Übernatürliches - Fabelwesen
Aug. 8th, 2014 11:18 pmTeam: Kalliope
Challenge: Übernatürliches – Fabelwesen (für mich)
Fandom: Original (Nocturne Whispers)
Charaktere: Faith, Peter (nicht Peter Hale XD Den hier gibt’s in meinem Kopf schon länger als ich TW kenne)
Für:
alea
Die Sache lief aus dem Ruder. Faith wusste das. Und das machte sie nur noch gereizter als ohnehin schon. Erst der verdammte Blutsauger, dann der seltendämliche Bulle und jetzt stellte sie auch noch fest, dass der Blutsauger sich zwar wirklich verpisst hatte, dafür aber nen Kollegen dagelassen hatte.
Bisher hatte sie immerhin nichts mehr von dem Schmalspurpolizisten gehört (sonst hätte es auch ne fette Beschwerde bei seinem Chef gegeben, die waren sicher genauso genervt wie sie von dieser geballten Inkompetenz) aber sie hatte auch wirklich andere Sorgen als den.
Dieser andere Vampir war zwar bisher nicht wirklich in Erscheinung getreten, aber Aidan hatte natürlich über sein Netzwerk herausgefunden, dass da jemand herumschlich. Wie ihr Bruder das immer wieder anstellte, wollte sie lieber nicht wissen. Hoffentlich brachte er sich nicht in die Schusslinie... Wenn sie könnte, würde sie Lamont doch noch umbringen, aber dummerweise war der Arsch, der ihnen das angetan hatte, inzwischen tot. Und keiner wusste, was in Russland passiert war.
Zwar hatte Aidan jemanden, der versuchte, es herauszufinden, aber so etwas dauerte seine Zeit. Selbst in ihren Kreisen. Müde stützte Faith ihren Kopf auf ihre Hände.
Sie sollte im Bett liegen und schlafen, aber der nahende Vollmond sang jetzt schon in ihrem Blut. Lauter als sonst, angespannt wie sie war. Das Monster wollte in Aktion treten. Die Wölfin, die ihr Rudel in Gefahr lief. Aidan war dafür, unterzutauchen, ein Wunsch, den sie verstehen konnte. Aber sie würde sich nicht verkriechen. Ihr ganzes Leben auf der Flucht sein, nur weil irgendjemand in ihrer Linie einem Vampir auf die Füße getreten war? Niemals!
Etwas tappste schnurrend näher und Lynn sprang auf ihren Schoß, ihre gelben Augen leuchteten, als sie das Licht der Straßenlaternen reflektierten. Ihre Schwester folgte auf dem Fuße. Es war schon merkwürdig, dass diese beiden Katzen sich ausgerechnet einer Werwölfin zugehörig fühlten. Lee erklomm halb ihre Schulter und schaffte es irgendwie, sich halb darauf und halb auf der Lehne des Lesesessels, den Peter sich ans Fenster gestellt hatte, zu sortieren ohne runterzufallen.
„Na, ihr beiden?“ Sie kraulte Lee unterm Kinn, was ein lautes Schnurren direkt in ihr Ohr zur Folge hatte, während sie Lynn über das glatte Fell streichelte. Die beiden Katzen beruhigten sie. Langsam verlor der Mond seine Macht und ihr aufgewühlter Geist wurde stiller.
Sie musste es ihm sagen. Die Gefahr wurde immer größer, sie musste es Peter einfach sagen. Und ihm so die Möglichkeit geben, zu gehen. Aus der Gefahrenzone. Jonathan war nur hinter ihr und Aidan her. Peter geriet nur ihretwegen in Gefahr. Das konnte und wollte sie nicht länger riskieren. Die Frage war nur, wann und wie sie es ihm am besten sagte. Zum Glück war es kein Problem, ihre zweite Natur zu beweisen.
Sie würde ihn verlieren. Und das nur, weil Lamont aus irgendeinem Grund zwei Teenager hatte beißen müssen.
„Faith... warum sitzt du denn immer noch hier? Im Dunkeln?“
Sie hatte Peter nicht kommen gehört und doch war er da.
