Angst - Totgeglaubt (für mich)
Aug. 25th, 2014 03:31 pmTeam: Erato
Challenge: Angst - Totgeglaubt(für mich)
Titel: Zu feige
Fandom: Teen Wolf
Charaktere: Liam, Scott (am Rande Lydia, Kira, Derek)
Wörter: 1400
Warnung: Spoiler für Staffel 4, aber eher nur die Charaktere, nichts spezifisches.
A/N: Ich wollte schon länger mal etwas zu den Beiden schreiben, weil es bei mir mit ihnen sofortige Liebe war. Ich liebe sie einfach zusammen und ich weiß, dass das jetzt eine der fiesesten Arten ist, sie zusammen in einer Geschichte unterzubringen, aber da kommt bestimmt auch noch schönere Sachen von denen von mir.
Er rannte so schnell ihn seine Füße trugen. Die Bäume zogen an ihm vorbei, als wären es nur Trugbilder, die sein Verstand kurz wahrnahm, bis er wieder in der Realität landete. Er biss sich auf die Lippe und legte noch einen Zahn zu.
Er wusste nicht einmal genau, wohin er genau lief. Vielmehr ließ er sich von seinen Instinkten leiten. Instinkte, auf die er schon viel früher hätte hören sollen. Ein kalter Schauer lief ihm über den Rücken bei dem Gedanken, dass er vielleicht zu spät kommen könnte.
Liam hatte sie bewundert. Nicht nur Scott, sondern auch alle Anderen. Er hatte zu ihnen aufgesehen, war so verblüfft gewesen, wie viel sie für diese Stadt taten, ohne auch nur irgendetwas dafür zu verlangen. Sie kämpften Tag um Tag und nicht einer schreckte zurück. Nicht einer hatte Angst.
Außer er. Er hatte sich verkrochen. Er hatte Albträume von den Berserkern. Er fürchtete sich vor dem nächsten Kampf.
Und Scott? Scott hatte es verstanden und ihm gesagt, er solle zu Hause bleiben. Scott würde niemanden zwingen, an seiner Seite zu kämpfen. Niemals!
Und dennoch taten es alle, ohne Fragen zu stellen folgten sie ihn.
Liam hätte es auch tun sollen. Er hätte sein Angst verdrängen und auf sein Gefühl hören sollen. Sie brauchten ihn. Scott konnte im Moment jeden Kämpfer brauchen. Jeden Einzelnen. Besonders heute, besonders an einem Tag, an dem Liam das Bedürfnis hatte, mit ihm zu gehen, es aber nicht getan hatte und nur weil er sich fürchtete. Alles in ihm hatte geschrien, dass er Scott begleiten sollte. Ein merkwürdiges Gefühl hatte ihn erfasst, aber er war zu feige gewesen.
Jedoch wurde dieses Gefühl immer schlimmer, je länger er alleine im Dunkeln auf seinem Bett gesessen hatte. Eine innere Unruhe hatte ihn befallen, etwas, was sich Liam nicht so recht erklären konnte.
Es hatte schließlich dazu geführt, dass er losgerannt war. Und seitdem war es nur noch schlimmer geworden. Irgendetwas war passiert. Irgendetwas war mit Scott.
Liams Innereien zogen sich schmerzlich zusammen und er hatte solche Angst, wie er sie noch nie verspürt hatte. Die Albträume waren nichts im Vergleich. Die Angst, im Kampf vielleicht getötet oder verletzt zu werden, war wie ein laues Lüftchen dagegen. Ein Sturm prasselte auf ihn ein und Liam hatte das Gefühl, den Boden unter den Füßen zu verlieren.
Er musste zu Scott. Das war sein einziger Gedanke!
Er rannte und rannte und rannte, bis ein Geräusch ihn stoppen ließ. Ein Brüllen hallte durch den Wald, ein schmerzhaftes Jaulen, das Liam direkt ins Herz traf. Schwer atmend sank er auf die Knie.
„Nein“, hauchte er. Er wusste nicht mal so recht, was es zu bedeuten hatte. Er wusste nur, dass er plötzlich das Gefühl hatte, Scott für immer verloren zu haben. Tränen sammelten sich in seinen Augen. Er war zu feige gewesen und nun war er zu spät. Er wollte wieder losrennen, aber was hatte es für einen Sinn?
