Here be dragons I [Smut: Sex Pollen]
Jul. 18th, 2014 09:57 pmTeam: Erato
Fandom: Teen Wolf
Charaktere/Pairing: Scott/Lydia
Warnungen: Hetero *GASP*, dieser Teil ist noch völlig sexlos - sorry?
Challenge: Smut: Sex Pollen (für mich)
Wörter: ~1500
Vorwort: Weil ich Wino schon ewig Scott/Lydia schreiben wollte. XD Das ist hier leider nur Teil 1. Mehr kommt bald. Erwartet keine Story oder sowas! Zero Plot. Ernsthaft.
"Here be dragons" bedeutet "gefährliches oder unbekanntes Territorium" (danke Wikipedia!)
Im Mai wird Lydia von Kobolden gekidnappt.
Kobolde.
Im Nachhinein ist es vielleicht irgendwie lustig. Vielleicht. Für irgendjemanden, der nicht Scott ist.
Aber die dreizehn Stunden, in denen das Rudel völlig außer sich nach ihr sucht, sind alles andere als lustig.
Als sie sie endlich finden – in Silberketten gelegt und mit Blumenkränzen bedeckt, aber unversehrt und lebendig, Gott sei Dank – wird Scott beinah schwindelig vor lauter Erleichterung.
Er macht kurzen Prozess mit den Ketten während Kira und Malia hinter ihm auf die Kobolde losgehen und sie in die Flucht schlagen.
„Ihr habt euch Zeit gelassen“, ist das erste, was Lydia sagt, als sie auf die Beine kommt. Sie schwankt und Scott greift nach ihrem Ellbogen, um sie festzuhalten. Ihr Kleid ist zerrissen und ihre Haare sind zerzaust.
„Bist du okay? Lydia?“ Besorgt lässt Scott die Hände an ihr entlang wandern und versucht sich davon zu überzeugen, dass sie wirklich heil und in einem Stück ist.
„Ja.“ Lydia atmet tief durch und schiebt seine Hände beiseite. „Ich bin okay. Scott. Es ist alles gut.“
Er kann den Moment beinah sehen, in Zeitlupe und Großaufnahme, wie sie sich zusammenreißt und entschlossen die Haare zurückwirft.
Scott lässt die Hände sinken und nickt.
Es ist leichter mit Stiles.
Es ist alles immer leichter mit Stiles, aber vor allem weil Stiles ihn nie auslacht oder verurteilt, nur weil Scott ein einziger, großer Werwolf-Ball aus Gefühlen ist.
Wenn es Stiles wäre, den er gerade erst wiederbekommen hätte, würden sie sich längst in den Armen liegen und Scott würde sein Gesicht an seinem Hals vergraben und tief einatmen, und Stiles würde ihm über den Rücken streicheln und versichern, dass Scott sein Held ist und dass alles gut ist.
Es ist anders mit Lydia, weil Lydia eine Prinzessin in einem von Stacheldraht umhüllten Turm ist. Lydia ist stolz und tapfer und deswegen tritt Scott artig beiseite als sie an ihm vorbeirauscht.
-
Lydia ist nicht okay.
Und drei Tage später ist sie immer noch nicht okay.
Es ist subtil. So subtil, dass Leute wie Kira und Malia, die sie noch nicht so gut kennen, es sicher nicht bemerken. Aber als Stiles ihn mitten auf dem Schulhof zur Seite zerrt und leise fragt was mit ihr los ist, kann Scott nur hilflos mit den Schultern zucken.
Er weiß es doch auch nicht.
Er weiß nur, dass etwas los ist.
„Sie ist so…“ Stiles macht komplizierte Handbewegungen mit seinen langen, ausdrucksvollen Händen.
„Ja“, sagt Scott.
„Noch schlimmer als sonst“, sagt Stiles. Er klingt besorgt.
„Ich weiß.“ Sie riecht auch irgendwie anders seitdem sie zurück. Es ist ein Geruch, der ihm vage bekannt vorkommt, aber dann auch wieder nicht, und er ist nicht ganz sicher, wie er ihn zuordnen soll.
