[identity profile] tsutsumi.livejournal.com posting in [community profile] 120_minuten
Team: Erato
Challenge: Übernatürliches – Magische Unfälle (für mich)
Fandom: Teen Wolf
Personen: Stiles, Scott, Lydia, Kira, Deaton, Dylan O.+Tyler P.
Warnung: teils RPF (sagt nicht, ich hätte euch nicht gewarnt!)
Wörter: ~1.200
Anmerkung: Ich hab keine Ahnung, wie das kam. Wer möchte, kann mir offiziell den gesunden Menschenverstand absprechen. Ich hatte aber trotzdem Spaß.

„Es ist nicht so, dass es unmöglich ist“, sagte Lydia und verschränkte die Arme.
„Es gibt genügend Theorien, die vermuten, dass es unzählige Realitäten gibt, die nebeneinander existieren.“
„Paralleldimensionen?“ Kira wippte für einen Augenblick aufgeregt auf ihren lila Chucks auf und ab. Sie wirkte eindeutig zu begeistert.
„Das ist ja der Wahnsinn!“

Es war Stiles, der sich halb auf dem silbernen Behandlungstisch in der Mitte von Doctor Deatons Tierarztpraxis niedergelassen hatte und sich die unsichtbaren Bartstoppeln am Kinn kratzte, gedankenversunken und auf eine seltsame Art und Weise resigniert, die Lydia sonst nicht von ihm kannte.

„Doc, bitte sagen Sie mir, dass sie schon Erfahrungen mit sowas hatten. Und dass Sie genau wissen, was zu tun ist. Oder ansatzweise. Oder irgendeine Idee haben.“

Kira und Lydia schauten abwechselnd zwischen ihm und dem Arzt hin und her.

Der arme Mann sah aus, als hätte er ein Gespenst gesehen. Unter seinen Augen lagen dunkle Halbmonde, ganz so, als ob er seit dem gestrigen Tage, an dem Stiles ihn sehr, sehr zögerlich angerufen hatte, nicht geschlafen hatte. Lydia konnte es ihm nicht verdenken.

„Ich muss euch enttäuschen“, murmelte Deaton und fuhr sich über sein Gesicht.

„Dieser Fall übersteigt meine Fähigkeiten um ein Vielfaches.“

„Wie ist das überhaupt passiert?“ , mischte Lydia sich ein.

„Najaa....“, sagte Stiles gedehnt. Er machte mit einer Hand vielredende, aber nichtssagende Bewegungen und erinnerte sie an einen unglaublich schlechten Pantominen.

„Scott und ich wollten diese Dunkelelfen verbannen. Mit dem Spruch und dem Trank, wie es im Beastiary beschrieben war.“

„Und ihr habt ganz nebenbei ein Wurmloch zu einer anderen Dimension geschaffen“, ergänzte Lydia tonlos, denn um Himmels Willen, das war selbst dann zuviel, wenn man bedachte, dass Werwölfe, Wendigos und Fuchsgeister inzwischen zu ihrem Alltag gehörten.

„Gott, Stiles, du weißt, dass du dieses Buch mit Vorsicht benutzen musst! Du glaubst doch auch nicht alles, was auf Wikipedia steht!“

„Ist ja gut, ich weiß es ja jetzt, okay?“, erwiderte Stiles gereizt.

„Okay, was ist, wenn es gar nicht so kompliziert ist?“, probierte Kira hoffnungsvoll.
„Was, wenn es damit gar nichts zu tun hat, und Scott nur...keine Ahnung...verwirrt ist? Wenn er nur denkt, dass er ein Schauspieler aus einer Paralleldimension ist? Ich meine, nur, dass er seine Werwolfkräfte nicht benutzen kann, beweist das doch noch lange nichts.“
Lydia wiegte nachdenklich mit dem Kopf.
Das war der eigentliche Anstoß gewesen. Die Flucht des Rudels vor einem wild gewordenen Omega und die Tatsache, dass Scott sie alle nur entgeistert angesehen hatte, als Lydia ihm beim Davonrennen zugebrüllt hatte, dass er gefälligst seine Augen anschalten und den fremden Werwolf verjagen solle.

