H/C - Joker (für mich)
Sep. 22nd, 2014 04:49 pmTeam: Erato
Challenge: H/C - Joker (für mich)
Joker: Elternschlafzimmer (Sommerchallenge vom letzten Jahr)
Titel: Ist alles okay?
Fandom: Teen Wolf
Charaktere: Stiles, Sheriff Stilinski
Wörter: 732
Warnung: Taschentuchgefahr
A/N: Ich weiß selber nicht, warum ich so etwas schreibe. Das war viel zu schlimm, aber ich hoffe, dass es trotzdem gefällt.
Stiles öffnete leise die Türe und schaute durch den schmalen Schlitz. Das Nachtlämpchen war noch an, ansonsten war das Zimmer in Dunkelheit gehüllt. Er konnte seinen Vater sehen, der aufrecht im Bett saß und ein Glas in der Hand hielt. Auf Zehenspitze schlich der Junge hinein und kletterte am Fußende auf das Bett. Im Schneidersitz setzte er sich vor seinen Vater, der ihn kaum wahrzunehmen schien.
„Dad?“, fragte er vorsichtig. Eine Hand legte er an das Glas und wollte es seinem Vater aus der Hand nehmen. In dem Moment festigte sich der Griff seines Vaters und er schaute auf. „Dad?“, wiederholte Stiles.
„Ja?“ Die Stimme seines Vaters war heiser und hörte sich gar nicht nach ihm an. Sie klang so gebrochen und traurig, dass Stiles sich zusammen reißen musste, nicht direkt wieder zu weinen, wie er es jede Nacht in seinem Zimmer tat.
„Ist alles okay?“
Sein Vater nickte sofort und wuschelte mit seiner freien Hand seinem Sohn durchs Haar. „Natürlich, Kleiner. Du musst dir keine Sorgen machen.“
Stiles wusste, dass er log. Er konnte es an seiner angespannten Haltung erkennen, an den zitternden Fingern, die immer noch das Glas umschlossen, aber vor allen Dingen an seinen Augen, die so traurig aussahen. Aber sein Vater sagte immer das Gleiche, jedes Mal, wenn Stiles ihn fragte. Es ging ihm gut.
Stiles wusste nicht mehr, was er machen sollte. Er hatte seine Mutter verloren und er wollte nicht auch noch seinen Vater verlieren. Aber er machte dicht. Seit ihrem Tod hatte sein Vater kein einziges Wort über Stiles Mutter verloren, dabei wollte der Junge doch nur reden.
„Bei mir aber nicht“, meinte Stiles dann und es war das erste Mal, dass er es vor seinem Vater zugab, direkt und offen. Vielleicht hatten sie ja doch etwas gemeinsam. „Ich vermisse sie.“ Tränen bahnten sich an und Stiles versuchte gar nicht, dagegen anzukämpfen. Er hatte in den letzten Tagen gelernt, dass es nicht viel brachte und dass es nur mehr schmerzte, wenn er es unterdrückte.
Sein Vater blickte auf. Entsetzen in seinem Blick. Er war weiß im Gesicht. Langsam stellte er das Glas auf den kleinen Nachttisch. Stiles schluchzte und rieb sich mit der Hand über das Gesicht. Sein Vater griff nach ihm und zog ihn etwas zu sich heran. Er streichelte ihm sanft über den Kopf. „Es ist okay, Stiles.“
„Ich wünschte, sie wäre noch hier.“ Bisher hatte Stiles nur mit Scott darüber gesprochen. Sie hatten nebeneinander im Bett gelegen und Stiles fühlte sich da einfach sicher. Aber er wollte sich auch bei seinem Vater sicher fühlen und ihm helfen, wenn er konnte. Stiles wusste, dass er mindestens genauso traurig sein musste wie er.
„Ich auch“, erwiderte der Sheriff heiser. „Das wünsche ich mir jeden Tag.“
Stiles kuschelte sich an die starke Brust seines Vaters und klammerte die Arme um ihn. „Ich vergesse sie.“ Es war nicht mal zwei Wochen her und schon jetzt hatte der Junge das Gefühl, sie zu vergessen. Er spürte, wie alles langsam verblasste. Ihre Stimme hörte er nicht mehr in seinem Kopf, genauso wenig ihr Lachen. Und ihr Gesicht war ohne ein Bild schwer vorzustellen.
