[identity profile] peterhforalpha.livejournal.com posting in [community profile] 120_minuten
Team: Erato
Challenge: Angst - "Nie wieder" (für mich)
Titel: Immer
Fandom: Teen Wolf
Charaktere: Scott, Stiles
Wörter: 1282
Warnung: Spoiler für 4x07
A/N:Spielt direkt nach der Folge "Weaponized" und ist einfach nur ein wenig Verarbeitung, weil manche Szenen echt zu heftig waren. Inspiriert wurde das von tumblr, weil ich da einen Post gelesen habe, wo etwas in der Art beschrieben war. Leider weiß ich wirklich nicht mehr, wo das war (könnte aber gut bei [livejournal.com profile] rei17 gewesen sein xD)
(edit: habe ihn noch gefunden und wirklich bei Rei)


Scott hatte Kira immer noch in den Armen, aber sein Blick ruhte auf Stiles. Stiles, der am Boden kniete, und so aussah, als ob seine ganze Welt plötzlich zusammengebrochen wäre. Scott kannte das Gefühl. Er hatte es nicht nur einmal durchlebt.
Es brach ihm das Herz, seinen Freund so zu sehen. Und er fühlte das tiefe Verlangen, ihn einfach in den Arm zu nehmen und ihm zu versichern, dass alles wieder gut werden würde, obwohl Scott sich da gar nicht so sicher war.

Sie hatten einen dummen Fehler gemacht und Malia schon viel früher von ihrer Abstammung erzählen sollte. Sie hätten es sein müssen, von denen sie diese Information erhielt. Nicht von einem Stück Papier, sodass sie sich betrogen und verletzt fühlte.
Dadurch, dass Scott nur Augen für Stiles hatte, merkte er eher, als dass er sah, dass Kira sich von ihm löste. Sie lächelte ihn an und nickte Richtung Stiles. Es war die Erlaubnis, sich um ihn zu kümmern und die Versicherung, dass sie alleine zurecht kommen würde.
„Ich schaue, ob ich Malia finden kann“, flüsterte sie noch zusätzlich, bevor sie ihm einen kurzen Kuss auf die Wange gab und aus der Kammer der Hales verschwand.

Vorsichtig näherte sich Scott nun seinem Freund. Stiles starrte immer noch ins Nichts, schien es immer noch nicht begriffen zu haben, was gerade vorgegangen war.
„Hey“, machte er also auf sich aufmerksam, aber der Teenager reagierte nicht darauf.
Scott kniete sich hin und legte behutsam seine Hand auf Stiles Schulter. „Sie ist verletzt. Sie fühlt sich betrogen und hintergangen, Stiles. Aber sie wird zurück kommen. Sie wird es verstehen, warum wir es ihr verheimlicht haben.“

Stiles schüttelte nur den Kopf. „Ich hätte es ihr schon längst sagen müssen“, kam es leise von ihm.
„Wir waren beide mal dafür und dagegen. Dich trifft nicht alleine die Schuld.“ Scott war der Alpha des Rudels. Er hätte es besser wissen müssen. Nicht nur damit, mit allem. Sie wären heute alle fast gestorben und nur weil er sie nicht hatte beschützen können. Er fühlte sich immer noch ausgelaugt und erledigt. Er hatte das Gefühl, dass er bis morgen Mittag durchschlafen könnte, aber sie waren wieder okay. Malia war okay, Kira war okay.

„Wie geht es dir körperlich?“ Er betonte extra das letzte Wort, da Scott wusste, dass in seinem Innern ein großes Loch klaffte.
Stiles drehte sich zum ersten Mal ein wenig um. „Besser“, meinte er immer noch völlig kraftlos und bar jeder Emotion.
Und das war das erste Mal, dass Scott seinen Freund richtig sah, seit er in die Kammer gestürmt war. Blitzschnell bewegte sich seine Hand zu Stiles Stirn. „Was ist das?“, fragte er entsetzt und strich über das verschmierte Blut auf seiner Stirn. Er zog seine Hand zurück, um daran zu riechen, um sich selbst davon zu überzeugen, dass es vermutlich nicht das war, was er dachte. Aber von nahem gab es kein Zweifel. Es war Blut!

Und sofort stieg Panik in Scott auf. Er packte Stiles Arm. „Bist du verletzt?“, wollte er sofort wissen und zog dessen Arm sofort in die Höhe, um seinen Körper besser untersuchen zu können.
Stiles wehrte sich jedoch gegen die Bewegung und drückte seinen Arm wieder hinunter. „Nein“, meinte er sofort. „Das ist nicht mein Blut.“

Scott atmete erleichtert aus, froh, dass es Stiles gut ging, bevor ihm überhaupt in den Sinn kam, dass jemand Anderer verletzt sein musste. „Wessen?“, fragte er etwas ängstlich nach. Scott hatte sich geschworen, dass niemand mehr sterben würde.
„Dieser Kerl, der den Test beaufsichtigt hat.“
Mehr sagte Stiles nicht, sodass Scott nur noch verwirrter war. Was hatte er damit zu tun? „Was ist passiert?“

Stiles sagte jedoch wieder nichts, sondern schaute nur zu Boden. Irgendetwas stimmte nicht. „Wieso an deiner Stirn?“ Diese Frage kam so plötzlich über seine Lippen, dass es Scott selber überraschte, aber es fiel ihm erst jetzt auf. Wenn er jemanden geholfen hätte, hätte Stiles das Blut an seinen Händen, vielleicht noch am Ärmel, aber nicht auf der Stirn. Sonst waren nämlich nur kleine Spritzer über seiner Kleidung verteilt, so dünn, dass man es kaum bemerkte.

