H/C - "Tut es sehr weh?" (für mich)
Aug. 26th, 2014 05:11 pmTeam: Erato
Challenge: H/C - "Tut es sehr weh?" (für mich)
Titel: Nachtwache
Fandom: Teen Wolf
Charaktere: Liam, Scott (am Rande Kira)
Wörter: 1160
Warnung: Spoiler für Staffel 4, aber eher nur die Charaktere, nichts spezifisches.
A/N: Teil 2 hierzu.
Liam blieb die ganze Nacht bei Scott. Nachdem er seine Eltern angerufen hatte, dass er bei Mason übernachte und auch seinen Freund vorgewarnt hatte, damit er Bescheid wusste, hatte er es sich auf einen Stuhl in Scotts Zimmer bequem gemacht.
Mrs. McCall hatte Nachtschicht, wenn Liam es richtig verstanden hatte und die Andere waren, bis auf Kira, auch schon nach Hause verschwunden. Selbst Deaton, der Arzt, war gegangen. Man hatte ihn ebenfalls überreden wollen, zu gehen, da er sowieso nichts tun konnte, aber nachdem er allen seine spitzen Zähne und Krallen gezeigt hatte, hatten sie es aufgegeben, ihn überzeugen zu wollen.
Liam hatte es ernst gemeint. Sein Platz war an Scotts Seite und deshalb würde er hier bleiben. Wenn es nötig war, die ganze Nacht, um auf ihn aufzupassen.
Scott war am Schlafen. Sein ganzer Körper war mit Verbänden zugekleistert und es versetzte Liam immer noch einen Stich, wenn er daran dachte, dass er ihm hätte helfen können. Es hätte gar nicht so weit kommen müssen.
Scott wäre fast gestorben, er war schwer verletzt und selbst er bräuchte vermutlich einige Zeit, um vollkommen zu heilen. Es machte Liam Angst, aber nicht in der Art, wie es früher gewesen wäre. Noch vor einigen Stunden hätte er sich gefürchtet, dass es ihm passieren könnte. Alle Anderen waren so viel stärker, was sollte er also dann hier? Aber jetzt?
Jetzt hatte er einfach nur Angst, Scott zu verlieren. Dieses Gefühl, dass er für ganz kurz gespürt hatte, war zu viel gewesen. Er hatte gemerkt, wie es war, wenn er seinem Alpha verlieren würde und das wollte er nicht noch einmal durchleben. Es war ihm gleich, was mit ihm geschah, solange er sicher stellen konnte, dass Scott in Sicherheit war.
Als Scott sich leicht regte, sprang Liam sofort auf, und kniete sich neben das Bett.
Irgendetwas sagte ihm, dass er so nah wie möglich bei ihm sein musste. Vielleicht war es aber auch nur ein unbändiges Verlangen von ihm. So nah bei ihm zu sein, damit er sicher sein konnte, dass es ihm gut ging.
Scott wachte nicht auf, zumindest nicht für die nächste halbe Stunde. Kira war gerade unten, um für sie beide Tee zu machen, als der Alpha seine Augen aufschlug.
Orientierungslos schaute er sich um und schien zu realisieren, wo er sich befand. Daraufhin sah er Liam aber nur verwirrt an. „Was tust du hier?“
„Ich wollte nur sichergehen, dass du wieder gesund wirst.“
Ein leichtes Lächeln legte sich auf Scotts Lippen. Dieses verständnisvolle Lächeln, das er immer benutzte, wenn Liam sich verloren und einsam fühlte. Wenn er dachte, dass es nie wieder gut werden würde und dann kam Scott McCall, der ihm sagte, dass er es schaffen könnte, dass sie es gemeinsam durchstehen konnten.
„Ich heile, keine Sorge.“ Scott versuchte sich etwas aufzurichten, aber er stöhnte leicht auf und fasste sich an die Brust. „Wohl etwas langsamer als gedacht, aber ich heile“, setzte er noch nach. Er ließ sich wieder zurück in die Kissen sinken.
„Tut es sehr weh?“, fragte Liam direkt nach. Vorsichtig streckte er seine Hand aus, aber zog sie wieder zurück. Im Wald war es einfach über ihn gekommen, aber da war Scott auch bewusstlos gewesen. Er hätte nichts dagegen sagen können. Liam hatte einfach Angst, dass Scott es nicht wollte, wenn er ihn berührte.