„Ich musste nachdenken...“
„Und worüber?“ Er hockte sie neben den Sessel und sah sie an. Sie liebe es, wenn er bei ihr war. Er war ihr Fixpunkt, ihr Fokus. Mehr noch als ihr Bruder gab er ihr die Stabilität, die sie so dringend brauchte um ihr Temperament und die Wölfin zu bändigen.
„Wie ich es dir sage...“
„Wie du mir was sagst?“ Man musste nicht das feine Gehör eines Werwolfs haben um die Wachsamkeit in seiner Stimme zu hören.
„Da gibt es etwas, was du nicht über mich weißt... und über Aidan.“ Scheiße, sie sollte es ihren Bruder selbst regeln lassen.
„Und was?“
Zu spät. Jetzt musste sie es durchziehen und bevor Peter irgendwelche vollkommen falschen Schlüsse zog, musste sie Klartext reden. Auch wenn eine Lüge vielleicht gnädiger wäre. Aber sie wollte ihn nicht verlieren. Vielleicht kam er ja damit klar, dass er mit einem Monster zusammen war.
„Weißt du noch, als wir damals von diesem Hund angefallen wurden? Und beide ins Krankenhaus mussten?“
„Natürlich... ihr wart beide schwer verletzt.“
„Aidan schlimmer als ich.“ Sie erinnerte sich genau. Er hatte versucht, sie zu beschützen. Ihr zerstreuter großer Bruder... sie war immer die Kämpferin von beiden gewesen... und sie wollte ihn beschützen. Vor dem Fluch, der auf ihrer Linie lag. Vielleicht konnte er ja davonkommen? Aber ohne sie würde er nie untertauchen. Sie musste sich konzentrieren. „Das war kein Hund.“
„Was sollte es denn sonst sein? Ihr habt doch selbst gesagt, dass...“
„Da wussten wir es nicht besser. Danach haben wir schnell gemerkt, dass wir falsch lagen. Am nächsten Vollmond, um genau zu sein.“
„Wie meinst du das...?“ Peter klang sehr vorsichtig. Sie konnte sich vorstellen, dass er sich gedanklich darauf einstellte, dass seine quasi-Verlobte neuerdings Wahnvorstellungen hatte. Ha! Schön wärs.
Faith nahm Lee von ihrer Schulter und setzte sie ab, ihre Schwester folgte ihr ohne zu zögern. Dann stolzierten die Katzen ein Stück weit weg und setzten sich dort hin, um sich gegenseitig zu putzen.
„Ich meine, dass wir beide seitdem Werwölfe sind. Und guck mich nicht so an, ich kann es dir beweisen. Ich wollte es dir immer schon sagen, aber ich wusste nie wie und jetzt ist da dieser durchgeknalle Vampir, der mich umbringen will und der dich bedroht ich kann das nicht mehr verstehstduAidanistinGefahrundich...“ Sie war ein heulendes Nervenbündel. Nichts anderes. Peter blieb ruhig. Er berührte sie nicht und in dem Moment war ihr klar, dass sie nicht ihren Partner vor sich hatte, sondern einen Psychologen, der versuchte, einen Patienten einzuschätzen.
„Verdammt, ich kanns beweisen!“, platzte es aus ihr heraus und sie spürte die Verwandlung schon, bevor sie sie überhaupt wollte. Ihr Pyjama überstand das natürlich nicht und als eine hellbraune Wölfin von dem Sessel sprang, der Schwanz zwischen den Beinen und die Ohren ängstlich eingeknickt, waren davon nur noch Fetzen übrig. Geduckt kauerte Faith sich auf den Boden und wartete ab, immer wieder vorsichtig einen Blick nach oben riskierend.
Peter starrte sie nur an. Die Katzen hatten aufgehört, sich zu putzen und schienen sich nicht sicher zu sein, ob sie neugierig näherkommen oder flüchten sollten. Peter sagte kein Wort.