Scott war fort.
Seine Finger krallten sich in die nasse Erde, seinen Kopf ließ er hängen. Die Tränen fielen auf seine Hände und er wusste nicht mehr, was er noch tun sollte. Was sollte er ohne Scott tun? Er hatte ihm immer gesagt, wie er mit all dem umgehen sollte, was es zu bedeuten hatte, wenn er sich merkwürdig fühlte. Hatte ihm gezeigt, wie er diese Kraft unter Kontrolle bringen konnte.
Und jetzt war er nicht da und Liam fühlte nur noch eine tiefe Leere in sich. Er hatte schon vorher Menschen verloren, die ihm etwas bedeutet hatten, aber das war anders. Er hatte das Gefühl, ein Teil von sich ebenfalls verloren zu haben.
Liam war gebrochen. Er konnte sich nicht mehr bewegen. Er war taub und leer.
Und plötzlich riss er seinen Kopf in den Nacken und schickte ein Heulen durch den Wald. Seine Augen färbten sich gelb, als er den Mond betrachtete. Immer noch von Tränen gefüllt, schloss er sie wieder. Der Schmerz, der in seiner Stimme lag, hallte an den Bäumen wieder und Liam hatte das Gefühl, dass er direkt zu ihm zurückkam.
Aber da war auch noch etwas Anderes. Er hörte Stimmen, Herzschläge. Nun, da er sich verwandelt hatte, prasselten alle Geräusche aus der Umgebung auf ihn ein. Sie waren nicht weit entfernt.
Liam wusste nicht wie, aber irgendwie hatte er es wieder auf seine Beine geschafft und war weiter gegangen. Es war mehr aus Trance, als aus freiem Wille.
Das Erste, was er bemerkte war die Trauer, die die Lichtung befallen hatte. Lydia stand abseits. Ihr Gesicht war tränenverschmiert. Kira hockte am Boden neben einem völlig bewegungslosen Körper. Das leise Schluchzen konnte er so genau hören, als wäre es sein Eigenes.
Er wollte nicht weitergehen. Er wollte ihn nicht sehen, aber seine Füße trugen ihn von ganz allein. Derek, der etwas abseits stand, beobachtete ihn interessiert.
Liam ließ sich fallen. Scott war übersät von Wunden. Er hatte noch nie in seinem Leben so viel Blut gesehen. Er hatte fast das Bedürfnis, sich zu übergeben, aber stattdessen schüttelte er nur den Kopf. Er hätte hier sein müssen. Er hätte helfen müssen.
„Liam, was tust du hier?“ Es war Kira.
Liam mochte Kira, aber dennoch antwortete er nicht auf ihre Frage, stattdessen sagte er etwas anderes, was ihn selber überraschte. „Er lebt noch.“ Seine Stimme klang so ungläubig, dass er sich selber fragte, wie er darauf kam, bis er bemerkte, dass Scotts Herz noch schlug. Ganz langsam und schwach, aber es schlug noch.
„Scott?“ Er griff direkt nach seiner Hand. „Scott, hörst du mich?“
Kira sah ihn nur fassungslos an, Derek hingegen kam einen Schritt näher und hatte seinen Blick auf Scott geheftet.
Scott allerdings reagierte in keinster Weise. Er blieb so bewegungslos liegen wie zuvor. Er schien tot, wie sie alle gedacht hatten. Liam schüttelte nur den Kopf. Scott konnte ihm jetzt nicht die letzte Hoffnung nehmen, die Liam noch hatte. Er durfte jetzt nicht so einfach sterben.
„Es tut mir leid, dass ich nicht mitgekommen bin. Ich hätte hier sein sollen. Ich hätte an deiner Seite sein sollen. Ich war feige und habe mich verkrochen, dabei gehöre ich dir.“ Liam dachte nicht groß darüber nach, was er sagte, er ließ einfach seine Gefühle sprechen. „Seit du mir erklärt hast, was ich bin, was du getan hast, war in kein einziges Mal sauer auf dich. Ich hätte allen Grund dazu gehabt, du hast mir selber gesagt, dass ich wütend sein darf, aber ich war es nie. Es hat sich einfach nur richtig angefühlt. Ich wusste, dass es so sein sollte und ich wusste, dass ich an deine Seite gehöre. Es tut mir leid, dass ich dich alleine gelassen habe. Es tut mir so leid.“
Liams Blick war auf Scott gerichtet. Nichts Anderes nahm er war. Nur ein leises „Hilf ihm.“ Es kam von Derek, aber Liam schenkte ihm keine Beachtung. Er wusste nicht einmal, was Derek meinte und dennoch schien sein Körper es zu wissen. Ohne darüber nachzudenken, half er Scott.
