Team: Erato
Fandom: Teen Wolf
Charaktere/Pairing: Scott/Lydia
Warnungen: Hetero *GASP*, und immer noch sexlos - I hate myself? Aber ich wollte Sex pollen mit consenting Sex vereinbaren und deswegen dauert das ein wenig, okay? XD
Challenge: Hurt/Comfort: Erschöpfung (körperlich/mental) für mich
Wörter: ~1800
Vorwort: Es ist Scotts Schuld. Weil er so ein anständiger Kerl ist. Sorry.
"Here be dragons" bedeutet "gefährliches oder unbekanntes Territorium" (danke Wikipedia!)
Direkte Fortsetzung von Teil 1
Zwei Tage später liegt Scott in Jogginghosen und einem alten, schlabbrigen T-Shirt auf der Couch, hört dem Regen zu, der von draußen an die Scheiben prasselt und zappt, als es an der Tür klingelt. Überrascht steht er auf.
Es ist definitiv zu früh für seine Mutter und Stiles hat sich vor einer halben Stunde erst verabschiedet. Und so viele andere Freunde hat er ja nicht.
Scott öffnet die Tür und erstarrt.
Es ist Lydia.
Sie ist komplett durchweicht, ihr grünes Flatterkleidchen klebt an ihrem Körper und sie hat die Arme vor der Brust verschränkt. Ihre Haare kleben klatschnass in ihrem Gesicht und sie atmet schwer, als sei sie die halbe Strecke hierher gerannt. In hochhackigen Schuhen.
„Oh shit“, keucht Scott. „Ist alles okay? Ist was passiert? Lydia!“
Er wirft einen hektischen Blick nach draußen, in dem vagen Verdacht, dass eine Horde Dämonen hinter ihr her ist. Ohne auf eine Antwort zu warten, greift er nach ihrem Ellbogen und schiebt sie aus dem Regen und nach drinnen.
Lydia stolpert über die Schwelle in den Hausflur. Sie zuckt zusammen, als er sie berührt, und er lässt sofort wieder los. Sein Puls schnellt ungebeten in die Höhe. „Was ist los?“ fragt er nachdrücklich. „Lydia! Was ist passiert?“
Sie atmet zitternd aus und schiebt sich einen Schwung nasser dunkelroter Haare aus dem Gesicht. Scott möchte ihr beruhigend die Hand auf die Schulter legen, aber er traut sich nicht sie anzufassen. Nicht nachdem sie eben so zusammengezuckt ist.
Als sie endlich etwas sagt, ist es nicht das, was sie erwartet.
„Ich kann das nicht“, sagt sie. Ihre Stimme ist dünn. „Ich drehe durch. Das ist mein Ernst.“
„Okay.“ Beruhigend hebt er die Hände. „Es ist okay. Alles ist okay. Wir…“
„Okay? Scott, nichts ist okay!“ faucht sie. „Ich hätte eben beinah einen Mittfünfziger mit Halbglatze angesprungen und zu Boden gerungen, nur weil er mir einen lüsternen Blick zugeworfen hat.“
Hilflos lässt Scott die Hände sinken. „Lydia…“
Oh. Oh Gott.
„Ich kann nicht… ich kann es nicht aufhalten“, sagt sie hilflos.
Ein Teil von ihm hat gehofft, dass Lydia dieses Problem inzwischen gelöst hat, dass sie es so selbstverständlich in die Hand genommen und gelöst hat, wie sie immer alle Probleme löst. Weil sie eben Lydia ist.
Ihm wird heiß und kalt zugleich und sekundenlang fühlt er sich wie gelähmt.
Lydia ist seine Problemlöserin.
Was soll er denn machen, wenn sie das Problem nicht lösen kann?
„Ich dachte du hättest…“, sagt er langsam.
„Offensichtlich nicht“, faucht sie.
„Wie-wieso nicht? Ich meine… Lydia, du könntest jeden haben. Du kannst sie dir doch aussuchen.“ Es ist keine Schleimerei, er meint es ganz ehrlich.
Sie fährt sich über das Gesicht und sekundenlang schimmert ihre Verletzlichkeit durch wie Licht durch einen geschlossenen Vorhang. „Ich will aber nicht jeden.“
Er versucht etwas zu erwidern, aber dann hat sie schon die Arme um seinen Hals geschlungen und ihre Lippen auf seine gepresst.