Scott nickte leicht. „Aber das geht vorbei“, versicherte er Liam und suchte nach dessen Hand. Liam schaute erst auf Scotts Hand und dann in seine Augen. „Du musst dich nicht schuldig fühlen, Liam. Es ist alles gut.“
Liam konnte nur mit den Kopf schütteln. „Ich hätte da sein sollen. Ich hätte helfen müssen.“
„Du musst gar nichts“, meinte Scott sofort. „Ich habe dir etwas aufgebürdet, in das du kein Stimmrecht hattest. Es gab keinen anderen Weg, um dich zu retten, es tut mir leid, aber das bedeutet nicht, dass du jetzt für mich kämpfen musst. Es bedeutet gar nichts. Ich werde dir helfen, wenn du meine Hilfe brauchst, aber du musst nichts für mich tun, nicht nachdem ich dein Leben vollkommen verändert habe.“ Scott machte eine kurze Pause. „Du musst dich zu nichts verpflichtet fühlen, besonders nicht, wenn du Angst hast.“
„Ich hatte Angst … ich habe Angst“, gestand Liam leise.
„Dann bleib zu Hause. Niemand machte dir Vorwürfe und besonders nicht ich. Ich kann dich gut verstehen. Ich sehe viel von mir in dir.“
Liam schüttelte nur den Kopf. „Ich habe immer noch Angst … um dich!“ Er drückte Scotts Hand etwas fester und ganz automatisch nahm er etwas von seinen Schmerz.
„Mir wird nichts passieren, Liam. Ich bin ein Alpha und ich habe Freunde, die auf mich aufpassen.“
„Darf ich auch einer von denen sein?“
Scott lächelte und nickte sofort. „Das würde mir gefallen.“
Auch Liam brachte ein kleines Lächeln zustande. Er fühlte sich etwas besser, er fühlte sich irgendwie akzeptiert. Wieder nahm er etwas von Scotts Schmerz.
„Hör auf damit“, sagte dieser aber dann sanft.
„Wieso?“ Liam fühlte sich fast so, als ob Scott ihn geschlagen hätte, obwohl dieser es vollkommen sanft und liebevoll gesagt hatte. Dennoch fühlte er plötzlich wieder eine Art der Zurückweisung.
„Weil ich weiß, dass es dir auch weh tut und das möchte ich nicht. Bei Menschen oder Tieren spürt man es kaum, aber wenn jemand schwere Verletzungen hat, spürt man es deutlich, ich weiß es. Und ich möchte nicht, dass du meinen Schmerz teilst, wenn es dir dadurch schlecht geht.“
„Ich spüre es kaum, wirklich nicht. Ich möchte dir nur irgendwie helfen und ich weiß sonst nicht, was ich tun soll.“
„Bleib einfach hier. Nähe kann in einem Rudel schon genügen. Auch wenn ich es nie zugegeben hätte, ich habe mich immer besser gefühlt, wenn Derek in meiner Nähe war, obwohl wir nicht einmal offiziell in demselben Rudel waren. Du hingegen könntest nicht mehr zu mir gehören.“ Scott rutschte etwas zur Seite, um Liam Platz zu machen.
Dieser blickte noch etwas unsicher auf den freien Platz neben Scott. Er wusste, wie es gemeint war, nicht so, wie jeder Andere es interpretieren würde. Es gehörte jetzt zu ihm, durch das Werwolf sein. Dennoch war er nicht ganz sicher, ob es angebracht war. „Was ist mir Kira?“, fragte Liam also noch schnell.
„Das Bett ist groß genug“, meinte Scott nur daraufhin. „Also leg dich hin. Du sollst nicht die ganze Nacht auf dem Fußboden schlafen. Was wäre ich denn für ein Alpha, wenn ich das zulassen würde?“
Schließlich krabbelte Liam auf das Bett. Die Stelle war warm, weil Scott da gelegen hatte, außerdem roch es überall nach ihm. Er kuschelte sich an die Schulter von Scott und schloss die Augen.
Genau in dem Moment öffnete sich die Tür und Liam schreckte hoch. Was Kira wohl dazu sagen würde? Aber diese lächelte Scott nur an und gab ihm einen Kuss auf die Wange, während sie sich auf die andere Seite legte.
Liam beruhigte sich wieder und griff nach Scotts Hand.