Liam keuchte auf, als der Schmerz durch seine Adern fuhr. Es war so viel und überwältigend, dass er vor Schreck beinahe wieder Scotts Hand losgelassen hätte, aber er bemerkte, wie dieser anfing, gleichmäßiger zu atmen, also hielt er ihn fest. Er ließ ihn nicht los, klammerte sich regelrecht an dessen Hand, denn es war das Einzige, das er tun konnte, um seinem Alpha zu helfen.
Mit jeder Sekunde atmete Liam heftiger und er spürte eine Hand auf seiner Schulter. Es fiel ihm schwer, aber er riss sich von Scott los.
„Genug“, meinte Derek nur. „Es ist sonst zu viel für dich.“
Nur widerwillig stoppte Liam die Behandlung. Scott hatte noch viel mehr verdient, als Liam ihm geben konnte. Aber anscheinend hatte es soweit gereicht, dass Scott wieder aufwachte. Seine Lider flackerten und seine Augen öffneten sich. Sofort hefteten sie sich auf ihn, diese klaren leuchtenden Augen.
„Liam?“, fragte Scott überrascht, aber so heiser und kraftlos, wie Liam ihn noch nie gehört hatte.
Es ließ etwas in ihn zerbrechen und bevor er sich versah, hatte er sich vorsichtig auf Scott gelegt und weinte. „Es tut mir leid“, wiederholte er immer und immer wieder.
Selbst als die Hand von Scott auf seinem Kopf lag, hörte Liam damit nicht auf.
„Ich werde nie wieder zu Hause bleiben“, versprach er seinem Alpha und er meinte jedes Wort todernst. Von nun an würde er Scott nicht mehr von der Seite weichen, denn das war Liams Platz.
Der Beta, der seinen Alpha beschützte.
Challenge: Angst - Totgeglaubt(für mich)
Titel: Zu feige
Fandom: Teen Wolf
Charaktere: Liam, Scott (am Rande Lydia, Kira, Derek)
Wörter: 1400
Warnung: Spoiler für Staffel 4, aber eher nur die Charaktere, nichts spezifisches.
A/N: Ich wollte schon länger mal etwas zu den Beiden schreiben, weil es bei mir mit ihnen sofortige Liebe war. Ich liebe sie einfach zusammen und ich weiß, dass das jetzt eine der fiesesten Arten ist, sie zusammen in einer Geschichte unterzubringen, aber da kommt bestimmt auch noch schönere Sachen von denen von mir.
Er rannte so schnell ihn seine Füße trugen. Die Bäume zogen an ihm vorbei, als wären es nur Trugbilder, die sein Verstand kurz wahrnahm, bis er wieder in der Realität landete. Er biss sich auf die Lippe und legte noch einen Zahn zu.
Er wusste nicht einmal genau, wohin er genau lief. Vielmehr ließ er sich von seinen Instinkten leiten. Instinkte, auf die er schon viel früher hätte hören sollen. Ein kalter Schauer lief ihm über den Rücken bei dem Gedanken, dass er vielleicht zu spät kommen könnte.
Liam hatte sie bewundert. Nicht nur Scott, sondern auch alle Anderen. Er hatte zu ihnen aufgesehen, war so verblüfft gewesen, wie viel sie für diese Stadt taten, ohne auch nur irgendetwas dafür zu verlangen. Sie kämpften Tag um Tag und nicht einer schreckte zurück. Nicht einer hatte Angst.
Außer er. Er hatte sich verkrochen. Er hatte Albträume von den Berserkern. Er fürchtete sich vor dem nächsten Kampf.
Und Scott? Scott hatte es verstanden und ihm gesagt, er solle zu Hause bleiben. Scott würde niemanden zwingen, an seiner Seite zu kämpfen. Niemals!
Und dennoch taten es alle, ohne Fragen zu stellen folgten sie ihn.
