SciFi: Neue Welten
Jul. 30th, 2014 09:24 pmTeam: Erato
Challenge: SciFi – Neue Welten (für mich)
Fandom: Teen Wolf
Charaktere: Lydia und ein bisschen Allison, Scott, Stiles
Wörter: 715
A/N: Vorgeschichte hierzu. Mit viel Cyber Punk-Worldbuilding und Hintergrundgeschichte, die es irgendwie nicht von meinem Kopf auf den PC geschafft hat... Und, wie könnte es bei Cyber Punk mit Werwölfen anders sein: Heavily inspired by Shadowrun. ;)
Stiles hatte das alte Fabrikgelände entdeckt. "Irgendwo in den Untiefen der Entsorgungspläne einer Schattenfirma einer Schattenfirma von Whittemore Corp.", sagte er. Was hier einmal gefertigt wurde, hatte er nicht herausfinden können, aber seiner Meinung lag darin ja der halbe Spaß ihrer Mission, "fremde Galaxien und neue Lebensformen" zu erkunden. Lydia hatte genervt die Augen verdreht. Stiles spezielle Mischung aus uralten Popkultur-Referenzen und Galgenhumor war selbst an guten Tagen nur schwer zu ertragen.
Scott aber war aufmerksam die (wenigen) Dateien, die Stiles hatte auftreiben können, durchgegangen und war schließlich zu dem Schluß gekommen, dass es reichen musste. - Sie hatten nicht allzu viele Alternativen.
Lydia hatte ein ganz mieses Gefühl bei der Sache. Aber letztlich war es schließlich nicht ihr Versteck, nicht ihre Flucht, und wenn Hale meinte, sich auf verlassenen Fabrikgeländen vor seinem Onkel verstecken zu müssen, würde sie ihn nicht aufhalten.
Soweit Lydia sagen konnte, war das Gelände tatsächlich verlassen. Ihre Geräte konnten keine Wärmesignaturen wahrnehmen oder Funkaktivitäten feststellen. Da waren ein paar Überwachungskameras, aber die mit einer Schleife zu füttern kostete sie nicht einmal Minuten.
Stiles pfiff leise durch die Zähne. "Elegant."
Lydia antwortete nicht, sondern ließ einen erneuten Check laufen. Irgendetwas stimmte hier nicht, aber sie konnte keinen Grund dafür finden. Die Sonde zeigte völlig normale Sauerstoff und nur unwesentlich erhöhte Strahlungswerte an.
Eigentlich sah alles so viel besser aus als erwartet.
Mit einem Seufzen kappte sie die Verbindung und schauderte. An das Geräusch, mit dem der Stecker aus der Buchse in ihrem Nacken glitt, würde sie sich wahrscheinlich nie gewöhnen.
Scott sah sie erwartungsvoll an. Lydia zuckte mit den Achseln. "Sieht alles sauber aus." Ein mieses Gefühl und horrende Kopfschmerzen waren wirklich kein Argument gegen einwandfreie Messwerte.
"Gut. Dann geh ich raus."
Stiles hob den Kopf von seinem Tablett. Seine latente Magie machte es ihm unmöglich, eine Buchse zu benutzen, aber er versank auch ohne sie vollständig in den Kolonnen aus Einsen und Nullen auf dem Bildschirm. "Der Alpha leitet höchst selbst den Erkundungstrip? Sehr Captain Kirk von dir."
"Ich komm mit," erklärte Allison, zu absolut niemandes Überraschung. Boyd knurrte bloß zustimmend. Lydia wurde plötzlich speiübel. Mühsam kämpfte sie das Bedürfnis nieder, sich an Allisons Arm zu klammern und sie anzuflehen, nicht zu gehen.
Aber da draußen war nichts.
Nichts, was Lydias Geräte hätten messen können, hieß. Und auch Deatons magische Pulver und Detektionszauber hatten nichts feststellen können. Das alte Fabrikgelände war so sicher, wie es nur sein konnte.
Die Ausstiegsschleuse der Beacon war klein, wie bei den meisten alten Frachtgleitern. Gerade groß genug für eine Person (und selbst dann leicht klaustrophobisch).
Boyd ging als erster. Er machte ein paar vorsichtige Schritte, sah sich um, witterte. Dann signalisierte er Scott, dass er nachkommen sollte. Und Lydia begann zu schreien.