Ihr Mund ist nass vom Regen, aber warm und süß, so wie er ihn in Erinnerung hat. Eine Sekunde lang zerschmilzt er in ihrer Umarmung, willenlos, so wie eine Millionen Jungen zuvor in Lydia Martins Armen zerschmolzen sind.
Dann erwacht der rationale Teil seines Gehirns. Abrupt zieht er den Kopf zurück.
„Nein“, sagt er atemlos. „Lydia. Warte, warte. Lydia!“ Er greift behutsam nach ihren Handgelenken und löst sie von seinem Nacken.
Sie sieht erhitzt aus, benebelt. Es dauert einen Augenblick, bis sie ausatmet und sich über das Gesicht fährt. Sie tritt zurück. „Entschuldige.“ Er sieht wie ihr Kehlkopf hüpft als sie schluckt. „Das war nicht…“ Sie lacht rau. „Das war nicht unbedingt der Plan.“
„Was… was der Plan?“
Sie schüttelt den Kopf. Wassertropfen fliegen wie Glitzerregen um sie herum. „Ich dachte, du darfst mich vorher zum Essen einladen, und ich lass dich unter dem Tisch meine Hand halten.“ Sie klingt steif, beherrscht, als ob sie die ganze Zeit um Fassung ringt.
Und Scott kann es riechen. Es klebt an ihr, überall, der Geruch von Verlangen, klebrig und süß und seltsam benebelnd.
Es ist seltsam weil er genau spüren kann wie sein ganzer Körper darauf anspringt, wie sein Puls sich beschleunigt und wie sich eine pulsierende Hitze in seinem Unterleib ausbreitet. Das ist der dauernotgeile Teenager in ihm.
Aber seine andere Hälfte ist der Alpha. Er ist ihr Alpha. Und er fühlt sich sanft und beschützend bei Lydia, weil sie ein Rudelmitglied in Not ist, und er sie beschützen und Drachen für sie töten möchte, mehr als alles andere.
„Du bist ganz nass“, sagt er und hält ihr seine Hand entgegen. „Komm mit nach oben, okay? Ich gebe dir was Trockenes zum Anziehen und dann reden wir.“
„Ich sollte gehen“, sagt Lydia verzweifelt. Ihre Finger sind in dem Stoff ihres Kleides verkrallt, als ob sogar der dünne Stoff auf ihrer Haut brennt. „Ich kann nicht hier bleiben. Du weißt nicht, wie ich mich fühle, du weißt nicht…“
„Nein.“ Er schüttelt den Kopf. „Lydia, nein. Ich lass dich nicht allein nach da draußen, wenn du nicht ganz bei dir bist. Das mach ich nicht.“
Allein bei dem Gedanken, dass sie es vielleicht nicht mehr kontrollieren kann… und dass es da draußen irgendwelche Typen gibt, die das ausnutzen könnten, wird ihm ganz anders.
„Du bleibst hier“, sagt er. „Und wir überlegen uns was. Ich verspreche es.“
Sie nickt, zögernd.
-
Lydia trägt ein weißes T-Shirt von Scott, dass ihr gefühlte fünf Nummern zu groß ist.
Ihr Kleid hängt zum Trocknen über seinem Stuhl. Ihr BH auch. Er ist dunkelblau und aus Satin und Scott hält sich mit Gewalt davon ab ihn genauer zu betrachten.
Seine Hände sind feucht und er wischt sie verlegen an seiner Jeans ab.
Lydia läuft unruhig durch sein Zimmer, ihre Finger gehen auf und zu, als ob sie nach etwas sucht, woran sie sich festhalten kann. Sie ist frisch geduscht, aber trotzdem ist sie eingehüllt in eine Wolke aus Lust, heißem, pochendem, beinah schmerzhaftem Verlangen. Es strömt ihr aus allen Poren. Eine hektische kleine Ader pulsiert an ihrer Schläfe, und Scott ist sich ihrer ganzen Anwesenheit plötzlich über alle Maßen bewusst.
Er sitzt auf dem Bett. Der Wolf in seinem Inneren jault und kratzt an seiner Haut, und er zwingt ihn mit Gewalt nach unten.
„Was brauchst du?“ fragt er schließlich.
Er ist bereit alles Mögliche zu tun. Buchstäblich alles.
Aber es ist ihre Entscheidung. Mehr als alles andere will er, dass es ihre Entscheidung ist. Wenn ihr schon jede andere Möglichkeit eine freie Entscheidung zu treffen weggenommen wurde. Dann will er das nicht auch noch tun.