Liam hätte es auch tun sollen. Er hätte sein Angst verdrängen und auf sein Gefühl hören sollen. Sie brauchten ihn. Scott konnte im Moment jeden Kämpfer brauchen. Jeden Einzelnen. Besonders heute, besonders an einem Tag, an dem Liam das Bedürfnis hatte, mit ihm zu gehen, es aber nicht getan hatte und nur weil er sich fürchtete. Alles in ihm hatte geschrien, dass er Scott begleiten sollte. Ein merkwürdiges Gefühl hatte ihn erfasst, aber er war zu feige gewesen.
Jedoch wurde dieses Gefühl immer schlimmer, je länger er alleine im Dunkeln auf seinem Bett gesessen hatte. Eine innere Unruhe hatte ihn befallen, etwas, was sich Liam nicht so recht erklären konnte.
Es hatte schließlich dazu geführt, dass er losgerannt war. Und seitdem war es nur noch schlimmer geworden. Irgendetwas war passiert. Irgendetwas war mit Scott.
Liams Innereien zogen sich schmerzlich zusammen und er hatte solche Angst, wie er sie noch nie verspürt hatte. Die Albträume waren nichts im Vergleich. Die Angst, im Kampf vielleicht getötet oder verletzt zu werden, war wie ein laues Lüftchen dagegen. Ein Sturm prasselte auf ihn ein und Liam hatte das Gefühl, den Boden unter den Füßen zu verlieren.
Er musste zu Scott. Das war sein einziger Gedanke!
Er rannte und rannte und rannte, bis ein Geräusch ihn stoppen ließ. Ein Brüllen hallte durch den Wald, ein schmerzhaftes Jaulen, das Liam direkt ins Herz traf. Schwer atmend sank er auf die Knie.
„Nein“, hauchte er. Er wusste nicht mal so recht, was es zu bedeuten hatte. Er wusste nur, dass er plötzlich das Gefühl hatte, Scott für immer verloren zu haben. Tränen sammelten sich in seinen Augen. Er war zu feige gewesen und nun war er zu spät. Er wollte wieder losrennen, aber was hatte es für einen Sinn?
Scott war fort.
Seine Finger krallten sich in die nasse Erde, seinen Kopf ließ er hängen. Die Tränen fielen auf seine Hände und er wusste nicht mehr, was er noch tun sollte. Was sollte er ohne Scott tun? Er hatte ihm immer gesagt, wie er mit all dem umgehen sollte, was es zu bedeuten hatte, wenn er sich merkwürdig fühlte. Hatte ihm gezeigt, wie er diese Kraft unter Kontrolle bringen konnte.
Und jetzt war er nicht da und Liam fühlte nur noch eine tiefe Leere in sich. Er hatte schon vorher Menschen verloren, die ihm etwas bedeutet hatten, aber das war anders. Er hatte das Gefühl, ein Teil von sich ebenfalls verloren zu haben.
Liam war gebrochen. Er konnte sich nicht mehr bewegen. Er war taub und leer.
Und plötzlich riss er seinen Kopf in den Nacken und schickte ein Heulen durch den Wald. Seine Augen färbten sich gelb, als er den Mond betrachtete. Immer noch von Tränen gefüllt, schloss er sie wieder. Der Schmerz, der in seiner Stimme lag, hallte an den Bäumen wieder und Liam hatte das Gefühl, dass er direkt zu ihm zurückkam.
Aber da war auch noch etwas Anderes. Er hörte Stimmen, Herzschläge. Nun, da er sich verwandelt hatte, prasselten alle Geräusche aus der Umgebung auf ihn ein. Sie waren nicht weit entfernt.
Liam wusste nicht wie, aber irgendwie hatte er es wieder auf seine Beine geschafft und war weiter gegangen. Es war mehr aus Trance, als aus freiem Wille.
Das Erste, was er bemerkte war die Trauer, die die Lichtung befallen hatte. Lydia stand abseits. Ihr Gesicht war tränenverschmiert. Kira hockte am Boden neben einem völlig bewegungslosen Körper. Das leise Schluchzen konnte er so genau hören, als wäre es sein Eigenes.
Er wollte nicht weitergehen. Er wollte ihn nicht sehen, aber seine Füße trugen ihn von ganz allein. Derek, der etwas abseits stand, beobachtete ihn interessiert.