Allison fuhr zu ihr herum. "Lydia!" Aber Lydia hörte ihre Stimme kaum, ihr eigener Schrei hallte in ihren Ohren und ein Gewirr von Stimmen summte in ihrem Kopf wie weißes Rauschen. Und dann war plötzlich alles still.
"Lyd-" Sie war ohnmächtig, bevor ihr Körper auf dem Boden aufschlug.
Lydia fühlte sich, als hätte man sie in Watte gepackt. Alles war irgendwie dumpf. Jemand neben ihr wimmerte, aber sie konnte den Kopf kaum drehen. Ihr Hals schmerzte, als hätte sie stundenlang geschrien.
"Lydia?" Das war Allisons Stimme. Sie klang, als wäre sie unter Wasser. Lydia lächelte trotzdem, Allison hatte diesen Effekt auf sie. "Wie geht's dir?"
Sie versuchte mit den Achseln zu zucken. "Was ist passiert?" Auch ihre eigene Stimme klang dumpf.
Allisons Gesicht tauchte im Nebel vor ihren Augen auf. "Keine Ahnung. Du hast geschrien und bist ohnmächtig geworden. Genau in dem Moment, als Boyd..."
Wieder das Wimmern. Und auf einmal war Lydias Kopf wieder völlig klar. Ruckartig setzte sie sich auf. Auf der Liege neben ihr lag Boyd. Er war zusammengekrümmt, wand sich unter Ericas Versuchen, ihn zu beruhigen und er wimmerte vor Schmerzen.
Die Stimmen in Lydias Kopf begannen wieder zu summen, aufgeregt, wie kleine Kinder am Weihnachtsmorgen. Boyds Gesicht war blass, auf seinen Armen hatten sich dunkle Blasen gebildet und seine Nase blutete.
"Was... was ist mit ihm?"
Allison zuckte hilflos mit den Schultern. "Scott hat sowas noch nie gesehen. Wir sind unterwegs zu Deaton, der wird helfen können."
Aber Lydia wusste, dass nichts, absolut nichts, Boyd würde helfen können. Die Stimmen in ihrem Kopf stimmten ihr begeistert zu.
Challenge: SciFi – Neue Welten (für mich)
Fandom: Teen Wolf
Charaktere: Lydia und ein bisschen Allison, Scott, Stiles
Wörter: 715
A/N: Vorgeschichte hierzu. Mit viel Cyber Punk-Worldbuilding und Hintergrundgeschichte, die es irgendwie nicht von meinem Kopf auf den PC geschafft hat... Und, wie könnte es bei Cyber Punk mit Werwölfen anders sein: Heavily inspired by Shadowrun. ;)
Stiles hatte das alte Fabrikgelände entdeckt. "Irgendwo in den Untiefen der Entsorgungspläne einer Schattenfirma einer Schattenfirma von Whittemore Corp.", sagte er. Was hier einmal gefertigt wurde, hatte er nicht herausfinden können, aber seiner Meinung lag darin ja der halbe Spaß ihrer Mission, "fremde Galaxien und neue Lebensformen" zu erkunden. Lydia hatte genervt die Augen verdreht. Stiles spezielle Mischung aus uralten Popkultur-Referenzen und Galgenhumor war selbst an guten Tagen nur schwer zu ertragen.
Scott aber war aufmerksam die (wenigen) Dateien, die Stiles hatte auftreiben können, durchgegangen und war schließlich zu dem Schluß gekommen, dass es reichen musste. - Sie hatten nicht allzu viele Alternativen.
Lydia hatte ein ganz mieses Gefühl bei der Sache. Aber letztlich war es schließlich nicht ihr Versteck, nicht ihre Flucht, und wenn Hale meinte, sich auf verlassenen Fabrikgeländen vor seinem Onkel verstecken zu müssen, würde sie ihn nicht aufhalten.
Soweit Lydia sagen konnte, war das Gelände tatsächlich verlassen. Ihre Geräte konnten keine Wärmesignaturen wahrnehmen oder Funkaktivitäten feststellen. Da waren ein paar Überwachungskameras, aber die mit einer Schleife zu füttern kostete sie nicht einmal Minuten.
Stiles pfiff leise durch die Zähne. "Elegant."
Lydia antwortete nicht, sondern ließ einen erneuten Check laufen. Irgendetwas stimmte hier nicht, aber sie konnte keinen Grund dafür finden. Die Sonde zeigte völlig normale Sauerstoff und nur unwesentlich erhöhte Strahlungswerte an.
