[identity profile] peterhforalpha.livejournal.com posting in [community profile] 120_minuten
Team: Erato
Challenge: Romanze/Intimität - "Ich kann halt nur Spaghetti kochen" (fürs Team)
Titel: Ein perfektes Date
Fandom: Teen Wolf
Charaktere: Lydia, Parrish
Wörter: 2183
Warnung: ein paar Allison spoiler und Spoiler für Season 4
A/N: Irgendwie ist es in der Mitte in die H/C Schiene abgedriftet, was gar nicht wirklich geplant war, aber ich habe doch wieder zur Romantik zurück gefunden ;)

Lydia ließ ihre Hand über den Tresen gleiten. „Deine Wohnung ist wirklich schön.“
„Danke“, meinte Parrish, als er sich halb zu seinem Gast umdrehte, dabei aber immer noch den Topf mit der Bolognese im Auge behielt. „Nicht besonders groß, aber es reicht für mich.“
Lydia nickte während sie noch einmal ihren Blick schweifen ließ. Eine offene Küche mit einer kleinen Theke davor. Dann direkte das Wohnzimmer mit einer gemütlichen Sitzecke und noch der Flur, der zum Bade- und Schlafzimmer führte. Für eine Person vollkommen ausreichend. „Ja, das reicht völlig.“ Sie drehte sich wieder zu Parrish um. „Und was machst du da eigentlich?“
„Kochen.“

Lydia verdrehte die Augen. „Ja, das sehe ich, aber hast du mich nicht angerufen, weil du meine Hilfe bei irgendetwas haben wolltest?“
Parrish zuckte mit den Schultern und drehte sich nun auch gänzlich um. „Ich dachte, wenn ich schon deine Hilfe in Anspruch nehme, kann ich auch etwas als Dankeschön vorbereiten.“ Er grinste breit und Lydia konnte nicht anders, als auch zu lächeln.
„Spaghetti Bolognese?“, fragte sie aber dennoch etwas pikiert. „Das ist alles?“

„Hey“, meinte er gespielt aufgebraucht. „Ich kann halt nur Spaghetti kochen.“ Und das stimmte sogar. Die meiste Zeit arbeitete er und verbrachte sie somit auf dem Revier. Wenn er mal einen freien Abend hatte, war er meist zu erledigt, um wirklich zu kochen. Deswegen hatte er es auch nie gelernt. Er lebte mehr von Fertiggerichten als von etwas Anderem.
„Ich schätze, dass ich dann wohl damit leben muss“, meinte sie, immer noch lächelnd. Sie wusste nicht, wieso, aber in seiner Nähe fühlte sie sich einfach nur wohl. In den letzten Wochen hatte sie viel Zeit zusammen verbracht, aber Lydia hatte nicht einmal daran gedacht, irgendetwas mit ihm anzufangen. Jetzt allerdings, wie er da mit einem engen Shirt stand, der Dampf vom Kochen ihn einhüllte? Er war schon verdammt gut aussehend. Und er war gut. Keine mordende Eidechse und auch kein Werwolf. Was Anderes, aber dennoch war er gut. „Es riecht zumindest nicht schlecht.“

„Danke.“ Parrish nickte anerkennend und stellte derweil den Herd aus. Die Portionen verteilte er auf zwei Teller und stellte einen vor Lydia auf den Tresen. „Lass es dir schmecken.“
Lydia zog eine Augenbraue hoch. „Keine Kerzen?“
„Das ist ein Geschäftsessen, kein Date“, erwiderte Parrish leicht grinsend.
„Na gut.“

Lydia drehte ein paar Spagetthi auf ihre Gabel und steckte sie sich in den Mund. Es war wirklich lecker, das musste man ihm lassen. Nach ein paar weiteren Portionen unterbrach sie die Stille, die sich plötzlich über sie gelegt hatte. „Also, wobei brauchst du meine Hilfe?“
„Nun ja“, fing Parrish etwas vage an. „Bei einem Fall.“
„Natürlich.“ Lydia nickte nur. Wobei sollte er auch sonst Hilfe brauchen. „Wenn es etwas Übernatürliches ist, vielleicht solltest du eher Scott fragen.“
Parrish schüttelte den Kopf. „Ich glaube kaum, dass Scott mir eine große Hilfe wäre. Ich brauche keine Stärke sondern Intuition.“
Lydia legte die Gabel beiseite. „Du weißt schon, dass ich kein Medium bin? Ich kann nicht hellsehen. Ich bin eine Banshee, das ist etwas vollkommen anderes.“

