Ares II [Angst - Atemlos (für mich)]
Aug. 17th, 2014 12:22 pmTeam: Erato
Challenge: Angst - Atemlos (für mich)
Fandom: Teen Wolf
Personen: Kira (POV), Scott, Stiles
Wörter: ~1.400
Warnung: gore und Blut, Scott im Berserker-Modus
Anmerkung: Teil 2
Sie hatte noch nie so etwas gehört.
Kira presste beide Hände auf die Ohren und fühlte Tränen zwischen ihren Augenlidern prickeln. Hinter sich spürte sie die Schritte der Golems. Sie hatten die verwaiste Kreuzung erreicht und kamen auf sie zugestapft, ungeschickte Erdklumpen, die sie waren.
Kira schluchzte auf und versuchte, Luft in ihre Lungen zu pressen. Hinter ihr lauerte der Tod.
Vor ihr kauerte ihr Alpha über Trümmern, presste das Kleidungsstück seines toten, besten Freundes gegen seine Brust, den Kopf in den Nacken gelegt, und stieß unmenschliche, ohrenbetäubende Geräusche aus, die sich irgendwo zwischen dem Heulen eines Wolfes und dem Brüllen eines Löwen bewegten.
Aus seinem Mund ragten die Wolfsfänge, weiß, rasiermesserscharf und gebleckt. Atemlos hauchte Kira Scotts Namen. Doch als er den Kopf senkte und sie ansah, gab es in seinem Gesicht keinerlei Anzeichen, dass er erkannte, wen er vor sich hatte.
Er zog die Lippen am Zahnfleisch hoch und brüllte.
In diesem Moment stampften die ersten beiden Golems um die Ecke. Sie waren riesenhaft, und bei jedem Schritt fielen feuchte Erdklumpen von ihren gedrungenen Leibern. Einer hinterließ eine frische Blutspur und Fleischreste, die er bei jedem Schritt wie jemand, der bei einem Spaziergang in Hundekot getreten war, versuchte, am Asphalt abzukratzen.. Kira hörte sich aufschreien. Ihre Gedanken begannen zu rasen, und als sie nach dem Schwert, das sie bislang auf dem Rücken getragen hatte, griff, flüsterte ihr eine kleine Stimme im Hinterkopf zu, dass sie sich nun wahrscheinlich vollkommen alleine würde verteidigen müssen.
Sie hatte es schon einmal versucht, aber die ersten Kämpfe gegen so einen Riesen aus Erde hatte ihr nur die Erkenntnis gebracht, dass das Schwert eines Donnerkitsune nichts ausrichten konnte. Sie stocherte damit in Erde herum – nicht mehr und nicht weniger.
Vielleicht, überlegte sie, sollte sie flüchten. Sie würde den Waldrand erreichen, noch bevor die Golems die Verfolgung aufnehmen konnten. Aber Scott....
Kira wandte sich zu ihm herum und fühlte sämtliche Luft aus ihren Lungen gleiten.
Er kam auf allen Vieren auf sie zu. Seine Jacke hatte er irgendwann auf der Suche nach Stiles von sich gestreift, und seine Hände hinterließen auf dem staubigen Boden feuchte, dunkle Flecken seines Blutes.
Sein Atem war ein hungriges Keuchen, ein immerwährendes Knurren, und als er direkt vor ihr hockte, konnte Kira sehen, wie aus den Hautporen seiner Unterarme unendlich langsam dichtes, dunkles Haar spross.
„Scott-“, setzte sie an, doch im selben Augenblick tat er einen Satz auf sie zu und warf sie zur Seite. Kira wusste nicht, ob sie froh darüber sein sollte, dass sie reflexartig ihr Schwert in Position gebracht hatte und die Klinge nun sein schwarzes Shirt an der Seite aufgerissen hatte. Und seine Haut.
Wenn er es bemerkt hatte, schien ihm die Wunde nichts auszumachen. Wie flüssige Kirschmarmelade rann das Blut an seiner Hüfte herunter, als er sich grollend in den Kampf gegen die Golems stürzte.