„Vielleicht haben sie ihr was angetan?“ flüstert Stiles.
„Wer? Die Kobolde?“
Stiles‘ Kopf wippt auf und ab, als er nickt. „Jemand muss mit ihr reden“, sagt er.
Er hat unglücklich die Augenbrauen zusammengezogen und seine Augen sind groß und dunkel. Er macht das Ding mit seinem Gesicht, wo er unschuldig und hilflos aussieht, als ob er kein Wässerchen trüben könnte und man ihm unbedingt einen Gefallen tun möchte.
Aber vielleicht geht das nur Scott so.
„Ich soll mit ihr reden?“ übersetzt Scott perplex.
„Ja, man.“
„Aber ich… wieso… ich meine…“
„Alter.“ Stiles legt die Hände auf seine Schultern, als sei Scott sein bester Champion in einem Boxkampf und beginnt ihn aufmunternd durchzukneten. „Du bist der Alpha, okay? Und du bist der Lydia-Flüsterer.“
„Ich bin was?“
„Es stimmt, okay?“ beteuert Stiles und massiert eifrig weiter. „Sie vertraut dir. Sie hört auf dich. Sie zertrampelt dich nicht unter ihren hochhackigen Schuhen, so wie alle anderen Männer der Welt, okay? Weil du besonders bist. Also geh hin, mein Bester, und rede mit ihr. Du schaffst das!“
Sanft aber nachdrücklich schubst er Scott in die Richtung, wo Lydia alleine unter einem Baum sitzt und liest.
Scott verdreht die Augen, aber er gehorcht.
Erstens macht er sich selbst Sorgen um Lydia.
Und zweitens ist Stiles definitiv der Scott-Flüsterer, wenn man danach geht wie oft Stiles es schafft, dass Scott genau das tut was er von ihm will.
Vorsichtig und mit einem Meter Sicherheitsabstand lässt er sich neben Lydia im Gras nieder.
„Hi“, sagt er vorsichtig.
„Hi“, erwidert sie ohne aufzusehen. Ihr Rücken ist so gerade und angespannt, dass Scott schon beim Zusehen spürt wie seine Bandscheiben anfangen zu protestieren.
Sekundenlang sieht er dabei zu wie sie entschlossen in ihr Buch starrt.
Als sie auch nach fünf Minuten nicht ein einziges Mal umgeblättert hat, räuspert er sich unbehaglich.
Lydia seufzt und lässt ihr Buch sinken. „Hat Stiles dich geschickt?“
„Ja. Nein. Vielleicht? Ich weiß nicht?“ sagt Scott verzweifelt.
Lydia rollt mit den Augen.
„Er macht sich nur Sorgen um dich“, sagt Scott leise. „Wir machen uns Sorgen, okay?“
Einen Moment lang rechnet er beinah damit, dass Lydia verächtlich schnaubt und verkündet, dass mit ihr alles in bester Ordnung ist, abgesehen von ihrer Nagelpflege, vielen Dank auch.
Aber das passiert nicht.
Stattdessen beißt Lydia sich auf die Unterlippe.
Scott lässt ihr Zeit.
„Es ist so dumm“, platzt es schließlich aus ihr heraus.
Scott neigt den Kopf, als Zeichen, dass er aufmerksam zuhört.
„Es ist so demütigend.“
Ihr Blick ist starr nach vorne gerichtet, als bringt sie es nicht über sich, Scott anzusehen. „Ich fühle mich wie ein Idiot. Deswegen will ich nicht…“ Sie macht eine abweisende Handbewegung.
„Was auch immer es ist, wir finden bestimmt eine Lösung“, sagt Scott leise. Es ist ein Versprechen.
Lydia presst die Lippen aufeinander und einen Augenblick sieht sie so hilflos und überwältigt aus, dass Scott spüren kann wie eine Woge aus Alpha-Beschützerinstinkten in ihm hochschwappt.
Eine Lydia, die nicht weiter weiß, bewirkt so etwas in ihm. Das ist einfach nicht okay.