„Glaubt mir, ich weiß es“, nuschelte Stiles.

„Was macht dich so sicher?“

Genau in diesem Augenblick klappte die Tür zum Badezimmer und der Junge, um den sie soeben die gesamte Zeit verbal herumgetänzelt waren, erschien zurück im Behandlungszimmer.

Stiles zog eine Grimasse und trat wortlos auf ihn zu. Unter dem Blick von Deaton, Kira und Lydia fasste er nach dem Saum von Scotts T-Shirt und zog den Stoff so weit hoch, bis sich darunter an den Rippenbögen ein Tattoo von einer lachenden und einer weinenden Theatermaske entblößte.

„Unter anderem das hier macht mich so sicher“, sagte Stiles.
„Plus die Tatsache, dass Malia sagt, dass er riecht wie einer, der seit Jahren Kette raucht.“

Nicht-Scott hatte den Anstand, entschuldigend zu grinsen:
„Hi. Ich bin Tyler.“ Er winkte nett in die Runde, als hätte er sie alle eben erst kennengelernt. Wenn man das so recht bedachte, stimmte das sogar.
„Das ist total irre. Bei mir hört das Set direkt hinter dem Raum hier auf, aber wow, da ist ja sogar eine richtige Toilette. Mit Spülung. Wahnsinn!“ Er strahlte Stiles an und schien auf eine Reaktion zu warten, die seinen Enthusiasmus irgendwie bestärken würde. Er hatte sogar die Hände erwartend erhoben. Als Stiles ihn lange anschaute und dabei noch resignierter dreinschaute als eben, verblasste das Grinsen auf seinem Gesicht und wich einem unsicheren, etwas verlorenem Ausdruck.

„Ich hab dir schon zu Hause gesagt, dass wir hier nicht aus dem Fenster pinkeln“, sagte Stiles tonlos.
„Oder ist das so eine komische Sache in eurem Universum?“

Aber er legte Nicht-Scott schließlich tröstend eine Hand auf die Schulter.



Dylan fand Scott auf dem Bett in seinem Wohnwagen, eingerollt zwischen Bettdecke und Laken. Er konnte sich nicht gegen einen Vergleich mit einem Hundebaby wehren.

Scott hatte den halben Drehtag damit verbracht, jemanden zu spielen, der eigentlich ihn spielte. Er hatte darüber gelacht, als Dylan es „Scott-ception“ genannt hatte, aber dann sehr, sehr müde ausgesehen.

Dass er inzwischen seit zwei Wochen versuchte, jemand zu sein, der er nicht war, einen Job zu erledigen, den er nicht kannte und mit der Existenz in einer Welt fertig zu werden, in die er nicht gehörte, erschöpfte ihn sichtlich.

Dylan schloss leise die Wohnwagentür hinter sich und versuchte, nicht allzu sehr mit der Plastiktüte, in der er das Essen trug, zu rascheln. Draußen war es dunkel und ein leiser Niesel hatte eingesetzt. Es war ruhig auf dem Gelände.

Er setzte sich vorsichtig auf das Bett neben die Stelle, an der Scott sich wie ein verletztes Tier eingerollte hatte und mit zuckenden Augenlidern schlummerte.
Wenn er eine Hand auf seine Schulter legte, fühlte er es – wie ein unerklärliches Rauschen, das ohne Worte von einem fremden Leben erzählte. Er roch wie Tyler. Irgendwie. Soweit Dylan das beurteilen konnte. Weswegen es ihn jedesmal aufs Neue erschreckte, wenn Scott sich vor ihm auszog und Tattoos und Narben fehlten, die dort eigentlich hingehörten.