Sie hatten gesehen, was diese Dinger mit Menschen taten. Selbst ein Werwolf konnte nichts gegen sie ausrichten, wie sie am gestrigen Überfall auf Liam gesehen hatten. Kira duckte sich unter der nach ihr greifenden Hand des dritten inzwischen eingetroffenen Golems hinweg und versuchte, irgendeine Ordnung in ihre Gedanken zu bringen.
Scott nehmen und mit ihm die Flucht ergreifen. Aber wie? Scott war....
Ihr Blick fiel auf das Brennen in seinen Augen, auf seinen angeschwollenen, länglichen Kiefer.
Scott war nicht mehr Scott.
Das Brüllen des Werwolfes hallte an den einsamen Wänden der umstehenden Gebäude wider.
Er stieß seine Faust in den Bauch eines Golems und riss sie wieder heraus, feuchte Erde zwischen seinen Klauen. Der Boden bröckelte auf den Asphalt wie zerbröselter Schokoladenkuchen. Als der Riese nach Scott griff und seine blutende Hüfte zu fassen bekam, hieb der Werwolf so lange auf dessen Arm ein, bis er sich vom Körper des Golems löste und mit einem hässlichen Patschen abfiel.
Vielleicht half es, dass es zuvor sehr stark geregnet hatte. Aber weder Derek noch Malia noch Liam hatten es zuvor geschafft, einen Golem auch nur ansatzweise auseinander zu nehmen.
Als Kira ganz langsam rückwärts in die Schatten des Hauses hinter sich zurückwich und zitternd zusah, wie Scott die Kreaturen abzuschlachten begann, wusste sie, dass sie ihn nicht zurücklassen konnte.
Irgendetwas in ihr hoffte, dass ihr Alpha sich, solange sie ihn bewachte, nicht vollständig in ein Monster verwandeln würde.
Und über allem thronte das Gefühl der Atemlosigkeit, das Empfinden an Ort und Stelle zu ersticken.
Sie wusste nicht, wie viel Zeit vergangen war, als der letzte Golem zu Dreck zerfiel. Die Straße war mit Erde bedeckt und mittendrin hockte Scott auf allen Vieren, den Kopf tief gesenkt, schwer atmend. Es war wie einem Tier auf einem Acker zuzusehen, und als er sich ihr zuwandte, war das Rot seiner Iriden in das Weiß seiner Augen hineingeblutet.
Kira umklammerte den Griff ihres Schwertes fest, dass ihre Knöchel zu schmerzen begannen.
Ihr Herz schlug so schnell, dass sie das Gefühl hatte, jeden Augenblick ohnmächtig zu werden.
Scotts Krallen klackten auf dem Asphalt, als er auf sie zukroch, das Gesicht länger, Zähne spitzer denn je.
„Du willst das nicht tun“, versuchte sie so ruhig wie möglich zu sagen und schob alle Gefühle so weit von sich, wie es ging.
Jetzt war es zu spät zum Weglaufen.
Er brüllte sie an und unter dem Grollen des Wolfes vermeinte sie das heisere Schluchzen einer menschlichen Stimme zu hören, so leise, dass sie sich sicher war, sich geirrt zu haben.
Dann war er so nahe bei ihr, sein Atem stank nach Blut und Salz, und Kira verpasste ihm mit dem Fuß in die Brust einen Tritt, so dass er nach hinten flog. Wie ein Derwisch flog er zurück auf die Füße, sprang erneut heran. Kira zögerte. Gott, sie wusste, warum sie zögerte, aber es war die Millisekunde, die über Leben und Tod entschied.
Scott riss ihr das Schwert aus den Händen. Es gab ein klirrendes, metallenes Geräusch, als es über die Straße flog.
Kira sah, wie der Werwolf die rechte Hand erhob, fünf scharfe Krallen gezückt. Sie schloss die Augen und wartete.
Nichts geschah.
Ein Geräusch schlich sich unter das Knurren des Werwolfes.
Schuhe auf Asphalt.
Kira riss die Augen auf. Jemand hatte von hinten nach Scotts Handgelenk gegriffen und ihn in diesem Moment der Unachtsamkeit erwischt.
Halt. Nein.
Nicht jemand.
„Stiles!“
Der Junge zerrte den Werwolf mit einer überraschenden Kraft, die ihm Kira unfairerweise nicht zugetraut hatte, von ihr weg. Nun, genau genommen hatte sie ihm ja überhaupt nichts mehr zugetraut.