Sie lacht rau. „Das weißt du doch. Einen Orgasmus. Oder zwei. Oder zehn.“ Sie rubbelt sich über die bloßen Arme, als ob es sie überall juckt. „Bis es weggeht.“
„Gibt es irgendeinen anderen Weg?“ fragt er. „Irgendetwas, was das… das Ganze beendet?“
„Nein.“
„Bist du sicher? Irgendein Ritual? Ein Zauberspruch? Wenn es nur ein Drache ist, den wir erledigen müssten…“, fragt er hoffnungsvoll. Er würde jeden Drachen für sie erledigen. Wirklich jeden. Im Alleingang. So lange es nur das verzweifelte Zittern ihrer Hände beendet und den hilflosen, gehetzten Blick in ihren Augen auslöscht.
Sie bleibt stehen und einen Augenblick ruht ihr Blick auf ihm, ungewohnt sacht.
„Ich weiß“, sagt sie. „Ich weiß, dass du das tun würdest. Aber nein. Ich brauche… ich muss… nein.“ Sie betrachtet ihn und schnaubt. „Guck nicht so bedröppelt. Ich hatte schon häufig Sex in meinem Leben. Mit vielen verschiedenen Leuten. Ich bin ja keine Nonne.“
„Ich weiß.“ Er nickt. „Was… was ist mit einem von denen?“
„Nein.“ Sie ringt die Hände. „Nein. Ich kenne keinen von denen wirklich. Und es kann niemand sein, dem ich nicht vertraue. Nicht wenn ich so… wenn ich so bin.“ Sie wirft ihm einen Blick zu und er nickt zum Zeichen, dass er versteht.
Ihm dreht sich selbst der Magen um bei dem Gedanken, dass es irgendein fremder Kerl ist, der sie vielleicht nicht gut behandelt. Der es ausnutzt, dass sie sich nicht unter Kontrolle hat.
„Die einzigen beiden davon, die ich kannte“, sagt sie leise, „waren Jackson und Aiden. Und beide sind… fort.“ Ihre Stimme ist gefasst.
„Möchtest du… ich weiß nicht, möchtest du, dass ich dir einen Callboy organisiere?“ Sie hebt die Augenbrauen und er fügt schnell hinzu: „Ich würde dich hinbringen und draußen auf dich warten. Ich versprech es. Und ich würde dich sicher nach Hause bringen. Und wenn er irgendwas versucht, was du nicht willst, würde ich…“
Er bricht ab, als sie lacht. Entsetzt stellt er fest, dass ihre Augen verdächtig glitzern. „Es tut mir leid“, sagt er alarmiert. „Ich wollte nicht… weinst du etwa?“
Sie kommt zum Bett und lässt sich behutsam neben ihm auf der Bettkante nieder. Ein halber Meter Abstand befindet sich zwischen ihnen und Scott spürt jeden einzelnen der fünfzig Zentimeter überdeutlich. Er kann das Blut hören, was durch ihre Adern pumpt. „Großer Gott, du bist wirklich der netteste Junge, den ich kenne“, murmelt sie und wischt sich über das Gesicht.
Scott findet es nicht richtig sich was darauf einzubilden, dass er ein Minimum an Anstand besitzt, deswegen erwidert er nichts darauf. Stumm betrachtet er sie.
Lydia hebt den Kopf. Ihre Wimpern sind tränennass und ein Kranz zerlaufender Wimperntusche hat sich unter ihren Augen verteilt. Ihre Wangen sind weiß und rosa, und sehen aus wie aus Porzellan.
„Wieso willst du mich nicht?“ fragt sie.
Sie sagt es ruhig, beinah sachlich, aber trotzdem fühlt Scott sich als ob jemand mit einem Schlag die gesamte Luft aus dem Zimmer gesaugt hat.
Er weiß, dass sie darüber reden, schon seit sie ihm das erste Mal gestanden hat, was los ist. Er und sie. Sie und er. Zusammen.
„Das ist es nicht.“ Atemlos schüttelt er den Kopf. „Lydia. Das ist es nicht.“
„Es ist nur Sex“, sagt sie trotzig. „Es muss überhaupt nichts bedeuten.“
„Doch“, sagt er leise. „Das muss es definitiv.“
Ihre Schultern sinken in sich zusammen, als ob ihr jemand die Luft hinauslässt. „Ich verstehe.“ Abrupt steht sie auf.
