Angst - Nie wieder - fürs Team
Sep. 24th, 2014 03:44 amTeam: Thalia
Challenge: Angst – Nie wieder – fürs Team
Fandom: The Expendables 3 – Sugardaddy AU
Titel: Von hinten durch die Brust ins Herz
Inhalt: Barney macht sich Sorgen um Smilee.
Anmerkung: Dieses AU ist mein happy place. Erwartet bitte keine Qualität, das hier ist so sehr escapism, als würde ich Groschenromanzen schreiben. =D Danke an ayawinner, die wie immer mein gebrochenes Deutsch wieder zusammengipst. <3
Von hinten durch die Brust ins Herz
Barney schaut sich das Schauspiel wahrscheinlich viel zu lange an.
Als Smilee das erste Mal mit einem Veilchen so groß wie Denver in die Werkstatt kommt, fragt er natürlich, was passiert ist, doch Smilee lacht bloß und sagt: „Bin gegen meinen Schrank gelaufen. Total bescheuert.“
Er glaubt ihm nicht, natürlich nicht. Er kennt Smilee mittlerweile gut genug, um zu wissen, dass er ein loses Mundwerk hat und ihm die Fäuste recht locker an der Seite sitzen. Barney lächelt. Wahrscheinlich hat der Bursche den Schlag sogar verdient, und da er noch stehen, laufen und lügen kann, fragt er nicht weiter nach, sondern zeigt ihm, wie er die Schaltwelle richtig einstellt.
Zwei Tage später gesellen sich zu dem Veilchen eine aufgeplatzte Oberlippe und ein verbundenes Handgelenk.
„Schlägt dein Schrank mittlerweile zurück?“, fragt Barney. Smilee weicht seinem Blick aus und grinst halbherzig unter seiner dunkelgrauen Mütze hervor.
„Nein“, sagt er. „Ich hab mich mit meinem Mitbewohner gestritten. Ist ein bisschen ausgeartet.“
Ein paar Tage später sagt Smilee ihre Verabredung ab, angeblich, weil er zu einem Arzttermin muss, doch Barney ist sich ziemlich sicher, dass er sich die Nase gebrochen hat. Zum Teufel, was treibt der Junge nur.
„Frag ihn doch einfach“, sagt Lee zu ihm, als sie am Abend miteinander telefonieren (zumindest bei Barney ist es abends. In Fréjus liegt man gerade in der größten Mittagshitze am Strand, oder würde man, wenn man nicht Lee Christmas hieße und schneller Sonnenbrand bekäme als ein Neugeborenes). „Und wenn er lügt, gibst du ihm ein paar hinter die Löffel.“
„Er ist siebenundzwanzig, Lee, nicht fünfzehn“, murmelt Barney.
„Immerhin. Trotzdem werde ich das Jugendamt anrufen, sobald ich wieder da bin, du alter Perversling.“
Barney lächelt, doch während Lee noch ein bisschen über das viel zu heiße Wetter in Frankreich schimpft, driften seine Gedanken zu Smilee und seinen haarsträubenden Verletzungen. Er glaubt nicht, dass der Junge in irgendetwas Illegales verwickelt ist, doch sicher ist er sich nicht. Er weiß schließlich fast nichts über ihn, außer, dass er Soldat war, sich mit seinen besten Freunden eine Wohnung teilt und irgendwo am Hafen arbeitet, wahrscheinlich für einen Hungerlohn. Und dass er Barney vollkommen den Kopf verdreht hat, mit seinem Grinsen und seinen lockeren Sprüchen, doch das hilft ihm momentan wirklich nicht weiter.
„Ich frag ihn morgen noch mal“, beschließt er und unterbricht damit Lees Sermon über die grauenhafte französische Küche.
„Tu das“, antwortet Lee. „Sofern du es schaffst, deine Hände bei dir zu behalten und ihn nicht sofort ins Bett zerrst, wenn du ihn das nächste Mal siehst.“
Es ist ganz gut, dass Lee am anderen Ende der Welt hockt und nicht mitbekommt, dass Barney plötzlich ziemlich warm wird.