Sie fragte sich, ob sie womöglich schon tot war und ihr Geist jetzt dem von Stiles begegnete.
Der Moment der Überraschung half ihm nicht lange. Scott riss sich leichthin los und fuhr blitzschnell herum, stieß Stiles gegen den Boden und kletterte knurrend über ihn.
Kira versuchte, strauchelnd auf die Füße, zu ihrem Schwert zu kommen. Der Boden war so rutschig, dass sie der Länge nach hinfiel.
„Ist ja gut“, hörte sie Stiles rufen.
„Ich bin's, Scott, siehst du? Ich bin's! Ich bin noch da, okay?“
Seine Arme knickten an den Ellenbogen ein, als Scott seinen Widerstand ohne Mühe niederzwang und ihn mit blutroten Augen anknurrte.
Kira konnte sehen, wie Stiles aufhörte, sich zu wehren. Seine Brust hob und senkte sich rasend schnell, und dann tat er etwas, was Kira selbst lange später nicht würde glauben können.
Er fasste nach Scotts Schläfen und zog ihn zu sich heran, hinab an seine Kehle.
„Glaubst du mir jetzt?“, keuchte er. Oh, wie sein Puls unter Scotts gebleckten Zähnen schlagen musste, einladend und warm und unglaubhaft lebendig. Kira streckte sich nach ihrem Schwert, bereit, aufzuspringen und Scott von hinten zu durchbohren. Sie würde dafür sorgen, dass Stiles am Leben blieb, und wenn es das letzte war, was sie tat.
„Komm schon, Scott“, flehte Stiles und legte einen Arm um den Werwolf.
„Du kannst nicht schon zu weit weg sein. Es tut mir leid, okay? Ich mach's nicht wieder! Ich mach's nicht wieder, jetzt komm zurück!“
Kira erhob das Schwert. Keiner der beiden schien sie zu bemerken. Ein feiner Schnitt. Nicht durch die Bauchdecke, das wäre zu gefährlich für Stiles. Vielleicht in die Wirbelsäule, um Scott lange genug zu paralysieren. Sie hoffe, dass er keine bleibenden Schäden davontragen würde.
Sie hielt den Atem an.
Und hörte es, ganz leise.
„...Stiles...?“
Keine Frage. Eher ein Schluchzen, wie eine erste Frage eines Kindes, nachdem es aus einem Alptraum aufgewacht war.
To be continued
Challenge: Angst - Atemlos (für mich)
Fandom: Teen Wolf
Personen: Kira (POV), Scott, Stiles
Wörter: ~1.400
Warnung: gore und Blut, Scott im Berserker-Modus
Anmerkung: Teil 2
Sie hatte noch nie so etwas gehört.
Kira presste beide Hände auf die Ohren und fühlte Tränen zwischen ihren Augenlidern prickeln. Hinter sich spürte sie die Schritte der Golems. Sie hatten die verwaiste Kreuzung erreicht und kamen auf sie zugestapft, ungeschickte Erdklumpen, die sie waren.
Kira schluchzte auf und versuchte, Luft in ihre Lungen zu pressen. Hinter ihr lauerte der Tod.
Vor ihr kauerte ihr Alpha über Trümmern, presste das Kleidungsstück seines toten, besten Freundes gegen seine Brust, den Kopf in den Nacken gelegt, und stieß unmenschliche, ohrenbetäubende Geräusche aus, die sich irgendwo zwischen dem Heulen eines Wolfes und dem Brüllen eines Löwen bewegten.
Aus seinem Mund ragten die Wolfsfänge, weiß, rasiermesserscharf und gebleckt. Atemlos hauchte Kira Scotts Namen. Doch als er den Kopf senkte und sie ansah, gab es in seinem Gesicht keinerlei Anzeichen, dass er erkannte, wen er vor sich hatte.
Er zog die Lippen am Zahnfleisch hoch und brüllte.
