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[identity profile] schwarze-elster.livejournal.com posting in [community profile] 120_minuten
Titel: "FLowershop of Horrors"
Autor: Grisu
Fandom: WeißKreuz
Challenge: beide irgendwie
GenreWarnungen: Groteske



„Also gut. Ich denke, ihr wisst alle, was für ein Tag heute ist.“, sagte Omi, während er vor der versammelten Mannschaft auf und abschritt. „Und ich denke, wir alle erinnern uns noch gut an die gigantischen roten Zahlen, die wir letzten Monat geschrieben haben, zum einen dank Kens Motorradaktion“ – Ein scharfer Blick traf Ken, der einigermaßen schuldbewusst dreinsah – „zum anderen dank der überdurchschnittlichen Anzahl verschwundener Schnittblumen.“ Omi sah Yohji aus schmalen Augen an, der an der Wand lehnte und mit einer unangezündeten Zigarette herumspielte.
Yohji zog die Augenbraue hoch. „Du kannst mir gar nichts nachweisen.“
Omi atmete einmal tief ein, dann lächelte er wieder und fuhr fort. „Valentinstag. Wir öffnen um Punkt neun Uhr. Ken und ich haben die Girlanden, Karten und den anderen Schnickschnack gestern abgeholt und jetzt müssen wir ihn nur noch im Laden verteilen. Aya, ist mit den Pflanzen alles in Ordnung?“
Aya nickte. Im Morgengrauen war eine Lieferung von mehreren Hundert dornenfreie Rosen in allen denkbaren Rot- und Rosatönen sowie mehrere Kartons Schleierkraut angekommen, die er in Empfang genommen hatte.
„Sehr gut.“ Omi überlegte einen Augenblick. „Ach ja. Wegen der Valentinskarten und der Schokolade von den Mädchen... Ich habe dieses Jahr eine Karton hinten ins Lager gestellt. Werft da bitte alles rein, was ihr loswerden wollt, bevor alle waagerechten Flächen im Laden bedeckt sind. Werft das Zeug auf gar keinen Fall, ich wiederhole, auf gar keinen Fall in den Abfall, wo die Mädchen es sehen können. Ich will keine Wiederholung der Vorfälle im letzten Jahr.“
Omi erinnerte sich schaudernd daran, wie letztes Jahr eine Massenhysterie ausgebrochen war, als Aya sämtliche herumliegenden Karten vor den Augen aller weggeschmissen hatte, nachdem eines der Mädchen auf einer am Boden herumliegenden Hochglanzkarte ausgerutscht war und sich den Knöchel verstaucht hatte.
„Und bitte Aya, behalte die Nerven. Schrei sie heute nicht an, wir brauchen das Geld.“
„Sei nicht unfair, Omi“, mischte Yohji sich ein. „Eine von ihnen hat ihn letztes Jahr mit einer Schere bedroht.“
Omi starrte Aya an. „Tatsächlich?“
Aya nickte stoisch. „Sie wollte eine Haarsträhne.“
Omis Augen wurden größer, dann schüttelte er den Kopf. „Okaaaay... Wo war ich stehengeblieben.“
„Karton im Lagerraum.“, half Ken weiter.
„Ah ja, richtig. Ich habe Anzeigen in einer Tageszeitung und im Internet gemacht und Yohji hat Flyer verteilt und wir stellen Werbeschilder auf, also werden hoffentlich auch ein paar ernsthafte Kunden kommen. Wenn wir alles richtig machen, müssten wir das Geld vom letzten Monat spielend wieder reinbekommen.“

