[identity profile] ayawinner.livejournal.com posting in [community profile] 120_minuten
Team: Thalia
Challenge: Angst - Joker (Inspiration)
Titel: -
Fandom: The Expendables
Charaktere: Barney, Billy, Lee
Warnungen: ungebetat.
Anmerkungen: Inspiriert von [livejournal.com profile] nessaniels Diner-AU; ich hoffe, ich habe das mit dem Inspirationsjoker richtig verstanden. Außerdem: Wenn ich nicht immer alles mit zehn Anschlägen pro Minute auf'm Handy tippen würde, wären meine Beiträge auch vielleicht mal länger...

Sie erreichen den Diner direkt hinter dem Einsatzwagen der Feuerwehr, aber die Flammen stehen schon meterhoch.

"Wow, Scheiße", bemerkt Lee neben ihm, und Barney bleibt nichts anderes übrig, als zuzustimmen. Große Scheiße.

"Hoffentlich war da niemand mehr drin", fügt er hinzu und Barney ist froh, dass sie beide den gleichen Gedanken hatten, und dass es vielleicht nicht nur Barney selbst ist, der aufgewühlt ist, seit sie den Funkspruch von der Zentrale bekommen haben.

Barney weiß, dass es Blödsinn ist, sich Sorgen zu machen, denn vermutlich hat Billy selbst den Notruf abgesetzt, als er den Diner öffnen wollte, aber ganz abschalten kann er das dumpfe Gefühl der Angst in seiner Brust trotzdem nicht. Es muss Billy gewesen sein, denn Barney kennt seine Arbeitszeiten – nur, weil sie nahezu jeden Abend nach der Schicht dort sind, sagt Barney sich, und man dann eben Dinge erfährt, und nicht, weil er sich jeden Tag darauf freut, den Jungen wiederzusehen. Diese Woche hat er die frühe Schicht, genau, schließt deshalb am frühen Nachmittag den Diner auf und macht dann meist Feierabend, wenn Barney und Lee die zweite Runde Kaffee bestellen.

Er parkt den Wagen auf der gegenüberliegenden Straßenseite, wo sich – auch dank den Mittagspausen vieler umliegender Geschäfte – schon eine Traube Schaulustiger gebildet hat, die nur widerstrebend zur Seite treten, um nicht überfahren zu werden, weil Barney aus schlecht versteckter Nervosität beim Parken fast noch ein Stück des Gehwegs mitnimmt.

"Ruf Verstärkung, sie sollen die Straße absperren und den Verkehr umleiten", sagt er während dem Aussteigen zu Lee und will auf die andere Straßenseite laufen, aber die Hitze und blendende Helligkeit der Flammen hält ihn zurück. Er hört über die Rufe der Feuerwehrmänner und das Johlen der Schaulustigen hinweg Sirenen in der Ferne – entweder war Lee sehr schnell, oder die Feuerwehr hat schon auf dem Weg hierher weitere Wagen angefordert.

Am Ende ist nichts mehr übrig, schießt es ihm durch den Kopf während er mit gezwungener Ruhe, die sich so gar nicht mit seiner inneren Aufregung vereinbaren lässt die Menschen und Häuserzeilen um den Diner herum nach Billy absucht. Er muss hier sein, er muss--

Barney läuft um den Einsatzwagen herum, der ihm die Sicht auf eine Straßenflucht versperrt. Es ist sehr heiß an dieser Stelle; er schirmt das Gesicht mit einer Hand ab und hat trotzdem das Gefühl, es hier nicht lange auszuhalten. Und gerade hier, in einem Hauseingang, der die Hitze auffängt wie ein Schmelztiegel, findet er Billy, so zusammengekauert, wie es seine große Statur zulässt, auf ein paar schmutzigen Stufen, das abwesend wirkende Gesicht dem Feuer zugewendet.

Barney merkt, wie ein Teil der Anspannung von ihm abfällt – es geht ihm gut es geht ihm gut es geht ihm gut –, aber die Hitze macht das Atmen schwer und er hat das Gefühl, in seiner dicken Uniform unter der schusssicheren Weste zu kochen.