Er würde tausend Drachen besiegen und nackt durch Stacheldraht kriechen, wenn das ihr das nur irgendwie weiterhelfen würde.
„Haben sie dir etwas…“, beginnt er im selben Moment als es aus ihr herausplatzt: „Ich bin erregt, okay?“
„Erregt? Inwiefern Erregt?“, wiederholt Scott verwirrt.
„Großer Gott“, faucht Lydia und klappt ihr Buch mit einem lauten Knall zusammen. „Sexuell.“
Es dauert einen Moment, bis er versteht.
Scott pausiert. Das ist irgendwie so gar nicht, was er erwartet hat. Dann errötet er, weil er jetzt weiß wieso ihm der schwere, leicht süßliche Geruch, der an ihr haftet so bekannt vorkommt.
„Oh“, sagt er. Und dann nochmal, etwas zaghafter: „Oh?“
Das… das ist kein Drache, den er besiegen kann.
Lydia gibt ein frustriertes Geräusch von sich, halb Ausatmen, halb Seufzen. „Sie hatten irgendein Ritual mit mir vor, dass… ach, frag nicht. Es ist sehr unappetitlich. Sie hatten vor mich irgendjemandem zu opfern, nachdem mich irgendein gehörntes Wesen vernascht hat. Und offenbar musste ich dafür entsprechend ‚willig‘ sein.“ Sie macht verächtliche Gänsefüßchen mit den Fingern.
„Oh Gott“, sagt Scott, ein wenig überwältigt.
Wieso ist es kein Drache?
Er wünscht sich, es wäre ein Drache, den er für sie besiegen könnte.
Er erinnert sich an ihr unordentliches Kleid und ihr loses Haar, und die Art wie Blumengirlanden sich um ihren Körper gerankt haben… wie eine Einladung.
Eine Sekunde lang schaudert es ihn bei dem Gedanken, dass sie auch nur Minuten später gekommen wären.
Später.
Zu spät.
„Was… was wird denn jetzt mit dir passieren?“ fragt er besorgt. „Brauchst du irgendwas? Willst du mit Deaton…?“
„Nein“, sagt Lydia scharf. „Nein.“ Sie atmet tief durch und weicht Scotts Blick aus.
Jetzt wo Scott es weiß, kann er es überall an ihr wahrnehmen. Den schweren, bittersüßen Geruch nach Verlangen. Ihren leicht beschleunigten Puls. Ein einzelner Schweißtropfen auf ihrer erhitzten Haut, der ihren Nacken entlang rollt.
Sie ist plötzlich sehr nah, sehr dicht, so als ob sie zu ihm herangezoomt worden wäre.
Verlegen zwingt er sich in eine andere Richtung zu sehen. Es fühlt sich plötzlich sehr intim an neben Lydia zu sitzen.
„Nichts wird passieren“, sagt Lydia kühl. „Ich bin lediglich dazu gezwungen mich zu fühlen wie ein läufiger Pudel, so lange bis… bis ich mir einen Idioten ausgesucht habe, der einen halbwegs anständigen Job macht mich zu befriedigen. Ja, ich hab es nachgelesen, ich bin informiert, vielen Dank auch. Ich brauche niemand, der mir Dinge sagt, die ich längst weiß.“
„Brauchst du…?“
„Nein.“
Scott macht verlegene Handbewegungen.
Und hört sofort wieder damit auf. Er zieht eine peinlich berührte Grimasse, denn das ist jetzt wirklich gar nicht passend. „Ähm… hast du…? Hast du schon…?“
„Selbst Hand angelegt?“ fragt Lydia spröde. „Ja, natürlich.“
„Aber es…?“
„Hilft nicht.“
„Und du bist sicher, dass du nicht…?“
„Ich brauch definitiv nichts“, faucht Lydia und steht abrupt auf. Sie wirft ihre Haare zurück und reckt stolz das Kinn empor. „Ich werde das ganz alleine erledigen und ich wäre dir dankbar, wenn du es für dich behältst.“
Scott nickt eilig.
