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Team: Kalliope
Challenge: Übernatürliches – Magische Unfälle (für mich)
Fandom: Harry Potter
Charaktere: Albus Potter und Anhang
Anmerkung: Die wunderbare Feli hat sich diese Fic gewünscht, nachdem sie den Trailer zu „Horns“ gesehen hat. Ich hoffe, es trifft deine Vorstellungen. XD Leider bin ich nicht sehr gut darin, derart offene Konflikte zu schreiben.
Wörter: 915



Wenn er ehrlich wäre, müsste Albus zugeben, dass es witzig war. Onkel George und Lily sahen es jedenfalls so. „Das ist das erste Mal, dass Dad nicht im Mittelpunkt steht“, meinte Lily beinahe anerkennend. Albus grinste, aber ein Blick auf Scorpius ließ dieses Grinsen schnell wieder verschwinden. Sein Freund sah eher aus, als würde er sich ganz weit weg wünschen. Ein wenig erinnerte er ihn an das niedliche Streifenhörnchen, in das ein paar selbsternannte Scherzkekse ihn verwandelt hatten, als sie im sechsten Jahr gewesen waren. Eine Episode an die Scorpius selbst sich kaum mehr erinnerte, was auch besser so war.
Und das alles nur, weil Albus keinen Bock mehr darauf gehabt hatte, dass man ihm eine Affäre mit der Tochter irgendeines Sängers anrichtete. Die er nicht einmal ausstehen konnte, aber die keine Hemmungen hatte, die Gerüchte für ihre Karriere einzusetzen. Also hatte er vor drei Tagen einfach klipp und klar gesagt, dass er schwul und seit Jahren in einer festen Beziehung war. Etwas, was jeder, der mit ihm auf Hogwarts gewesen war, bestätigen konnte. Irgendwie war auch durchgesickert, dass besagte Beziehung ausgerechnet Scorpius Malfoy war, der sich aber schlichtweg weigerte, etwas dazu zu sagen. Verstehen konnte Albus es. Journalisten waren scheiße, vor allem wenn die für den Tagespropheten oder die Hexenwoche schrieben. So recht konnte er sich da nicht entscheiden, wer schlimmer war.
Rita Kimmkorn strengte sich jedenfalls richtig an, die größte Nervensäge zu werden. Ihre Feder zitterte richtig in ihrer Hand, als könne sie es kaum erwarten, loszulegen. „Nur eine kleine Stellungnahme, Mr. Potter! Stimmt es, dass... oh, da ist er ja! Also stimmt es? Sie sind mit dem Sohn des Erzfeindes ihres Vaters zusammen? Wie hat er das aufgenommen?“
Es brauchte zwei Sekunden, bis Albus diesen Satz auseinandergenommen hatte. Oha. Wenn er da irgendetwas zu sagte, würde er es bereuen. Und Scorpius sicher auch. Mr. Malfoy war bemüht nett genug, aber irgendwo waren da auch Grenzen und so wie die Kimmkorn sie beide gerade ansah, überlegte sie sicher schon, wem sie die tragischere Vergangenheit unter dem Schatten des Vaters andichtete. Albus fand übrigens, er hätte die verdient.
Die Zicke von der Hexenwoche drängte sich vor. „Die Malfoys haben zu Recht einen sehr schlechten Ruf, man denke nur an die unrühmliche Rolle im letzten Kampf gegen Den, Dessen Name Nicht Genannt Werden Darf.
Argh. War irgendein Jubliäum? Oder wurde es nie out, Voldemort auszubuddeln?
„Nur eine kleine Stellungnahme!“ „Unsere Leser sind brennend interessiert!“
„Klappe!“ Nerviges Pack! „Ganz ehrlich... macht es unter euch aus, wer mir auf die Nerven gehen darf, aber kommt nicht beide auf einmal an!“
Wieder ein Blick zu Scorpius, der inzwischen mit Tante Hermione sprach. Oder eher: Die auf ihn einredete. Noch wirkte er nicht, als würde er jede Sekunde disapparieren.
„Also wirklich!“ „Pressefreiheit!“ Zwei empörte Schmierfinken. Er sollte wohl froh sein, dass es nicht so viele Zeitungen und sonstwas wie in der Muggelwelt gab. Dann hätte er ganz sicher ein richtiges Problem.
„Meine Fresse... duelliert euch doch, wenn ihr unbedingt ein Interview wollt. Dann muss ich mich hinterher nur noch mit einer abgeben.“
Hinter ihm prustete jemand. Dieser Jemand klang nach Onkel George. „Genau! Ihr beide haut euch jetzt die Schädel ein, und die, die am Ende noch steht, kriegt ihr Interview!“, verkündete er gut gelaunt.
„George!“ Angelina und Ginny hatten es drauf, unisono empört zu sein. Musste die jahrelange Übung machen.
„Was denn?“
Tante Hermione und Scorpius sahen sie inzwischen auch wieder an. Mehr oder weniger jedenfalls. Scorpius hatte sich eine Hand vors Gesicht geschlagen, wie er es gerne tat, wenn er der Meinung war, dass sein Umfeld mal wieder besonders dämlich war. Was inmitten des Potter-Weasley-Clans oft genug vorkam.
Tante Hermione wirkte dagegen eher so, als wüsste sie nicht, ob sie wütend oder belustigt sein sollte. Als Chefin der magischen Strafverfolgung wäre ersteres sicher angebrachter, vor allem als die beiden Nervhexen plötzlich wirklich aufeinander losgingen. Was als ein halbwegs den Regeln folgendes Duell begann, wurde rasant zu einer Prügellei auf Muggelart, als es auf eine offenbar ziemlich hässlich-persönliche Art umschwenkte. „Ähm... ups?“
Ein zerbrochener Zauberstab landete vor seinen Füßen, Kimmkorns dämliche Feder schwebte angeknackst davon und der Einsatz von viel zu spitzen Fingernägeln wurde schnell bedenklich. Zwischendurch keiften die beiden Beleidigungen, bei denen Albus schmeichelhafte Begriffe wie „Stümperin“, „Schmierblatt“, „Hochstaplerin“, „unfähig“, „Schande“ und anderes heraushören konnte. Anscheinend konnten die beiden sich wirklich nicht ausstehen.
Tante Hermione ließ sich Zeit, bis sie dazwischenging, dann aber trennte sie die beiden Zicken mit einer beinahe gelangweilten Bewegung ihres Zauberstabes. „Ich würde sagen, das ist ein Unentschieden.“
Beide sahen reichlich zerrupft aus. Kimmkorns perfekte Frisur sah aus, als wäre sie für längere Zeit in einem Windkanal gewesen, ihr Umhang war von mintgrün zu einer merkwürdigen Mischung aus kanariengelb und knallpink geworden und Albus war sich sicher, dass er langsam die Farben wechselte. Ein Schuh fehlte ihr, sie hatte ein paar hässliche Kratzer im Gesicht, aber ihr Zauberstab lag noch intakt in ihrer Hand. Ihre Kollegin hatte Federn anstelle von Haaren verpasst bekommen und ihre Nase war ziemlich gewachsen. Nebenbei waren ihre Hände von ziemlich eklig aussehenden Furunkeln bedeckt. Autsch.
„Albus, du verschwindest besser, bevor die beiden wieder klar denken können. Wir unterhalten uns später darüber.“ Harrys Stimme klang etwas zu gefasst und Albus war sich nicht ganz sicher, welche Emotion er verbergen wollte.
„Wenigstens haben sie Scorpius jetzt erstmal vergessen.“
Kurz bevor er disapparierte, sah Albus, wie sein Vater grinste.

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