„Kannst du mit Toten kommunizieren?“
Lydia zuckte augenblicklich zusammen. Sie konnte Stimmen hören, sie konnte fühlen, wenn jemand sterben würde, aber nein, das konnte sie nicht. So schüttelte sie nur den Kopf. „Nein und ich will es auch nicht.“ Das war eine glatte Lüge, denn seit dem Tod von Allison hatte sie sich nichts sehnlicher gewünscht. Sie hatte stundenlang an ihrem Grab gesessen, diesen kalten Stein mit ihrem Namen drauf zugelabert, aber es war nie etwas zurück gekommen. Keine Reaktion. Nichts!

„Tut mir leid, ich wollte dich nicht wütend machen.“
Parrish sah plötzlich so schuldbewusst aus, dass Lydia direkt ein schlechtes Gewissen bekam. „Es ist nicht deine Schuld. Nur, ich habe es in letzter Zeit öfters versucht, aber es hat nicht funktioniert.“ Sie blickte starr auf ihren Teller und versuchte die Tränen zu unterdrücken.
„Allison?“
Lydia blickte auf. Es war immer noch nicht leicht über ihre beste Freundin zu reden, aber sie nickte. „Ich dachte, dass ich vielleicht mit ihr reden könnte, um mich noch einmal richtig zu verabschieden.“
„Kann ich verstehen“, meinte Parrish. Er hatte einige gute Freunde verloren während seinem Dienst. Und manchmal ging es einfach viel zu schnell.

„So, wobei soll ich dir nun helfen?“, fragte Lydia schnell, um das Thema zu wechseln.
Parrish allerdings schüttelte nur den Kopf. „Ist schon okay.“
„Nein. Ich will helfen!“
„Lydia.“ Parrishs Stimme war so sanft und einfühlsam, dass sie gar nicht wusste, wie sie darauf reagieren sollte. Es war schon lange her, dass jemand so ihren Namen ausgesprochen hatte. „Es ist okay. Es kann noch warten.“
Lydia nickte nur. „Dann sollte ich wohl gehen. Danke für das Essen.“ Sie stand auf und eilte zur Tür, jedoch wurde sie am Arm gepackt, bevor sie ganz aus der Wohnung verschwunden war.
„Warte.“

Sie drehte sich noch einmal um. Parrish schaute so einfühlsam, etwas, was Lydia gar nicht mehr gewohnt war. Sie hatte nicht mit den Anderen über Allison reden wollen, weil sie sich anscheinend alle schon damit abgefunden hatte, aber es überkam Lydia immer wieder und sie wollte damit die anderen nicht belasten.
„Wenn du reden willst, kannst du gerne noch bleiben.“

Sie nickte nur und ließ sich wieder in die Wohnung führen. Gemeinsam setzten sie sich auf die Couch. Lydia wusste nicht, wo sie anfangen sollte. Alles tat so weh und sie kannte Parrish kaum. Man besprach so etwas Intimes nicht mit einer Person, die man kaum kannte.
Und dann fing er an zu reden. „Mein bester Freund, Sean, wurde vor meinen Augen getötet. Ich habe den Feind gesehen, habe gesehen, wie er auf ihn zielte, aber ich konnte nichts tun, um ihn zu retten. Er fiel einfach um. Eine Kugel mitten ins Herz. Er war bereits tot, als ich bei ihm ankam.“
Lydia griff nach seiner Hand und drückte sie leicht. „Das tut mir leid.“
„Und ich weiß, wie du dich fühlst. Manchmal ist es sogar jetzt noch schwer ohne ihn. Ich hätte ihn gern um Rat gefragt bei allem, was gerade so passiert, aber ich kann es nicht. Und es ist schwer mit anderen darüber zu reden, weil man das Gefühl hat, sie noch zusätzlich zu belasten.“

„Ich weiß, dass Scott sie mindestens genauso vermisst wie ich, selbst mit Kira an seiner Seite, aber ich will ihn nicht ständig daran erinnern. Es wäre nicht fair, nur weil ich mich mies fühle.“
„Manchmal darf man auch egoistisch sein, Lydia, besonders wenn man eine wichtige Person verloren hat. Man darf seine Schwäche eingestehen und sie mit Freunden teilen. Dann wird es leichter.“
Lydia schüttelte nur den Kopf. „Aber es wird sie nicht zurück bringen.“ Eine einzelne Träne rann ihr über die Wange, während sie sich an Parrish lehnte. Dieser zog sie direkt enger zu sich heran und strich ihr beruhigend über den Rücken.
„Nein, das wird es nicht.“