„Das ist ganz normal, Stiles. Man kann sich nicht mehr an jede Einzelheit erinnern. Irgendwann werden es nur noch verschwommen Bilder und Eindrücke sein. Aber das wichtigste ist, dass du nie vergisst, wie sehr du sie geliebt hast. Das wirst du nicht, oder?“
Sofort schüttelte Stiles den Kopf. „Nie!“
„Siehst du? Ich auch nicht.“ Die Stimme seines Vaters klang so unglaublich traurig. „Und so bleibt sie immer bei uns.“
Stiles nickte leicht, aber sagte nichts mehr.
„Schlaf heute hier. Auf ihrer Seite.“
Stiles schaute auf und dann nach links. Es war irgendwie wie heiliger Boden. Man wagte es nicht, es zu berühren. „Ich weiß nicht.“
Sein Vater lächelte verständnisvoll. „Es riecht noch nach ihr. Es wird dir helfen.“
Schließlich krabbelte Stiles etwas nach links und kuschelte sich in das Kissen ein. Tief atmete er ein, um den Geruch seiner verstorbenen Mutter aufzunehmen. Er schloss die Augen und stellte sich vor, dass sie ihm über den Kopf strich, während es sein Vater tat. Er versuchte sich ihr Lächeln dabei vorzustellen und wie sie ihm manchmal etwas vorgesungen hatte, bevor er zu Bett ging.
„Hab dich lieb, Dad“, murmelte er schon halb eingeschlafen.
„Ich liebe dich auch, Stiles. Schlaf gut.“ Sein Vater küsste ihn noch auf die Stirn und Stiles merkte, wie er sich neben ihn legte.
Challenge: H/C - Joker (für mich)
Joker: Elternschlafzimmer (Sommerchallenge vom letzten Jahr)
Titel: Ist alles okay?
Fandom: Teen Wolf
Charaktere: Stiles, Sheriff Stilinski
Wörter: 732
Warnung: Taschentuchgefahr
A/N: Ich weiß selber nicht, warum ich so etwas schreibe. Das war viel zu schlimm, aber ich hoffe, dass es trotzdem gefällt.
Stiles öffnete leise die Türe und schaute durch den schmalen Schlitz. Das Nachtlämpchen war noch an, ansonsten war das Zimmer in Dunkelheit gehüllt. Er konnte seinen Vater sehen, der aufrecht im Bett saß und ein Glas in der Hand hielt. Auf Zehenspitze schlich der Junge hinein und kletterte am Fußende auf das Bett. Im Schneidersitz setzte er sich vor seinen Vater, der ihn kaum wahrzunehmen schien.
„Dad?“, fragte er vorsichtig. Eine Hand legte er an das Glas und wollte es seinem Vater aus der Hand nehmen. In dem Moment festigte sich der Griff seines Vaters und er schaute auf. „Dad?“, wiederholte Stiles.
„Ja?“ Die Stimme seines Vaters war heiser und hörte sich gar nicht nach ihm an. Sie klang so gebrochen und traurig, dass Stiles sich zusammen reißen musste, nicht direkt wieder zu weinen, wie er es jede Nacht in seinem Zimmer tat.
„Ist alles okay?“
Sein Vater nickte sofort und wuschelte mit seiner freien Hand seinem Sohn durchs Haar. „Natürlich, Kleiner. Du musst dir keine Sorgen machen.“
Stiles wusste, dass er log. Er konnte es an seiner angespannten Haltung erkennen, an den zitternden Fingern, die immer noch das Glas umschlossen, aber vor allen Dingen an seinen Augen, die so traurig aussahen. Aber sein Vater sagte immer das Gleiche, jedes Mal, wenn Stiles ihn fragte. Es ging ihm gut.
Stiles wusste nicht mehr, was er machen sollte. Er hatte seine Mutter verloren und er wollte nicht auch noch seinen Vater verlieren. Aber er machte dicht. Seit ihrem Tod hatte sein Vater kein einziges Wort über Stiles Mutter verloren, dabei wollte der Junge doch nur reden.
