[identity profile] lumcheng.livejournal.com posting in [community profile] 120_minuten
Titel: Missing you
Fandom: Death Note
Part: 1/2
Pairing: Matt/Mello
Rating: Work Safe
Challenge: #2 Selbstmitleid
Warnings: yaoi, emo, death, angst, blablah, keine Ahnung
Kommentar/Note: Hm, ich bin spät heute, damn! Roleplay und andere Katastrophen halten einem vom eigentlichn Schreiben ab. Teil 2 kommt morgen oder übermorgen, ich editiers dann hier rein. *sfz*

~*~

**November, 2009**

Es weht kein Wind.
Mein Atem verdampft in weißen Schwaden vor meinem Gesicht und die frostige Kälte kriecht in meine Kleidung, lässt meine Haut frieren.
Mit einem leisen Geräusch lasse ich mich auf die Knie fallen und spüre wie der Raureif unter dem Leder meiner Hose zerbricht.
Meine Finger sind schon klamm vor Kälte, als ich nach dem kleinen Messer greife und mit der linken Hand einen Busch Liebstöckel zur Seite biege, um besser an die Stängel ranzukommen.
Ich wische mit dem rechten Handrücken kurz über meine Nase, bevor ich den Busch Stück für Stück abschneide und die Stängel mit den Blättern neben mich ins Gras lege.
Es riecht gut und ich muss wieder an dich denken, fühle mich beschissen dabei.
Meine Augen weiten sich und ich starre auf die abgeschnittenen Stummel, ohne wirklich hinzusehen.
Vor meinem Inneren Auge spielen sich Filme ab, die ich längst zu verdrängen versucht habe. Doch es gelingt mir einfach nicht.
Ich spüre, wie meine Nase anfängt zu kribbeln, meine Sicht verschwimmt und sich mein Hals verengt, mir das Atmen erschwert.
Nicht schon wieder!
Ich schließe die Augen und lasse das Messer fallen.
Langsam stehe ich auf und gehe zurück ins Haus.

Drinnen gehe ich sofort ins Schlafzimmer und lasse mich aufs Bett fallen. Die Hände hinterm Kopf verschränkt, die Decke anstarrend.
Nach einer Ewigkeit drehe ich mich auf die Seite und ziehe eines der Kissen zu mir heran. Ich presse mein Gesicht tief in den weichen Stoff und kann immer noch deinen Geruch wahrnehmen. Ganz schwach, aber er ist da, ist präsent, was du nicht bist.
Und es tut weh.
Ohne dass ich es richtig registriere, wandert meine linke Hand in meinen Schritt und beginnt die Bänder der dunklen Lederhose aufzuschnüren.

Ich denke immer an dich, wenn ich es mir selber mache. Und ich fühle mich schlecht dabei. Wie kann ich mir nur einen runterholen, wenn ich derjenige bin, der Schuld an deinem Tod ist?!
Lange liege ich noch wach. Halb ausgezogen und frierend in dem Bett mit den dreckigen Laken, die ich nicht mehr gewaschen habe, seitdem du nicht mehr mit mir hierher zurückgekehrt bist.
Du bist dort geblieben. Auf der verfickten Straße. Und in dem verfickten Haus. Im Vorgarten. Überall.
Ich will nicht daran denken!

Ich rolle mich zusammen, wie ein Embryo im Mutterleib. Liege dort zwischen Decken, Kissen und Laken, getränkt mit Tränen, Schweiß, Speichel... getränkt mit Blut, mit Sperma und mit meiner Trauer, die niemand trinken wollte.

Warum hast du mich nicht mitgenommen, du verdammter Bastard?

~tbc~

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