„Nein, tust du nicht.“ Er greift nach ihrem Handgelenk. Seine Finger sind dunkel auf ihrer weißen Haut. Er hält sie so lose, dass es eine Überraschung ist, dass sie überhaupt stehen bleibt. Sie blickt auf ihn hinunter, ihr Gesicht ungewohnt ernst und offen. „Es würde immer etwas bedeuten, weil du mir etwas bedeutest“, sagt er ernsthaft. „Und weil Sex mir etwas bedeutet. Und deswegen kann ich keinen bedeutungslosen Sex mit dir haben. Verstehst du das?“
„Ich werde nicht betteln“, sagt sie. Ein einzelner Wassertropfen perlt über ihren Hals und versickert in dem Stoff von Scotts T-Shirt. Scott sieht es wie in Zeitlupe. Alles an Lydia ist Zeitlupe und Großaufnahme, die feuchte Haarsträhne, die sich in ihre Stirn kringelt, die Bissspuren auf ihrer Unterlippe. Ihre bloßen Beine sind weiß in dem dämmrigen Licht. Es lässt sie ungewohnt verletzlich aussehen.
Scott schüttelt den Kopf.
„Ich sage nur, ich kann keinen bedeutungslosen Sex mit dir haben.“ Er atmet aus und lässt ihre Hand los. „Ich könnte dir sehr liebevollen Sex anbieten. Keine Verpflichtungen oder irgendwas. Aber das ist der einzige Sex, den ich anbieten kann.“
Fortsetzung folgt
Fandom: Teen Wolf
Charaktere/Pairing: Scott/Lydia
Warnungen: Hetero *GASP*, und immer noch sexlos - I hate myself? Aber ich wollte Sex pollen mit consenting Sex vereinbaren und deswegen dauert das ein wenig, okay? XD
Challenge: Hurt/Comfort: Erschöpfung (körperlich/mental) für mich
Wörter: ~1800
Vorwort: Es ist Scotts Schuld. Weil er so ein anständiger Kerl ist. Sorry.
"Here be dragons" bedeutet "gefährliches oder unbekanntes Territorium" (danke Wikipedia!)
Direkte Fortsetzung von Teil 1
Zwei Tage später liegt Scott in Jogginghosen und einem alten, schlabbrigen T-Shirt auf der Couch, hört dem Regen zu, der von draußen an die Scheiben prasselt und zappt, als es an der Tür klingelt. Überrascht steht er auf.
Es ist definitiv zu früh für seine Mutter und Stiles hat sich vor einer halben Stunde erst verabschiedet. Und so viele andere Freunde hat er ja nicht.
Scott öffnet die Tür und erstarrt.
Es ist Lydia.
Sie ist komplett durchweicht, ihr grünes Flatterkleidchen klebt an ihrem Körper und sie hat die Arme vor der Brust verschränkt. Ihre Haare kleben klatschnass in ihrem Gesicht und sie atmet schwer, als sei sie die halbe Strecke hierher gerannt. In hochhackigen Schuhen.
„Oh shit“, keucht Scott. „Ist alles okay? Ist was passiert? Lydia!“
Er wirft einen hektischen Blick nach draußen, in dem vagen Verdacht, dass eine Horde Dämonen hinter ihr her ist. Ohne auf eine Antwort zu warten, greift er nach ihrem Ellbogen und schiebt sie aus dem Regen und nach drinnen.
Lydia stolpert über die Schwelle in den Hausflur. Sie zuckt zusammen, als er sie berührt, und er lässt sofort wieder los. Sein Puls schnellt ungebeten in die Höhe. „Was ist los?“ fragt er nachdrücklich. „Lydia! Was ist passiert?“
Sie atmet zitternd aus und schiebt sich einen Schwung nasser dunkelroter Haare aus dem Gesicht. Scott möchte ihr beruhigend die Hand auf die Schulter legen, aber er traut sich nicht sie anzufassen. Nicht nachdem sie eben so zusammengezuckt ist.
Als sie endlich etwas sagt, ist es nicht das, was sie erwartet.