„Wenn du mich fragst, bist du der beste Alpha, den es nur gibt“, flüsterte er noch leise.
Challenge: H/C - "Tut es sehr weh?" (für mich)
Titel: Nachtwache
Fandom: Teen Wolf
Charaktere: Liam, Scott (am Rande Kira)
Wörter: 1160
Warnung: Spoiler für Staffel 4, aber eher nur die Charaktere, nichts spezifisches.
A/N: Teil 2 hierzu.
Liam blieb die ganze Nacht bei Scott. Nachdem er seine Eltern angerufen hatte, dass er bei Mason übernachte und auch seinen Freund vorgewarnt hatte, damit er Bescheid wusste, hatte er es sich auf einen Stuhl in Scotts Zimmer bequem gemacht.
Mrs. McCall hatte Nachtschicht, wenn Liam es richtig verstanden hatte und die Andere waren, bis auf Kira, auch schon nach Hause verschwunden. Selbst Deaton, der Arzt, war gegangen. Man hatte ihn ebenfalls überreden wollen, zu gehen, da er sowieso nichts tun konnte, aber nachdem er allen seine spitzen Zähne und Krallen gezeigt hatte, hatten sie es aufgegeben, ihn überzeugen zu wollen.
Liam hatte es ernst gemeint. Sein Platz war an Scotts Seite und deshalb würde er hier bleiben. Wenn es nötig war, die ganze Nacht, um auf ihn aufzupassen.
Scott war am Schlafen. Sein ganzer Körper war mit Verbänden zugekleistert und es versetzte Liam immer noch einen Stich, wenn er daran dachte, dass er ihm hätte helfen können. Es hätte gar nicht so weit kommen müssen.
Scott wäre fast gestorben, er war schwer verletzt und selbst er bräuchte vermutlich einige Zeit, um vollkommen zu heilen. Es machte Liam Angst, aber nicht in der Art, wie es früher gewesen wäre. Noch vor einigen Stunden hätte er sich gefürchtet, dass es ihm passieren könnte. Alle Anderen waren so viel stärker, was sollte er also dann hier? Aber jetzt?
Jetzt hatte er einfach nur Angst, Scott zu verlieren. Dieses Gefühl, dass er für ganz kurz gespürt hatte, war zu viel gewesen. Er hatte gemerkt, wie es war, wenn er seinem Alpha verlieren würde und das wollte er nicht noch einmal durchleben. Es war ihm gleich, was mit ihm geschah, solange er sicher stellen konnte, dass Scott in Sicherheit war.
Als Scott sich leicht regte, sprang Liam sofort auf, und kniete sich neben das Bett.
Irgendetwas sagte ihm, dass er so nah wie möglich bei ihm sein musste. Vielleicht war es aber auch nur ein unbändiges Verlangen von ihm. So nah bei ihm zu sein, damit er sicher sein konnte, dass es ihm gut ging.
Scott wachte nicht auf, zumindest nicht für die nächste halbe Stunde. Kira war gerade unten, um für sie beide Tee zu machen, als der Alpha seine Augen aufschlug.
Orientierungslos schaute er sich um und schien zu realisieren, wo er sich befand. Daraufhin sah er Liam aber nur verwirrt an. „Was tust du hier?“
„Ich wollte nur sichergehen, dass du wieder gesund wirst.“
Ein leichtes Lächeln legte sich auf Scotts Lippen. Dieses verständnisvolle Lächeln, das er immer benutzte, wenn Liam sich verloren und einsam fühlte. Wenn er dachte, dass es nie wieder gut werden würde und dann kam Scott McCall, der ihm sagte, dass er es schaffen könnte, dass sie es gemeinsam durchstehen konnten.
„Ich heile, keine Sorge.“ Scott versuchte sich etwas aufzurichten, aber er stöhnte leicht auf und fasste sich an die Brust. „Wohl etwas langsamer als gedacht, aber ich heile“, setzte er noch nach. Er ließ sich wieder zurück in die Kissen sinken.
„Tut es sehr weh?“, fragte Liam direkt nach. Vorsichtig streckte er seine Hand aus, aber zog sie wieder zurück. Im Wald war es einfach über ihn gekommen, aber da war Scott auch bewusstlos gewesen. Er hätte nichts dagegen sagen können. Liam hatte einfach Angst, dass Scott es nicht wollte, wenn er ihn berührte.