„Hey“, flüsterte Dylan vorsichtig.
„Scott? Ich hab Chicken Wings geholt. Willst du welche?“

Der Junge zog einen tiefen Atem ein und seine Augenlider flatterten langsam.
„Keinen Hunger..“, flüsterte er.
„Aber danke...danke... ich bin nur so müde...“

Er sollte eigentlich hungrig sein. Aber das war vermutlich Scott.
Scott, der versuchte, dem einzigen Menschen, der in dieser Welt wusste, wer er wirklich war, nicht zu sehr zur Last zu fallen. Scott, der ohne zu murren früh morgens zur Arbeit erschien und sich eine Werwolfmaske ans Gesicht kleben ließ, die er eigentlich nicht brauchte. Scott, der Dylan ab und zu seine leuchtend roten Alphaaugen zeigte, einfach, weil sie wahnsinnig cool waren.
Scott, der ihm vor ein paar Abenden gestanden hatte, wie sehr er sein Zuhause vermisste. Wie sehr er Stiles vermisste.

Scott, der nicht wusste, ob die Menschen auf der anderen Seite diesen Unfall, der ihn hierher versetzt hatte, jemals würden rückgängig machen können.

„Schon okay.“
Dylan strich ihm beruhigend über die Schulter.
„Iss sie einfach später. Wir müssen sie ja nur in die Mikrowelle tun. Okay?“

„Okay.“ Scott rieb seine Wange gegen die Bettmatratze, ganz offensichtlich ein unwillkürlicher Versuch, den Geruch, der von Dylan darin haftete, in seine Haut zu reiben.

„Danke, Stiles.“

Dylan konnte sich nicht helfen. So seltsam es auch war, was hier geschehen war, letztlich war Scott auch nur ein Gestrandeter, der nichts anderes wollte, als wieder nach Hause zu gehen.

Er ließ die Chicken Wings neben dem Bett stehen, schlüpfte aus den Schuhen und legte sich hinter dem Jungen auf die Seite. Scott seufzte leise, als er zu bemerken schien, dass sich zwei Arme schützend um ihn legten, und er drängte sich Dylan von vorne entgegen.

Es war das Mindeste, was dieser für ihn im Moment tun konnte.

akira hier

Date: 2014-07-30 10:54 pm (UTC)
From: (Anonymous)
Ich mags. ^^
Ich weiß nicht, ob ich sie *patta*n will oder schmunzeln, jedenfalls bin ich auf die Auflösung gespannt. :)

Date: 2014-07-31 08:18 am (UTC)
From: [identity profile] rei17.livejournal.com
Ich find das immer noch einegroßartige Idee und ich will bitte mehr! Und Scott! ;_;
Du hast Scott traurig gemacht! *schnüff* Wino! Why? ;__; Ich verlange dass Dylan mit ihm kuschelt um es besser zu machen, sofort!

Dafür war Tyler, der kleine Dork, ein Quell der Freude. XD Schön, dass es ihn so begeistert, dass sie tatsächlich Toiletten benutzen und nicht aus dem Fenster pinkeln, aber gut wenn die Kulisse da nicht weitergeht...
Von denen will ich jetzt aber auch mehr wissen! Und eine Szene wo Tyler Scott spielen muss und Stiles denkt "ahahahaha, niemals kann der..." und dann passiert es und es ist wunderschön und Stiles' Herz bricht eine Runde weil er seinen besten Freund so sehr vermisst dass es wehtut.

Date: 2014-08-01 09:15 am (UTC)
luinaldawen: (Default)
From: [personal profile] luinaldawen
*wimmer* ;_; Du bist ja grausam! Wie kannst du Scott nur von seinem Rudel trennen? Das Rudel von Scott! *gibt leidende Geräusche von sich*
Aber... es ist großartig! Ich liebe es! Und bin zu einem brauchbaren Kommentar nicht mehr in der Lage, aber hey, wer braucht den schon! Ich hab Gefühle! Viele Gefühle!
Mach das wieder gut, ja! ;_;

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