„Du bist ein wahrer Romantiker, Lee“, murmelt er und versucht die verführerischen Bilder (Smilee lang ausgestreckt auf seinem Bett, tief über sein Motorrad gebeugt, in der Dusche; grinsend, bis Barney ihn anfasst und er die Augen schließt und sich an ihn schmiegt…) aus seinem Kopf zu vertreiben. Es gelingt ihm erst als Lee bellend ins Telefon lacht.
„Ich bin ehrlich, im Gegensatz zu dir. Wird Zeit, dass ich wieder komme und dir zeige, wo’s lang geht.“
„Oh, hast du etwa Sehnsucht nach mir?“, erwidert Barney.
„Träum weiter“, antwortet Lee aufgebracht. „Die zwei Monate ohne dich waren die schönsten meines Lebens!“
„Sicher. Deshalb rufst du auch jede Woche an, hm?“
„Ach, halt die Klappe.“
Barney kann seinen Entschluss nicht in die Tat umsetzen, denn Smilee erscheint gar nicht mehr in der Werkstatt und auf seine Anrufe reagiert er nicht. Als er nach ein paar Tagen nervöser Stiller an seiner Wohnung Halt macht, öffnet ihm niemand, und obwohl er weiß, dass es keinen Sinn hat, hinterlässt er einen Zettel adressiert an Smilee im Briefkasten.
Es kommt keine Nachricht und der Anblick des Motorrads krampft Barney jedes Mal das Herz zusammen. Vielleicht sollte er zur Polizei gehen, doch er hat er keine Ahnung, was er denen sagen soll.
Und wenn Smilee wirklich in irgendwelche kriminellen Machenschaften verwickelt ist, dann will Barney der erste sein, der ihn findet und ihm den Hals höchstpersönlich umdrehen.
„Jetzt lässt du dich schon mit Kriminellen ein, dir ist echt nicht mehr zu helfen“, ist alles, was Lee dazu sagt, was Barney tatsächlich ein Lächeln abringt, bevor er wieder voller Unruhe auf sein Handy starrt. Dieser gottverdammte, dumme Junge, was hat er nur angestellt.
Als er endlich zu Luna in die Bar am Stadtrand fährt, fragt er sich, warum er das schon nicht viel früher gemacht hat. Die Sorge hat ihn vollkommen idiotisch gemacht, so viel steht fest, denn Smilee hat ihm ganz zu Beginn bereits erzählt, dass er mit Luna befreundet ist und sie wird wissen, wo er steckt.
Sie muss es einfach wissen.
Sie muss.
Die Bar ist brechend voll und es dauert bis zu Barneys zweitem Bier bevor Luna ihn auch nur wahrnimmt.
„Hey, Ross, lange nicht gesehen!“, ruft sie, knallt zwei Gläser auf die Theke und rauscht wieder weg. Barney lächelt. Er mag sie, diese aufgedrehte, laute, wunderschöne Frau, die eigentlich viel zu gut für diese Bar und diese Stadt ist und wenn er dreißig Jahre jünger und nicht ganz so den Männern zugeneigt wäre…
„Alles klar, alter Mann?“ Luna grinst ihm zu, stellt ihm ein neues Glas Bier hin, obwohl er keins bestellt hat.
„Hey, Luna. Wie geht’s?“
Sie lacht. „Muss ja“, sagt sie und deutet im Raum umher. „Und du?“
„Hatte viel zu tun“, antwortet Barney. Er weiß nicht so genau, warum er Luna nicht erzählt, dass er seine Abende lieber mit Smilee verbringt, als hier einsam am Tresen zu hocken. Vielleicht weil sie eine gemeinsame Bekannte ist und er nicht weiß, was genau Smilee ihr erzählt hat.
Oder aber – und Barney läuft ein Schauer über den Rücken, als er daran denkt – er hat Angst davor, zu erfahren, dass Smilee so gar nichts von ihm erzählt hat, weil Barney ihm längst nicht so wichtig ist, wie Smilee ihm.
Es ist albern und Barney sollte sich schämen, doch er verschiebt die Gedanken auf später. Deswegen ist er nicht hier.
„Hör mal, Luna“, beginnt er umständlich. „Den Burschen, dem du meine Werkstatt empfohlen hast… John Smilee… kennst du ihn gut?“
Viel dämlicher hätte er es wahrscheinlich nicht anstellen können und Luna schenkt ihm bloß ein mitleidiges Lächeln, ehe sie zwei Fingerbreit Wodka in einen Shaker schüttet.