"Hey, Junge", bringt er heiser heraus. Billy wendet sich ihm zu und scheint einen Moment lang durch ihn durch zu sehen, bis er ihn erkennt, und lächelt dann nur schwach.

"Hallo, Officer", sagt er schließlich, und Barney bricht fast das Herz, denn so apathisch hat er den Jungen noch nie gesehen, obwohl es wenig überrascht, dass Billy in diesem Moment nicht zum Scherzen, zum Flirten zumute ist. Es erinnert ihn schmerzhaft daran, dass Billy auf den Job im Diner angewiesen ist, und dass es ihm auch Spaß gemacht hat dort, und obwohl er mit Sicherheit – denn Barney sieht, welche Wirkung er auf die Menschen hat – schnell einen anderen Job finden wird, muss es ihm doch in diesem Moment so vorkommen, als sei eine kleine Welt zusammengebrochen.

Billy steht wegen der großen Hitze zwar der Schweiß auf der Stirn und das hässliche Arbeitsshirt klebt ihm am Rücken, aber er macht trotzdem keine Anstalten, aufzustehen. Der Junge ist völlig verstört, schießt es Barney durch den Kopf. Und: Scheiße, er ist doch noch ein Kind.

Er kniet sich auf den Gehweg vor dem Hauseingang, damit Billy nicht zu ihm aufsehen muss, und auch, um Billy vor der Hitze abzuschirmen.

"Wie fühlst du dich?", fragt er, wohlweislich, dass das eine wirklich blöde Frage ist. Billy zuckt mit den Schultern und starrt Barney hilflos an.

"Der Diner...", fängt er an, gestikuliert kurz und seine Stimme bricht. Er will nicht weinen, denkt Barney erschrocken, scheiße, scheiße, scheiße.

"Komm mit nach hinten", sagt er, und steht auf. "Dort ist es kühler und wir können viel besser reden." Er streckt die Hand aus, um Billy aufzuhelfen, und Billy zögert einen Moment, bevor er nach einer Stelle an Barneys Uniformärmel greift, um sich hochzuziehen.

Sie gehen schweigend die Straße hinunter, bis die Hitze erträglich geworden ist, und setzen sich an die Bordsteinkante. Lee hat die Straße einige Meter entfernt schon selbst abgesperrt und diskutiert lautstark mit einigen aufgebrachten Autofahrern. Er begegnet Barneys Blick und nickt ihm kurz zu, als er Billy erkennt.

Es ist ein ohrenbetäubender Lärm von Sirenen, Hupen und Stimmengewirr, aber Billy scheint davon wenig mitzubekommen. Er sieht Barney von der Seite an, als habe er jetzt erst bemerkt, wer neben ihm sitzt, und senkt dann rasch den Kopf, als Barney sich zu ihm wendet.

"Es ist schön, dass Sie hier sind", sagt er so leise, dass Barney sich zu ihm hinüberbeugen muss, um ihn zu verstehen. Barney legt ihm eine Hand auf den Rücken, und Billy rutscht ein wenig näher an ihn heran.

"Was soll ich denn jetzt machen?", fragt er schließlich, und Barney ist insgeheim froh über diese Frage, denn sie klingt zwar verzweifelt, aber wenigstens hat Billy seinen anfänglichen Stupor überwunden.

"Du setzt dich jetzt erst mal ins Auto, dann erledigen wir hier noch ein paar Dinge und dann fahr ich dich nach Hause, in Ordnung?" Sie sollten ihn eigentlich zu den Umständen befragen; wann hat er das Feuer bemerkt? Hat er sofort den Notruf gewählt? Stupide Routinefragen, die Barney in diesem Moment nicht über's Herz bringen kann.

Billy sieht ihn erneut an, und diesmal treffen sich ihre Blicke. Billy grinst schwach, aber schon wieder mit einem Hauch seiner gewohnten Lebhaftigkeit in den Augen.

"Hey, Officer, hätten Sie auf den Schock eine Zigarre für mich?", fragt er, und Barney muss lachen. Es geht aufwärts, irgendwie.