Als Stiles ihn später am Ärmel packt und ihn erwartungsvoll ansieht, schüttelt er stumm den Kopf. „Sie ähm… sie hat alles im Griff“, sagt er. „Mach dir keine Sorgen.“
Er weiß nicht, ob das stimmt.
Gott, wieso ist es kein Drachen, den er für sie erledigen kann?
Fortsetzung folgt
Fandom: Teen Wolf
Charaktere/Pairing: Scott/Lydia
Warnungen: Hetero *GASP*, dieser Teil ist noch völlig sexlos - sorry?
Challenge: Smut: Sex Pollen (für mich)
Wörter: ~1500
Vorwort: Weil ich Wino schon ewig Scott/Lydia schreiben wollte. XD Das ist hier leider nur Teil 1. Mehr kommt bald. Erwartet keine Story oder sowas! Zero Plot. Ernsthaft.
"Here be dragons" bedeutet "gefährliches oder unbekanntes Territorium" (danke Wikipedia!)
Im Mai wird Lydia von Kobolden gekidnappt.
Kobolde.
Im Nachhinein ist es vielleicht irgendwie lustig. Vielleicht. Für irgendjemanden, der nicht Scott ist.
Aber die dreizehn Stunden, in denen das Rudel völlig außer sich nach ihr sucht, sind alles andere als lustig.
Als sie sie endlich finden – in Silberketten gelegt und mit Blumenkränzen bedeckt, aber unversehrt und lebendig, Gott sei Dank – wird Scott beinah schwindelig vor lauter Erleichterung.
Er macht kurzen Prozess mit den Ketten während Kira und Malia hinter ihm auf die Kobolde losgehen und sie in die Flucht schlagen.
„Ihr habt euch Zeit gelassen“, ist das erste, was Lydia sagt, als sie auf die Beine kommt. Sie schwankt und Scott greift nach ihrem Ellbogen, um sie festzuhalten. Ihr Kleid ist zerrissen und ihre Haare sind zerzaust.
„Bist du okay? Lydia?“ Besorgt lässt Scott die Hände an ihr entlang wandern und versucht sich davon zu überzeugen, dass sie wirklich heil und in einem Stück ist.
„Ja.“ Lydia atmet tief durch und schiebt seine Hände beiseite. „Ich bin okay. Scott. Es ist alles gut.“
Er kann den Moment beinah sehen, in Zeitlupe und Großaufnahme, wie sie sich zusammenreißt und entschlossen die Haare zurückwirft.
Scott lässt die Hände sinken und nickt.
Es ist leichter mit Stiles.
Es ist alles immer leichter mit Stiles, aber vor allem weil Stiles ihn nie auslacht oder verurteilt, nur weil Scott ein einziger, großer Werwolf-Ball aus Gefühlen ist.
Wenn es Stiles wäre, den er gerade erst wiederbekommen hätte, würden sie sich längst in den Armen liegen und Scott würde sein Gesicht an seinem Hals vergraben und tief einatmen, und Stiles würde ihm über den Rücken streicheln und versichern, dass Scott sein Held ist und dass alles gut ist.
Es ist anders mit Lydia, weil Lydia eine Prinzessin in einem von Stacheldraht umhüllten Turm ist. Lydia ist stolz und tapfer und deswegen tritt Scott artig beiseite als sie an ihm vorbeirauscht.
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Lydia ist nicht okay.
Und drei Tage später ist sie immer noch nicht okay.
Es ist subtil. So subtil, dass Leute wie Kira und Malia, die sie noch nicht so gut kennen, es sicher nicht bemerken. Aber als Stiles ihn mitten auf dem Schulhof zur Seite zerrt und leise fragt was mit ihr los ist, kann Scott nur hilflos mit den Schultern zucken.
Er weiß es doch auch nicht.
Er weiß nur, dass etwas los ist.
„Sie ist so…“ Stiles macht komplizierte Handbewegungen mit seinen langen, ausdrucksvollen Händen.
„Ja“, sagt Scott.
„Noch schlimmer als sonst“, sagt Stiles. Er klingt besorgt.