In diesem Moment stampften die ersten beiden Golems um die Ecke. Sie waren riesenhaft, und bei jedem Schritt fielen feuchte Erdklumpen von ihren gedrungenen Leibern. Einer hinterließ eine frische Blutspur und Fleischreste, die er bei jedem Schritt wie jemand, der bei einem Spaziergang in Hundekot getreten war, versuchte, am Asphalt abzukratzen.. Kira hörte sich aufschreien. Ihre Gedanken begannen zu rasen, und als sie nach dem Schwert, das sie bislang auf dem Rücken getragen hatte, griff, flüsterte ihr eine kleine Stimme im Hinterkopf zu, dass sie sich nun wahrscheinlich vollkommen alleine würde verteidigen müssen.
Sie hatte es schon einmal versucht, aber die ersten Kämpfe gegen so einen Riesen aus Erde hatte ihr nur die Erkenntnis gebracht, dass das Schwert eines Donnerkitsune nichts ausrichten konnte. Sie stocherte damit in Erde herum – nicht mehr und nicht weniger.
Vielleicht, überlegte sie, sollte sie flüchten. Sie würde den Waldrand erreichen, noch bevor die Golems die Verfolgung aufnehmen konnten. Aber Scott....
Kira wandte sich zu ihm herum und fühlte sämtliche Luft aus ihren Lungen gleiten.
Er kam auf allen Vieren auf sie zu. Seine Jacke hatte er irgendwann auf der Suche nach Stiles von sich gestreift, und seine Hände hinterließen auf dem staubigen Boden feuchte, dunkle Flecken seines Blutes.
Sein Atem war ein hungriges Keuchen, ein immerwährendes Knurren, und als er direkt vor ihr hockte, konnte Kira sehen, wie aus den Hautporen seiner Unterarme unendlich langsam dichtes, dunkles Haar spross.
„Scott-“, setzte sie an, doch im selben Augenblick tat er einen Satz auf sie zu und warf sie zur Seite. Kira wusste nicht, ob sie froh darüber sein sollte, dass sie reflexartig ihr Schwert in Position gebracht hatte und die Klinge nun sein schwarzes Shirt an der Seite aufgerissen hatte. Und seine Haut.
Wenn er es bemerkt hatte, schien ihm die Wunde nichts auszumachen. Wie flüssige Kirschmarmelade rann das Blut an seiner Hüfte herunter, als er sich grollend in den Kampf gegen die Golems stürzte.
Sie hatten gesehen, was diese Dinger mit Menschen taten. Selbst ein Werwolf konnte nichts gegen sie ausrichten, wie sie am gestrigen Überfall auf Liam gesehen hatten. Kira duckte sich unter der nach ihr greifenden Hand des dritten inzwischen eingetroffenen Golems hinweg und versuchte, irgendeine Ordnung in ihre Gedanken zu bringen.
Scott nehmen und mit ihm die Flucht ergreifen. Aber wie? Scott war....
Ihr Blick fiel auf das Brennen in seinen Augen, auf seinen angeschwollenen, länglichen Kiefer.
Scott war nicht mehr Scott.
Das Brüllen des Werwolfes hallte an den einsamen Wänden der umstehenden Gebäude wider.
Er stieß seine Faust in den Bauch eines Golems und riss sie wieder heraus, feuchte Erde zwischen seinen Klauen. Der Boden bröckelte auf den Asphalt wie zerbröselter Schokoladenkuchen. Als der Riese nach Scott griff und seine blutende Hüfte zu fassen bekam, hieb der Werwolf so lange auf dessen Arm ein, bis er sich vom Körper des Golems löste und mit einem hässlichen Patschen abfiel.
Vielleicht half es, dass es zuvor sehr stark geregnet hatte. Aber weder Derek noch Malia noch Liam hatten es zuvor geschafft, einen Golem auch nur ansatzweise auseinander zu nehmen.
Als Kira ganz langsam rückwärts in die Schatten des Hauses hinter sich zurückwich und zitternd zusah, wie Scott die Kreaturen abzuschlachten begann, wusste sie, dass sie ihn nicht zurücklassen konnte.
Irgendetwas in ihr hoffte, dass ihr Alpha sich, solange sie ihn bewachte, nicht vollständig in ein Monster verwandeln würde.
Und über allem thronte das Gefühl der Atemlosigkeit, das Empfinden an Ort und Stelle zu ersticken.