Challenge: Übernatürliches – Fabelwesen (für mich)
Fandom: Original (Nocturne Whispers)
Charaktere: Faith, Peter (nicht Peter Hale XD Den hier gibt’s in meinem Kopf schon länger als ich TW kenne)
Für:
Die Sache lief aus dem Ruder. Faith wusste das. Und das machte sie nur noch gereizter als ohnehin schon. Erst der verdammte Blutsauger, dann der seltendämliche Bulle und jetzt stellte sie auch noch fest, dass der Blutsauger sich zwar wirklich verpisst hatte, dafür aber nen Kollegen dagelassen hatte.
Bisher hatte sie immerhin nichts mehr von dem Schmalspurpolizisten gehört (sonst hätte es auch ne fette Beschwerde bei seinem Chef gegeben, die waren sicher genauso genervt wie sie von dieser geballten Inkompetenz) aber sie hatte auch wirklich andere Sorgen als den.
Dieser andere Vampir war zwar bisher nicht wirklich in Erscheinung getreten, aber Aidan hatte natürlich über sein Netzwerk herausgefunden, dass da jemand herumschlich. Wie ihr Bruder das immer wieder anstellte, wollte sie lieber nicht wissen. Hoffentlich brachte er sich nicht in die Schusslinie... Wenn sie könnte, würde sie Lamont doch noch umbringen, aber dummerweise war der Arsch, der ihnen das angetan hatte, inzwischen tot. Und keiner wusste, was in Russland passiert war.
Zwar hatte Aidan jemanden, der versuchte, es herauszufinden, aber so etwas dauerte seine Zeit. Selbst in ihren Kreisen. Müde stützte Faith ihren Kopf auf ihre Hände.
Sie sollte im Bett liegen und schlafen, aber der nahende Vollmond sang jetzt schon in ihrem Blut. Lauter als sonst, angespannt wie sie war. Das Monster wollte in Aktion treten. Die Wölfin, die ihr Rudel in Gefahr lief. Aidan war dafür, unterzutauchen, ein Wunsch, den sie verstehen konnte. Aber sie würde sich nicht verkriechen. Ihr ganzes Leben auf der Flucht sein, nur weil irgendjemand in ihrer Linie einem Vampir auf die Füße getreten war? Niemals!
Etwas tappste schnurrend näher und Lynn sprang auf ihren Schoß, ihre gelben Augen leuchteten, als sie das Licht der Straßenlaternen reflektierten. Ihre Schwester folgte auf dem Fuße. Es war schon merkwürdig, dass diese beiden Katzen sich ausgerechnet einer Werwölfin zugehörig fühlten. Lee erklomm halb ihre Schulter und schaffte es irgendwie, sich halb darauf und halb auf der Lehne des Lesesessels, den Peter sich ans Fenster gestellt hatte, zu sortieren ohne runterzufallen.
„Na, ihr beiden?“ Sie kraulte Lee unterm Kinn, was ein lautes Schnurren direkt in ihr Ohr zur Folge hatte, während sie Lynn über das glatte Fell streichelte. Die beiden Katzen beruhigten sie. Langsam verlor der Mond seine Macht und ihr aufgewühlter Geist wurde stiller.
Sie musste es ihm sagen. Die Gefahr wurde immer größer, sie musste es Peter einfach sagen. Und ihm so die Möglichkeit geben, zu gehen. Aus der Gefahrenzone. Jonathan war nur hinter ihr und Aidan her. Peter geriet nur ihretwegen in Gefahr. Das konnte und wollte sie nicht länger riskieren. Die Frage war nur, wann und wie sie es ihm am besten sagte. Zum Glück war es kein Problem, ihre zweite Natur zu beweisen.
Sie würde ihn verlieren. Und das nur, weil Lamont aus irgendeinem Grund zwei Teenager hatte beißen müssen.
„Faith... warum sitzt du denn immer noch hier? Im Dunkeln?“
Sie hatte Peter nicht kommen gehört und doch war er da.
„Ich musste nachdenken...“
„Und worüber?“ Er hockte sie neben den Sessel und sah sie an. Sie liebe es, wenn er bei ihr war. Er war ihr Fixpunkt, ihr Fokus. Mehr noch als ihr Bruder gab er ihr die Stabilität, die sie so dringend brauchte um ihr Temperament und die Wölfin zu bändigen.