Eigentlich sah alles so viel besser aus als erwartet.
Mit einem Seufzen kappte sie die Verbindung und schauderte. An das Geräusch, mit dem der Stecker aus der Buchse in ihrem Nacken glitt, würde sie sich wahrscheinlich nie gewöhnen.
Scott sah sie erwartungsvoll an. Lydia zuckte mit den Achseln. "Sieht alles sauber aus." Ein mieses Gefühl und horrende Kopfschmerzen waren wirklich kein Argument gegen einwandfreie Messwerte.
"Gut. Dann geh ich raus."
Stiles hob den Kopf von seinem Tablett. Seine latente Magie machte es ihm unmöglich, eine Buchse zu benutzen, aber er versank auch ohne sie vollständig in den Kolonnen aus Einsen und Nullen auf dem Bildschirm. "Der Alpha leitet höchst selbst den Erkundungstrip? Sehr Captain Kirk von dir."
"Ich komm mit," erklärte Allison, zu absolut niemandes Überraschung. Boyd knurrte bloß zustimmend. Lydia wurde plötzlich speiübel. Mühsam kämpfte sie das Bedürfnis nieder, sich an Allisons Arm zu klammern und sie anzuflehen, nicht zu gehen.
Aber da draußen war nichts.
Nichts, was Lydias Geräte hätten messen können, hieß. Und auch Deatons magische Pulver und Detektionszauber hatten nichts feststellen können. Das alte Fabrikgelände war so sicher, wie es nur sein konnte.
Die Ausstiegsschleuse der Beacon war klein, wie bei den meisten alten Frachtgleitern. Gerade groß genug für eine Person (und selbst dann leicht klaustrophobisch).
Boyd ging als erster. Er machte ein paar vorsichtige Schritte, sah sich um, witterte. Dann signalisierte er Scott, dass er nachkommen sollte. Und Lydia begann zu schreien.
Allison fuhr zu ihr herum. "Lydia!" Aber Lydia hörte ihre Stimme kaum, ihr eigener Schrei hallte in ihren Ohren und ein Gewirr von Stimmen summte in ihrem Kopf wie weißes Rauschen. Und dann war plötzlich alles still.
"Lyd-" Sie war ohnmächtig, bevor ihr Körper auf dem Boden aufschlug.
Lydia fühlte sich, als hätte man sie in Watte gepackt. Alles war irgendwie dumpf. Jemand neben ihr wimmerte, aber sie konnte den Kopf kaum drehen. Ihr Hals schmerzte, als hätte sie stundenlang geschrien.
"Lydia?" Das war Allisons Stimme. Sie klang, als wäre sie unter Wasser. Lydia lächelte trotzdem, Allison hatte diesen Effekt auf sie. "Wie geht's dir?"
Sie versuchte mit den Achseln zu zucken. "Was ist passiert?" Auch ihre eigene Stimme klang dumpf.
Allisons Gesicht tauchte im Nebel vor ihren Augen auf. "Keine Ahnung. Du hast geschrien und bist ohnmächtig geworden. Genau in dem Moment, als Boyd..."
Wieder das Wimmern. Und auf einmal war Lydias Kopf wieder völlig klar. Ruckartig setzte sie sich auf. Auf der Liege neben ihr lag Boyd. Er war zusammengekrümmt, wand sich unter Ericas Versuchen, ihn zu beruhigen und er wimmerte vor Schmerzen.
Die Stimmen in Lydias Kopf begannen wieder zu summen, aufgeregt, wie kleine Kinder am Weihnachtsmorgen. Boyds Gesicht war blass, auf seinen Armen hatten sich dunkle Blasen gebildet und seine Nase blutete.
"Was... was ist mit ihm?"
Allison zuckte hilflos mit den Schultern. "Scott hat sowas noch nie gesehen. Wir sind unterwegs zu Deaton, der wird helfen können."
Aber Lydia wusste, dass nichts, absolut nichts, Boyd würde helfen können. Die Stimmen in ihrem Kopf stimmten ihr begeistert zu.
no subject
Date: 2014-08-02 09:20 am (UTC)Und was lernen wir daraus? Immer auf Lydias Bauchgefühl hören, Messinstrumente hin oder her.
Ich wage kaum zu fragen, ob es dazu eine Fortsetzung geben wird.. Und vor allem einen Schluss.