„Ich weiß.“ Sie riecht auch irgendwie anders seitdem sie zurück. Es ist ein Geruch, der ihm vage bekannt vorkommt, aber dann auch wieder nicht, und er ist nicht ganz sicher, wie er ihn zuordnen soll.
„Vielleicht haben sie ihr was angetan?“ flüstert Stiles.
„Wer? Die Kobolde?“
Stiles‘ Kopf wippt auf und ab, als er nickt. „Jemand muss mit ihr reden“, sagt er.
Er hat unglücklich die Augenbrauen zusammengezogen und seine Augen sind groß und dunkel. Er macht das Ding mit seinem Gesicht, wo er unschuldig und hilflos aussieht, als ob er kein Wässerchen trüben könnte und man ihm unbedingt einen Gefallen tun möchte.
Aber vielleicht geht das nur Scott so.
„Ich soll mit ihr reden?“ übersetzt Scott perplex.
„Ja, man.“
„Aber ich… wieso… ich meine…“
„Alter.“ Stiles legt die Hände auf seine Schultern, als sei Scott sein bester Champion in einem Boxkampf und beginnt ihn aufmunternd durchzukneten. „Du bist der Alpha, okay? Und du bist der Lydia-Flüsterer.“
„Ich bin was?“
„Es stimmt, okay?“ beteuert Stiles und massiert eifrig weiter. „Sie vertraut dir. Sie hört auf dich. Sie zertrampelt dich nicht unter ihren hochhackigen Schuhen, so wie alle anderen Männer der Welt, okay? Weil du besonders bist. Also geh hin, mein Bester, und rede mit ihr. Du schaffst das!“
Sanft aber nachdrücklich schubst er Scott in die Richtung, wo Lydia alleine unter einem Baum sitzt und liest.
Scott verdreht die Augen, aber er gehorcht.
Erstens macht er sich selbst Sorgen um Lydia.
Und zweitens ist Stiles definitiv der Scott-Flüsterer, wenn man danach geht wie oft Stiles es schafft, dass Scott genau das tut was er von ihm will.
Vorsichtig und mit einem Meter Sicherheitsabstand lässt er sich neben Lydia im Gras nieder.
„Hi“, sagt er vorsichtig.
„Hi“, erwidert sie ohne aufzusehen. Ihr Rücken ist so gerade und angespannt, dass Scott schon beim Zusehen spürt wie seine Bandscheiben anfangen zu protestieren.
Sekundenlang sieht er dabei zu wie sie entschlossen in ihr Buch starrt.
Als sie auch nach fünf Minuten nicht ein einziges Mal umgeblättert hat, räuspert er sich unbehaglich.
Lydia seufzt und lässt ihr Buch sinken. „Hat Stiles dich geschickt?“
„Ja. Nein. Vielleicht? Ich weiß nicht?“ sagt Scott verzweifelt.
Lydia rollt mit den Augen.
„Er macht sich nur Sorgen um dich“, sagt Scott leise. „Wir machen uns Sorgen, okay?“
Einen Moment lang rechnet er beinah damit, dass Lydia verächtlich schnaubt und verkündet, dass mit ihr alles in bester Ordnung ist, abgesehen von ihrer Nagelpflege, vielen Dank auch.
Aber das passiert nicht.
Stattdessen beißt Lydia sich auf die Unterlippe.
Scott lässt ihr Zeit.
„Es ist so dumm“, platzt es schließlich aus ihr heraus.
Scott neigt den Kopf, als Zeichen, dass er aufmerksam zuhört.
„Es ist so demütigend.“
Ihr Blick ist starr nach vorne gerichtet, als bringt sie es nicht über sich, Scott anzusehen. „Ich fühle mich wie ein Idiot. Deswegen will ich nicht…“ Sie macht eine abweisende Handbewegung.
„Was auch immer es ist, wir finden bestimmt eine Lösung“, sagt Scott leise. Es ist ein Versprechen.
Lydia presst die Lippen aufeinander und einen Augenblick sieht sie so hilflos und überwältigt aus, dass Scott spüren kann wie eine Woge aus Alpha-Beschützerinstinkten in ihm hochschwappt.
