luinaldawen: (Default)
[personal profile] luinaldawen posting in [community profile] 120_minuten
Team: Kalliope
Challenge: h/c- Alptraum/Halluzination
Fandom: Prince of Tennis
Charaktere: Diverse
Wörter: 1005

Anmerkung: Ähm... es tut mir Leid? .__.
Teil 1

Es erinnerte ein wenig an ein Sommerlager. Nur, dass es hoffnungslos überfüllt war und es nicht allzu viele gab, die wirklich zu wissen schienen, was los war. Eine Frau mittleren Alters hatte alle Hände voll damit zu tun, mindestens dreißig verstörte Kinder zu beruhigen, einige Grundschülerinnen standen eng zusammen und sahen sich verängstigt um. Die Uniform eines der Mädchen war zerrissen und dreckig und ihre Blick hatte etwas gehetztes. Fuji wollte lieber nicht darüber nachdenken, was mit ihr passiert sein könnte. Er bekam auch keine wirkliche Gelegenheit dazu, denn sie wurden von den Soldaten schon weitergescheucht, bis sie einen weniger frequentierten Teil des Lagers erreichten. Dort hallte eine allzu vertraute Stimme deutlich über den Platz. „...wird nicht in einem dieser... Dinger schlafen, damit das klar ist. Ore-sama ist besseres gewohnt!“
„Dann schläfst du eben draußen, das ist mir nur Recht. So haben wir unsere Ruhe.“ Sanadas Stimme verriet deutlich, wie genervt er war. Offenbar dauerte diese Diskussion schon eine Weile an.
„Also bitte! Soll ich mir den Rücken kaputt machen, nur weil an den falschen Enden gespart wird?“
„So? Wo hätten sie denn deiner Meinung nach sparen sollen? Bei den Sicherheitsmaßnahmen?“ Das war Yukimura. Sanft, aber Fuji sah, wie Eiji neben ihm schauderte. „Nya... Der ist manchmal echt unheimlich...“
„Nur manchmal?“
„Steht hier nicht rum, kommt schon. Wir haben nicht den ganzen Tag Zeit.“
Erst jetzt bemerkte Fuji, dass er nicht der Einzige war, der von der Szene abgelenkt worden, und stehengeblieben war. Eiji sowieso, aber auch Inui und ein paar andere Klassenkameraden standen noch da, und sahen fasziniert zu den Streithähnen, die vor einem der Zelte standen. Atobe wirkte etwas... mitgenommen. Seine Haare lagen ausnahmsweise mal nicht perfekt und seine Schuluniform hatte einige Flecken.
„Wo sind die anderen?“, stellte Eiji die Frage, die Fuji nicht einmal denken wollte.
„Ich weiß es nicht... vielleicht in einem der anderen Zelte?“
Der Blick, den Eiji ihm zuwarf, sprach Bände.
„Diese Wahrscheinlichkeit liegt nur bei 2,5%“, wusste Inui überflüssigerweise hinzuzufügen.
„Besser das als Null...“
In einem stummen Einverständnis gingen sie weiter und erreichten nun ziemlich schnell etwas, was wohl das Hauptgebäude sein sollte. Was insofern beeindruckend war, weil es zumindest als Gebäude durchging und damit zwischen den Zelten und Wohncontainern hervorstach.
Davor wartete jemand, der zumindest nach Militär aussah, allerdings mit seiner Aufgabe alles andere als zufrieden wirkte. Fuji bezweifelte auch, dass Babysitting für einen ganzen Haufen verängstigter und verzweifelter Flüchtlinge sein Traum gewesen war, als er zur Armee gegangen war.
„Willkommen in Quarantänezone 14C. Die Regeln sind einfach: Ihr bleibt in eurem zugewiesenem Bereich. Ihr macht keinen Ärger. Ihr befolgt die Befehle der Soldaten und erledigt die euch zugewiesenen Aufgaben. Jede Woche werdet ihr auf den Parasiten getestet. Erscheint jemand nicht, fliegt er sofort raus. Jedes Symptom, und sei es nur eine kleine Erkältung, wird sofort dem verantwortlichen Offizier gemeldet. Wer das nicht tut, fliegt raus. Das wars von meiner Seite, alles weitere erklärt euch Hauptmann Matsumoto.“ Weg war er.
Eiji starrte Fuji an. „Was war das denn?“
„Jemand, der seinen Job richtig liebt“, witzelte einer der selbsternannten Klassenclowns, aber seine Scherze waren schon mal besser gewesen.
„Was soll das alles eigentlich?“ Die Frage, die keiner bisher ernsthaft zu stellen gewagt hatte. Laut genug, dass wirklich jeder es hören konnte. Und eigentlich kannten sie die Antwort darauf.
Ein Parasit der aus irgendeinem Dschungel gekrochen war. Man vermutete, dass verseuchtes Fleisch verantwortlich gewesen war und die dumme Angewohnheit der Menschen, alles über weite Strecken zu verschicken hatte den Rest erledigt.
Wer einmal infiziert war, hatte vielleicht ein paar Wochen Ruhe, bevor er langsam durchdrehte. Sie verloren den Verstand und konnten noch dabei zusehen. Aussetzer, immer wieder. Die Nachrichten hatten einen Infizierten gezeigt, wie er abgeführt worden war. Ein Mann in einem ruinierten Anzug, haltlos schluchzend, nachdem er sich wie ein Tier auf Passanten gestürzt hatte.
Anfangs hatten einige das ja noch für einen schlechten Scherz gehalten. Eine sehr geschmacklose PR-Aktion für einen neuen Film. Aber zu schnell war daraus Ernst geworden. Ein Alptraum, den keiner jemals hatte erleben wollen.
Der Offizier, der anscheinend für sie zuständig war, erzählte irgendetwas, aber Fuji hörte nicht zu. Ebenso wenig wie einige der anderen, wie er merkte. Er sah sich um. Einige brüteten vor sich hin, andere weinten. Inui machte sich natürlich Notizen, während Eiji sich an Fujis Hand klammerte, als wäre das alles, was ihn vor einem Zusammenbruch bewahrte.
Mit einem Mal war alles zu viel. Es brauchte nur eine kurze, ruckartige Bewegung, um sich von Eijis Klammergriff zu befreien, als sie endlich gehen durften, um die Zelte zu suchen, die ihnen zugewiesen worden waren. Das alles interessierte Fuji aber gerade gar nicht, er ging dorthin zurück, wo er Atobe, Sanada und Yukimura gesehen hatte. Die waren inzwischen um Yanagi reicher geworden, aber noch immer sah er niemanden von Atobes Schule. Niemanden aus seinem Team.
„Fuji“, wurde seine Anwesenheit von Sanada zur Kenntnis genommen und Yanagi ging zu Inui, der ihm ganz offenbar gefolgt war.
„Ihr seid die letzten“, hörte Fuji ihn sagen und er traute sich kaum, die Frage zu stellen, die ihm auf der Seele brannte. Aber es half alles nichts, er musste es wissen. „Wie viele... wer ist noch hier?“
Es war Yukimura, der nach einer Weile antwortete, die Stimme ungewohnt gedrückt: „Außer uns? Ich habe Kamio und Ibu gesehen. Sengoku. Wer ist bei euch dabeigewesen?“
„Eiji und Kaidoh.“
„Tezuka?“, fragte Atobe nun. Fuji zuckte mit den Schultern. „Ich habe seit einem halben Jahr nichts mehr von ihm gehört.“
Obwohl um sie herum die unvermeidlichen Geräusche von zu vielen Menschen auf zu engem Raum schwirrten, war die Stille zwischen ihnen erdrückend. Ohne ein weiteres Wort verschwand Atobe schließlich in seinem Zelt.
„Sind sie...“, begann Fuji leise und Sanada antwortete: “Wir wissen es nicht. Sie waren auf einem Turnier. Atobe ist verletzt und musste zu Hause bleiben.“
„Sein Benehmen rechtfertigt das trotzdem nicht“, murmelte Yukimura, wirkte aber selbst nicht wirklich überzeugt von seinen Worten.