„Der Typ, der mich seit Wochen damit volltextet, wie großartig du bist? Ja, kann sein.“
Sein Herz setzt für einen Moment aus und er starrt Luna mit offenem Mund an, woraufhin sie nur noch breiter grinst und sich wieder dem Cocktail zuwendet, den sie gerade mixt.
„Wenn du dir Tipps zum Flirten holen wolltest, bin ich die Falsche“, fährt sie fort und obwohl Barneys Gehirn gerade vor Aufregung überzukochen droht, reißt er sich zusammen.
„Das… nein, das meinte ich nicht“, murmelt er und verbietet sich, voreilige Schlüsse zu ziehen. Großartig kann vieles heißen und überhaupt, erst einmal muss er Smilee finden. „Es geht um… hast du ihn in den letzten zwei Wochen gesehen?“
Luna runzelt die Stirn, träufelt ein bisschen Zitronensaft in den Shaker und verschließt ihn sorgfältig, ehe sie Barney einen nachdenklichen Blick zuwirft.
„Jetzt wo du es sagst…nein, ich hab ihn nicht gesehen. Er hat mir bloß gesagt, dass er Überstunden am Hafen macht, um die Ersatzteile zu bezahlen.“
„Was genau macht er da im Hafen? Weißt du das?“ Er setzt sein charmantestes Lächeln auf, doch es ist ziemlich offensichtlich, dass sie misstrauisch wird.
„Klar weiß ich das, ich hab ihm den Job schließlich besorgt“, sagt sie und wirft den Shaker in die Höhe. „Er hilft beim Beladen von Containern. Nichts Tolles, aber es bringt Geld.“
Das bestätigt Barneys Befürchtungen und er weiß, dass er Luna nun sagen muss, was er vermutet. Er will Smilees Vertrauen nicht missbrauchen, doch er hat keine Wahl mehr.
„Ich glaube“, sagt Barney langsam, „dass er in Schwierigkeiten steckt.“
„Warum das?“
„Er war seit zwei Wochen nicht mehr in der Werkstatt. Und davor sah er aus, als hätte ihn jemand verprügelt.“
Es kracht direkt vor ihm und Barney zuckt zusammen. Luna hat den Shaker fallen gelassen.
„Ich bring ihn um“, flüstert sie heiser. Sie ballt die Fäuste, reißt sich die Schürze vom Leib und knallt sie auf die Theke. „Dieses gottverdammte, verlogene Arschloch, ich bring ihn um!“
Ihm springen tausend Szenarien durch den Kopf, Drogen, Spielschulden, (sogar Prostitution) und er kann nichts machen außer vorsichtig über den Tresen zu greifen und Luna sanft an der Schulter zu berühren. Sie vibriert förmlich vor Wut.
„Du weißt, was mit ihm ist?“, fragt er leise.
„Er hat uns versprochen, dass er das nie wieder macht. Nie wieder.“
„Was meinst du?“
Endlich schaut Luna auf, als hätte sie kurzzeitig vergessen, dass Barney mit ihr spricht. Ihre Augen funkeln zornig. „Boxkämpfe“, sagt sie. „Er lässt sich verprügeln für Geld. Niemand will irgendeinen Nobody im Ring gewinnen sehen, aber jemanden, der ein paar Runden lang durchhält und den Champion besser da stehen lässt, können solche Typen gut gebrauchen. Er hat das früher schon gemacht und wir haben ihn nur mühsam davon weggekriegt. Gott, dieser Idiot, wie kann er es wagen mich anzulügen, ich mach ihn kalt!“
Damit macht sie sich los, stapft auf ihre Kollegin zu und verkündet, dass sie für heute nach Hause gehen muss, ein familiärer Notfall sei eingetreten und ohne eine Antwort abzuwarten, dreht sie sich um und rauscht an Barney vorbei nach draußen.
Hastig trinkt er sein Bier leer, wirft der entgeisterten Barkeeperin einen entschuldigenden Blick zu und stürzt hinter Luna her. Als er sie endlich einholt, hat sie bereits ihr Handy am Ohr und ist gerade dabei jemanden namens Mars anzubrüllen, warum er nichts bemerkt habe und ob er wisse, wo Smilee stecke und sie wird jetzt sofort nach ihm suchen und ihn eigenhändig in der Spüle ersäufen.
