[identity profile] somali77.livejournal.com posting in [community profile] 120_minuten
Team: Erato
Challenge: Suspense- Dunkelheit/Ohne Licht (für mich)
Fandom: Naruto/ The Darkside-AU
Kommentar: aus dem Zusammenhang gerissen und noch nicht aktuell, d.h. ne Szene die so oder so ähnlich erst geplant ist- aber vielleicht kann es ja auch für sich stehen! 8D Das AU ist hauptsächlich real life/non-ninja verse, eine Art urbaner Thriller mit jeder Menge Drugs, Sex-... und allgemeinem (Uchiha/Akatsuki-) Wahnsinn >8D





~

„Wohin?!“, flüsterte Naruto, „Ich kann nichts sehen!“

Er saß auf Händen und Knien in einem stockfinsteren Gang. Alles was er mit hektischen Händen spüren konnte, war der schmale, waagrechte Steg unter seinen Füßen, und nicht weit von seinem Standort entfernt, kalte, gebogene Glaswände. Allein das war schon so fremd und unnatürlich, dass er kein gutes Gefühl hatte.

„Komm weiter“, kam eine gedämpfte Stimme von irgendwo aus der Finsternis.

Naruto gehorchte. Sein Puls raste. Er kam nur zentimeterweit vorwärts, weil seine Gliedmaßen wie gelähmt waren. Die pure Schwärze schien in ihn hinein zu kriechen und ihn an den Untergrund zu kleben.

„Habt ihr nicht gesagt, hier gibt es Fallen und so was?!“

„Psst!“

„Wir sollten wirklich eine Taschenlampe benutzen!“

Keine Antwort.

„Hey! Meint ihr nicht-... wir sollten wenigstens mal kurz gucken, wo wir überhaupt hin kommen?!“

Mit zitternden Fingern nahm er die Lampe aus seiner Jackentasche. Er rutschte ein paar Mal ab, bevor er den Knopf traf. Als der Lichtkegel vor ihm ein helles Loch aus Orientierung ins schwarze Nichts stanzte, atmete er erleichtert auf. Er sah auf einen undefinierbaren Fußboden, und-... tatsächlich einen gebogenen, schwarzen Glasgang. Die Scheibe neben ihm war klirrend kalt.

„Wo sind wir?“, flüsterte er.
Die Schwärze vor dem Glas schluckte das kleine Licht vollkommen.  Zumindest sah es erst danach aus. Naruto kniff die Augen zusammen um mehr erkennen zu können und duckte sich näher.

Etwas bleiches schob sich in sein Gesichtsfeld. Etwas wie eine Wand aus grauer Haut, ein glotzendes Auge, ein von rasiermesserscharfen Zähnen starrendes Loch. Er schrie auf und ließ die Lampe fallen. Der Lichtkegel tanzte, riss helle Schemen aus der Finsternis um sie herum. Bewegungen. Körper.

„Mach die Lampe aus!“, bellte jemand von vorn.
„Was ist das?!“, Naruto fiel instinktiv auf die Knie, kauerte sich ratlos und zitternd am Boden zusammen, ohne Ahnung wo er sich hier verstecken konnte. Um sie herum war Glas. Um das Glas herum endlose Schwärze. Und in der Schwärze-...

„Haie! Es sind Haie! Mach die verdammte Lampe aus!“

„Sie ist mir runtergefallen, okay?!“

„Das Licht zieht sie an! Mach sofort die scheiß Lampe aus, Naruto!“

Ein kleiner Schlag, ein Vibrieren dröhnte durch Wände und Boden. Ein Geräusch wie das dumpfe Auftreffen einer Faust. In der Ferne ein leises, bedenkliches Knirschen.

Naruto wuchtete seine starren Muskeln nach vorn. Die Angst durchsummte ihn wie ein nicht enden wollender Stromstoß. Sein Atem ging fahrig. Seine Hände waren so feucht. Sie zitterten, als er die winzige Maglite an seinen Fingern spürte und nach dem Knopf tastete.

„Naruto!“, der Ruf war ein dringendes Flüstern, leiser als vorher. Der Kegel der Lampe zeigte nichts als winzige Schwebteilchen in dunkler Unendlichkeit um den Unterwassergang.

Der Blonde versuchte den Aus- Knopf zu drücken. Er versuchte es wirklich. Aber die Vorstellung, zu wissen was um sie herum war, und sich freiwillig wieder der pechschwarzen, undurchdringlichen Finsternis auszusetzen, lähmte jede Aktion. Atemlos starrte er in endlose Leere vor ihm, den winzigen Bereich, den sein Sehsinn ihm zugestand.

In der Ferne verdichtete sich das Dunkel.
Bewegung löste einen Schatten aus dem unendlichen Schwarz. Einen Schatten, der stromlinienförmig war. Der sich lautlos, aber zielstrebig auf ihn zu bewegte und dabei in beunruhigender Geschwindigkeit groß und hell wurde. Größer als so etwas sein sollte, viel größer. Unerhört groß. Eine zweite Bewegung von rechts, eine dritte von unten herauf-...

„Lauft“, stieß er hervor, und während er das Wort aussprach wurde ihm bewusst, wie ernst es ihm damit war: „Lauft!“, und noch während er sprach, fing er an genau das zu tun- der Mut der Verzweiflung brachte ihn auf die Beine, stieß ihn vorwärts, trieb ihn an- schneller, schneller: „Lauft! Lauft, lauft lauft!“

Er sah seine Begleiter nicht, aber er spürte sie, als er im Dunkeln nach ihnen packte, sie mitriss aus diesem gähnenden, unvorstellbaren Albtraum von Geheimgang zu Kisames Villa.

Keiner von ihnen wusste, was sie dahinter erwartete, aber es war unmöglich diesen Ort noch länger zu ertragen. Ohne zu sehen wohin, rannten sie einfach vorwärts, vor ihnen das schaukelnde Licht der Taschenlampe, das Dinge in grelles Weiß und scharfe Schatten riss, hinter ihnen, wimmelnd, gleitend, sich stoßend, die größten Raubtiere des Meeres...

~

Date: 2014-07-18 01:25 pm (UTC)
From: [identity profile] rolly-chan.livejournal.com
Hurr, du hast es tatsächlich getan! xD
Und auch noch so richtig mit spannung. Ich liebe deine Beschreibungen von dem Unterwassergang und HA, ich habs sowas von erraten, dass es irgendwas mit Kisame zu tun hat XD (Ich meine, wenn man schon von Haien schreibt und nem seltsamen Unterwassergang).
Ist das aus einer längeren Ff von dir? =) Ich frag mich ja gerade, was sie da eigentlich wollen, in Kisames Villa.
Stimme dir aber zu - könnte durchaus auch für sich stehen. ^^

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