[identity profile] peterhforalpha.livejournal.com posting in [community profile] 120_minuten
Team: Erato
Challenge: H/C - Notaufnahme (für mich)
Titel: Alles wird wieder gut
Fandom: Teen Wolf
Charaktere: Stiles, Melissa, Scott
Wörter: 763
Inhaltsangabe: Stiles wird ins Krankenhaus gerufen, weil bei der Operation seines Vaters Komplikationen aufgetreten sind.
A/N: Eigentlich habe ich mich mit dem Vorsatz vor das Dokument gesetzt, um etwas von Scott und Derek zu schreiben und da schaue ich auf die Vorgaben und dann ist einfach das entstanden. Aber Stiles mit seinem Vater im Krankenhaus hatte auch viel zu viele Emotionen hervorgerufen, die einfach gar nicht gingen.

Stiles saß auf einen der Stühle im Flur. Sein Bein hibbelte unkontrolliert und er spielte mit seinen Fingern, um die Nervosität, die ihn erfasst hatte, irgendwie unter Kontrolle zu kriegen. Aber es wurde nicht besser. Eher wurde es schlimmer. Um ihn herum war reges Treiben. Eine Krankenschwester eilte in die eine Richtung, ein Arzt in die andere Richtung und niemand schien sich dazu bereit zu erklären, ihm etwas Genaueres zu sagen.
Seit er hier angekommen war, hatte man ihm nichts gesagt. Man hatte ihn nur hier abgesetzt und ihn versichert, ihn sofort zu informieren, sobald man mehr wusste.
„Es gab Komplikationen“, war alles, was er bisher wusste. Aber das konnte alles Mögliche heißen. Das konnte bedeuten, dass sein Vater einfach nur länger brauchte, um zu genesen, oder es konnte bedeuten, dass die Gefahr bestand, dass sein Vater diesen Operationssaal nicht mehr verlassen würde.

Aus reiner Verzweiflung zog er sein Handy hervor und öffnete das Internet. Wonach er genau suchen wollte, wusste er nicht, aber er musste einfach etwas wissen. Irgendetwas.
Er scrollte über gefühlte hundert Seiten, die von immer schlimmeren Dingen redeten. Über alle Maßen besorgt fing er an, an seinem Daumen zu knabbern. Sich die gelesenen Worte bildlich vorzustellen, half ihm nicht, sich zu beruhigen. Außerdem dachte er an die letzten Male zurück, als er in dieser Notaufnahme gesessen hatte. Es gab einige, die schnell wieder vorbei waren und über die man im Anschluss lachen konnte, wie das eine Mal, als Scott sich den rechten Arm gebrochen hatte und es genau genommen, Stiles Schuld gewesen war.

Aber es gab viel zu viele Dinge, die schlechte Erinnerungen hervorriefen und die ihm nun durch den Kopf spukten. Die Angst stieg immer weiter in ihm und er verspürte das Verlangen, einfach aufzuspringen, in den Operationssaal zu laufen und rumzubrüllen, weil ihm niemand etwas sagen wollte.
Genau in diesem Moment legte sich eine Hand auf seine. Behutsam kam eine Zweite dazu, die ihm das Handy wegzog. Sein Bein verharrte still, als er sich umdrehte und seinen Nachbarn verdutzt ansah. Er hatte bisher niemanden angerufen, darum hatte er niemanden erwartet, aber er hätte sich denken können, dass sie hier war.

„Ich habe gerade erst davon erfahren. Es tut mir leid. Sonst wäre ich früher da gewesen“, erklärte Melissa direkt und streichelte ihm sanft über dem Arm.
„Was ist los?“, fragte Stiles und seine Stimme war so heiser, dass er sie gar nicht wirklich als seine erkannte. „Niemand will mir etwas sagen.“
„Es ist halb so schlimm, Stiles. Es gab ein paar Komplikationen, aber es ist alles bereits unter Kontrolle. Er wird wieder gesund.“
Stiles nickte nur und blickte starr zum Boden. Das war alles, was er hören wollte, was er hören musste. Jetzt war wieder alles okay. Sein Vater würde wieder gesund werden und alles Andere würden sie auch irgendwie wieder hinbekommen.
„Warum hast du mich nicht gerufen?“

Stiles schüttelte den Kopf. „Ich … ich-“ Er spürte, wie Tränen ihm in die Augen schossen. Es war doch alles wieder gut. Keine Sekunde später hatte er Melissas Arme um sich und sie zog ihn an sich heran. Stiles zuckte kurz, da er nicht damit gerechnet hatte. Dann jedoch ließ er sich fallen. Er gab sich der Umarmung hin und schmiegte sich an Melissas Schulter.
Den Tränen ließ er freien Lauf.
„Es wird alles wieder gut“, sprach Melissa leise, während sie ihm über den Kopf streichelte. „Alles wird wieder gut.“

„Ich hatte solche Angst“, gestand Stiles. „Ich hätte es nicht gewusst, was ich tun sollte, wenn … wenn-“
„Sssht.“ Melissas sanfte Stimme beruhigte ihn ein wenig. „Darüber musst du dir keine Gedanken machen. Es ist alles gut. Außerdem wirst du nie alleine sein, hörst du? Wir sind alle für dich und deinen Vater da.“
Stiles nickte nur noch. Er wusste nicht, was er darauf antworten sollte. Was angemessen war, was genug war, um seinen Dank auszudrücken. Deshalb blieb er still.
Melissa strich ihm noch einmal über den Rücken, bevor sie sich von ihm löste. „Ich muss wieder an die Arbeit.“

Ungewollt griff Stiles nach ihrer Hand, um sie aufzuhalten, obwohl er wusste, dass sie Pflichten und auch noch Patienten hatte, um die sie sich kümmern musste. Er schaute auf und sah sie flehentlich an. Aber Melissa lächelte nur. Sie deute mit dem Kopf nach links.
„Ich habe Ersatz, keine Sorge.“
Scott stand keine zwei Meter von ihnen entfernt und wechselte mit seiner Mutter in einer Bewegung den Platz. Sofort hatte er die Hände voll mit Stiles. Und Stiles fühlte sich sofort besser. Ihm wurde wärmer und zum ersten Mal hatte er wirklich das Gefühl, dass alles wieder gut wird.

Date: 2014-08-20 06:59 pm (UTC)
From: [identity profile] tsutsumi.livejournal.com
Awww ;___; Ich stehe ja total auf die Beziehung zwischen Stiles und Melissa und wie sie so eine Art halbe Mutter für ihn inzwischen ist und hach.... ;_;
Und hach, die Stelle, als sie mit Scott tauscht. *schluchzt leise*
Sie brauchen alle so viel mehr Liebe.
;_;

Date: 2014-08-20 08:30 pm (UTC)
der_jemand: (lorelai <3)
From: [personal profile] der_jemand
wie das eine Mal, als Scott sich den rechten Arm gebrochen hatte und es genau genommen, Stiles Schuld gewesen war.
Ich weiß gar nicht, das ist so Scott und Stiles, ich grinse immer noch.

Und Stiles und Melissa! Ich liebe ihre Beziehung das hier ist ganz wunderbar. Und wie sie sich von Scott ablösen lässt! Haaach. Ja, ich brauch mehr von sowas.^^

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