„Ich kann das nicht“, sagt sie. Ihre Stimme ist dünn. „Ich drehe durch. Das ist mein Ernst.“
„Okay.“ Beruhigend hebt er die Hände. „Es ist okay. Alles ist okay. Wir…“
„Okay? Scott, nichts ist okay!“ faucht sie. „Ich hätte eben beinah einen Mittfünfziger mit Halbglatze angesprungen und zu Boden gerungen, nur weil er mir einen lüsternen Blick zugeworfen hat.“
Hilflos lässt Scott die Hände sinken. „Lydia…“
Oh. Oh Gott.
„Ich kann nicht… ich kann es nicht aufhalten“, sagt sie hilflos.
Ein Teil von ihm hat gehofft, dass Lydia dieses Problem inzwischen gelöst hat, dass sie es so selbstverständlich in die Hand genommen und gelöst hat, wie sie immer alle Probleme löst. Weil sie eben Lydia ist.
Ihm wird heiß und kalt zugleich und sekundenlang fühlt er sich wie gelähmt.
Lydia ist seine Problemlöserin.
Was soll er denn machen, wenn sie das Problem nicht lösen kann?
„Ich dachte du hättest…“, sagt er langsam.
„Offensichtlich nicht“, faucht sie.
„Wie-wieso nicht? Ich meine… Lydia, du könntest jeden haben. Du kannst sie dir doch aussuchen.“ Es ist keine Schleimerei, er meint es ganz ehrlich.
Sie fährt sich über das Gesicht und sekundenlang schimmert ihre Verletzlichkeit durch wie Licht durch einen geschlossenen Vorhang. „Ich will aber nicht jeden.“
Er versucht etwas zu erwidern, aber dann hat sie schon die Arme um seinen Hals geschlungen und ihre Lippen auf seine gepresst.
Ihr Mund ist nass vom Regen, aber warm und süß, so wie er ihn in Erinnerung hat. Eine Sekunde lang zerschmilzt er in ihrer Umarmung, willenlos, so wie eine Millionen Jungen zuvor in Lydia Martins Armen zerschmolzen sind.
Dann erwacht der rationale Teil seines Gehirns. Abrupt zieht er den Kopf zurück.
„Nein“, sagt er atemlos. „Lydia. Warte, warte. Lydia!“ Er greift behutsam nach ihren Handgelenken und löst sie von seinem Nacken.
Sie sieht erhitzt aus, benebelt. Es dauert einen Augenblick, bis sie ausatmet und sich über das Gesicht fährt. Sie tritt zurück. „Entschuldige.“ Er sieht wie ihr Kehlkopf hüpft als sie schluckt. „Das war nicht…“ Sie lacht rau. „Das war nicht unbedingt der Plan.“
„Was… was der Plan?“
Sie schüttelt den Kopf. Wassertropfen fliegen wie Glitzerregen um sie herum. „Ich dachte, du darfst mich vorher zum Essen einladen, und ich lass dich unter dem Tisch meine Hand halten.“ Sie klingt steif, beherrscht, als ob sie die ganze Zeit um Fassung ringt.
Und Scott kann es riechen. Es klebt an ihr, überall, der Geruch von Verlangen, klebrig und süß und seltsam benebelnd.
Es ist seltsam weil er genau spüren kann wie sein ganzer Körper darauf anspringt, wie sein Puls sich beschleunigt und wie sich eine pulsierende Hitze in seinem Unterleib ausbreitet. Das ist der dauernotgeile Teenager in ihm.
Aber seine andere Hälfte ist der Alpha. Er ist ihr Alpha. Und er fühlt sich sanft und beschützend bei Lydia, weil sie ein Rudelmitglied in Not ist, und er sie beschützen und Drachen für sie töten möchte, mehr als alles andere.
„Du bist ganz nass“, sagt er und hält ihr seine Hand entgegen. „Komm mit nach oben, okay? Ich gebe dir was Trockenes zum Anziehen und dann reden wir.“
„Ich sollte gehen“, sagt Lydia verzweifelt. Ihre Finger sind in dem Stoff ihres Kleides verkrallt, als ob sogar der dünne Stoff auf ihrer Haut brennt. „Ich kann nicht hier bleiben. Du weißt nicht, wie ich mich fühle, du weißt nicht…“
„Nein.“ Er schüttelt den Kopf. „Lydia, nein. Ich lass dich nicht allein nach da draußen, wenn du nicht ganz bei dir bist. Das mach ich nicht.“
Allein bei dem Gedanken, dass sie es vielleicht nicht mehr kontrollieren kann… und dass es da draußen irgendwelche Typen gibt, die das ausnutzen könnten, wird ihm ganz anders.