Date: 2014-07-21 07:56 am (UTC)
From: [identity profile] turwaith.livejournal.com
Ich war ja anfangs sehr skeptisch und dachte mir: "Wieso schreibt denn niemand mehr ganz einfachen PoT fluff?!" Dann hab ich deiner Geschichte doch eine Chance gegeben. Und ich muss sagen, dass sie mir jetzt doch ausgesprochen gut gefällt. Sie erinnert mich an eine Mischung aus Battle Royal und The day after tomorrow. Ich hab einfach was übrig für Endzeitstimmungen. :D Ich bin sehr gespannt, wie es weitergehen wird, vor allem, weil ich mich auf Tezuka freue, der immer einer meiner Lieblinge war (und bei dem ich mich nie entscheiden konnte, ob ich ihn lieber mit Fuji oder mit Atobe shippe :D)
Edited Date: 2014-07-21 08:14 am (UTC)

Date: 2014-07-26 10:44 pm (UTC)
From: [identity profile] youseichen.livejournal.com
Oh, wie ich es mag, wie du Atobe, Sanada und Yukimura eingeführt hast - sehr charakteristisch (auch Eijis Reaktion auf Yukimura 8D). Da hatte man immerhin etwa zu Schmunzeln bei all dem Drama, was ich mir hier ausmale :/
Ich mag auch die Stimmung, die du erzeugst, sehr passend alles. ... Und trotzdem möchte ich nun lieber was Fluffiges lesen ;Q; (Meeeh, meine Babys! Tezuka... Akaya... Shiraishi... und überhaupt alle, die müssen alle überleben bzw überhaupt noch leben T___T)

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