„Du und Shinji und Ayanami, ihr seid so klug und so tough. Ihr könnt Eva steuern und Außerirdische zerquetschen und so. Ihr rettet die Welt.“
Er schaute über die Schulter und lachte verlegen.
„Und ein kleines Licht wie ich wird niemals so weit kommen. Ich kann mich glücklich schätzen, wenn ich später ´nen Job als Mechaniker hier bekäme. Obwohl das auch nicht soo schlimm wäre. Ich könnte Evas Brustpanzerung auswechseln und so!“
Er drückte auf einen Knopf, es klimperte in seiner Hosentasche und dann warf er einzelne Münzen mit hellem, metallischem Klang ein.
Asuka saß da und schaute stumm seinen Rücken an.
Er badete nicht in Selbstmitleid, nicht wirklich. Das war ein beeindruckender Unterschied zu Shinji. Und er hatte auch nicht diese penetrante, zickige Art, wie Suzuhara sie an den Tag legte. Er hatte lediglich den Fehler, dass er die Klappe nicht hielt.
Seine Art, da zu stehen, die Worte wirken zu lassen, obgleich er das nicht zu kalkulieren schien. Die Ruhe, die nur vom Summen der Maschinen um sie herum gestört wurde, durchbrach Asukas Gedankengänge beinahe blitzhaft.
Er wollte Talent und Können. Etwas bewegen.
Wichtig sein.
Anerkennung.
Gesehen werden.
Sie waren sich erschreckend ähnlich.
Das ängstigte und rührte sie zugleich.
Es gab ein lautes Rumpeln und dann bückte Kensuke sich und holte eine Getränkedose aus dem Automaten.
Fast zeitgleich mit Ritsukos Erscheinen.
„So, Aida-kun, jetzt hab ich Zeit für dich.“
Dann kehrte sein Strahlen wieder;
„Wahnsinn! Danke!“
Die Frau ließ sich nicht beeindrucken.
„Gut, dann folge mir bitte.“
„Okay!“
Er strahlte- oh, wie der Idiot strahlte!
Er hatte bereits einen Schritt getan, als er sich scheinbar auf Asuka besann und ihr zulächelte.
„Hier, als Wiedergutmachung!“
Sie spürte seine Finger und dann die Dose in ihren Händen. Warmer Kakao.
Dann ging alles ziemlich schnell;
Sein Runterbeugen zu ihr. Das blitzschnelle Küsschen auf ihre Wange und das Kribbeln, welches mit Lichtgeschwindigkeit in ihren Magen schoss.
„Vielleicht sagst du irgendwann nicht mehr zu mir, dass ich die Klappe halten soll.“
Er grinste, drehte sich um und rannte hinter Ritsuko her.
Zurück blieb Jungengeruch.
Asuka achtete darauf, eben nicht wie allen Filmen und Büchern und Serien die Hand an die Wange zu legen.
Peinlich berührt schaute sie auf den Kakao.
Der Idiot hatte scheinbar noch nie etwas von stiller Bewunderung gehört.
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Date: 2007-09-10 10:38 am (UTC)Er- er- er ist so toll!!!