Sie wusste nicht, wie viel Zeit vergangen war, als der letzte Golem zu Dreck zerfiel. Die Straße war mit Erde bedeckt und mittendrin hockte Scott auf allen Vieren, den Kopf tief gesenkt, schwer atmend. Es war wie einem Tier auf einem Acker zuzusehen, und als er sich ihr zuwandte, war das Rot seiner Iriden in das Weiß seiner Augen hineingeblutet.
Kira umklammerte den Griff ihres Schwertes fest, dass ihre Knöchel zu schmerzen begannen.
Ihr Herz schlug so schnell, dass sie das Gefühl hatte, jeden Augenblick ohnmächtig zu werden.
Scotts Krallen klackten auf dem Asphalt, als er auf sie zukroch, das Gesicht länger, Zähne spitzer denn je.
„Du willst das nicht tun“, versuchte sie so ruhig wie möglich zu sagen und schob alle Gefühle so weit von sich, wie es ging.
Jetzt war es zu spät zum Weglaufen.
Er brüllte sie an und unter dem Grollen des Wolfes vermeinte sie das heisere Schluchzen einer menschlichen Stimme zu hören, so leise, dass sie sich sicher war, sich geirrt zu haben.
Dann war er so nahe bei ihr, sein Atem stank nach Blut und Salz, und Kira verpasste ihm mit dem Fuß in die Brust einen Tritt, so dass er nach hinten flog. Wie ein Derwisch flog er zurück auf die Füße, sprang erneut heran. Kira zögerte. Gott, sie wusste, warum sie zögerte, aber es war die Millisekunde, die über Leben und Tod entschied.
Scott riss ihr das Schwert aus den Händen. Es gab ein klirrendes, metallenes Geräusch, als es über die Straße flog.
Kira sah, wie der Werwolf die rechte Hand erhob, fünf scharfe Krallen gezückt. Sie schloss die Augen und wartete.
Nichts geschah.
Ein Geräusch schlich sich unter das Knurren des Werwolfes.
Schuhe auf Asphalt.
Kira riss die Augen auf. Jemand hatte von hinten nach Scotts Handgelenk gegriffen und ihn in diesem Moment der Unachtsamkeit erwischt.
Halt. Nein.
Nicht jemand.
„Stiles!“
Der Junge zerrte den Werwolf mit einer überraschenden Kraft, die ihm Kira unfairerweise nicht zugetraut hatte, von ihr weg. Nun, genau genommen hatte sie ihm ja überhaupt nichts mehr zugetraut.
Sie fragte sich, ob sie womöglich schon tot war und ihr Geist jetzt dem von Stiles begegnete.
Der Moment der Überraschung half ihm nicht lange. Scott riss sich leichthin los und fuhr blitzschnell herum, stieß Stiles gegen den Boden und kletterte knurrend über ihn.
Kira versuchte, strauchelnd auf die Füße, zu ihrem Schwert zu kommen. Der Boden war so rutschig, dass sie der Länge nach hinfiel.
„Ist ja gut“, hörte sie Stiles rufen.
„Ich bin's, Scott, siehst du? Ich bin's! Ich bin noch da, okay?“
Seine Arme knickten an den Ellenbogen ein, als Scott seinen Widerstand ohne Mühe niederzwang und ihn mit blutroten Augen anknurrte.
Kira konnte sehen, wie Stiles aufhörte, sich zu wehren. Seine Brust hob und senkte sich rasend schnell, und dann tat er etwas, was Kira selbst lange später nicht würde glauben können.
Er fasste nach Scotts Schläfen und zog ihn zu sich heran, hinab an seine Kehle.
„Glaubst du mir jetzt?“, keuchte er. Oh, wie sein Puls unter Scotts gebleckten Zähnen schlagen musste, einladend und warm und unglaubhaft lebendig. Kira streckte sich nach ihrem Schwert, bereit, aufzuspringen und Scott von hinten zu durchbohren. Sie würde dafür sorgen, dass Stiles am Leben blieb, und wenn es das letzte war, was sie tat.
„Komm schon, Scott“, flehte Stiles und legte einen Arm um den Werwolf.