„Wird es irgendwann leichter?“, fragte sie nach einiger Zeit.
Parrish zögerte einen Moment, bevor er eine Antwort gab: „Ja, ich denke schon, aber es braucht seine Zeit.“
Lydia nickte nur. Sie legte ihren Kopf zurück um Parrish ansehen zu können. „Danke“, meinte sie aufrichtig. Es war nicht viel, was er getan hatte, aber es reichte, sich einfach mal an jemanden anzulehnen, einfach einmal darüber zu sprechen.
„Du brauchst dich nicht zu bedanken. Ich bin gerne für dich da, wenn du mich brauchst.“
Eine wohlige Wärme breitete sich in Lydia aus, die sie schon länger nicht gespürt hatte. Sie löste sich von Parrish und kniete sich auf die Couch, um ihn richtig ansehen zu können. Ihre Schuhe hatte sie schnell abgestreift, damit es gemütlicher war.

„Wieso?“
Sie war nur eine Highschoolschülerin. Sie kannten sich kaum, außer der Tatsache, dass sie öfters zusammen ermittelt hatten und er ihr bereits das Leben gerettet hatte. Aber dennoch. Es war keine Voraussetzung für irgendwas.
„Weil ich dich interessant finde.“
Lydia schnaubte. „Weil du dachtest, dass ich hellsehen kann? Weil du jetzt weißt, dass ich eine Banshee bin?“
Parrish schüttelte nur mit dem Kopf. „Nein, gewiss nicht. Okay, vielleicht hast du so meine Aufmerksamkeit erhascht, aber seitdem habe ich so viel mehr von dir gesehen. Du würdest so viel tun, um deinen Freunden zu helfen und du bist liebevoll und mitfühlend. Wie du mit Meredith zum Schluss umgegangen bist, war erstaunlich. Ich glaube kaum, dass ich schon einmal jemanden getroffen habe, der nur annähernd so war wie du.“

Lydia lächelte leicht. Aiden hatte ab und zu ein paar nette Worte gesagt, Jackson auch, wenn man ihn dazu gezwungen hatte, aber keiner von Beiden hatte je so über sie gesprochen.
Sie wollte sich irgendwie bedanken und wusste nicht so recht, wie. „Wobei brauchtest du denn jetzt meine Hilfe?“, versuchte sie es erneut. „Wolltest du noch einmal mit deinem Freund reden?“
„Nein, ich war nur neugierig, ob du es kannst“, gab er leise zu. „Aber eigentlich hatte ich nur nach einem Grund gesucht, um dich einzuladen.“ Er lächelte etwas verlegen.
Lydia war wirklich überrascht. Damit hatte sie nun nicht gerechnet. „Du hättest mich auch einfach fragen können?“

„Ich wusste nicht, ob du ja sagen würdest. Es ist schließlich ein gewisser Altersunterschied zwischen uns beiden.“
Lydia lächelte nur. „So alt bist du nun auch nicht.“ Wenn sie ehrlich war, wusste sie gar nicht, wie alt er wirklich war, aber sie schätzte ihn auf Anfang 20, also höchstens 5 oder 6 Jahre älter als sie. Da sie geistig schon längst kein Teenager mehr war, machte das keinen großen Unterschied. „Ich hätte sicherlich gegen ein Date nichts gesagt. Schließlich hast du mein Leben gerettet und als Dankeschön wäre ein Date das Mindeste gewesen.“
Parrish sah direkt etwas geknickt aus. „Also ist das hier nur ein Dankeschön? Eine einmalige Sache?“ Er hörte sich unglaublich traurig aus.

„Ich dachte es wäre ein Geschäftsessen?“, neckte sie ihn.
„Ja, also,“ Parrish war um Worte verlegen.
Lydia fand das irgendwie süß. „Stell hier eine Kerze hin. Wärm das Essen ein wenig auf und dann können wir über ein richtiges Date reden.“
Sofort sprang Parrish auf und tat, was sie gesagt hatte. Fünf Minuten später saßen sie nebeneinander auf der Couch und waren am Essen.
„Wenn du dich jetzt geschickt anstellst, könnte es sogar zu einem zweiten Date kommen.“ Lydia wusste jetzt schon, dass sie sich auf jeden Fall noch einmal mit Parrish treffen würde, aber man musste die Männer sich auch ein wenig anstrengen lassen.
Kurz darauf hatte sie Parrishs Gabel im Mund, weil er sie anfing zu füttern. Sie lachte, als sie die Portion runtergeschluckt hatte. „Ich bin zwar jünger, aber so jung auch wieder nicht.“
„Dann darfst du mich jetzt auch füttern.“ Er öffnete etwas den Mund.

