[identity profile] peterhforalpha.livejournal.com posting in [community profile] 120_minuten
Team: Erato
Challenge: Angst - Joker (für mich)
Joker: Challenge von der Sommerchallenge letztes Jahr "Du hast keine Ahnung"
Titel: Guilt II
Fandom: Teen Wolf
Charaktere: Stiles, Scott
Wörter: 700
Warnung: Spoiler für dritte Staffel
A/N: So, der zweite Teil. Und bitte hasst mich nicht. Es hat mir selber in der Seele weh getan :(


Stiles wusste nicht, wie lange er auf dem Boden saß. Er hörte auch nicht, wie die Tür aufging. So zuckte er regelrecht zusammen, als sich plötzlich eine Hand auf seine Schulter legte.
Stiles wusste, wer es war, bevor er überhaupt den Kopf hob. Es konnte nur eine Person sein.
„Alles okay?“, fragte Scott. Wieder diese mitleidvollen Augen, diese Besorgnis, die über sein ganzes Gesicht gemalt war. Etwas, was Stiles eigentlich zu schätzen wissen müsste, aber er konnte es nicht mehr sehen.
Seit die ganze Sache mit dem Nogitsune hinter ihnen lag, hatte Stiles das Gefühl, dass Scott ihn auf Schritt und Tritt verfolgte. In den letzten Tagen versuchte er, seinen Freund aus dem Weg zu gehen. „Ja, alles okay.“

Scott sah geknickt aus und nickte nur. „Wenn du reden willst“, fing er an, aber hörte direkt wieder auf. Er hatte wohl gelernt, dass es keinen großen Sinn machte, seine Hilfe anzubieten.
Stiles wollte nicht hören, dass Scott ihm beistehen würde. Er wollte nicht hören, dass er verstand. Er wollte gar nichts davon hören. Deshalb ging er ihm aus dem Weg. Vor allen diese mitleidvollen Augen taten so weh. Sie hatten alle Mitleid mit ihm. Sie verstanden so gut, was er durchgemacht hatte. Sie verstanden es alle. Nicht nur Scott, auch Kira und Lydia. Sie verstanden alle und wollten helfen.

Aber kein Gespräch ließ die Albträume verschwinden. Der Nogitsune kam immer und immer wieder zurück, ganz gleich mit wem Stiles über seine Sorgen sprach. Er war ein Teil von ihm. Er lebte immer noch weiter und es würde Stiles nicht helfen, wenn seine Freunde ihn überzeugen wollten, dass es nicht so war.
„Stiles.“ Scotts Hand war nun auf seinem Knie. „Schau mich an.“

Widerwillig hob Stiles den Kopf und sah in Scotts Augen. Er konnte es nicht mehr ertragen und blickte direkt wieder zur Seite.
Scott knurrte daraufhin und stand auf. Etwas überrascht schaute Stiles auf. Scott hatte seine Werwolfskräfte eigentlich ziemlich gut unter Kontrolle. Wenn er also knurrte, dann weil er es wollte.

„Ich sehe, dass es dir nicht gut geht, Stiles. Jeder kann es sehen“, fing Scott nun an und man hörte deutlich, dass er sauer war. „Du hast sogar schon Albträume mitten in der Klasse.“
Stiles stand auf und verschränkte seine Arme. „Ich habe Albträume, ja gut, aber das hätte jeder.“

Scott schüttelte den Kopf. „Aber du redest nicht darüber“, wurde sein Freund immer lauter. „Ich habe versucht, geduldig zu sein, Stiles, und ich will dir wirklich helfen.“ Scott klang hilflos. „Aber ich kann es nicht, wenn du mir nicht sagst, wie ich dir helfen kann.“
„Du kannst es nicht.“ Stiles Stimme war nüchtern. Er hatte versucht, es Scott zu sagen, aber es ging einfach nicht. Scott würde ihn nie wieder so ansehen wie zuvor. Er wollte nicht, dass es so vorbei war.

„Wieso nicht?“ Scott schien mehr als nur verzweifelt. „Sag mir einfach, was los ist und ich finde einen Weg.“

Stiles schüttelte den Kopf. „Du kannst nicht immer alle retten, Scott.“

Scott trat einen Schritt zurück, sichtlich verletzt. Stiles wusste, dass er einen Schritt zu weit gegangen war. Es musste ihn zu sehr an Allison erinnern, aber genau das war der Punkt. Allison war tot und noch so viele Andere mehr. Und Stiles war Schuld daran, ganz gleich, was alle Anderen sagten. Er war schuld, dass so viele tot waren.
„Ich sollte aber dich retten können“, erwiderte Scott fast flüsternd. „Bitte, ich will dir doch nur helfen.“

Wieder schüttelte Stiles den Kopf. „Du würdest es nicht verstehen.“
„Dann hilf mir, es zu verstehen“, flehte Scott nun.

„Du hast keine Ahnung, Scott“, schrie Stiles wieder. Er wollte dieses Gespräch nicht führen. Mit keinem, aber besonders nicht mit Scott. „Du würdest es nicht verstehen. Also lass mich endlich in Ruhe. Lass mich einfach in Ruhe.“

Wie ein geschlagener Hund wich Scott zurück und machte so viel Platz, dass Stiles aus dem Raum verschwinden konnte. Tränen liefen ihm die Wange herunter, als er durch das Gebäude lief und erst Halt machte, als er bereits in seinem Jeep saß. Er wischte sich sein Gesicht trocken und startete den Motor.

Am Schuleingang sah er Scott stehen.
Er hatte ihn noch nie so verletzt und gebrochen gesehen.

Trotzdem fuhr Stiles davon.

Date: 2014-09-12 10:42 am (UTC)
From: [identity profile] rolly-chan.livejournal.com
Neiiiiiin, Stiiiiles. Scoooooott.
;A; du böse böse Person. Kann aber sowohl Stiles als auch Scott verstehen. War auf beiden Seiten (wobei ich nicht besessen war und wegen mir Leute gestorben sind *hust*) und irgendwann fängt es einfach an, einen zu reizen, wenn Leute immer mit Hilfsangeboten kommen und total verständnisvoll tun. Und auf der anderen Seite fängts auch irgendwann zu nerven, wenn ein Freund deine Hilfe einfach nicht annehmen will. Egal wo man steht, man fühlt sich irgendwie immer hilflos.
Echt gut, schreib schnell den nächsten Teil? Pretty please? XD

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