„Bei mir aber nicht“, meinte Stiles dann und es war das erste Mal, dass er es vor seinem Vater zugab, direkt und offen. Vielleicht hatten sie ja doch etwas gemeinsam. „Ich vermisse sie.“ Tränen bahnten sich an und Stiles versuchte gar nicht, dagegen anzukämpfen. Er hatte in den letzten Tagen gelernt, dass es nicht viel brachte und dass es nur mehr schmerzte, wenn er es unterdrückte.
Sein Vater blickte auf. Entsetzen in seinem Blick. Er war weiß im Gesicht. Langsam stellte er das Glas auf den kleinen Nachttisch. Stiles schluchzte und rieb sich mit der Hand über das Gesicht. Sein Vater griff nach ihm und zog ihn etwas zu sich heran. Er streichelte ihm sanft über den Kopf. „Es ist okay, Stiles.“
„Ich wünschte, sie wäre noch hier.“ Bisher hatte Stiles nur mit Scott darüber gesprochen. Sie hatten nebeneinander im Bett gelegen und Stiles fühlte sich da einfach sicher. Aber er wollte sich auch bei seinem Vater sicher fühlen und ihm helfen, wenn er konnte. Stiles wusste, dass er mindestens genauso traurig sein musste wie er.
„Ich auch“, erwiderte der Sheriff heiser. „Das wünsche ich mir jeden Tag.“
Stiles kuschelte sich an die starke Brust seines Vaters und klammerte die Arme um ihn. „Ich vergesse sie.“ Es war nicht mal zwei Wochen her und schon jetzt hatte der Junge das Gefühl, sie zu vergessen. Er spürte, wie alles langsam verblasste. Ihre Stimme hörte er nicht mehr in seinem Kopf, genauso wenig ihr Lachen. Und ihr Gesicht war ohne ein Bild schwer vorzustellen.
„Das ist ganz normal, Stiles. Man kann sich nicht mehr an jede Einzelheit erinnern. Irgendwann werden es nur noch verschwommen Bilder und Eindrücke sein. Aber das wichtigste ist, dass du nie vergisst, wie sehr du sie geliebt hast. Das wirst du nicht, oder?“
Sofort schüttelte Stiles den Kopf. „Nie!“
„Siehst du? Ich auch nicht.“ Die Stimme seines Vaters klang so unglaublich traurig. „Und so bleibt sie immer bei uns.“
Stiles nickte leicht, aber sagte nichts mehr.
„Schlaf heute hier. Auf ihrer Seite.“
Stiles schaute auf und dann nach links. Es war irgendwie wie heiliger Boden. Man wagte es nicht, es zu berühren. „Ich weiß nicht.“
Sein Vater lächelte verständnisvoll. „Es riecht noch nach ihr. Es wird dir helfen.“
Schließlich krabbelte Stiles etwas nach links und kuschelte sich in das Kissen ein. Tief atmete er ein, um den Geruch seiner verstorbenen Mutter aufzunehmen. Er schloss die Augen und stellte sich vor, dass sie ihm über den Kopf strich, während es sein Vater tat. Er versuchte sich ihr Lächeln dabei vorzustellen und wie sie ihm manchmal etwas vorgesungen hatte, bevor er zu Bett ging.
„Hab dich lieb, Dad“, murmelte er schon halb eingeschlafen.
„Ich liebe dich auch, Stiles. Schlaf gut.“ Sein Vater küsste ihn noch auf die Stirn und Stiles merkte, wie er sich neben ihn legte.
no subject
Date: 2014-09-25 02:44 pm (UTC)Du bist böse. Du bist böse und liebst es, unsere Gefühle zu zerstören.
*Warnung mal wieder ignoriert hat*
Es ist so herzzerreißend, aber das Ende machts dann wieder etwas gut, weil Stiles und sein Dad ;A;
Nein wirklich, das ist echt gut und toll und alles tut weh und ich brauch jetzt Fluff. Ganz viel Fluff. Wie gut, dass dein nächster Beitrag Fluff ist xD
no subject
Date: 2014-10-04 04:55 pm (UTC)Das ist so traurig. Und so schön. ;__;
*eine Runde wein*
Alle Stilinski family feels... ugh, den Sheriff und Stiles habe ich auch so wahnsinnig lieb, sie haben so viele Gefühle und sind so schecht darin darüber zu reden. ;__; Aber wenn sie es dann mal tun, ist das immer gleich ganz wunderschön ...
Wunderschön und herzzereißend!