„Du bleibst hier“, sagt er. „Und wir überlegen uns was. Ich verspreche es.“
Sie nickt, zögernd.
-
Lydia trägt ein weißes T-Shirt von Scott, dass ihr gefühlte fünf Nummern zu groß ist.
Ihr Kleid hängt zum Trocknen über seinem Stuhl. Ihr BH auch. Er ist dunkelblau und aus Satin und Scott hält sich mit Gewalt davon ab ihn genauer zu betrachten.
Seine Hände sind feucht und er wischt sie verlegen an seiner Jeans ab.
Lydia läuft unruhig durch sein Zimmer, ihre Finger gehen auf und zu, als ob sie nach etwas sucht, woran sie sich festhalten kann. Sie ist frisch geduscht, aber trotzdem ist sie eingehüllt in eine Wolke aus Lust, heißem, pochendem, beinah schmerzhaftem Verlangen. Es strömt ihr aus allen Poren. Eine hektische kleine Ader pulsiert an ihrer Schläfe, und Scott ist sich ihrer ganzen Anwesenheit plötzlich über alle Maßen bewusst.
Er sitzt auf dem Bett. Der Wolf in seinem Inneren jault und kratzt an seiner Haut, und er zwingt ihn mit Gewalt nach unten.
„Was brauchst du?“ fragt er schließlich.
Er ist bereit alles Mögliche zu tun. Buchstäblich alles.
Aber es ist ihre Entscheidung. Mehr als alles andere will er, dass es ihre Entscheidung ist. Wenn ihr schon jede andere Möglichkeit eine freie Entscheidung zu treffen weggenommen wurde. Dann will er das nicht auch noch tun.
Sie lacht rau. „Das weißt du doch. Einen Orgasmus. Oder zwei. Oder zehn.“ Sie rubbelt sich über die bloßen Arme, als ob es sie überall juckt. „Bis es weggeht.“
„Gibt es irgendeinen anderen Weg?“ fragt er. „Irgendetwas, was das… das Ganze beendet?“
„Nein.“
„Bist du sicher? Irgendein Ritual? Ein Zauberspruch? Wenn es nur ein Drache ist, den wir erledigen müssten…“, fragt er hoffnungsvoll. Er würde jeden Drachen für sie erledigen. Wirklich jeden. Im Alleingang. So lange es nur das verzweifelte Zittern ihrer Hände beendet und den hilflosen, gehetzten Blick in ihren Augen auslöscht.
Sie bleibt stehen und einen Augenblick ruht ihr Blick auf ihm, ungewohnt sacht.
„Ich weiß“, sagt sie. „Ich weiß, dass du das tun würdest. Aber nein. Ich brauche… ich muss… nein.“ Sie betrachtet ihn und schnaubt. „Guck nicht so bedröppelt. Ich hatte schon häufig Sex in meinem Leben. Mit vielen verschiedenen Leuten. Ich bin ja keine Nonne.“
„Ich weiß.“ Er nickt. „Was… was ist mit einem von denen?“
„Nein.“ Sie ringt die Hände. „Nein. Ich kenne keinen von denen wirklich. Und es kann niemand sein, dem ich nicht vertraue. Nicht wenn ich so… wenn ich so bin.“ Sie wirft ihm einen Blick zu und er nickt zum Zeichen, dass er versteht.
Ihm dreht sich selbst der Magen um bei dem Gedanken, dass es irgendein fremder Kerl ist, der sie vielleicht nicht gut behandelt. Der es ausnutzt, dass sie sich nicht unter Kontrolle hat.
„Die einzigen beiden davon, die ich kannte“, sagt sie leise, „waren Jackson und Aiden. Und beide sind… fort.“ Ihre Stimme ist gefasst.
„Möchtest du… ich weiß nicht, möchtest du, dass ich dir einen Callboy organisiere?“ Sie hebt die Augenbrauen und er fügt schnell hinzu: „Ich würde dich hinbringen und draußen auf dich warten. Ich versprech es. Und ich würde dich sicher nach Hause bringen. Und wenn er irgendwas versucht, was du nicht willst, würde ich…“
Er bricht ab, als sie lacht. Entsetzt stellt er fest, dass ihre Augen verdächtig glitzern. „Es tut mir leid“, sagt er alarmiert. „Ich wollte nicht… weinst du etwa?“
Sie kommt zum Bett und lässt sich behutsam neben ihm auf der Bettkante nieder. Ein halber Meter Abstand befindet sich zwischen ihnen und Scott spürt jeden einzelnen der fünfzig Zentimeter überdeutlich. Er kann das Blut hören, was durch ihre Adern pumpt. „Großer Gott, du bist wirklich der netteste Junge, den ich kenne“, murmelt sie und wischt sich über das Gesicht.