Barney schluckt.
Das wird eine lange Nacht werden.
Challenge: Angst – Nie wieder – fürs Team
Fandom: The Expendables 3 – Sugardaddy AU
Titel: Von hinten durch die Brust ins Herz
Inhalt: Barney macht sich Sorgen um Smilee.
Anmerkung: Dieses AU ist mein happy place. Erwartet bitte keine Qualität, das hier ist so sehr escapism, als würde ich Groschenromanzen schreiben. =D Danke an ayawinner, die wie immer mein gebrochenes Deutsch wieder zusammengipst. <3
Von hinten durch die Brust ins Herz
Barney schaut sich das Schauspiel wahrscheinlich viel zu lange an.
Als Smilee das erste Mal mit einem Veilchen so groß wie Denver in die Werkstatt kommt, fragt er natürlich, was passiert ist, doch Smilee lacht bloß und sagt: „Bin gegen meinen Schrank gelaufen. Total bescheuert.“
Er glaubt ihm nicht, natürlich nicht. Er kennt Smilee mittlerweile gut genug, um zu wissen, dass er ein loses Mundwerk hat und ihm die Fäuste recht locker an der Seite sitzen. Barney lächelt. Wahrscheinlich hat der Bursche den Schlag sogar verdient, und da er noch stehen, laufen und lügen kann, fragt er nicht weiter nach, sondern zeigt ihm, wie er die Schaltwelle richtig einstellt.
Zwei Tage später gesellen sich zu dem Veilchen eine aufgeplatzte Oberlippe und ein verbundenes Handgelenk.
„Schlägt dein Schrank mittlerweile zurück?“, fragt Barney. Smilee weicht seinem Blick aus und grinst halbherzig unter seiner dunkelgrauen Mütze hervor.
„Nein“, sagt er. „Ich hab mich mit meinem Mitbewohner gestritten. Ist ein bisschen ausgeartet.“
Ein paar Tage später sagt Smilee ihre Verabredung ab, angeblich, weil er zu einem Arzttermin muss, doch Barney ist sich ziemlich sicher, dass er sich die Nase gebrochen hat. Zum Teufel, was treibt der Junge nur.
„Frag ihn doch einfach“, sagt Lee zu ihm, als sie am Abend miteinander telefonieren (zumindest bei Barney ist es abends. In Fréjus liegt man gerade in der größten Mittagshitze am Strand, oder würde man, wenn man nicht Lee Christmas hieße und schneller Sonnenbrand bekäme als ein Neugeborenes). „Und wenn er lügt, gibst du ihm ein paar hinter die Löffel.“
„Er ist siebenundzwanzig, Lee, nicht fünfzehn“, murmelt Barney.
„Immerhin. Trotzdem werde ich das Jugendamt anrufen, sobald ich wieder da bin, du alter Perversling.“
Barney lächelt, doch während Lee noch ein bisschen über das viel zu heiße Wetter in Frankreich schimpft, driften seine Gedanken zu Smilee und seinen haarsträubenden Verletzungen. Er glaubt nicht, dass der Junge in irgendetwas Illegales verwickelt ist, doch sicher ist er sich nicht. Er weiß schließlich fast nichts über ihn, außer, dass er Soldat war, sich mit seinen besten Freunden eine Wohnung teilt und irgendwo am Hafen arbeitet, wahrscheinlich für einen Hungerlohn. Und dass er Barney vollkommen den Kopf verdreht hat, mit seinem Grinsen und seinen lockeren Sprüchen, doch das hilft ihm momentan wirklich nicht weiter.
„Ich frag ihn morgen noch mal“, beschließt er und unterbricht damit Lees Sermon über die grauenhafte französische Küche.
„Tu das“, antwortet Lee. „Sofern du es schaffst, deine Hände bei dir zu behalten und ihn nicht sofort ins Bett zerrst, wenn du ihn das nächste Mal siehst.“
Es ist ganz gut, dass Lee am anderen Ende der Welt hockt und nicht mitbekommt, dass Barney plötzlich ziemlich warm wird.