„Wie ich es dir sage...“
„Wie du mir was sagst?“ Man musste nicht das feine Gehör eines Werwolfs haben um die Wachsamkeit in seiner Stimme zu hören.
„Da gibt es etwas, was du nicht über mich weißt... und über Aidan.“ Scheiße, sie sollte es ihren Bruder selbst regeln lassen.
„Und was?“
Zu spät. Jetzt musste sie es durchziehen und bevor Peter irgendwelche vollkommen falschen Schlüsse zog, musste sie Klartext reden. Auch wenn eine Lüge vielleicht gnädiger wäre. Aber sie wollte ihn nicht verlieren. Vielleicht kam er ja damit klar, dass er mit einem Monster zusammen war.
„Weißt du noch, als wir damals von diesem Hund angefallen wurden? Und beide ins Krankenhaus mussten?“
„Natürlich... ihr wart beide schwer verletzt.“
„Aidan schlimmer als ich.“ Sie erinnerte sich genau. Er hatte versucht, sie zu beschützen. Ihr zerstreuter großer Bruder... sie war immer die Kämpferin von beiden gewesen... und sie wollte ihn beschützen. Vor dem Fluch, der auf ihrer Linie lag. Vielleicht konnte er ja davonkommen? Aber ohne sie würde er nie untertauchen. Sie musste sich konzentrieren. „Das war kein Hund.“
„Was sollte es denn sonst sein? Ihr habt doch selbst gesagt, dass...“
„Da wussten wir es nicht besser. Danach haben wir schnell gemerkt, dass wir falsch lagen. Am nächsten Vollmond, um genau zu sein.“
„Wie meinst du das...?“ Peter klang sehr vorsichtig. Sie konnte sich vorstellen, dass er sich gedanklich darauf einstellte, dass seine quasi-Verlobte neuerdings Wahnvorstellungen hatte. Ha! Schön wärs.
Faith nahm Lee von ihrer Schulter und setzte sie ab, ihre Schwester folgte ihr ohne zu zögern. Dann stolzierten die Katzen ein Stück weit weg und setzten sich dort hin, um sich gegenseitig zu putzen.
„Ich meine, dass wir beide seitdem Werwölfe sind. Und guck mich nicht so an, ich kann es dir beweisen. Ich wollte es dir immer schon sagen, aber ich wusste nie wie und jetzt ist da dieser durchgeknalle Vampir, der mich umbringen will und der dich bedroht ich kann das nicht mehr verstehstduAidanistinGefahrundich...“ Sie war ein heulendes Nervenbündel. Nichts anderes. Peter blieb ruhig. Er berührte sie nicht und in dem Moment war ihr klar, dass sie nicht ihren Partner vor sich hatte, sondern einen Psychologen, der versuchte, einen Patienten einzuschätzen.
„Verdammt, ich kanns beweisen!“, platzte es aus ihr heraus und sie spürte die Verwandlung schon, bevor sie sie überhaupt wollte. Ihr Pyjama überstand das natürlich nicht und als eine hellbraune Wölfin von dem Sessel sprang, der Schwanz zwischen den Beinen und die Ohren ängstlich eingeknickt, waren davon nur noch Fetzen übrig. Geduckt kauerte Faith sich auf den Boden und wartete ab, immer wieder vorsichtig einen Blick nach oben riskierend.
Peter starrte sie nur an. Die Katzen hatten aufgehört, sich zu putzen und schienen sich nicht sicher zu sein, ob sie neugierig näherkommen oder flüchten sollten. Peter sagte kein Wort.
no subject
Date: 2014-08-08 09:56 pm (UTC)Hoffen wir, dass sie nicht bissig wird. Ich mag Peter als Menschen. Und lebendig!
PS: Whee, die Widmung hab ich erst hinterher gesehen! I love you!
PPS: NIEMAND weiß, was in Russland war. *kukukuku*
no subject
Date: 2014-08-08 10:26 pm (UTC)Sie ist einfach vollkommen überfordert und verzweifelt, die arme Kleine. ._. Aber alles wird gut!
*kicher* Ich freu mich, dass es dir gefällt!