Liam ließ sich fallen. Scott war übersät von Wunden. Er hatte noch nie in seinem Leben so viel Blut gesehen. Er hatte fast das Bedürfnis, sich zu übergeben, aber stattdessen schüttelte er nur den Kopf. Er hätte hier sein müssen. Er hätte helfen müssen.
„Liam, was tust du hier?“ Es war Kira.
Liam mochte Kira, aber dennoch antwortete er nicht auf ihre Frage, stattdessen sagte er etwas anderes, was ihn selber überraschte. „Er lebt noch.“ Seine Stimme klang so ungläubig, dass er sich selber fragte, wie er darauf kam, bis er bemerkte, dass Scotts Herz noch schlug. Ganz langsam und schwach, aber es schlug noch.
„Scott?“ Er griff direkt nach seiner Hand. „Scott, hörst du mich?“
Kira sah ihn nur fassungslos an, Derek hingegen kam einen Schritt näher und hatte seinen Blick auf Scott geheftet.
Scott allerdings reagierte in keinster Weise. Er blieb so bewegungslos liegen wie zuvor. Er schien tot, wie sie alle gedacht hatten. Liam schüttelte nur den Kopf. Scott konnte ihm jetzt nicht die letzte Hoffnung nehmen, die Liam noch hatte. Er durfte jetzt nicht so einfach sterben.
„Es tut mir leid, dass ich nicht mitgekommen bin. Ich hätte hier sein sollen. Ich hätte an deiner Seite sein sollen. Ich war feige und habe mich verkrochen, dabei gehöre ich dir.“ Liam dachte nicht groß darüber nach, was er sagte, er ließ einfach seine Gefühle sprechen. „Seit du mir erklärt hast, was ich bin, was du getan hast, war in kein einziges Mal sauer auf dich. Ich hätte allen Grund dazu gehabt, du hast mir selber gesagt, dass ich wütend sein darf, aber ich war es nie. Es hat sich einfach nur richtig angefühlt. Ich wusste, dass es so sein sollte und ich wusste, dass ich an deine Seite gehöre. Es tut mir leid, dass ich dich alleine gelassen habe. Es tut mir so leid.“
Liams Blick war auf Scott gerichtet. Nichts Anderes nahm er war. Nur ein leises „Hilf ihm.“ Es kam von Derek, aber Liam schenkte ihm keine Beachtung. Er wusste nicht einmal, was Derek meinte und dennoch schien sein Körper es zu wissen. Ohne darüber nachzudenken, half er Scott.
Liam keuchte auf, als der Schmerz durch seine Adern fuhr. Es war so viel und überwältigend, dass er vor Schreck beinahe wieder Scotts Hand losgelassen hätte, aber er bemerkte, wie dieser anfing, gleichmäßiger zu atmen, also hielt er ihn fest. Er ließ ihn nicht los, klammerte sich regelrecht an dessen Hand, denn es war das Einzige, das er tun konnte, um seinem Alpha zu helfen.
Mit jeder Sekunde atmete Liam heftiger und er spürte eine Hand auf seiner Schulter. Es fiel ihm schwer, aber er riss sich von Scott los.
„Genug“, meinte Derek nur. „Es ist sonst zu viel für dich.“
Nur widerwillig stoppte Liam die Behandlung. Scott hatte noch viel mehr verdient, als Liam ihm geben konnte. Aber anscheinend hatte es soweit gereicht, dass Scott wieder aufwachte. Seine Lider flackerten und seine Augen öffneten sich. Sofort hefteten sie sich auf ihn, diese klaren leuchtenden Augen.
„Liam?“, fragte Scott überrascht, aber so heiser und kraftlos, wie Liam ihn noch nie gehört hatte.
Es ließ etwas in ihn zerbrechen und bevor er sich versah, hatte er sich vorsichtig auf Scott gelegt und weinte. „Es tut mir leid“, wiederholte er immer und immer wieder.
Selbst als die Hand von Scott auf seinem Kopf lag, hörte Liam damit nicht auf.
„Ich werde nie wieder zu Hause bleiben“, versprach er seinem Alpha und er meinte jedes Wort todernst. Von nun an würde er Scott nicht mehr von der Seite weichen, denn das war Liams Platz.
Der Beta, der seinen Alpha beschützte.