Lydia rollte etwas auf ihre Gabel und schob sie ihm in den Mund. Normalerweise hätte sie in so einer Situation die Initiative ergriffen und ihn geküsst, aber dieses Mal wollte sie es richtig machen.
So beendeten sie das Essen, indem sie sich gegenseitig fütterten, dabei lachten und redeten. Sie saß solange auf seiner Couch, bis die Kerze fast gänzlich abgebrannt war.
Mittlerweile hatte sie sich gemeinsam zurückgelehnt, Lydia hatte sich an Parrish gelehnt und sie spielten mit ihren Fingern. „Das war wirklich schön“, meinte Lydia dann.

„Schön genug, um es zu wiederholen?“
Lydia nickte direkt. „Aber das nächste Mal von vorne bis hinten ein richtiges Date. Du holst mich ab, wir gehen Essen, wir schauen uns irgendeinen romantischen Film an und du bringst mich wieder nach Hause.“
Parrish fing an zu lachen, woraufhin Lydia nur irritiert die Augenbrauen zusammen zog. „Was ist so lustig?“
„Das war das erste Mal, dass ich heute gemerkt habe, dass du doch noch jünger bist“, gab er immer noch lachend zu. Aber das störte ihn kein bisschen. Es war irgendwie süß. „Ich kann dich jetzt auch noch nach Hause fahren?“, bot er aber direkt hinterher an, weil er merkte, dass Lydia das wohl nicht gerne gehört hatte.
Sie schüttelte direkt den Kopf und stand dann auf. „Ich bin mit meinem eigenen Auto, vielen Dank.“ Sie machte sich auf den Weg zur Tür und Parrish eilte ihr sofort hinterher.

„Warte, Lydia, ich meinte das nicht so. Ich finde es süß und ich habe absolut nichts gegen ein solches Date einzuwenden. Wenn ich ehrlich bin hatte ich nie so ein Date, was bis vorne bis hinten perfekt war.“
„Du hast noch nie eine Person abgeholt und wieder zurück nach Hause gebracht?“ Sie fand es merkwürdig.
„Natürlich, aber es war nicht perfekt.“
Lydia zeigte sich noch immer wenig beeindruckt. „Und wieso denkst du, dass unseres dann perfekt wird?“
Parrish lächelte liebevoll. „Weil du meine Begleiterin bist“, erwiderte er und beugte sich zu ihr herunter, um sie zu küssen.

Lydia lehnte sich in den Kuss hinein und ließ ihn nur ungerne wieder gehen, als Parrish sich löste. Am liebsten hätte sie noch mehr davon gekostet, aber es war schon spät. So nickte sie nur noch verträumt, als sie die Tür öffnete.
„Es war wirklich schön“, sagte sie nochmal. Sie ergriff noch einmal seine Hand. „Und noch einmal danke für alles, Jordan.“
„Immer gerne, Lydia. Ich bin dann am Samstag um 7 Uhr bei dir.“
„Kling prima“, lächelte sie. „Und beim dritten Date kannst du mir dann dein Schlafzimmer zeigen.“ Sie lächelte verschmitzt und drehte sich dann auf den Absatz kehrt.

Date: 2014-09-04 07:56 pm (UTC)
From: [identity profile] rolly-chan.livejournal.com
Aww, das ist so süß <3

Bin ich also nicht die einzige, die an Parrish/Lydia gedacht hat *g*
Parrish ist hier so lieb, genau wie in der Serie. Und das mit Allison hat gut reingepasst, finde ich. *sniff*
Ich kann mir echt gut vorstellen, wie Lydia versucht hat, mit Allison zu reden. Sie wirkt in der Serie manchmal so verzweifelt und ich will sie permanent kuscheln ;A; Wie gut, dass Parrish das hier erledigt.

Find ich toll! Wenn du mehr zu den beiden schreibst, würd ichs nur zu gern lesen :D

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