„Du bist ein wahrer Romantiker, Lee“, murmelt er und versucht die verführerischen Bilder (Smilee lang ausgestreckt auf seinem Bett, tief über sein Motorrad gebeugt, in der Dusche; grinsend, bis Barney ihn anfasst und er die Augen schließt und sich an ihn schmiegt…) aus seinem Kopf zu vertreiben. Es gelingt ihm erst als Lee bellend ins Telefon lacht.
„Ich bin ehrlich, im Gegensatz zu dir. Wird Zeit, dass ich wieder komme und dir zeige, wo’s lang geht.“
„Oh, hast du etwa Sehnsucht nach mir?“, erwidert Barney.
„Träum weiter“, antwortet Lee aufgebracht. „Die zwei Monate ohne dich waren die schönsten meines Lebens!“
„Sicher. Deshalb rufst du auch jede Woche an, hm?“
„Ach, halt die Klappe.“
Barney kann seinen Entschluss nicht in die Tat umsetzen, denn Smilee erscheint gar nicht mehr in der Werkstatt und auf seine Anrufe reagiert er nicht. Als er nach ein paar Tagen nervöser Stiller an seiner Wohnung Halt macht, öffnet ihm niemand, und obwohl er weiß, dass es keinen Sinn hat, hinterlässt er einen Zettel adressiert an Smilee im Briefkasten.
Es kommt keine Nachricht und der Anblick des Motorrads krampft Barney jedes Mal das Herz zusammen. Vielleicht sollte er zur Polizei gehen, doch er hat er keine Ahnung, was er denen sagen soll.
Und wenn Smilee wirklich in irgendwelche kriminellen Machenschaften verwickelt ist, dann will Barney der erste sein, der ihn findet und ihm den Hals höchstpersönlich umdrehen.
„Jetzt lässt du dich schon mit Kriminellen ein, dir ist echt nicht mehr zu helfen“, ist alles, was Lee dazu sagt, was Barney tatsächlich ein Lächeln abringt, bevor er wieder voller Unruhe auf sein Handy starrt. Dieser gottverdammte, dumme Junge, was hat er nur angestellt.
Als er endlich zu Luna in die Bar am Stadtrand fährt, fragt er sich, warum er das schon nicht viel früher gemacht hat. Die Sorge hat ihn vollkommen idiotisch gemacht, so viel steht fest, denn Smilee hat ihm ganz zu Beginn bereits erzählt, dass er mit Luna befreundet ist und sie wird wissen, wo er steckt.
Sie muss es einfach wissen.
Sie muss.
Die Bar ist brechend voll und es dauert bis zu Barneys zweitem Bier bevor Luna ihn auch nur wahrnimmt.
„Hey, Ross, lange nicht gesehen!“, ruft sie, knallt zwei Gläser auf die Theke und rauscht wieder weg. Barney lächelt. Er mag sie, diese aufgedrehte, laute, wunderschöne Frau, die eigentlich viel zu gut für diese Bar und diese Stadt ist und wenn er dreißig Jahre jünger und nicht ganz so den Männern zugeneigt wäre…
„Alles klar, alter Mann?“ Luna grinst ihm zu, stellt ihm ein neues Glas Bier hin, obwohl er keins bestellt hat.
„Hey, Luna. Wie geht’s?“
Sie lacht. „Muss ja“, sagt sie und deutet im Raum umher. „Und du?“
„Hatte viel zu tun“, antwortet Barney. Er weiß nicht so genau, warum er Luna nicht erzählt, dass er seine Abende lieber mit Smilee verbringt, als hier einsam am Tresen zu hocken. Vielleicht weil sie eine gemeinsame Bekannte ist und er nicht weiß, was genau Smilee ihr erzählt hat.
Oder aber – und Barney läuft ein Schauer über den Rücken, als er daran denkt – er hat Angst davor, zu erfahren, dass Smilee so gar nichts von ihm erzählt hat, weil Barney ihm längst nicht so wichtig ist, wie Smilee ihm.
Es ist albern und Barney sollte sich schämen, doch er verschiebt die Gedanken auf später. Deswegen ist er nicht hier.
„Hör mal, Luna“, beginnt er umständlich. „Den Burschen, dem du meine Werkstatt empfohlen hast… John Smilee… kennst du ihn gut?“
Viel dämlicher hätte er es wahrscheinlich nicht anstellen können und Luna schenkt ihm bloß ein mitleidiges Lächeln, ehe sie zwei Fingerbreit Wodka in einen Shaker schüttet.