Date: 2014-07-17 05:40 pm (UTC)
From: [identity profile] exiles-diary.livejournal.com
Ja, alles richtig verstanden (habs auch schon eingetragen) ^^

Der Text ist auch sehr schön zu lesen. Ich finde, du kreiierst eine sehr schöne Atmosphäre und wenn du das auf dem Handy getippt hast, hast du meinen Respekt ^^
Ich finde die Textlänge für die Szene eigentlich sehr passend.
Mach weiter so ^^

Date: 2014-10-02 01:05 pm (UTC)
From: [identity profile] nessaniel.livejournal.com
ICH KANN NICHT FASSEN, DASS ICH DAS HIER NOCH NICHT KOMMENTIERT HABE, WAS BIN ICH DENN FÜR EINE KREUZDÄMLICHE NULPE UND TREULOSE TOMATE.

Du schenkst mir das allerallerschönste auf der Welt hiermit, weißt du das. Du hast mein billiges Diner-AU adoptiert und aufgezogen, als obs dein eigenes wäre, ich weiß gar nicht, was ich sagen soll, außer danke, danke danke. Q___Q

Am liebsten würde ich dir alles aufzählen, weil ich wirklich gar nicht so richtig begreifen kann, wie toll das hier alles ist, also nutzen wir wie immer EINE LISTE IN CAPSLOCK:

- dass Barney Billys Arbeitszeiten auswendig weiß. Dass es ihm an manchen Abenden gar nicht schnell genug gehen kann mit der Verbrechensbekämpfung. Dass er freiwillig die Nachtschichten übernimmt und Lee augenrollend mitkommt, weil er seinen Idiotenfreund ja nicht alleine lassen kann. Oh Gott, er ist so verliebt in ihn.

- Am Ende ist nichts mehr übrig, schießt es ihm durch den Kopf SAG DOCH SOWAS NICHT, DAS TUT DOCH WEH IM HERZEN BUHUUUU Q__Q Wenn ich nicht genau wüsste, dass dieses verdammte Feuer im Sequel dafür verantwortlich ist, dass sie sich endlich mal auf Dates einladen, dann WÜRDE ICH JETZT HIER SITZEN UND FLENNEN!!! Es ist so klasse, wie genau du Barneys Angst beschreibst und wie sehr er sich einredet, dass doch alles okay ist, dass Billy kompetent ist und überhaupt... hach!

Auch die Beschreibung mit der schusssicheren Weste passt SO GUT DAREIN, die Stimmung ist wundervoll intensiv und man fühlt so richtig mit, mir tut alles weh. Barney wahrscheinlich auch.

Wie er Billy wegführt, ganz vorsichtig und ein bisschen hilflos, gefällt mir doch irgendwo am besten (nein, das ist eine Lüge und wenn ich die Fanfic in zwei Tagen nochmal lese ist es sowieso wieder irgendein anderer Satz), vor allem, dass er selbst fast in Panik gerät, weil er nicht weiß, wie er ihn trösten soll. <33

Und: Scheiße, er ist doch noch ein Kind.
Es ist offiziell, wir kommen alle in die Hölle. Ich koch uns schon mal nen Kaffee, wenn ich vor dir da sein sollte. XDDD Ach Gott, Barney, du lieber, wunderbarer, besorgter Kerl.


"Es ist schön, dass Sie hier sind", sagt er so leise, dass Barney sich zu ihm hinüberbeugen muss, um ihn zu verstehen. Barney legt ihm eine Hand auf den Rücken, und Billy rutscht ein wenig näher an ihn heran.

ICH RICHTE UNS AUCH EIN LOFT IN DER HÖLLE EIN, OKAY, OH GOTT WIE SCHÖN IST DAS BITTE. Es ist so unaufällig und sanft und sagt so viel aus. <333

Lee, der mit Autofahrern diskutiert, stelle ich mir ja ebenfalls ziemlich großartig vor, ahahahhahahaah xD (Und er fährt auch bestimmt, damit Barney und Billy gemeinsam hinten sitzen können, ne, das ist so oder, ja danke. <33)

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