Scott findet es nicht richtig sich was darauf einzubilden, dass er ein Minimum an Anstand besitzt, deswegen erwidert er nichts darauf. Stumm betrachtet er sie.
Lydia hebt den Kopf. Ihre Wimpern sind tränennass und ein Kranz zerlaufender Wimperntusche hat sich unter ihren Augen verteilt. Ihre Wangen sind weiß und rosa, und sehen aus wie aus Porzellan.
„Wieso willst du mich nicht?“ fragt sie.
Sie sagt es ruhig, beinah sachlich, aber trotzdem fühlt Scott sich als ob jemand mit einem Schlag die gesamte Luft aus dem Zimmer gesaugt hat.
Er weiß, dass sie darüber reden, schon seit sie ihm das erste Mal gestanden hat, was los ist. Er und sie. Sie und er. Zusammen.
„Das ist es nicht.“ Atemlos schüttelt er den Kopf. „Lydia. Das ist es nicht.“
„Es ist nur Sex“, sagt sie trotzig. „Es muss überhaupt nichts bedeuten.“
„Doch“, sagt er leise. „Das muss es definitiv.“
Ihre Schultern sinken in sich zusammen, als ob ihr jemand die Luft hinauslässt. „Ich verstehe.“ Abrupt steht sie auf.
„Nein, tust du nicht.“ Er greift nach ihrem Handgelenk. Seine Finger sind dunkel auf ihrer weißen Haut. Er hält sie so lose, dass es eine Überraschung ist, dass sie überhaupt stehen bleibt. Sie blickt auf ihn hinunter, ihr Gesicht ungewohnt ernst und offen. „Es würde immer etwas bedeuten, weil du mir etwas bedeutest“, sagt er ernsthaft. „Und weil Sex mir etwas bedeutet. Und deswegen kann ich keinen bedeutungslosen Sex mit dir haben. Verstehst du das?“
„Ich werde nicht betteln“, sagt sie. Ein einzelner Wassertropfen perlt über ihren Hals und versickert in dem Stoff von Scotts T-Shirt. Scott sieht es wie in Zeitlupe. Alles an Lydia ist Zeitlupe und Großaufnahme, die feuchte Haarsträhne, die sich in ihre Stirn kringelt, die Bissspuren auf ihrer Unterlippe. Ihre bloßen Beine sind weiß in dem dämmrigen Licht. Es lässt sie ungewohnt verletzlich aussehen.
Scott schüttelt den Kopf.
„Ich sage nur, ich kann keinen bedeutungslosen Sex mit dir haben.“ Er atmet aus und lässt ihre Hand los. „Ich könnte dir sehr liebevollen Sex anbieten. Keine Verpflichtungen oder irgendwas. Aber das ist der einzige Sex, den ich anbieten kann.“
Fortsetzung folgt
no subject
Date: 2014-07-20 10:49 am (UTC)Wenn das vorbei ist, schickt die liebe Rei dir bestimmt noch einen Drachen vorbei. *pattet Scott*
Hach... und Lydia... in ihrer Haut sollte keiner stecken. ._. Und sie macht das schon seit Tagen mit und dann noch ohne dem Drang nachzugeben. Das zeigt soooo gut, wie stark sie ist! ♥ Natürlich geht sie zu Scott. Er ist der Alpha, er ist nett und sie vertraut ihm voll und ganz.
Diese Geschichte definiert ihre Beziehung soooo gut! Ich hoffe ja, dass es hilft! ._. Und dass Kira nicht Wind davon bekommt. *hust*
no subject
Date: 2014-07-23 05:59 pm (UTC)Ich glaube nicht, dass ich Scydia je shippen werde, aber ich bin ja offen für alles und ich liebe Lydia und ich liebe Scott, also passt das schon :)
Die Idee mit dem "Erregt sein" ist ja mal endgeil. Finde ich verdammt cool und irgendwie musste ich die ganze Zeit an Dark Angel denken (weiß nicht, ob du die Serie kennst, aber sie hat auch dreimal im Jahr so einen Tag, wo sie total läufig ist xD)
Man muss es Lydia aber wirklich hoch anrechnen, dass sie bisher mit niemanden ins Bett gesprungen ist. Wie Scott erwähnt hat, hätte sie ja wirklich jeden haben können. Lydia Martin kann aussuchen, wen sie will und genau deshalb finde ich es so süß, dass sie zu Scott geht.