Eine Lydia, die nicht weiter weiß, bewirkt so etwas in ihm. Das ist einfach nicht okay.
Er würde tausend Drachen besiegen und nackt durch Stacheldraht kriechen, wenn das ihr das nur irgendwie weiterhelfen würde.
„Haben sie dir etwas…“, beginnt er im selben Moment als es aus ihr herausplatzt: „Ich bin erregt, okay?“
„Erregt? Inwiefern Erregt?“, wiederholt Scott verwirrt.
„Großer Gott“, faucht Lydia und klappt ihr Buch mit einem lauten Knall zusammen. „Sexuell.“
Es dauert einen Moment, bis er versteht.
Scott pausiert. Das ist irgendwie so gar nicht, was er erwartet hat. Dann errötet er, weil er jetzt weiß wieso ihm der schwere, leicht süßliche Geruch, der an ihr haftet so bekannt vorkommt.
„Oh“, sagt er. Und dann nochmal, etwas zaghafter: „Oh?“
Das… das ist kein Drache, den er besiegen kann.
Lydia gibt ein frustriertes Geräusch von sich, halb Ausatmen, halb Seufzen. „Sie hatten irgendein Ritual mit mir vor, dass… ach, frag nicht. Es ist sehr unappetitlich. Sie hatten vor mich irgendjemandem zu opfern, nachdem mich irgendein gehörntes Wesen vernascht hat. Und offenbar musste ich dafür entsprechend ‚willig‘ sein.“ Sie macht verächtliche Gänsefüßchen mit den Fingern.
„Oh Gott“, sagt Scott, ein wenig überwältigt.
Wieso ist es kein Drache?
Er wünscht sich, es wäre ein Drache, den er für sie besiegen könnte.
Er erinnert sich an ihr unordentliches Kleid und ihr loses Haar, und die Art wie Blumengirlanden sich um ihren Körper gerankt haben… wie eine Einladung.
Eine Sekunde lang schaudert es ihn bei dem Gedanken, dass sie auch nur Minuten später gekommen wären.
Später.
Zu spät.
„Was… was wird denn jetzt mit dir passieren?“ fragt er besorgt. „Brauchst du irgendwas? Willst du mit Deaton…?“
„Nein“, sagt Lydia scharf. „Nein.“ Sie atmet tief durch und weicht Scotts Blick aus.
Jetzt wo Scott es weiß, kann er es überall an ihr wahrnehmen. Den schweren, bittersüßen Geruch nach Verlangen. Ihren leicht beschleunigten Puls. Ein einzelner Schweißtropfen auf ihrer erhitzten Haut, der ihren Nacken entlang rollt.
Sie ist plötzlich sehr nah, sehr dicht, so als ob sie zu ihm herangezoomt worden wäre.
Verlegen zwingt er sich in eine andere Richtung zu sehen. Es fühlt sich plötzlich sehr intim an neben Lydia zu sitzen.
„Nichts wird passieren“, sagt Lydia kühl. „Ich bin lediglich dazu gezwungen mich zu fühlen wie ein läufiger Pudel, so lange bis… bis ich mir einen Idioten ausgesucht habe, der einen halbwegs anständigen Job macht mich zu befriedigen. Ja, ich hab es nachgelesen, ich bin informiert, vielen Dank auch. Ich brauche niemand, der mir Dinge sagt, die ich längst weiß.“
„Brauchst du…?“
„Nein.“
Scott macht verlegene Handbewegungen.
Und hört sofort wieder damit auf. Er zieht eine peinlich berührte Grimasse, denn das ist jetzt wirklich gar nicht passend. „Ähm… hast du…? Hast du schon…?“
„Selbst Hand angelegt?“ fragt Lydia spröde. „Ja, natürlich.“
„Aber es…?“
„Hilft nicht.“
„Und du bist sicher, dass du nicht…?“
„Ich brauch definitiv nichts“, faucht Lydia und steht abrupt auf. Sie wirft ihre Haare zurück und reckt stolz das Kinn empor. „Ich werde das ganz alleine erledigen und ich wäre dir dankbar, wenn du es für dich behältst.“
Scott nickt eilig.