„Der Typ, der mich seit Wochen damit volltextet, wie großartig du bist? Ja, kann sein.“
Sein Herz setzt für einen Moment aus und er starrt Luna mit offenem Mund an, woraufhin sie nur noch breiter grinst und sich wieder dem Cocktail zuwendet, den sie gerade mixt.
„Wenn du dir Tipps zum Flirten holen wolltest, bin ich die Falsche“, fährt sie fort und obwohl Barneys Gehirn gerade vor Aufregung überzukochen droht, reißt er sich zusammen.
„Das… nein, das meinte ich nicht“, murmelt er und verbietet sich, voreilige Schlüsse zu ziehen. Großartig kann vieles heißen und überhaupt, erst einmal muss er Smilee finden. „Es geht um… hast du ihn in den letzten zwei Wochen gesehen?“
Luna runzelt die Stirn, träufelt ein bisschen Zitronensaft in den Shaker und verschließt ihn sorgfältig, ehe sie Barney einen nachdenklichen Blick zuwirft.
„Jetzt wo du es sagst…nein, ich hab ihn nicht gesehen. Er hat mir bloß gesagt, dass er Überstunden am Hafen macht, um die Ersatzteile zu bezahlen.“
„Was genau macht er da im Hafen? Weißt du das?“ Er setzt sein charmantestes Lächeln auf, doch es ist ziemlich offensichtlich, dass sie misstrauisch wird.
„Klar weiß ich das, ich hab ihm den Job schließlich besorgt“, sagt sie und wirft den Shaker in die Höhe. „Er hilft beim Beladen von Containern. Nichts Tolles, aber es bringt Geld.“
Das bestätigt Barneys Befürchtungen und er weiß, dass er Luna nun sagen muss, was er vermutet. Er will Smilees Vertrauen nicht missbrauchen, doch er hat keine Wahl mehr.
„Ich glaube“, sagt Barney langsam, „dass er in Schwierigkeiten steckt.“
„Warum das?“
„Er war seit zwei Wochen nicht mehr in der Werkstatt. Und davor sah er aus, als hätte ihn jemand verprügelt.“
Es kracht direkt vor ihm und Barney zuckt zusammen. Luna hat den Shaker fallen gelassen.
„Ich bring ihn um“, flüstert sie heiser. Sie ballt die Fäuste, reißt sich die Schürze vom Leib und knallt sie auf die Theke. „Dieses gottverdammte, verlogene Arschloch, ich bring ihn um!“
Ihm springen tausend Szenarien durch den Kopf, Drogen, Spielschulden, (sogar Prostitution) und er kann nichts machen außer vorsichtig über den Tresen zu greifen und Luna sanft an der Schulter zu berühren. Sie vibriert förmlich vor Wut.
„Du weißt, was mit ihm ist?“, fragt er leise.
„Er hat uns versprochen, dass er das nie wieder macht. Nie wieder.“
„Was meinst du?“
Endlich schaut Luna auf, als hätte sie kurzzeitig vergessen, dass Barney mit ihr spricht. Ihre Augen funkeln zornig. „Boxkämpfe“, sagt sie. „Er lässt sich verprügeln für Geld. Niemand will irgendeinen Nobody im Ring gewinnen sehen, aber jemanden, der ein paar Runden lang durchhält und den Champion besser da stehen lässt, können solche Typen gut gebrauchen. Er hat das früher schon gemacht und wir haben ihn nur mühsam davon weggekriegt. Gott, dieser Idiot, wie kann er es wagen mich anzulügen, ich mach ihn kalt!“
Damit macht sie sich los, stapft auf ihre Kollegin zu und verkündet, dass sie für heute nach Hause gehen muss, ein familiärer Notfall sei eingetreten und ohne eine Antwort abzuwarten, dreht sie sich um und rauscht an Barney vorbei nach draußen.
Hastig trinkt er sein Bier leer, wirft der entgeisterten Barkeeperin einen entschuldigenden Blick zu und stürzt hinter Luna her. Als er sie endlich einholt, hat sie bereits ihr Handy am Ohr und ist gerade dabei jemanden namens Mars anzubrüllen, warum er nichts bemerkt habe und ob er wisse, wo Smilee stecke und sie wird jetzt sofort nach ihm suchen und ihn eigenhändig in der Spüle ersäufen.