„Du kannst nicht schon zu weit weg sein. Es tut mir leid, okay? Ich mach's nicht wieder! Ich mach's nicht wieder, jetzt komm zurück!“
Kira erhob das Schwert. Keiner der beiden schien sie zu bemerken. Ein feiner Schnitt. Nicht durch die Bauchdecke, das wäre zu gefährlich für Stiles. Vielleicht in die Wirbelsäule, um Scott lange genug zu paralysieren. Sie hoffe, dass er keine bleibenden Schäden davontragen würde.
Sie hielt den Atem an.
Und hörte es, ganz leise.
„...Stiles...?“
Keine Frage. Eher ein Schluchzen, wie eine erste Frage eines Kindes, nachdem es aus einem Alptraum aufgewacht war.
To be continued
no subject
Date: 2014-08-17 11:00 am (UTC)Nicht, dass ich ernsthaft geglaubt hätte, du könntest so grausam sein, Stiles wirklich zu töten... aber gah! Das nenne ich mal perfektes Timing! In mehrerer Hinsicht. XD Es versüßt mir einen eigentlich furchtbaren Tag und du machst Scott wieder... naja. Irgendwas. Menschlich. Darauf, dass bei TW irgendjemand mal wieder wirklich glücklich werden darf, darauf hoffe ich gar nicht mehr. XD
Wenn er so gar nicht bei sich ist, ist er wirklich creepy, aber dass der Verlust von Stiles ihn so mitnimmt, ist natürlich klar. ._. Armer Puschel... was hat Stiles nur getrieben? D:
no subject
Date: 2014-08-17 05:03 pm (UTC)Naja, ganz ehrlich, das hält ja keiner lange aus >.< Alles ist immer das Weltenende, wenn diese beiden zu lange voneinander getrennt sind und/oder nicht wissen, dass der jeweils andere in Ordnung ist.
Ja, nein, ich denke auch nicht, dass auf lange Sicht irgendwer in TW so richtig glücklich und carefree wird. Der Zug ist schon seit S2 abgefahren ;_____;
no subject
Date: 2014-08-17 11:11 am (UTC)Wino. ;__;
*sobs*
Das ist so toll und so schrecklich und ich möchte hiermit offiziell meine Aussage zurück ziehen - ES IST DEFINITIV KEINE GUTE IDEE SCOTT STILES WEGZUNEHMEN, NICHT MAL FÜR ZEHN MINUTEN, NOPE, NOPE, NOPE, ICH NEHMS ZURÜCK!!!!! ;__;
*Herz reich* Hier bitte.... ich brauchte das sowieso nicht mehr....
Ich bin echt irgendwie froh, dass du das aus Kiras Perspektive geschrieben hast, das ist ein bisschen weniger schrecklich, als es vermutlich in Scotts Kopf gewesen sein muss, aber ugh .... Es ist immer noch schrecklich genug.
Seinen epischen, ultimativen Ausraster mitzuerleben ... wow...
Das ist echt der totale Alptraum.
Gott, mein armes Baby. ;__;
Und arme Kira.
Es ist so ziemlich das schlimmste was man sich vorstellen kann, zu sehen wie Scott - ausgerechnet SCOTT! - sämtliche Menschlichkeit verliert und 100% Monster wird ... ehrlich, das bricht einem das Herz. ;__; Und dass er sie auch nicht mehr erkennt... gah.... ;__;
Also unglaublich schrecklich und intensive und ich brauche jetzt bitte 10k Comfort und 10 Jahre Therapie, danke schön. ;___;
no subject
Date: 2014-08-17 05:07 pm (UTC)Ja, wie gesagt, ich wüsste nicht, wie ich das aus Scotts POV gemacht hätte. Also ja, ich hätte es vermutlich machen können, aber das wäre eine noch viel schlimmere Erfahrung gewesen. *schluck*
Im Übrigen habe ich das Headcanon, dass in solch einer Situation Scott zum vollkommenen Monster werden würde, weil sein innerer Wolf ihn vor dem Rest der Welt abschirmen will, damit ihm nicht noch mehr wehgetan wird. Also eher eine defensive Sache als eine aktive.
Gott ja.... Kira braucht eigentlich auch noch Tonnen an comfort ;__; Arme Kira. Durch was hab ich sie da nur durchgejagt? ;_;