Stiles blickte immer noch nicht nach oben, aber er erzählte. „Er war derjenige, der euch infiziert hat. Er wollte wissen, wo ihr seid, damit er beweisen kann, dass ihr wirklich tot seid. Er wollte es unbedingt wissen und ... und-“ Stiles stockte. Scott konnte hören, wie sein Herzschlag sich beschleunigte. Irgendetwas stimmte nicht. Stiles hatte Angst, das konnte er riechen, aber vor allen Dingen spürte er es.
Instinktiv griff Scott nach Stiles Hand. „Hey, es ist alles ok.“

„Dein Vater hat ihn erschossen“, meinte Stiles nüchtern. „Direkt vor meinen Augen.“
Abwesend schüttelte Scott mit dem Kopf. „Das würde er nicht tun, außer er hätte einen guten Grund.“ Scott schaute Stiles an und versuchte seinen Blick zu erhaschen. „Was hat er getan?“
Stiles schluckte schwer. Er wurde blass, das konnte Scott sogar in diesem dunklen Raum erkennen. „Er hat mich mit einer Waffe gedroht. Er hat sie mir an die Stirn gehalten und er war kurz davor, abzudrücken.“

„WAS?“ Scott schrie und seine Stimme war mit einem untertönigen Knurren vermischt. Er verspürte eine unbändige Wut auf diesen Kerl und wenn er nicht schon tot wäre, wäre er nun aufgesprungen und hätte ihn solange gejagt, bis er hin gefunden hätte. Er hätte nie wieder ein Wort gesprochen.
Gleichzeitig jedoch richtete sich ein Teil dieser Wut auch auf Stiles. „Wieso hast du ihm nicht einfach gesagt, wo wir sind?“
Stiles schüttelte direkt vehement den Kopf. „Er wollte euch töten!“

Das schien für ihn Erklärung genug. „Aber er wollte dich töten.“ Scott konnte nicht fassen, was Stiles da getan hatte. Wenn sein Vater nicht rechtzeitig gekommen wäre, läge Stiles nun oben in der Schule, mit einem Loch in seinem Kopf und leeren Augen. Diese Vorstellung ließ Scott erschauern. „Er hätte dich getötet, Stiles“, sprach Scott nun wieder wesentlich ruhiger. Seine Stimme war von einer Traurigkeit erfüllt, die er nie für möglich gehalten hätte. „Wieso tust du so etwas?“ Verzweiflung stieg in ihm auf, als ihm klar wurde, dass Stiles für ihn gestorben wäre und er rein gar nichts dagegen hätte tun können.
„Weil du mein bester Freund bist, Scott. Ich konnte ihn nicht einfach zu dir führen. Ich wollte dich nicht verlieren.“

Scott konnte nicht länger an sich halten. Das war alles zu viel. Alles, was passiert war. Er griff nur noch nach Stiles und zog ihn an sich ran. „Nie wieder!“, meinte er nur. „Stell nie wieder dein Leben vor meins.“ Scott war der Anführer. Er musste sein Rudel beschützen, sie nicht ihn. Und vor allen Dingen Stiles. Scott wüsste nicht, was er ohne ihn täte.
„Ich weiß nicht, ob ich das versprechen kann.“ Stiles klammerte sich regelrecht an Scott, als ob er in einem tiefen See ertrinken würde.
„Bitte“, flehte nun Scott. „Versuch es wenigstens.“

Nun nickte Stiles. „Okay. Aber dann musst du mir auch etwas versprechen.“
„Alles“, schoss es direkt aus Scott hervor. Wenn es hieß, dass Stiles nie wieder so dumm und töricht war, würde er ihm alles versprechen.
„Tu mir das nie wieder an.“

Für einen Moment war Scott verwirrt. Er hatte keine Ahnung, was Stiles meinte und wollte gerade nachfragen, als er schon weitersprach: „Ich dachte, ich wäre zu spät. Ich dachte, ihr wärt schon-“ Etwas Nasses setzte sich auf Scotts Hemd und ganz automatisch streichelte er Stiles über den Rücken. „Nie wieder, versprochen“, sagte er sanft. Einen Moment verharrte er so, bevor er sich behutsam löste. Sie sollten zurück zu den Anderen und sagen, dass es ihnen gut ging.

Stiles jedoch griff direkt wieder nach seinem Arm und zog ihn zurück. „Noch ein wenig“, meinte er nuschelnd. „Nur noch ein wenig.“
„Natürlich“, versicherte Scott ihm und verstärkte seinen Griff noch zusätzlich. „Immer.“

Date: 2014-10-04 02:52 pm (UTC)
From: [identity profile] rei17.livejournal.com
Oh mein Gott, ist das schön ... *sobs*
Hach, vielen Dank fürs schreiben, das trifft ja genau meinen Geschmack! *_* (Wie bekannt *hust* H/C und worried!Skittles und dann noch hugs und Angst und hach! ♥ ♥ ♥ ♥ Einfach perfekt!)
Wunderschöne fic und ich merke gerade wie viel ich nach zu lesen habe, jetzt wo die Sommerchallenges vorbei sind. OO
Zu dieser Episode würde ich gerne eine Millionen tag-fics lesen....
Edited Date: 2014-10-04 07:00 pm (UTC)

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