Barney schluckt.
Das wird eine lange Nacht werden.
no subject
Date: 2014-09-24 09:31 am (UTC)[IRRES LACHEN]
Du bringst uns noch alle um, Kiwi, ich schwör, Mann, Alter, ich schwör zu Gott.
Ich mag es sehr, dass wir zur Abwechslung mal Barneys Perspektive bekommen, nicht nur, weil er sich ein biiiisschen offener eingesteht, wie verknallt er eigentlich ist (ich benutze das blöde Wort "verknallt", um nicht in inkohärentes Gebrülle auszubrechen), sondern auch, weil es ein bisschen mehr Spannung in die Sache bringt, als wenn wir einfach Smilee in seiner Sicht weiter folgen würden und schon direkt wüssten, wo er sich umtreibt (nicht, dass wir das nicht sowieso wissen, ahahahahha, gross sobbing).
„Schlägt dein Schrank mittlerweile zurück?“, fragt Barney.
Das ist ganz wundervoll, weil es einerseits lustig ist, andererseits aber auch sehr schön zeigt, dass Barney nicht mal so tun will, als würde er sich längerfristig mit so blöden, offensichtlichen Lügen verarschen lassen. Und: da er noch stehen, laufen und lügen kann, fragt er nicht weiter nach, KJDFLSKDJFLSDKFJD!!!
(Und so leid es mir tut also Barney/Smilee ist ja wunder- wunder- wunderschön, aber Barney/Lee ist einfach mein OTP hier und deshalb freue ich mich WIE BLÖD DARÜBER DASS SIE SICH ANRUFEN UM EIN BISSCHEN ZU ERZÄHLEN SO VOM URLAUB UND VOM LEBEN UND FÜR BEZIEHUNGSTIPPS??? UND UM SICH GEGENSEITIG AUSZULACHEN UND ICH LIEBE ALLES AN DIESEM ABSCHNITT EINFACH ALLES SHUT UP LEE WIE HAST DU ES ÜBERHAUPT ZWEI MONATE OHNE IHN AUSGEHALTEN OH MEIN GOTT.)
Pssst macht er Urlaub in Frankreich mit seinem Homefront-kid? :PPPSofern du es schaffst, deine Hände bei dir zu behalten und ihn nicht sofort ins Bett zerrst
Sprichst du aus persönlicher Erfahrung, Lee? :)
die verführerischen Bilder
*chokes on air*
Ach Gott, Smilee sieht doch auch die ganzen Versuche zur Kontaktaufnahme und kjöakfjasldf ;____; Ein bisschen will ich schon wissen, was es mit ihm anstellt, dass Barney so verzweifelt versucht, ihn zu erreichen. Schuldgefühle vermutlich. Und repressed emotions. Gah.
diese aufgedrehte, laute, wunderschöne Frau, die eigentlich viel zu gut für diese Bar und diese Stadt ist und wenn er dreißig Jahre jünger und nicht ganz so den Männern zugeneigt wäre
Das schönste daran ist, dass das Canon ist. Basically. Mostly. ACH WAS SAG ICH DAS IST TOTALER WUNDERSCHÖNER CANON UND ICH LIEBE ALLES. CANON. CAAAANOOOOON *flies into the sun*
der mich seit Wochen damit volltextet, wie großartig du bist
LUNA PLS
Oh Gott ey, Smilee würde sie umbringen wollen, wenn er das erfährt. Ich schreibe bewusst "würde", denn eigentlich kann er das nicht wagen. Noch nicht mal denken. KEIN SCHLECHTES WORT ÜBER LUNA VON IRGENDJEMANDEM OMG WAS FÜR EINE WUNDERVOLLE LADY ♥
Es ist total gut, dass sie sofort weiß, was er wieder angestellt hat, und auch alles stehen und liegen lässt, um ihn ausfindig zu machen und ihn vermutlich windelweich zu prügeln. Er kann ja dann zu Barney gehen, um sich bemitleiden zu lassen. Obwohl Barney vermutlich endlos enttäuscht ist von ihm. Oh Gott.
ICH KANN KAUM ERWARTEN WIE ES WEITERGEHT
*WIRFT KONFETTI*