Sie braucht jemanden, den sie vertrauen kann und genau das ist Scott.
Hach, so toll.
Und von Scott muss ich gar nicht anfangen. Er ist perfekt, wie er immer ist. So einen will ich auch!!!
Alleine seine Gedanken, wie er ständig einen Drachen erledigen will. Ich musste so grinsen. Beim nächsten Mal schenke ich ihm einen Drachen, damit er etwas tun kann, was er wirklich händeln kann ;)
Aber ich finde, er hat es souverän gelöst. Ich meine, er hätte ja die Situation direkt nach den Kuss ausnutzen können, aber dann wäre es nicht der Alpha, den wir lieben.
Er setzt sich erst ein aller Ruhe hin und redet mit ihr, bevor er ihr liebevollen Sex anbietet. Oh mein Gott, es war soooo süß.
Wenn es jetzt nicht klappen sollte, dann müssen die Beiden es wohl einfach weiterversuchen, bis Lydia endlich geheilt ist, selbst wenn es Monate dauern sollte ;)
no subject
Date: 2014-07-31 07:05 pm (UTC)Ich meine, ich könnte hier ja wieder Seiten füllen mit Juchzen und Schluchzen und Hachzen und wäh ;__; Ich weiß, das ist der Auftakt zu Porn, aber Gooottt, es ist auch so schönes h/c irgendwie. Und so liebevoll. Und so warm. Und so kuschelweich.
Ich finde es so schön (und beruhigend), dass Lydia dann doch wieder zu Scott gekommen ist mit der Sache. Zum einen, weil er schon Bescheid weiß, wahrscheinlich zum anderen, weil er Alpha und einer ihrer besten Freunde ist. Eigentlich ja der beste nach Stiles. Und sie tut mir so leid, weil sie so durcheinander ist und völlig aus der Bahn geworfen, weil das kein einfach zu lösendes Problem ist, weil das etwas ist, worüber sie keine Kontrolle hat. Und Gott, es muss so demütigend sein, sich vor Verzweiflung fast an einen glatzköpfigen alten Sack ranzuwerfen ;___;
Und Scott ist so lieb und so vorsichtig ;__; Es ist unfassbar. Alle Männer dieser Welt sind nun für mich versaut und vergessen, weil keiner von denen wie Scott ist ;___; Und du hast Schuld! Du und Tyler Posey und wäh xD
Es macht so viele Dinge mit mir zu sehen, wie er sie ganz vorsichtig behandelt ohne patronizing zu sein (weil er immer fragt, was sie wohl denkt, was sie möchte, ohne sie auch nur annähernd zu bevormunden und gah ;__; *___*). Ich meine, er traut sich ja nicht mal wirklich, sie anzufassen.
Und dann lässt er sie duschen und leiht ihr eins seiner Shirts und oh Gott, dann bietet er ihr die Sache mit dem Callboy an und Mann, Scott, wirklich?? Ernsthaft?? Wie kommst du nur auf die Idee? XD Kurz nachdem Lydia gesagt hat, sie will nicht irgendwen?? Ach, du armer Trottel ;_;
„Ich sage nur, ich kann keinen bedeutungslosen Sex mit dir haben.“ Er atmet aus und lässt ihre Hand los. „Ich könnte dir sehr liebevollen Sex anbieten. Keine Verpflichtungen oder irgendwas. Aber das ist der einzige Sex, den ich anbieten kann.“
Hell yess! Hell yeah! Ich möchte ja mal betonen, wie fasznierend es ist, dass da zwei Menschen stehen, die unendlich heiß aufeinander sind, ja geradezu notgeil, und einer davon ist sogar ein Werwolf – und sie reden ganz vernünftig und vorsichtig miteinander und wäh ;__; Gott, ich liebe Sott. Ich liebe ihn so sehr ;__; Rei, du bist unfair zu mir ;_____;
Ich mag seinen Smut so gerne. Er ist so voller Gefühle, dass es wehtut. Also, auf eine gute Art und Weise. Hach....ich freu mich so auf die Fortsetzung. Aus...Gründen. *räusper*