~*~

Am frühen Nachmittag waren sie von einer Horde durcheinanderrufender, quatschender und quietschender Mädchen umgeben, die sich so dicht im Laden drängten, dass man kaum noch einen Stein zu Fall bringen konnte und die Luft wurde in dem Maße heißer und stickiger, in dem neue Mädchen dazukamen. Die Türglocke klingelte unaufhörlich, Handys piepsten und dudelten, ab und zu arteten kleinere Streitereien in ausgewachsene Bitchfights aus und Omi und Yohji, die schlichtend und aufräumend hin und her rannten, hatten alle Hände voll zu tun.
Aya band im Akkord einzelne Rosen mit Schleierkraut zusammen, während Ken abkassierte.
Rose nehmen, kürzen, Schleierkraut dazutun, Schleife rum, fertig, Rose nehmen, kürzen, Schleierkraut – zu wenig Schleierkraut, zu viel Schleierkraut, Scheiße, was war mit dem Zeug los, dass es alles aneinanderhing?
„Aya geht das auch etwas schneller?“, fragte Ken vorsichtig an.
„Nein, geht es nicht.“, sagte Aya ungeduldig, während er versuchte, das Schleierkraut möglichst vorsichtig auseinanderzufriemeln.
„Bind das doch einfach so zusammen wie’s kommt, dann geht’s schneller.“
„Ich bin kein verdammter Bauer, ich bin Florist. Das Schleierkraut soll die Blüte unterstützen und nicht zuwuchern, dass heißt, man darf nicht zuviel Schleierkraut nehmen, aber auch nicht zuwenig. Es muss ausgewogen sein, kapiert, ausgewogen. Und wenn es zuviel ist, dann mach ich was ab und wenn es zuwenig ist, dann nehm ich was dazu und die werden ja wohl die drei Minuten warten können, wenn ich hier den ganzen Tag stehen muss.“
Ken sah ihn an wie ein Auto. „Okay.“
Etwa zehn Minuten und siebenundzwanzig Mini-Valentinstagsgebinde später begannen Ayas Finger vom Akkordschleifenbandbinden wehzutun und er empfand es nach dem ersten Schreck als willkommene Abwechslung, als ein Stein durchs Schaufenster flog.
Das Glas wurde klirrend zerschmettert, mehrere Mädchen wurden von umherfliegenden Scherben und Splittern getroffen und nach einigen Momente schockierter Stille brach eine mittelgroße Panik aus, die dem diesjährigen Valentinstag ein jähes Ende bereitete.
Einige standen nur in der Gegend rum und starrten die kaputte Scheibe an. Andere schrien mehr oder weniger hilfreich durcheinander. „Oh mein Gott, was war das?“„Ist jemand getroffen worden?“ „Soll ich die Polizei rufen?“
Gesagt, getan. Noch während Omi umherrannte und mit Kens Hilfe ein wenig Ordnung zu machen versuchte, Aya etwas ratlos herumstand und überlegte, ob sie heute zumachen würden und was er mit der unerwarteten Freizeit anfangen sollte und Yohji den zerstörte Scheibe bestaunte, trafen die Polizei und ein Rettungswagen ein. Immerhin dauerte es so nicht allzu lang, bis die Mädchen verarztet und/oder nach Hause geschickt waren und der Schaden aufgenommen war. Yohji, sowie einige der Mädchen hatten den Täter gesehen und so konnte er ziemlich schnell als ein Mitarbeiter des Konkurrenzblumenladens um die Ecke identifiziert werden und die Polizei versprach, der Sache nachzugehen. Man sollte nicht glauben, was für ein hartes Gewerbe die Floristenbrache war.



Weiter hab ichs nicht geschafft, aber falls ich es noch fortsetze oder verändere, werde ich das hier anmerken.

Date: 2007-02-11 04:22 pm (UTC)
From: [identity profile] rei17.livejournal.com
Ich liebe Omi! *_*
Awwwwww - er war so herrlich strategisch und durchgeplant und hatte das Kommando. Yesss - Chibis an die Macht!
Atmosphärisch fand ich es total gelungen - diese Mischung aus hysterischer Panik und totalem strategischem Feldzug. *lach*

Armer Aya. O_O Mit einer Schere bedroht ... und dann darf man nicht mal seiner zwangsneurotischen Natur Audruck verleihen, in dem man das Schleierkraut abzirkelt. *hust* XD

Das Ende wirkt tatsächlich etwas abrupt - ich bitte dich, Snugglebunny, schreib weiter! ;__; Jetzt will ich doch wissen, ob es Überlebende gibt und alles!

~ Rei ~

Date: 2007-02-11 05:08 pm (UTC)
From: [identity profile] funky-mina.livejournal.com
YAY!! XDDD~~
Die sind ja alle so niedlich und Omi hat das alles so schön geplant! *-* Und Aya ist so schön ordnungsliebend und ästhetisch - ja, so gehört sich das! *anfeuer* das mit der Schere- ... ähm ... *Aya pat*
Kens Sache mit dem Motorrad? ô.ô' *blinzel*
Aber Yohji - jäj. XD "Du kannst mir ncihts anchweisen!" XDD~~~
Hach, die Jungs tunt mir irgendwo richtig Leid. *lach*
Ich gestehe ganz ehrlich, dass ich am Ende, mit dem Stein, wen anderen dahinter gehofft habe, als den Konkurenzladen - ich hörte schon die Sirenen jaulen und den Rauch aufsteigen! *LOL*
Gefällt mir ^^

Nyx

Date: 2008-03-23 11:14 pm (UTC)
From: [identity profile] ina-chan0808.livejournal.com
XD ich liebe den valentinstag, der gibt immer schön stoff für ff's *lach*
omittchi kann ja richtig anführer-like sein ^^ okay, wer außer aya könnte den haufen schon "regieren"? ^^"""
mh, ich find nur die sache mit dem stein etwas abrupt...vor allem weil dann nachher gleich schluss ist...so fast ohne ende.
das ist schade, weils doch so vielversprechend angefangen hat (armer aya...fließbandjobs sind eben nichts für ikebana fans...!) *lach* yohji sollte sich nicht so sicher sein, dass das cyber-chibi nicht überall im lager kameras installiert hat...

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