Als Stiles ihn später am Ärmel packt und ihn erwartungsvoll ansieht, schüttelt er stumm den Kopf. „Sie ähm… sie hat alles im Griff“, sagt er. „Mach dir keine Sorgen.“
Er weiß nicht, ob das stimmt.
Gott, wieso ist es kein Drachen, den er für sie erledigen kann?
Fortsetzung folgt
no subject
Date: 2014-07-19 10:26 am (UTC)Und ich meine, so leid mir Lydia auch tut, dass sie von Kobolden mit irgendwelchen Sex-Pollen bestreut wurde und offensichtlich stundenlang Angst um ihr Leben bzw. ihre Unversehrtheit fürchten musste (Guter Gott ;___;), finde ich, dass das bisher die beste Umsetzung des Prompts ist, die ich je gelesen habe (nicht, dass ich bisher viel sex pollen gelesen hätte o.o).
Und gerade auch die Tatsache, dass die Jungs aus der Gruppe es merken, weil sie sie einfach schon so lange kennen, ist irgendwie so herzzerreißend, grade auch bei Scott, weil er Angst hat, ihr zu nahe zu kommen, und dabei will er doch nur helfen und awwww ;_;
Ich kann seinen Wunsch, dass es doch bitte um einen Drachen gehen möge, echt gut verstehen. Irgendein Tier zu erschlagen ist so viel einfacher. ;_;
Man fühlt sich eigentlich auch selbst wie ein halber Triebtäter, wenn man die Vorstellung, dass er ihre Erregung riechen kann, toll findet. Also, so wie ich zum Beispiel. ._. Aber ich liiiiebe es, wenn Scott körperliche Dinge an seinen Rudelmitgliedern erschnuppern kann, grade solche intimen Sachen, weil er damit so vorsichtig und diskret umgeht - und ach, ich finde das so schön. *-*
Weil man merkt, wie Lydia versucht, wirklich stark zu sein und sich nichts anmerken zu lassen, bzw. es mit möglichst viel Würde zu tragen, dass sie ein läufiges Pudelchen ist (D'aww, der Vergleich), es ihr aber wirklich, wirklich zu schaffen macht - und Scott auf der anderen Seite keine Ahnung hat, was er machen soll, aber irgendwas tun will.
Zum Beispiel nackt durch Stacheldraht kriechen.
Oh yeah.
..
...
*hust*
Ich bin gespannt auf mehr.
Wenn sie ihn ihren Drachen...erlegen lässt. Hrhr.
no subject
Date: 2014-07-20 09:43 am (UTC)Ich habe noch nie Sex Pollen geschrieben, aber du weißt ja dass ich da nur entweder Angst galore sehen kann oder ... es muss halt Scott sein, der einem wirklich jeden anderen Ausweg lässt, der irgendwie möglich ist. ._.
Ich liebe das auch - also dass er solche Dinge mitbekommt, wie den Geruch von jemandem und wie schnell sein Herz schlägt und alles. Das ist so unglaublich intim und persönlich und ich glaube deswegen ist Scott auch immer so behutsam damit wenn es darum geht, dass er jemandem zu nah treten könnte. (Baby)
no subject
Date: 2014-07-19 02:00 pm (UTC)Hach und Scott... er ist so süß und besorgt und überhaupt! Jaja, Drachen wären da sicher angenehmer. Allerdings: Er sollte aufpassen, was er sich wünscht. Sonst tauchen da am Ende wirklich noch Drachen auf. XD
Okay, ich fange an, Unsinn zu schreiben. Also freue ich mich einfach nur auf den nächsten Teil und krieche zurück in meinen Kühlschrank. ♥
no subject
Date: 2014-07-20 09:45 am (UTC)Hey, Drachen in Beacon Hills! *_* Das wärs!
no subject
Date: 2014-07-20 10:39 am (UTC)Und Drachen kommen vielleicht in der fünften Staffel? XD Zusammen mit einem Hellseher-Stiles. XD
(Eine Bekannte schaut gerade die erste Staffel... mit Twitter-Liveticker quasi XD She's got NO idea!)