Scott nickte leicht. „Aber das geht vorbei“, versicherte er Liam und suchte nach dessen Hand. Liam schaute erst auf Scotts Hand und dann in seine Augen. „Du musst dich nicht schuldig fühlen, Liam. Es ist alles gut.“
Liam konnte nur mit den Kopf schütteln. „Ich hätte da sein sollen. Ich hätte helfen müssen.“
„Du musst gar nichts“, meinte Scott sofort. „Ich habe dir etwas aufgebürdet, in das du kein Stimmrecht hattest. Es gab keinen anderen Weg, um dich zu retten, es tut mir leid, aber das bedeutet nicht, dass du jetzt für mich kämpfen musst. Es bedeutet gar nichts. Ich werde dir helfen, wenn du meine Hilfe brauchst, aber du musst nichts für mich tun, nicht nachdem ich dein Leben vollkommen verändert habe.“ Scott machte eine kurze Pause. „Du musst dich zu nichts verpflichtet fühlen, besonders nicht, wenn du Angst hast.“
„Ich hatte Angst … ich habe Angst“, gestand Liam leise.
„Dann bleib zu Hause. Niemand machte dir Vorwürfe und besonders nicht ich. Ich kann dich gut verstehen. Ich sehe viel von mir in dir.“
Liam schüttelte nur den Kopf. „Ich habe immer noch Angst … um dich!“ Er drückte Scotts Hand etwas fester und ganz automatisch nahm er etwas von seinen Schmerz.
„Mir wird nichts passieren, Liam. Ich bin ein Alpha und ich habe Freunde, die auf mich aufpassen.“
„Darf ich auch einer von denen sein?“
Scott lächelte und nickte sofort. „Das würde mir gefallen.“
Auch Liam brachte ein kleines Lächeln zustande. Er fühlte sich etwas besser, er fühlte sich irgendwie akzeptiert. Wieder nahm er etwas von Scotts Schmerz.
„Hör auf damit“, sagte dieser aber dann sanft.
„Wieso?“ Liam fühlte sich fast so, als ob Scott ihn geschlagen hätte, obwohl dieser es vollkommen sanft und liebevoll gesagt hatte. Dennoch fühlte er plötzlich wieder eine Art der Zurückweisung.
„Weil ich weiß, dass es dir auch weh tut und das möchte ich nicht. Bei Menschen oder Tieren spürt man es kaum, aber wenn jemand schwere Verletzungen hat, spürt man es deutlich, ich weiß es. Und ich möchte nicht, dass du meinen Schmerz teilst, wenn es dir dadurch schlecht geht.“
„Ich spüre es kaum, wirklich nicht. Ich möchte dir nur irgendwie helfen und ich weiß sonst nicht, was ich tun soll.“
„Bleib einfach hier. Nähe kann in einem Rudel schon genügen. Auch wenn ich es nie zugegeben hätte, ich habe mich immer besser gefühlt, wenn Derek in meiner Nähe war, obwohl wir nicht einmal offiziell in demselben Rudel waren. Du hingegen könntest nicht mehr zu mir gehören.“ Scott rutschte etwas zur Seite, um Liam Platz zu machen.
Dieser blickte noch etwas unsicher auf den freien Platz neben Scott. Er wusste, wie es gemeint war, nicht so, wie jeder Andere es interpretieren würde. Es gehörte jetzt zu ihm, durch das Werwolf sein. Dennoch war er nicht ganz sicher, ob es angebracht war. „Was ist mir Kira?“, fragte Liam also noch schnell.
„Das Bett ist groß genug“, meinte Scott nur daraufhin. „Also leg dich hin. Du sollst nicht die ganze Nacht auf dem Fußboden schlafen. Was wäre ich denn für ein Alpha, wenn ich das zulassen würde?“
Schließlich krabbelte Liam auf das Bett. Die Stelle war warm, weil Scott da gelegen hatte, außerdem roch es überall nach ihm. Er kuschelte sich an die Schulter von Scott und schloss die Augen.
Genau in dem Moment öffnete sich die Tür und Liam schreckte hoch. Was Kira wohl dazu sagen würde? Aber diese lächelte Scott nur an und gab ihm einen Kuss auf die Wange, während sie sich auf die andere Seite legte.
Liam beruhigte sich wieder und griff nach Scotts Hand.
„Wenn du mich fragst, bist du der beste Alpha, den es nur gibt“, flüsterte er noch leise.